Der ewige Klartraum | Fluch oder Segen?

Datum 8. Aug. 2011
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Der ewige Klartaum. Eine Welt, ein komplettes Universum unter deiner Kontrolle. Was wäre wenn? Sagen wir, es wäre wie im Film Vanilla Sky möglich, den ewigen Klartraum zu träumen. Diesmal aber mit dem Wissen, das alles nur ein Traum ist. Sofort ergeben sich Vor- und Nachteile.

Ist man sich darüber bewusst, einen Klartraum mit unendlichen Möglichkeiten zu träumen, hat man natürlich die volle Kontrolle. Tom Cruse war sich über den Traumzustand ja nicht im Klaren, er lebte ein „normales“ Leben. Jetzt stellt sich die Frage wie sich das Wissen über diese unreale Welt auf das Befinden auswirkt. Das Steak mag real aussehen, riechen und köstlich schmecken, es bleibt aber immer der der Gedanke im Hinterkopf: Nichts von alledem ist Real.

Herausforderungen wären praktisch nicht mehr vorhanden, das Gefühl etwas erreicht zu haben, ginge verloren. Man wüsste ja, jede Herausforderung hat man wenn dann selbst erschaffen. Die Glücksgefühle die beim Erreichen eines Zieles ausgeschüttet werden, wären praktisch nicht mehr vorhanden. Ob irgendwann Langeweile einsetzen würde, ist schwer abzuschätzen. Das Gehirn ist ein schier unermesslicher, kreativer Brunnen. Wie tief dieser Brunnen ist, würde man dann wohl herausfinden.

Natürlich gibt es auch positive Aspekte. Es blieben keine Wünsche offen, alles würde so verlaufen, wie man es sich vorstellt. Alleine die wegfallenden sozialen Zwänge würden das eigene Verhalten grundlegend verändern.

Ob es nun Fluch oder Segen wäre, kann ich persönlich für mich nicht beantworten. Der Gedanke des „nicht real seins“ hat vermutlich eine große Wirkung. Was überwiegt, kann ich persönlich nicht festmachen…