Traumfiguren - Hintergrundgeschichte inklusive

Datum21. Okt. 2011
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Ich bin kein Fan der Theorie, das Träume nur wild durcheinander gefeuerte Informationen sind und nur zufällig entstehen. Das andere Extrem widerstrebt mir auch, nicht jeder Traum hat eine tiefere Bedeutung und wird mein Leben für immer beeinflussen. Ich denke Träume nehmen den Mittelweg. Einige Träume haben eine Aussage, wollen den Träumenden auf etwas aufmerksam machen, andere nicht. Warum spreche ich dies nun an?

Es fasziniert mich einfach, wie man im Traum mit Hintergrundinformationen versorgt wird. Es ist nicht nur die Tatsache dass diese Informationen vorhanden sind, sondern wie man sich im Traum an diese erinnert. Es ist, als wäre diese Traumfigur schon immer ein alter Bekannter gewesen, als würde man ihn schon ewig kennen. Es scheint so, dass ein Großteil der Informationen im Trübtraum einem nur vorgegaukelt werden. Man glaubt alles zu wissen, weiß aber in Wahrheit über die Traumfigur weniger. Na ja, vielleicht geht es auch nur mir so, es würde mich aber interessieren ob jemand aus einem Trübtraum eine Detailreiche „Backstory“ über eine Traumfigur schreiben kann.

 

Nichts desto trotz fühlen sich die Informationen, mit wie vielen man auch immer wirklich versorgt werden mag, so an, als seien sie schon immer da gewesen. Es ist als würde ein Schalter umgelegt werden, der in den Erinnerungen einen Informationsstrang über eine Traumfigur (aber auch über Gegenstände etc.) aktiviert. Oft war mir der Sinn und Zweck eines Gegenstandes „von Anfang an“ klar, als wäre es mein Handy oder der Schlüssel in meiner Tasche. Ich muss sofort an Dark City denken, ein grandioser Film.

 

Das ganze wird natürlich durch das Erinnern an den Traum verwaschen. Vielleicht befüllt man diese leeren Erinnerungen erst nach dem Aufwachen. Man hat den Traum ja nicht live erlebt, sondern man erinnert sich nur. Ich halte meine Träume mit einem Diktiergerät fest und übertrage sie dann auf den PC. Oft pausiere ich die Aufnahme und schreibe aus der Erinnerung heraus weiter. Lasse ich nun die Aufnahme weiter laufen, sind gelegentlich markante Details in meiner erinnerten Variante anders als auf dem Diktiergerät. Ich könnte nun einfach im vielleicht schläfrigen Zustand bei der Aufnahme das falsche Wort gesagt haben.

 

Alles in allem ist die Tatsache, das diese Informationen aus dem „nichts“ generiert werden und sich so anfühlen, als seien sie schon immer da gewesen, ein weiterer Aspekt der mich an Träumen fasziniert.

 

Nicht nur Klarträume haben ihren Reiz, auch den alltäglichen Trübträumen sollte man auf der Jagd nach dem nächsten Klartraum einen Platz einräumen.

  1. Avatar for Rene2001

    Rene2001

    Mittwoch, März 7, 2012 - 15:11:54

    Also aus meinen erfahrungen gibt es wie du schon beschrieben hast, Träume die etwas bedeuten und welche die einfach nur unsinn sind.Jetzt sagen aber viele das man aus dem was ich (unsinn) nenne noch viel auslesen kann.

    Das denke ich nicht , ich hab oft Träume da ist es zu 100% klar was der Traum bedeutet oder mir sagen möchte ,wieso sollte also mein unterbewusstsein es so verschlüssen das ich es selbst nicht rausbekomme.

    Das mit den mangelnden infos ,die einen aber meist nicht aufallen ist sehr spannend.
    Ich kenn das auch mit Personen in Traum mit dem man umgeht als wäre man Jahre mit ihnen befreundet, dabei kennt man sie nicht und weiß eigentlich nichts über sie.

    L.g Rene :)


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