Zeit im Klartraum und externe Reize im Trübtraum

Datum27. Nov. 2011
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Zeit im Klartraum ist schwer zu definieren. Zum einen kann der normalo Klarträumer die Zeit nicht messen, zusätzlich kann man sich auf das Zeitgefühl im Klartraum nicht 100% verlassen.

Vorab: Wir träumen am meisten in den REM-Phasen aber auch in allen anderen Schlafphasen (leichter Schlaf, Tiefschlaf) Mehr Infos zu den Schlafphasen findet ihr hier im Forum.

Eine Hürde ist der Klarträumer selbst. Nicht jeder Mensch kann Zeit gleich gut schätzen. Der eine schätzt zu viel der andere zu wenig. Dies wird zusätzlich noch durch die im Klartraum ausgeführte Aktivität selbst beeinflusst. Genau wie im Wachleben wird die Zeit bei aufregenden, spannenden Aktivitäten kürzer geschätzt als bei langweiligen Erlebnissen. Dies soll nicht heißen das ein Klartraum langweilig ist aber wenn man über Berge und Täler fliegt, wird man die Zeit sicher anders einschätzen als wenn man gemächlich durch die Traumstadt schlendert.

Eines hat ein Experiment von Dr. Stephen LaBerge im Schlaflabor jedenfalls bewiesen: Die reale Zeit und die Traumzeit stimmen überein. Luzide Träumer wurden im Schlaflabor überwacht und bekommen die Aufgabe im Klartraum zu blinzeln, dann im Sekundentakt bis 10 zu zählen und erneut zu blinzeln. Die Geschätzte Zeit und die real vergangen Zeit waren nahezu identisch.

Es ist also nicht möglich 100 Jahre real im Klartraum zu verbringen!

Jedoch gibt es ein großes, wenn nicht mittelschweres „aber“:

Auch wenn man nur 15 Minuten klar träumt, kann es einem vorkommen wie 15 Stunden. Man glaubt, es seien 15 Stunden vergangen, die 15 Minuten wurden aber nicht überschritten. Identisch sind die in Filmen eingeblendeten Texte ala: „2Jahre Später“. Der Zuschauer weiß, es sind zwei Jahre vergangen hat diese 2 Jahre aber nicht in Echtzeit erlebt. Dieses Gefühl, das Zeit vergangen ist, wird auch im Klartraum vermittelt nur intensiver.

Ein weiteres Experiment von William Dement und Edward Wolpert (University of Chicago), das sich mit Zeit beschäftigt, zeigte das externe Reize direkt in den (Trüb)Traum eingebunden werden.

Die Träumenden wurden mit leichten Wassertropfen bespritzt und nach einer vorgegebenen Zeit geweckt. Die Traumberichte ergaben, das der Reiz fast zeitgleich im Traum auftauchte, denn die geschätzte Zeit vom aufwachen, rückwärts bis zu einem Erlebnis im Traum mit Wasser, war mit der real verstrichenen Zeit identisch.

Quellen u.a.: Michael Schredl - Träume

  1. Avatar for TheRiddler

    TheRiddler

    Montag, März 5, 2012 - 15:38:57

    Das Experiment von Stephen LaBerge kenne ich und auch wenn es “Wissenschaftlich bewiesen” sein mag bin ich doch der Meinung, dass man mehrere Jahre in einem Traum verbringen kann. Nun mag man mir Esoterik und sonst etwas vorwerfen, aber ich weiß, dass man im Traum so einiges machen kann und das dort VÖLLIG andere Gesetze gelten als im Wachleben. Ich kenne einige Personen (z.B. Don Rinatos), welche so etwas schon gemacht haben und ich bin auch dabei das zu probieren. Außerdem geht im Traum noch einiges mehr wie z.B. Shared Dreams, also ein geteilter Traum, in dem man andere schlafende Personen treffen kann.

    Lg TheRiddler

  2. Avatar for DreamState

    DreamState

    Sonntag, Juni 3, 2012 - 20:48:37

    Jeder zieht frü sich selbst seine Schlüsse. Ich persönlich habe noch nie einen so langen Zeitraum im Klartraum erlebt, ich vermute wie gesagt dass es nur “gefühlte” so lange andauert.

    Doch im Traum herrschen wirklich andere Gesetze und wer sagt dass diese bei jedem Menschen gleich sein sollen…

    Ich hab die Grafik zum Beitrag mal upgedated (die alte sanduhr ist mir nicht gut gelungen), ich stehe noch zu meiner Aussage im Beitrag hab aber mal den Sand in der Sanduhr weggelassen :D Ein kleines Analogie wenn man so will :)

  3. Avatar for Docbenway

    Docbenway

    Freitag, Juni 19, 2015 - 12:43:33

    Wieder mal ein klasse interessanter Blogbeitrag (y) (y) (y)