Trübtraum: Sich nicht zu sehr mit dem eigenen Traumbild identifizieren

Datum16. Feb. 2012
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Notiert man seine Träume ins Traumtagebuch, sollte man sich nicht zu sehr mit den Dingen identifizieren, die das Traumselbst / das Abbild von sich selbst ausführt. Manche Aktionen, Aussagen und Verhaltensweisen würde man im Wachleben nie ausführen oder aussprechen. Man muss sich davon lösen, dass man im Trübtraum genauso agiert wie im Wachleben. „Unschöne Aktionen“ und Dinge, die einem nach dem Aufwachen als falsch und befremdlich erscheinen,  „zensiert“ man gerne beim Aufschreiben ins Traumtagebuch. Das Traumtagebuch sollte man aber nur für sich selbst schreiben! Nur ICH lese es und kann deshalb schreiben was ich will. Niemand richtet über mich.
Selbst wenn, diese Person im Traum entspricht nicht oder nur teilweise meinem Wesen im Wachleben. Richtet als jemand über meinen Traum, betrifft es mich nur zu einem kleinen Teil. Natürlich sollte man sich auch nicht komplett von seinem Abbild im Traum lösen und es als „Fremden“ ansehen, das Abbild und deren Handlungen im Traum hat immer eine Bedeutung, gerade die Handlungen die uns vielleicht befremdlich erscheinen, tragen vielleicht eine wichtige Aussage, die man nicht auf den ersten Blick erkennt.

Bewahrt man einen gewissen Abstand zur Traumfigur und identifiziert sich nicht zu 100% mit der Selbigen, kann man die Dinge objektiv betrachten und in vollem Umfang im Traumtagebuch notieren.

Gerade weil im Traum das Logikzentrum inaktiv ist, kommen manchmal verrückte aber auch verstörende Traumszenen zustande. Egal wie wenig das Traumbild mit dem dem wahren ich übereinstimmt, es sollen alle Details so festgehalten werden, wie sie im Traum passiert sind.

Beim aufschreiben des Traumtagebuches scheint man wohl auch automatisch zu sortieren. Oft ertappe ich mich dabei, wie ich kleine Details und mir als „unwichtig“ erscheinende Nebenhandlungen im ersten Moment nicht notieren will. Der Traum soll als Ganzes mit allen Details notiert werden. Traumarbeit ist leider immer noch Arbeit, die sich aber bei der Belohnung „Klartraum“ mehr als lohnt.

Behalten wir also im Hinterkopf:

  • Sich nicht zu 100% mit dem Abbild des eigenen Selbst im Traum identifizieren
  • Abstand wahren
  • Alle Details festhalten
  • Es lohnt sich!

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