Essen (und Trinken) im Klartraum - Erfahrungsberichte & Erlebnisse

Datum29. Feb. 2012
Views: 5207 | Kommentare: 0


blog_essen_im_klartraum.png

Einer der wundervollen Vorteile des Klarträumens ist, man kann essen was man will. Der Geschmack ist dabei oft sogar intensiver als im Wachleben. Will man zB das beste Steak seines Lebens essen, so bekommt man dies auch. Lange warten und sich mit unfreundlichen Kellern herumschlagen muss man auch nicht… ;)

Auch unerfahrene Klarträumer brauchen nicht viel Übung für eine gute „Klartraum-Mahlzeit“, denn das Auge isst im Klartraum nicht mit :) Hier ein persönliches Traumbeispiel welches erklärt, was damit gemeint ist:

Ich will etwas essen und nehme eine Scheibe Glas aus einem Regal (dieses Glas hatte ich damals im WL wirklich in meiner Wohnung) Ich beiße hinein und will das es nach Tomate schmeckt, was auch klappt. Das Tomatenglas ist aber merkwürdigerweise sehr heiß. Ich glaube kurz etwas Tomatenhaut am Gaumen kleben zu haben, dem ist aber nicht so. Beim nächsten Bissen will ich ein Steak schmecken. Ich beiße in das Glas und schmecke ein super leckeres und wirklich unglaublich zartes Steak.

Im Klartraum ist es also egal, was man isst. Glas, den eigenen Schuh oder die Ecke des Tisches. Den Geschmack den man erwartet, hat das Essen dann auch. Man muss nicht erst ein Restaurant erschaffen, um in den Genuss guten Essens zu kommen. (Es wäre aber natürlich interessant sich von einem Kellner ein unbekanntes Essen servieren zu lassen. Was der Kellner dann wohl erklärt, was man bekommt? Wie es dann wohl schmeckt? :) )

Aber nicht nur reale Gaumenfreuden, die man aus dem Wachleben kennt, sind im Klartraum möglich. Ein “unbekannter” / undefinierbarer Geschmack ist auch kein Problem. Dies zeigt mein nächstes Klartraumbeispiel aus dem eigenen Traumtagebuch:

Ich gehe ins Wohnzimmer und weiter in die Küche. Hier sehe ich eine Banane in einer Obstschale liegen. Ich will eine Frucht schmecken, die es nicht gibt. Die Banane bekommt plötzlich eine apfelartige Haut, die Bananenschale verschwindet und es tauchen große rote Flecken auf, wie Wasserfarbentupfer. Ich will einen ekstatischen Geschmack erleben. Als ich in den „Banapfel“ beiße, schmecke ich Banane, Aprikose oder Erdbeere und einen undefinierbaren, wundervollen, wirklich ekstatischen Geschmack.

Der undefinierbare Geschmack war wirklich wundervoll! Was es genau war, kann ich bis heute nicht sagen. Vermutlich war es eine Mischung aus verschiedenen Geschmacksrichtungen, vielleicht aber auch etwas was ich noch nie in meinem Leben geschmeckt habe…

Im Klartraum essen ist eine einfache Tätigkeit, die einem aber um vieles bereichert. Man muss nur kreativ sein und sich etwas einfallen lassen:

  • Ein unbekannter Geschmack
  • Ein bekannter Geschmack, dafür aber in seiner leckersten, intensivsten Form
  • Den Geschmack mit etwas verbinden: Es soll ekstatisch schmecken oder glücklich machen
  • Wie schmeckt zB Liebe? Wie schmeckt Trauer?
  • Etwas essen, das unglaublich satt macht. Hat man nach dem Aufwachen noch Hunger?
  • Wie schmeckt man selbst?
  • Etwas leckeres / unbekanntes trinken?
  • Paradoxes: Wie schmeckt heißes Eis? Oder kochendes Wasser, das kalt ist?

Die Möglichkeiten sind also sehr groß und die Sinneseindrücke und Erfahrungen um so belohnender. Einfach im Klartraum auszuführen und mit komplexen und interessanten Resultaten… Bon Appétit!

 

UPDATE 01.03.2012:
Minko Dobreff fand 1931 heraus, dass Essen im Traum sich auf den Magen auswirkt. Der Säuregehalt im Magen war nach geträumten Mahlzeiten höher als nach Träumen, in denen kein Essen vor kam.

In einer akutelleren Studie wertete Ralph Armstrong die Absonderung des Magensaftes in der REM-Phase aus, er stellte keine erhöhte Absonderung fest. Leider wurden hier nicht die Trauminhalte berücksichtigt, also ob der Proband nun von Essen geträumt hatte oder nicht…

Diskussion dazu im Forum


Kommentar hinzufügen

Die Felder Name und Kommentar sind Pflichtfelder.