BlogSerie zu den RealityChecks: 7. Sprung-RC

Datum26. Apr. 2012
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Sprung-RC

Der Sprung RC ist nicht immer sehr zuverlässig, lässt sich aber leicht ausführen.

Springe in einem günstigen Moment (am besten nicht im Büro, der Schule oder im Bus) einfach nach oben, so hoch du kannst. Im Traum springt man oft viel höher als realistisch und segelt meist auch langsamer nach unten.

Man erkennt leider im Traum nicht immer, ob die Sprunghöhe realistisch ist, oder nicht…

Hier findet ihr im Forum eine Übersicht über alle RCs.

Bisherige Reality Check Blogbeiträge:

7. Sprung-RC
6. Dreh-RC
5. Uhren-RC
4. Nasen-RC
3. Finger-RC
2. Lese-RC
1. Hand-RC

Vermeindlich bekannte Traumfiguren

Datum23. Apr. 2012
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Wer kennt es nicht? Man träumt einen Trübtraum und trifft auf eine bekannte Traumfigur. Man kennt diese Person. Woher, lässt sich im Trübtraum nicht feststellen doch da ist dieses Gefühl als hätte man sich schon immer gekannt.

Nach dem Aufwachen lässt sich die Traumfigur aber keiner bekannten Person zuordnen. Woran liegt das?

Zum einen spielen Gefühle im Traum eine große Rolle. Zu jeder Situation kann jedes Gefühl auftreten. Ob dies dazu passt, liegt (im Trübtraum) nicht in der macht des Träumenden. Der Trübtraum bestimmt unsere Stimmung und unserer Gefühle.

Die Traumfigur selbst muss nicht unbedingt eine bekannte Person sein, das Gefühl kann einem einfach vorgegaukelt werden. Vielleicht wird dies auch nur unterbewusst ausgelöst: Die Traumfigur besitzt ein Merkmal einer uns im WL bekannten Person, welches uns glauben lässt, wir kennen die Person. Man verbindet die Eigenschaften, Erfahrungen und Erinnerungen, kurz: Die Einstellung wie wir eine Person aus dem Wachleben sehen, mit der Traumfigur.

Dies wirft eine weitere interessante Frage auf: Wie wird das Aussehend er Traumfiguren bestimmt? Würfeln wir uns bekannte Gesichter und Körper zu einer Person zusammen? Vielleicht ist diese eine Traumfigur uns aber so bekannt, da wird diese für einen Moment in der überfüllten Fußgängerzone entdeckt haben. Eine Antwort darauf zu finden, gestaltet sich wohl sehr schwierig und aufwändig: Man müsste kontrollieren und dokumentieren, welche Gesichter ein Proband in seinem Leben gesehen hat und sehen wird. Zusätzlich verwässert sich das Ergebnis, wie der Proband die Person / das Gesicht beschreibt. Vielleicht wird nach dem Erwachen, ähnlich den traumlöschenden Mechanismen, einfach unsere Erinnerung an das Gesicht verwässert. Aus dem im Traum bekannten Gesicht wird nach dem Erwachen ein generisches Bild. Dies würde der Theorie zutragen, dass wir in unseren Träumen Dinge verarbeiten. Wie sollten wir etwas verarbeiten, wenn wir uns jeden Morgen daran erinnern? Verarbeitung ist natürlich nicht gleich Verdrängung, dennoch ist das Eine auf das Andere entfernt angewiesen und hängt zusammen.

“Shared Dreams” / “Shared Dreaming” / “Träume gemeinsam erleben” wäre ein weiterer Begriff, den man zu diesem Thema aufgreiffen kann. Vielleicht teilen wir uns alle auf einer Ebene Träume und diese Traumfigur gibt es irgendwo auf der Welt als wirkliche Person. Dann könnte man wirklich eine Fremdsprache im Schlaf lernen ;) Ob Shared Dreaming wirklich möglich ist, wurde leider bis heute noch nicht eindeutig bewiesen.

Ob wir nun die Traumfigur kennen, oder ob sie aus unserem Wunderwerk „Gehirn“ entsprungen ist, eins ist sicher: Traumfiguren sind Facettenreich, Interessant und besitzen Ihre Eigenarten und Ihren Reiz. Ein Trübtraum wäre ohne sie bei weitem nicht so interessant…

Bekannte Unbekannte Traumcharaktere

Das Muskelgedächtnis & Klarträume in der Kindheit

Datum17. Apr. 2012
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Viele vermuten dass Klarträumen etwas völlig natürliches ist, eine Fähigkeit, die wir eigentlich nicht lernen müssten – da wir diese vielleicht bereits von Geburt an beherrschen. Oft hört man Berichte über Personen, die in ihrer Kindheit ihre Träume bewusst gesteuert haben, ohne einen Namen für das Phänomen zu kennen.

Wie kann es sein, dass man ohne jede Technik, ohne überhaupt je von Klarträumen gehört zu haben, einen Klartraum erlebt? Zum einen kann ein DILD Klartraum auch ohne jegliche Technik elrebt werden. Es ist selten, aber möglich. Zum anderen liegt es nahe, dass uns das Klarträumen einfach in denen Genen liegt. Welche Funktion Träume haben, ist bis heute unbekannt doch die Tatsache dass Träume dem Schlafenden als absolut realistisch vorkommen (während des Traumes), legt die Funktion nahe, diese sind Übungen für das Wachleben.

Das wilde Raubtier im Traum fordert unsere Reaktionen und das Muskelgedächtnis. Dieses lässt sich auch über Klarträume trainieren. Es wird im Trübtraum eine bedrohliche Situation simuliert um im Wachleben besser dafür gerüstet zu sein.

Klarträume könnten uns also schon in jungen Jahren begleiten, doch warum ging dann diese Fähigkeit verloren, wenn dem der Fall war? Vielleicht liegt es daran, dass wir einfach immer behüteter aufwachsen. Kein Raubtier wartet (im Normalfall) auf einen, verlässt man sein Haus.

Update:
Hier ein Blogbeitrag über das Training des Muskelgedächtnisses im Klartraum:

Muskelgedächtnis im Klartraum trainieren

Video: Kritisches Bewusstsein - Tipps, Tricks & Techniken

Datum13. Apr. 2012
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Kritisches Bewusstsein steigert die Klarträume durch DILD ungemein, hier findet Ihr ein Video mit Tipps & Tricks:

Den passenden Thread gibt es hier:
Kritisches Bewusstsein - Tipps, Tricks & Techniken

Klarträume besser erinnern / nicht vergessen

Datum11. Apr. 2012
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Nicht immer wird man nach einem Klartraum direkt wach, manchmal folgt ein Trübtraum. Dadurch kann die Erinnerung an den Klartraum verblassen.

Um dem entgegen zu wirken, sollte man bereits während der Klartraum noch andauert, das Erlebte zusammenfassen. Gehe alles in Gedanken nochmal durch und versuche dir alles besonders gut zu merken. Baue dir selbst Eselsbrücken, einzelne Wörter mit denen du die geschehen Ereignisse verbindest.

Nutze die Möglichkeiten des Klartraums und lasse das Geschehen einfach nochmal vor deinen Augen ablaufen.

So hast du viel mehr von deinem Klartraum, da du dich an wirklich alle Details erinnerst.

‘Hellwach im Traum’ ist keine Übersetzung von ‘Exploring the World of Lucid Dreaming’!

Datum 7. Apr. 2012
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Hellwach im Traum ist NICHT die Deutsche Übersetzung von „Exploring the World of Lucid Dreaming“?

Hellwach im Traum ist ein Buch von Stephen LaBerge, welches fast jedem Klarträumer ein Begriff  ist. Das bereits vergriffene und nicht mehr erhältliche Buch wird zu horrenden Preisen bei eBay und Amazon verkauft.

Hellwach im Traum wird oft als die Deutsche Übersetzung des für nur ein paar Euro erhältlichen Buches „Exploring the World of Lucid Dreaming“ gehandelt. Heute ist meine Ausgabe von Hellwach im Traum eingetroffen. Dem ersten Eindruck nach, handelt es sich nicht einfach um eine Deutsche Übersetzung.

Zu Beginn fiel mir auf, dass sich die beiden Inhaltsverzeichnisse unterscheiden. Bei Hellwach im Traum ist es wie folgt aufgebaut:

Danksagung
Vorwort von Robert Ornstein
Erwache in deinen Träumen
Ursprung und Geschichte des luziden Träumens
Die neue Welt des luziden Träumens
Die Traumwelt erforschen: Luzide Träume im Labor
Erfahrungen des luziden Träumens
Lerne luzide zu träumen
Der praktische Träumer: Anwendung des luziden Träumens
Träume: Funktion und Bedeutung
Traum, Illusion und Wirklichkeit
Traum, Tod und Traumtranszendenz
Nachwort: Lebendig Leben
Anmerkungen

Das Inhaltsverzeichnis deckt sich nur teilweise mit dem Englischen Inhaltsverzeichnis von „Exploring the World of Lucid Dreaming“. Mein erste Gedanke war, dass ja das Originalbuch i. d. R. auf den ersten Seiten angegeben wird. Bei Hellwach im Traum finde man nur folgendes:

Titel der im Junfermann Verlag erschienen Originalausgabe:
„Hellwach im Traum“
© 1987 by Junfermann Verlag, Paderborn

Eine Englische Originalausgabe wird nicht genannt. Ist Hellwach im Traum vielleicht eine vom Inhalt geänderte Übersetzung von „Exploring the World of Lucid Dreaming“?

Mein zweiter Gedanke war, dass dies vielleicht die Übersetzung des anderen Buches von Stephen LaBerge namens „Lucid Dreaming“ ist. Dies wurde aber 2004 veröffnetlicht, deckt sich also nicht mit dem Jahr 1987…

Dann entdeckte ich ein drittes Buch von Stephen Laberge: „Lucid Dreaming: The power of being aware and awake in your dreams“ welches 1985 veröffentlicht wurde. Warum ging dies auf meinem Klartraumbücher-Radar unter?

Dann entdeckte ich das Cover des Buches, welches hier zu finden ist. Zum Vergleich, das Cover von „Exploring the World of Lucid Dreaming“ ist hier zu finden.

Die Ähnlichkeiten fallen auf, nicht wahr?

Anscheinend hielt ich bei meiner Suche nach Klartraumliteratur die beiden Bücher für ein und das Selbe, nur mit neuem Cover.
Ob es sich bei „Hellwach im Traum“ nun um die Deutsche Übersetzung von „Lucid Dreaming: The power of being aware and awake in your dreams“ handelt, kann ich nicht 100% sagen, ich bin aber fest davon überzeugt. „Lucid Dreaming: The power of being aware and awake in your dreams“ wird auch für nicht gerade wenig gebraucht verkauft: Gebraucht 150$

Ich werde „Hellwach im Traum“ lesen und auch erneut „Exploring the World of Lucid Dreaming“ aber ich bin mir fast sicher, das es sich bei beiden Büchern nicht um die Gegenstücke in Englischer und Deutscher Sprache handelt. In den gängigen Klartraumforum liest man immer wieder, dass dies aber der Fall sein soll…

Existieren Dinge ausserhalb des Blickfeldes des Klarträumers?

Datum 2. Apr. 2012
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Im Klartraum finden ständig kleine Veränderungen in der Umgebung statt. Farben ändern sich, ein Raum ist anders geschnitten und aus einem Stift wird eine Karotte. Oft sind es nur kleine Details, doch wie viel nehmen wir im Klartraum wirklich wahr? Existieren Dinge ausserhalb unseres Sichtfeldes? Fallen uns die kleinen Veränderungen nur nicht so sehr auf?

Die Umgebung hinter einem verändert sich sehr oft, so kann man auch gut einen Ortswechsel durchführen:

Verlange, dass sich hinter deinem Rücken dein Wunschort XY befindet. Du kannst auch erwarten, dass sich beim Öffnen der nächsten Türe dahinter der Mount Everest befindet.

Doch gibt es im Klartraum überhaupt etwas, was man nicht sieht? Befindet sich etwas ausserhalb des Blickfeldes des Klarträumers?

Vielleicht erzeugt das Gehirn bereits im voraus den Ort oder Raum, der sich nun hinter der Türe befindet. Falls nicht, würde es sehr lustig aussehen, einen Klarträumer im Klartraum zu beobachten: Sein Blickfeld wäre ein kegelförmiger Raum in welchem Objekte, Orte und Personen zu sehen sind. Alles rundherum, was sich nicht im Blickfeld des Klarträumers befindet wäre dann…? Schwarz? Nichts?

Wie groß kann wohl des Klartraumuniversum sein? Wenn alles on the fly also während der Klarträumer träumt, erschaffen wird und es wirklich nichts Konstantes gibt, gäbe es wohl keinen Grenzen. Wie sieht der Rand des Klartraumuniversums aus, falls es überhaupt einen Rand gibt?

Zur Rechenleistung des Gehirns sei eines gesagt: Wenn jedes Atom im Universum eine Information wäre, könnte das Gehirn alle Informationen speichern…
Das Gehirn ist absolut in der Lage so etwas komplexes wie einen Klartraum zu simulieren - die realitätsnahe, manchmal getreue, Simulation des Wachzustandes.