Warum träumen wir?

Datum 7. Mai. 2012
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Zu dieser Frage gibt es leider bisher keine sichere Antwort, nur Theorien.

Theorie 1: Erlebnisse verarbeiten
Wir Träumen um die am Tag erlebten Dinge zu verarbeiten und zu sortieren. Wichtiges und unwichtiges wird aussortiert, bunt gemischt und erneut im Traum durchlebt. Für diese Theorie spricht das Vergessen der Träume am Morgen, da sich ansonsten ja die Informationen „anstauen“ würden.

Theorie 2: Simulator
Der Trübtraum erscheint einem immer als absolut real. Dies bestärkt die Theorie, dass der Traum eine Art Simulator / eine Übung für das Leben ist. Situationen werden simuliert und im Traum wird darauf reagiert. Das Muskelgedächtnis wird im Traum trainiert, wer zB im Traum zu Boden fällt, speichert das Verhalten der Muskeln bei einem Sturz. Stürzt man nun im Wachleben, ist es so als habe man bereits im WL einen Sturz erlebt. Man ist besser vorbereitet.

Theorie 3: Zufällige Impulse
Die letzte Theorie besagt, Träume seien nichts als zufällige Impulse, Überschuss und „Gedanken Abfall“ ähnlich den aussortierten Informationen.

Meiner Meinung nach trifft Theorie 2 am ehesten zu. Welche Theorie haltet ihr für zutreffend? Was denkt ihr, warum wir träumen?

 

UPDATE 18.02.2013
Angst verlernen durch Träume
In einer Pressemitteilung des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie fand Victor Spoormaker herraus, das der REM-Schlaf und damit der Haupttraumschlaf hilft, Angst zu verlernen.

Ein vereinfachtes Beispiel: Wer einen Autounfall hatte, muss nicht vor jedem Auto das am Straßenrand parkt, angst haben. Dieses Unterscheiden, dieses “verlernen der Angst”, lernen wir im REM-Schlaf.

  1. Avatar for Traum_Saphir

    Traum_Saphir

    Montag, Mai 7, 2012 - 14:14:49

    Also, wenn ich das klarträumen mit ins Spiel bringe, dann passt keine der Theorien wirklich.

    Theorie 1: Das mit dem Gehirn entleeren durch Träume vergessen macht ja wenig Sinn für die, die TTB führen. Deren Gehirn müsste überfordert sein. Aber ich führe schon seit 2 Jahren TTB und habe dadurch keinen Schaden genommen.

    Theorie 2: Dagegen spricht, dass man seine Träume kontrollieren kann. Klar, eine Handlung läuft im Hintergrund weiter, aber damit werden wir ja nicht konfrontiert und lernen dadurch nichts.

    Theorie 3: Naja, so ganz unwahrscheinlich halte ich diese Theorie nicht, aber wieso schafft man es dann das zu kontrolliern?

  2. Avatar for DreamState

    DreamState

    Montag, Mai 7, 2012 - 19:57:14

    Zu 1: TTB schreiben heißt nicht sich an alles zu erinnern. Auch wenn du TTB schreibst, speicherst du damit nicht alle Träume ab, die Schlussfolgerung würde ich also nicht ziehen.

    2: Ja stimmt, der Klartraum hebelt den gewollten Effekt aus. Ich würde aber nicht sagen das Klarträume “dagegen sprechen”, vielleicht sollten wir gar keine Klarträume haben. Der Klartraum wäre dann die Anomalie des Träumens :) Wer weiß…

    3: Gerade die Kontrolle könnte aus den zufälligen Impulsen eben gelenke Impulse machen. Man kontrolliert das Zufällige also nicht mehr sondern ersetzt es durch Gewolltes :)
    Das sind natürlich alles Theorien zu Theorien :D

  3. Avatar for MC KT

    MC KT

    Donnerstag, August 9, 2012 - 11:40:48

    Ich würde sagen Theorie 1 und 2 kommen an nächsten an die Wahrheit rann (bei mir wechselt es im TT Theorie 1 und im KT 2).

  4. Avatar for DreamState

    DreamState

    Donnerstag, August 9, 2012 - 15:09:53

    “Wahrheit” ist hier das falsche Wort, das klingt so als wären die anderen Theorien “Lügen” :D Es sind einfach nur Theorien, ich vermute du meinst das Theorie 1 und 2 richtig sein könnten oder?