Kein Klartraum trotz offensichtlicher Anzeichen für einen Traum

Datum21. Okt. 2012
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Man erwacht aus einem Traum und die Enttäuschung ist groß. Man hat die doch so eindeutigen Zeichen dafür, dass es sich um einen Traum handelte, einfach nicht erkannt.

Doch dies ist nicht unüblich und keinesfalls ungewöhnlich! Die „offensichtlichen” Zeichen sind erst im Nachhinein, nachdem man erwacht ist, so offensichtlich.

Im Trübtraum ist der Bereich des Gehirns, der für das logische Denken verantwortlich ist, meist inaktiv.

Nach dem Erwachen scheint das Geschehen dann natürlich völlig unlogisch, da ja im Wachzustand der genannte Bereich aktiv ist. Die richtige Bewertung kann also meist erst nach dem Erwachen statt finden.

Blogbeitrag: Traumlogik - Logisches in Trübtraum und Klartraum

Es ist, als würde man sich am Tag über das fehlende Sehvermögen ärgern, dass man gestern Nacht ohne Licht hatte…

Doch wie kann man aus dem Trübtraum doch einen Klartraum machen? Ein Patentrezept einen solchen Klartraum durch DILD (Dream Induced Lucid Dream - „Trauminduzierter luzider Traum) hervorzurufen, gibt es wie so oft nicht. Gesagt sei aber, dass man durch das Klarträumen und die damit verbundenen Techniken das Zentrum für das logische Denken so trainiert, das es öfters im Trübtraum „anspringt“. Man erkennt den Traumzustand und wird dadurch klar.

Folgende Techniken helfen, aus dem Trübtraum einen Klartraum zu machen:

  • Reality Checks (Blogbeiträge über die verschiedenen Reality Checks)
    Gewöhne dir am Tag Reality Checks an, und du wirst diese auch in der Nacht im Traum ausführen.
  • Kritisches Bewusstsein
    Hinterfrage die Realität während des Alltags und du wirst dies auch im Traum tun.
  • DreamSigns / Traumzeichen
    Achte auf Traumzeichen in deinen Träumen. Wiederkehrende Elemente, Personen etc. Führe einen Reality Check aus, falls du diese am Tage siehst. Du wirst den RC dann auch im Traum bei einem solchen Ereignis ausführen.

Ich möchte nochmals darauf aufmerksam machen, dass im Nachhinein das Geschehen des Traumes natürlich abstrus und „traumtypisch“ wirkt, da man erst im Nachhinein, im Wachen, die Fähigkeit besitzt, dies als logsich und unlogisch zu differenzieren.

Ärgert euch also nicht darüber, sondern freut euch über den Traum und die Traumerinnerung. Der nächste Klartraum ist nicht weit, denn ihr macht euch am Tag eure Gedanken und dies geht zwangsläufig auch in den Schlaf über…