Karma und karmische Spuren / Die Erleuchtung ist das Ende unserer Träume

Datum 5. Nov. 2012
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Karma ist der Weg zum vollkommenen Glück.

Oft glauben wir, das die Antwort zu unserer Zufriedenheit in der Ausenwelt zu finden ist. Mehr Geld, eine größere Wohnung, andere Lebensumstände. Wer „träumt“ nicht oft von dem „fernen Ort“ der ja so viel besser ist, als der, an dem man sich gerade befindet. Der Traumjob. Die Traumfrau / der Traummann.

Doch die Antwort steckt nicht da draußen sondern in uns. Nicht die Dinge um uns herum sondern die Einstellungen zu Ihnen muss geändert werden. Karma ist hierzu der Schlüssel.

All unser Handeln hinterlässt karmische Spuren in unserem Bewusstseinsstrom, welcher unsere Zukunft beeinflusst. Eine karmische Spur wird von Tenzin Wangyal Rinpoche als Samen beschrieben. Entgegnet man Hass mit Hass, wird in uns der Samen des Hasses gepflanzt, eine karmische Spur, die in uns wächst und, wie sollte es auch anders sein, am Ende als Hass aufblüht. Diese Samen beeinflussen unsere Muster, wie wir emotional reagieren einfach unser „eingefleischtes Verhalten“.

Ob diese Reaktionen, wie wir uns verhalten, im Traum oder im Wachzustand passieren, macht keinen Unterschied. Beides hinterlässt solche Spuren.

Negative Reaktionen führen zu negativen Ereignissen in unserem Leben. Doch wie soll man nun auf Negatives reagieren? Wie verhält man sich gegenüber dem hasserfüllten Partner oder Boss? Ganz einfach:
Lasse in dir Mitgefühl aufkeimen.
Zu Anfang mag dies falsches Mitgefühl sein, ein erzwungenes Gefühl welches sich unnatürlich anfühlt. Mit der Übung wirst du dies aber irgendwann wirklich spüren.
Es ist kein leichter Weg, denn dies ist das Letzte was man in solch einer Situation tun will. Eine andere Betrachtungsweise kann hierbei helfen: Die hasserfüllte Person ist ein gefangener des negativen Karmas und seiner somit negativen karmischen Spuren. Die Muster sind festgefahren und die Person kann garnicht anders.
Sie ist ein Gefangener.

Mit einem Gefangenen lässt sich leichter Mitgefühl haben, denn er kann eben nicht anders, er kann nichts gegen seine Gefangenschaft tun.

Halte also bei der nächsten Standpauke inne und überlege, wie du darauf reagieren willst. Willst du Hass mit Hass erwidern oder Mitgefühl mit dem Gefangenen zeigen?

Tenzin Wangyal Rinpoche beschreibt sehr schön den Zusammenhang von Karma und unseren Träumen. Sinngemäß beschriebt er, dass die karmischen Spuren Fotos in unserem Inneren sind, die im Traum zu einem Film werden. Manche Fotos sind stärker zu sehen, manche schwächer oder man sieht sie garnicht. Bleiben wir im Traum klar, können wir die Samen der karmischen Spuren „verbrennen“, diese also „sich selbst auflösen lassen“. Irgendwann sind keine Samen mehr vorhanden, es gibt keine Bilder mehr in unsrem Inneren die zum Film und damit zum Traum werden können.
Die Erleuchtung, die auch als „Erwachen“ bezeichnet wird, ist das Ende unserer Träume.

Die meisten Informationen habe ich aus Tenzin Wangyal Rinpoches Buch „Übungen der Nacht – Tibetische Medition in Schlaf und Traum“. Ich hoffe alles richtig wiedergegeben zu haben, da ich selbst noch am Anfang dieses Weges stehe, habe ich vielleicht die Gesamtheit einiger Aussagen Rinpoches noch nicht verstanden, ich hoffe aber trotzdem hier alles richtig wiedergegeben zu haben. Sollte dies nicht so sein, bitte ich um eure Hilfe dies zu ändern.

  1. Avatar for DCCVDNS(fake)

    DCCVDNS(fake)

    Dienstag, November 6, 2012 - 12:54:30

    (y) :)

  2. Avatar for Alex

    Alex

    Freitag, November 9, 2012 - 17:26:40

    Ich glaube nicht ans Karma ;) Habe meine eigene Theorie von allem und jedem welche das Karma total sinnlos erscheinen ließe :)
    Sry aber dem ganzen kann ich nicht beipflichten ^^ is jetzt nix negatives aber ich kann einfach nicht beipflichten :)

  3. Avatar for twice

    twice

    Sonntag, Dezember 9, 2012 - 21:51:57

    die theorie ist genial! ich bin mir nicht sicher ob alex den artikel richtig gelesen hat. karma wird ja hier etwas anders gebraucht, normalerweise meint man damit ja etwas gutes oder schlechtes was einem aufgrund der eigenen handlungen wiederfährt. aber karma bedeutet hier die eigene programmierung anhand von guten oder schlechten taten. diese theorie ist alles andere als pseudowissentschaft, das geht eher in die richtung der psychologie. ich für meinen teil denke schon lange so, habe dafür nur andere begriffe verwendet. auf jedenfall finde ich den schluss ziemlich interessant, muss mich mal intensiver mit den theorien dieses herrn befassen :)

  4. Avatar for olivioline

    olivioline

    Donnerstag, August 27, 2015 - 14:57:15

    Habe diesen Teil des Buches auch gelesen und fand ihn sehr spannend. Ich habe auch gelesen dass man wenn man erleuchtet ist zum Buddha wird :)
    Diese Theorie ist schön und nachvollziehbar, ich kann mir aber nicht vorstellen, nach ihr zu leben. Wenn jemand anderes und ich einen Konflikt haben und er sich aufregt, ist es für mich das Unvorstellbarste, Mitleid mit ihm zu haben. Vor allem: Was soll ich denn dann sagen: “Du Armer”? Das würde die gegenüberstehende Person doch nur noch mehr aufregen …

    Ich will gar kein Buddha bzw erleuchtet werden, dann hätte ich ja gar keine Träume mehr … :sleep: Aber manchmal hilft es im Leben wirklich weiter, mehr über seine Reaktionen nachzudenken …