Träume zeigen nicht IMMER die wahren Probleme

Datum12. Feb. 2013
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Als Klarträumer hegt man i. d. R. auch ein großes Interesse für seine Trübträume. Ob man will oder nicht, man sucht oft nach einer Bedeutung, das liegt einfach in der Natur des Menschen. Wir sehen etwas und wollen es verstehen und analysieren.

Es ist aber besonders wichtig zu Wissen, das Träume nicht immer eine Bedeutung haben, zusätzlich ist die Bedeutung in nur sehr selten offensichtlich erkennbar.

Will man mit seinen Träumen an eigenen Problemen arbeiten, ist eine gewisse Vorsicht geboten. Träume erfüllen unsere Wünsche und auch Ängste. Wer glaubt, ein Problem in sich entdeckt zu haben, sollte einen Traum darüber nicht als Bestätigung sehen.

Schnell redet man sich Probleme ein, da diese ja in seinen Träumen auftauchen, und „dann müssen diese ja auch wahr sein“.

Träume sind ein reicher Schatz an Kreativität, Ideen, Tipps und Ratschlägen, dennoch ist es wichtig nicht zu viel in die eigenen Träume hinein zu interpretieren.

Nicht jeder Traum hat eine
wichtige Bedeutung und Aussage.

Leider kann ich hier keine „handfesten“ Tipps und Stichpunktlisten geben, durch die der Träumer die Unterschiede erkennt. Ich kann nur sagen, dass es sehr Hilfreich ist, etwas Abstand zu nehmen. Man kann sich in der Traumanalyse verlieren und „überanalysieren“ wodurch man manchen Dingen mehr Bedeutung zumisst, als diesen zusteht.

  1. Avatar for Antonia

    Antonia

    Freitag, Januar 22, 2016 - 19:13:17

    Hallo,
    ich hatte immer schon sehr unterschiedliche Träume, auch Klarträume, aber zufällig, letztere seltenst. Hab begonnen mich damit zu beschäftigen, forciere nichts. Finde dass Träume so wie ein Werksbesuch sind. Man geht im echten Leben in eine Fabrik und schaut, wie Zuckerl produziert werden. Im Traum (Trübtraum) möglicherweise auch schon präluzide, gucke ich zu wie Tagesereignisse, Erinnerungen, Gedankenfetzen verarbeitet werden. Es tauchen Dinge auf, die ich als völlig unwichtige Gedanken gehabt habe, und sogar vergessen (ganz Banales) Manchmal denke ich, dass meine Träume Gesprochenes verbildlichen, also wenn ich z.B. an das Zitat denke, “das haut einem Fass den Boden aus” dann träume ich von einem runden Boden, komme aber normalerweise nicht drauf, dass ich dieses Sprichwort (auch unausgesprochen) im Kopf hatte. Manches, was so nicht wichtig ist, aber doch emotional mehr belegt war, als ich bewusst wahrhatte, taucht auf. Außerdem denke ich, dass mein innerer Traumregisseur auch im Archiv aller gesehener Bilder jenes aussucht, das die stärkste Aussage hat. Z.B. zwei Personen haben den gleichen Namen. Ich hab ein Tageserlebnis mit einer Person, träume aber von der anderen Person, zu der der Name besser passt. (Oder mische aus zwei Personen eine neue). So viel zu dem, was Träume für mich bedeuten und tun. Ist es ein bedeutungsvoller Traum, so nimmt er starke Bilder aus der Kindheit, oder immer wieder die gleichen Requisiten. Er ist besonders komponiert (bestimmte Beleuchtung, Farbstimmung) zieht mich emotional stärker rein, oder hat zusätzliche Sinnesqualitäten, besonders auch haptisch. Bei solchen Träumen werde ich manchmal ins Luzide katapultiert.
    Vielleicht hat ja jemand ähnliche Erfahrungen?