Klartraumbericht: Fahrende Steine und fliegende Kirschtaschen!

Datum23. Nov. 2015
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Ich hatte von gestern auf heute einen #Klartraum, und was macht der gute Herr Rausch da? Essen! Was sonst :D

Klartraum 187 - Essen im Supermarkt

Ich befinde mich mit X in einer “schlechten Gegend”, einer Wohnsiedlung, und sage zu X “Komm, setzen wir uns auf diesen Stein, ich mach ein Auto draus!”

Wir setzen uns drauf und ich sehe vor meinen Augen, wie wir mit einem Auto losfahren. Da sagt X “Wir sitzen immer noch auf dem Stein” und das Bild verschwindet. Ich ahne das ich träume und plötzlich sind wir in nem Supermarkt, ich bin klar!

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Dauer 30 Sekunden
Klarheit: Sehr gut
Klar vor RC: Ja
Kontrolle: Sehr gut

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Ich will etwas essen, da ich eh schon in der Obstabteilung des Supermarkts bin :D Ich sehe Blätterteig-Kirschtaschen (ich weiß einfach, dass Kirschtaschen sind) und beisse ab, es schmeckt super intesiv und sehr kirschig.

Ich werfe sie der Kassiererin an den Kopf, einfach weil ich es kann :D

Dann sehe ich eine Drachenfrucht und beisse hinein, es schmeckt nach süßem Rhabarber. Auch die Drachenfrucht werfe ich der Kassiererin an den Kopf :D

Dann trübe ich ein und wache auf!

Alpha-GPC Studie: 3 Nächte

Datum13. Aug. 2015
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Alpha-GPC ist ein Mittel, das Klarträume auslösen soll. In einer Heimstudie von Simon Kern testete ich als Proband, ob Klarträume wirklich durch Alpha-GPC ausgelöst werden.
In drei von mir gewählten Nächten nahm ich  Kapseln, die entweder Alpha-GPC oder einen Placebostoff enthielten.

Alpha-GPC erhöht im Gehirn die Produktion von Acetylcholine, welches die Erinnerung und Lernfähigkeit verbessern soll.

Ich erhiehlt drei Umschläge mit Präparaten und ein versiegelter Umschlag für den Notfall: Darin stand, was Placebo ist und was nicht plus wichtige Informationen für den Notarzt - sollte es zu Problemen kommen.

Nacht 1
18 - 19.02.2015

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Gegen 22:30 legte ich mich schlafen. Nach 4,5 Stunden klingelt geplant mein Wecker, ich muss die Pillen nehmen. Ich öffne den Umschlag, fülle den ersten Teil des Fragebogens aus und nehme die Tabletten.

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Es sind zwei Stück, ich frage mich ob es Placebos sind oder nicht. “Die sehen wie Placebos aus” denke ich mir… und nehme sie ein.
Dann lege ich mich wieder ins Bett.
Ich erwache zu einer unbekannten Uhrzeit und erinnerere mich an einen Traum, einen unglaublich langen und noch nie so logisch zusammenhängenden Traum. Ich schlafe wieder ein und wache dann zu meinem normalen Wecker auf.

Ich erinnere mich kaum an den Traum, plötzlich kommt alles wieder. So logisch und lange war der Traum wohl doch nicht:

Ich gehe an Ruinen in einem Hochwassergebiet vorbei, einige Freunde sind dabei. Wir gehen nahe an einem Fluss. Daraus wird ein Marineschiff und ich sehe eine Rutsche, die ich aber nicht runter rutschen will. Sie führt um die Kurve und - wie ich vermutete hatte - führt sie nach der Kurve direkt ins Wasser. Gut, dass ich nicht runter gerutscht bin. Meine Freunde haben mich also umsonst verhöhnt, da ich nicht gerutscht bin.

Aus dem Marineschiff wird ein Kreuzfahrtschiff und ich unterhalte mich mit einigen Gästen auf Sonnenliegen. Irgewndwie kamen Laserpointern im Traum vor, doch ich kann mich nicht genau erinnern. Ich bin nun in einem Saal und alle sind verkleidet, wie beim Karnevall. Wir lauschen einem Vortrag.

Ich erwache, stehe auf, schreibe den obigen Traum nieder und fülle den restlichen Fragebogen aus. Kein Anzeichen von Luzidität, war wohl doch Placebo…

Nacht 2
23 - 24.02.2015

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Ich lege mich wieder gegen 22:30 Uhr schlafen, diesmal bin ich so geistesgegenwärtig, dass ich meinen Schlafphasenwecker ZEO anschließe - so kann ich genau sagen, in welcher Schlafphase der Klartraum stattgefunden hat, wenn ich direkt danach aufwache.

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Ich werde einmal kurz wach und drehe mich wieder um. Um 03:30 Uhr weckt mich mein Wecker. Ich stehe auf und gehe in die Küche und öffne den Umschlag für Nacht 2. Die Tabletten sehen aus wie Erdnüsse:

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Ich fülle den Fragebogen aus und schlucke die “Erdnüsse”. Ich kreuze bei der Frage “Rein Optisch - Wie wirksam denkst du ist das Präparat?” 0 für “Nicht wirksam” an.

Ich lege mich schlafen und habe sofort einen Klartraum!

Dauer ca.: 3 Minuten
Klar vor RC: Ja

Ich bin in meiner alten Wohnung in der ich als Kind gelebt habe. Ich weiß irgendwie schon dass ich Träume, denke mir aber “Wenn ich ins Wohnzimmer gehe, ist es ein Klartraum”. Als ich durch die Türe schreite, weiß ich, dass es ein KT ist. Ich gehe in die Küche und freue mich, dass es innerhalb der Studie geklappt hat und frage mich, ob die “Erdnüsse” wohl doch kein Placebo waren. Ich will irgendetwas essen bzw. trinken und spontan denke ich an Schokomilch. Ich greife ins leere und spüre das Glas, sehe es aber noch nicht. Ich setzte trotzdem zum trinken an und schmecke die Schokomilch. Jetzt sehe ich auch das Glas mit brauner Milch. Es schmeckt lecker schokoladig.

Am Küchentisch entdecke ich einen Mann mit Anzug der den Fragebogen aus der Studie vor sich liegen hat, er sieht etwas aus wie Traumforscher Dr. Michael Schredl. Scherzhaft frage ich ihn, ob ich den Fragebogen gleich ausfüllen soll, oder erst nach dem aufwachen. (Mir ist klar, dass es jetzt nichts bringen würde, den Bogen auszufüllen, da ich ja träume.)

Jemand sperrt gerade die Haustüre auf, es ist eine Psychologin / Ärztin aus meiner Zivildienstzeit. Ich wache auf…

Ich wache auf und schau auf die Uhr, es ist 03:50 Uhr. Die Schlafphase inkl. Klartraum hat nur ca. 10 Minuten angedauert.

Hier das Hypnogram:

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Nacht 3
25 - 26.02.2015

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Leider ist eine Pille kaputt, ich bekomme aber alles in die Hülle und verschließe die kaputte Pille mit der anderen Pille^^ Pillception!

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Ich erinnerunge mich an mehrere Traumfetzen, leider kein Klartraum.

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Ich schicke alle ausgefüllten Fragebögen inkl. Notfallumschlag an Simon Kern zurück.

FAZIT

Mehrere Monate später treffe ich Simon Kern in Osnabrück im Schlaflabor. Er bestätigt mir, dass ich in der GPC-Nacht einen den Klartraum hatte. Sehr cool!

Ich habe mir dann auch eine Packung Alpha-GPC geholt. Da dies aber schnell abgebaut wird, sollte man es erst in den letzten Stunden der Nacht nehmen - mir fehlt aktuell die Motivation, unter der Woche den Wecker auf 3 Uhr zu stellen und dann Alpha-GPC einzunehmen… :D

 

Schlaflaborbesuch #4 in Osnabrück - Matheaufgaben und Schlafkommunikation

Datum11. Jun. 2015
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Auf gehts ins Schlaflabor nach Osnabrück. Die Studenteninitiative „Sleep and dream“ lädt zu einem Klartraumexperiment ein, speziell geht es um die Doktorarbeit von Kristoffer Appel im Bereich Schlafkommunikation / Klarträumen.

 

Kristoffer will herausfinden, ob man einfache Matheaufgaben in einen Klartraum schicken, lösen und anschließend die Antwort wieder aus dem Schlaf heraus in die Wachwelt senden kann. Vorab musste ich einige Zeichen eines Morsecodes auswendig lernen. Im Schlaflabor wird dann über Licht- oder Tonsignale die Matheaufgabe gemorst, während ich einen Klartraum habe. Diese Signale muss ich im Klartraum erkennen, z.B. könnte sich einfach die Umgebungsfarbe des Traumes ändern oder ein Traumgegenstand anfangen zu piepen, ausrechnen und zurück morsen.

Der Morsecode besteht aus zwei Elementen, kurz und lang. Eine Zahl setzt sich aus fünf Elementen zusammen.
Kurz Kurz Lang Lang Lang ist z. B. die Zahl 5.
Klingt kompliziert, ist aber recht simpel.

Im Klartraum muss ich dann das errechnete Ergebnis per Links-Rechts-Augensignal zurücksenden. Die Anzahl der Links-Rechts-Signale entspricht der Lösung, d. h. ist das Ergebnis 5 so gebe ich 5 x LR etc. Es gibt keine Minuszahlen.

 

Ein spannende Aufgabe und für mich eine große Herausforderung, doch ich bin guter Dinge :)

Fast 9 Stunden sitze ich insgesamt im Zug, doch es hat sich gelohnt! Das Schlaflabor ist der Hammer, das Haus (über 110 Jahre alt!) sieht einfach nur wunderschön aus!

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Ich treffe Kristoffer um 20:30 Uhr und übergebe ihm mein Gastgeschenk, ein Exemplar meines Buches Oneironaut – Das Klartraum-Praxishandbuch. Danach bekomme ich eine Führung durch das Gebäude.

Mehrere Studenteninitiativen haben hier eigenen Räume. Hier ist z. B. ein Vortragsraum:
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und ein Aufenthaltsraum:
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Besonders schön ist das denkmalgeschützte Badezimmer, was bedeutet, dass es kein warmes Wasser gibt (im Aufenthaltsraum ist eine Spüle, da wird dann Haare gewaschen) :
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Wir reden noch sehr viel über Klartraumexperimente und aktuelle Projekte von ihm, u. a. plant er, gemeinsam mit einem weiteren Doktoranden eine DIY- und OpenSource-Schlafmaske zu entwickeln. Diese soll Lichtsignale und Töne abgeben können und eventuell ein EEG enthalten, alles drahtlos über DodgeBluetooth mit Computer oder Handy verbunden.

 

Der Kontrollraum sieht so aus:
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und ist mit vielen interessanten Postern bestückt:
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Ein Poster fasst eine Arbeit von Kristoffer, Daniel Erlacher und Gordon Pipa zusammen:
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Das Haus wurde erst vor wenigen Wochen bezogen, es ist alles noch etwas spartanisch eingerichtet. Das Schlaflaborequipment ist teils von anderen Arbeitsgruppen wie der Neurobiopsychologie des Instituts für Kognitionswissenschaft, geliehen. Zum Beispiel das polysomnografische Gerät der Firma Neuroscan für die Schlafdaten, welches ca. lächerlich günstige 20.000 € wert ist.
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Hier ein Panoramafoto des Kontrollraumes.

Ich unterschreibe nun die Einverständniserklärung und beantworte zwei Fragebögen, u. a. einen der von Michael Schredl erstellt wurde.

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Der Styroporkopf gibt nun die Elektrodenhaube an mich weiter. Kristoffer meint, sie bräuchte noch einen Namen. Ich schlage Luci vor, schwenke dann aber zu Klara um. Ich hoffe mein Namensvorschlag wird angenommen :)

Kristoffer verkabelt die Elektroden, diesmal sind es 26 Stück (22 auf dem Kopf - EEG; 2 am Kinn - EMG und 2 für die Augenbewegungen - EOG), beim 3ten Schlaflaborbesuch im Max-Planck Institut für Psychiatrie waren es 128 Elektroden. Für Kristoffers Experiment reichen aber 26 mehr als aus.

Am Computer sieht man live die Leitfähigkeit der Elektroden, ohne Leitpaste ist der Widerstand natürlich zu hoch:
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Die Kopfhaut unter jeder Elektrode wird zuerst mit Alkohol gereinigt. Anschließend wird ein Kontakt zwischen Elektrode und Kopfhaut mittels einer leitenden und klebenden Paste hergestellt.

Zwischendurch mache ich einen „Haubenselfie“.
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Ich wundere mich über meinen Kartoffelkopf und mache einen Reality Check ;)

Wie bereits erwähnt werden auch die Augenbewegungen (nach Links, Rechts, Oben, Unten) und die Muskelspannung am Kinn gemessen.

Zwischendurch sehen die Widerstandswerke OK aus, fast alle müssen blau sein:
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Am Ende sieht es so aus:
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Jetzt bringt Kristoffer noch den ZEO Schlafphasenwecker, ein 1-Kanal-EEG, an.

Am Ende sitzt alles ziemlich straff:
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Es fehlt nur noch die Badekappe, damit ich das Gel nicht auf dem Kissen verteile.

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Der schwarze Streifen am Kopfende ist ein LED-Streifen über den zufällige Matheaufgaben gemorst werden. Auch Morsecode-Aufgaben über Pieptöne werden mir gestellt, die Reihenfolge erfahre ich natürlich nicht.

 

Jetzt lege ich mich in mein Schlafgemach und wir testen die Augensignale und weitere Punkte wie das Aufrichten des Kopfes, Zähneknirschen etc., dies dient zur Kalibrierung.

 

Jetzt übe ich noch Matheaufgaben, wir vereinbaren 2er Paare, da ich Angst habe, eventuell durcheinander zu kommen. Der optimale Ausgang ist, wenn ich die Matheaufgaben im Traum löse und dann diese natürlich auch richtig in meinem Traumbericht aufschreibe. Zur Einfachheit vereinbaren wir eben 2 Aufgaben, d. h. wenn ich zwei Aufgaben gelöst habe, weckt mich Kristoffer auf.

Zum Testen morst er mir nun zuerst zwei Lichtaufgaben, die ich im Kopf ausrechne und über die Augen beantworte. Danach folgen weitere Zweierpaare, danach Übungen mit Pieptönen. Es klappt alles sehr gut, nur ein oder zweimal komme ich durcheinander, ansonsten löse ich alles richtig und sende auch die richtige Antwort.

Ich lege mich gegen 22:50 Uhr schlafen, neben dem Bett habe ich eine Funkklingel, falls ich auf die Toilette muss.

 

Ich werde nachts wach und will klingeln, ich finde im Dunkeln die Klingel und versuche sie zu drücken, finde aber keinen Knopf. Dies tue ich gefühlt 30 Sekunden und mache zwischendurch immer wieder einen Nasen-RCs, da ich glaube zu träumen: “Es kann doch nicht sein, dass ich diesen Knopf nicht finde!” denke ich mir und drücke den eckigen kleinen Kasten jetzt überall. Jetzt klingelt es! Es war kein Traum, der Knopf war nur sehr flach :D

 

Ich schlafe sehr schnell ein, Kristoffer meint später das ich ca. 2 Minuten zum Einschlafen gebraucht habe.

 

Um kurz nach 4 Uhr mache ich im Traum einen Nasen-RC und werde klar. Ich liege im Bett im Schlaflabor und starre an die Decke. Ich stabilisiere den Klartraum durch Hände reiben. An der Decke kleben quadratische, vergilbte Tapetenstücke (diese gibt es im WL an der Decke nicht). Ich gebe das vorher ausgemachte LR-LR-LR-Augensignal, vergesse aber das letzte Rechts-Signal.

Die Umgebung blinkt nun gelblich und ich versuche die Zahl zu erkennen, die mir Kristoffer morst. Ich erkenne aber kein Muster und gebe ihm nochmal ein LR-LR-LR-Augensignal, wieder ohne das letzte Rechts-Signal, um ihm zu verstehen zu geben, dass ich diese Aufgabe nicht lösen kann. Danach wache ich direkt auf.

Kristoffer betritt den Raum und ich notiere den Traum. Die LR-Signale in meinem Traumbericht stimmen mit den von Kristoffer aufgezeichneten Signalen überein, wiedermal der Beweis für Klarträume. Ich erfahre, dass er KEINE Lichtsignale gegeben hat, sondern Töne. Diese habe ich im Klartraum nicht wahrgenommen. Die Lichtsignale habe ich selbst unbewusst (oder “der Klartraum”) produziert.

Danach muss ich noch Fragen der „Lucid Scale“ beantworten, welche die Klarheit messen soll. Wir entscheiden uns direkt das WBTB zu machen, es ist jetzt kurz nach 4 Uhr.

Ich fülle weitere Fragebögen aus und gehe nochmal auf die Toilette. Schnell noch ein Foto vom ZEO:
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Ich träume dann von einem klingelden Telefon, dies könnten die Pieptöne sein, was ich aber im Trübtraum nicht realisiere. Ich träume auch noch von blinkenden Handys, was die Lichtsignale sein könnten – wieder erkenne ich diese nicht…

 

Im späteren Verlauf der Nacht werde ich mehrmals kurz wach und schlafe wieder ein.

Irgendwann mache ich mehrere Nasen-RCs und werde klar. Ich gebe das LR-LR-LR-Augensignal. Kristoffer fragt mich über die Sprechanlage, ob dies ein Augensignal war. Im WL gibt es keine Sprechanlage, ich bin eingetrübt und träume immer noch.
Dennoch bin ich bewusst genug und Antworte nicht verbal, sondern gebe erneut ein LR-LR-LR-Augensignal.

 

Ein Forscher betritt das Schlaflabor und gibt mir HighFive, er sagt „Super, geschafft!“ Ich wundere mich, warum wir jetzt keine Matheaufgaben üben. Jetzt trübe ich komplett ein. Nun muss ich das Haus über eine Straße ziehen, ich hebe es an der „Anhängerkuplung“ an und ziehe es eine Serpentinenstraße hinab, bergab muss ich richtige dagegen drücken, dass es mich nicht überrollt.

 

Kristoffer weckt mich (diesmal ist es real) und ich schreibe den Traum auf und fülle erneut die Lucid Scale aus.

Danach träume ich noch von einem Maschinengewehr, was rot-leuchtende Kugeln abfeuert, dies könnten wieder Lichtsignale sein, was ich aber nicht erkenne.

Am Morgen werde ich geweckt und kann mir das Gel aus den Haaren wachen. Die erste Nacht ist rum, zwei Klarträme sind eine grandiose Bilanz, auch wenn ich gerne die Matheaufgaben erkannt und gelöst hätte.

Vielleicht klappt es ja in Nacht 2 :)

Der Oneironaut hat auch schon ein Platz im Schlaflabor gefunden.
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Den Tag verbringe ich mit Simon Kern, der Kognitionswissenschaften in Osnabrück studiert. Wir kennen uns von einer OnlineStudie von ihm. Dazu wird auch noch ein extra Blogbeitrag folgen.

 

Gegen Abend findet im Garten der Schlaflabor-Villa eine FoodSharing Party statt, auf der ich spannende Mitstudenten von Kristoffer und Simon kennenlerne. Spannende Klartraumgespräche entstehen und ich lerne ein paar Klarträumer kennen.
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Ich trinke natürlich keinen Alkohol – Don’t drink and dream ;)

Um 22:00 Uhr ist die Musik aus und wir beginnen mit den Vorbereitungen. Kristoffer konnte für das Labor zwei zusätzliche Bildschirme auftreiben:

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Da alles recht straff angebracht ist, fällt das Lächeln sehr schwer, freundlicher bekomme ich nicht hin…

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Hier sieht man Kristoffers selbst programmiertes Aufzeichnungstool zur Auswertung der ZEO Daten.

Hier nochmal alle Daten (EOG, EEG; EMG) im Wachzustand:
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Alle Elektroden führen in diesen Transmitter, der in einen abgeschirmten Verstärker führt:

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Gegen 00:00 Uhr geht es ins Bett, wieder üben wir Matheaufgaben und machen die Biokalibrierung.

Ich schlafe erneut schnell ein.

Ich träume von einer Lagerhalle, in der ich und Freunde jemanden einen Streich spielen. Es ist dunkel und plötzlich blinkt das Licht. Ich erkenne nicht, dass es eine Matheaufgabe ist und wache dann auf.

Ausser ein paar Trübträumen ohne Hinweise passiert nichts mehr in der Nacht. Gegen 09:50 Uhr beenden wir die Nacht.

Leider konnte ich keine Erfolge verbuchen, dennoch bin ich mit meinen zwei Klarträumen und den doch im Traum angekommen Signalen (auch wenn ich sie nicht erkannt habe und klar wurde) mehr als zufrieden :)

Ich fülle nochmal einen Fragebogen aus und mache mich dann auf den Heimweg. Alles in allem war es wieder eine grandiose Erfahrung und ich habe viele nette Leute kennengelernt und viel über den Ablauf im Schlaflabor und die Traumforschung erfahren :)

Danke Kristoffer und Simon und an all die anderen für die spanneden Tage in Osnabrück!

Ein Wochenende im Schlaflabor des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie

Datum 4. Mai. 2015
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Ich durfte wieder an einer Studie zu Klarträumen für das Max-Planck Institut teilnehmen. Es handelt sich um ein Projekt von Kristoffer Appel und Cecilia Raffaelli unter der Leitung des Psychologen Dr. Martin Dresler. Die Abteilung der Schlafforschung des Max-Planck-Instiuts untersteht der Leitung von Prof. Dr. Axel Steiger.

Das Ziel war es, in einem Klartraum LRLRLR-Augensignale (Links-Rechts Links-Rechts Links-Rechts) im Abstand von gefühlten 10 Sekunden zu geben. Es sollten 3 Nächte hintereinander im Schlaflabor stattfinden.

Mein hoch gestecktes Ziel waren 1 Klartraum pro Nacht. Eigentlich soll man sich ja keinen Druck machen, aber insgeheim hoffte ich auf 3 Klarträume.

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Nacht 1

Los gehts um 20:30 Uhr. Ich treffe Kristoffer und wir gehen runter ins Schlaflbaor und er zeigt mir die Räume. Wir reden über unser ersten Klarträume und über das Schlaflabor.

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Das Schlaflabor ist geräumig und gut ausgestattet, nirgendwo in Europa findet man ein so gut ausgerüstetes Schlaflabor! Gemessen wird mit einer 128-Kanal EEG Kappe. In meinen zwei anderen Schlaflaborbesuchen waren es “nur” 21 Kanäle.

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Die Kappe alleine kostet ca 500 €!

Hier werde ich die nächsten drei Nächte schlafen, natürlich immer unter Beobachtung:

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Die Kappe ist relativ unangenehm zu tragen, aber es ging. Alle Elektroden müssen gut leiten, dafür wird mit dem hellblauen Gel die Haut leicht aufgeraut (hört sich schlimmer an, als es ist). Das cremefarbene Gel verstärkt die Leitfähigkeit.

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Cecila stößt zu uns. Insgesamt verkabeln mich nun drei Personen, was kein Wunder ist: Alle 128 Kanäle müssen fest positioniert und leitfähiger gemacht werden. Kristoffer erzählte, dass eine Frau einer anderen Studie die Kappe aus Personalmangel alleine anbringen musste - es dauerte 4 Stunden! Bei mir dauerte es Gott sei Dank nur 1 Stunde, doch die Zeit verging wie im Flug :) 

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Danach wird ein 3D-Modell des Kopfes angefertigt. Ein Scanner (am besten vergleichbar mit dem Sensor der Wii-Konsole) misst den Raum und jede Elektrode wird von Hand virtuell markiert, hier darf man sich nicht bewegen. Wichtig ist, dass keine metallischen Gegenstände im Aufzeichnungsbereich vorhanden sind. Dies stört die Aufzeichnung. Ich leere meine Taschen und auch mein Gürtel muss wegen der metallischen Schnalle weg.

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Dieses 3D-Model wird dann mit den EEG-Daten verbunden, so kann man genau sagen, von welcher Stelle meines Kopfes welches Signal gekommen ist. Laienhaft ausgedrückt, so habe ich es zumindest verstanden :D

Kristoffer und Cecilia speichern die 3D Daten ab.

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Ein wichtiger Aufkleber im, ich nennen ihn mal “3D-Raum”:

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Ist alles fertig, bekommt man noch eine Badekappe, denn das Gel würde sich sonst auf dem Kopfkissen verteilen, was sicher nicht sehr angenehm ist.

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Die Kabel der Kappe führen zu zwei Verstärkern, die durch ein weiteres Gerät an der Wand mit dem Computer im Kontrollraum verbunden sind. Die Verstärker alleine kosten 2000!!! Euro!

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Um kurz vor 23:00 Uhr geht es ins Bett und es werden ein paar Kalibrierungstests durchgeführt: Augen schließen, Blick nach oben und zur Mitte, Blick nach unten und zur Mitte, Blick nach rechts und zur Mitte, Blick nach Links und zur Mitte, einmal Zähneknirschen, einmal Kopf anheben und senken, einmal Becken anheben uns senken etc.

Danach wird das Licht gelöscht und es geht los.

Wie immer im Schlaflabor glaube ich, nicht einschlafen zu können obwohl ich es vermutlich bereits bin. Ist wohl eine persönliche “Schlaflaborangewohnheit” von mir…

Plötzlich dreht es mich wild herrum, und ich falle aus dem Bett. Alles ist dunkel aber ich weiß, dass ich träume. Ich gebe das Augensignal LRLRLR und zähle….1….2…3…4…5…6…7…8…9…10 Ich lasse mir Zeit, jede Zahl soll ca. 1 Sekunde dauern. Dann gebe ein erneutes LRLRLR-Signal, dann nochmal.

Nach 3 Augensignalen zähle ich weiter und denke kurz daran, mir das Schlaflabor anzusehen. Ich trübe ein und nun beobachte ich eine Schildkröte am Bettende. Sie hat keinen Schlafanzug an, worüber ich sehr besorgt bin! Jede Schildkröte muss doch einen Schlafanzug tragen! In diesem Moment glaube ich, dass es totale Tierquälerei ist :D Ich werde von Kristoffer geweckt :)

Er ist recht happy, da es so früh mit dem Klartraum funktioniert hat. Eigentlich war nach ca. 6 Stunden ein WBTB mit MILD geplant, was zum Klartraum führen sollte. Ich schreibe meinen Traum auf (interessanteweiße erinnere ich mich an 4 Augensignale, obwohl es nur 3 waren, wie ich nach der Studie erfahre) und beantworte ein paar Fragen auf einem Fragebogen und MILDe dann wieder.

Gegen 06:00 Uhr werde ich geweckt. Ich erinnere mich an einen Traum, in dem ich in einem Art Innenhof bin. Gegen 06.30 Uhr lege ich mich schlafen und MILDe wieder.

Ich habe keinen KT mehr und Kristoffer weckt mich gegen 09:00 Uhr. Ich erinnere mich aber an einen Traum, in welchem ich mit Kappe vor dem Nachtsichtmonitor stehe und mich selbst beim Schlafen beobachte. Leider wurde ich nicht klar.

Und wieder geht es in den “3D-Raum” und die Elektroden werden erneut vermessen. Danach kann ich duschen, das Geld geht etwas schwierig aus den Haaren - man braucht SEHR VIEL Duschgeel. Ich habe bestimmt eine viertel Tube gebraucht!

Die erste Nacht war Top, der Druck ist nun weg. Kristoffer muss nun nach Holland zu einem Seminar und die nächsten Nächte wird Cecilia übernehmen. Gemeinsam mit Kristoffer (der ja nicht geschlafen hat) und Dr Marcel Pawlowski (Assistenzarzt der Psychiatrie, spezialisiert auf Biomarker im Schlaf-EEG. Er ist der Tutor des Projekts) gehen wir zum Feiern noch frühstücken.

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Es entstanden interessnate Gespräche u.a. über Alpha-GPC.

Je nach dem, ob es also in Nacht zwei klappt, wird die dritte Nacht nicht mehr benötigt.

 

 

Nacht 2

Die Prozedur beginnt erneut, ich bekomme die Kappe und alle 128 Elektroden müssen gut leiten. Danach geht es wieder in den “3D-Raum” und es wird wieder ein 3D-Bild erstellt.

Ich kann mir in der zweiten Nacht die Software ansehen, mit der die Daten aufgezeichnet werden:

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Blau sind die Augenbewegungen, Schwarz zeigt die Hirnaktivität, Rot ist der Muskeltonus (extrem hoch, da ich ja wach bin und mich bewege) und ganz unten in Grau sieht man meinen Herzschlag.

Ich lege mich ins Bett und mache viele RCs, suggeriere mir, dass ich heute einen Klartraum habe und bringe mich selbst in eine vorfreudige Stimmung. Ich hype mich sozusagen selbst und sage mir “Yeah, du hast heute einen Klartraum, es wird klappen und es wird total geil!” Ich merke richtig wie positive Gefühle und Vorfreude in mir aufkeimt.

Die Technik erkläre ich genauer hier: Erweiterte Autosuggestion: Betonung & Freude auf Kommando

Jetzt werden erneut grundlegende Kalibrierungstests durchgeführt, genau wie in der ersten Nacht.

Ich lege mich schlafen. Später werde ich wach und muss auf die Toilette. Ich stehe auf, mache einen RealityCheck der zeigt das ich nicht träume. Ich gehe in den Kontrollraum. Cecilia und zwei Schwestern sind da. Die Schwestern weisen mich darauf hin, dass ich nicht alleine aufstehen darf! Es geht speziell darum, nicht einfach die Verbindung der Kapel zu kappen. Das habe ich Gott sei Dank nicht getan! Cecilia stöpselt mich ab und ich gehe auf die Toilette. Danach werde ich wieder verkabelt und Cecilia zeigt mir die Klingelt, die ich betätigen soll, bevor ich aufstehe.

Jetzt träume ich vonm Schlaflabor, ich spreche mit Ärzten die mir sagen, dass ich nur noch 20 Minuten habe, um einen Klartraum zu erleben. Dann ist es 09:00 Uhr und ich müsste gehen. Ich träume nun von Freunden, die ich schon länger nicht mehr gesehen habe.
Dann bin ich wieder im Schlaflabor und (ich träume immer noch) eine Schwester rammt mir eine kugelschreiberdicke Röhre in den Arm. Darin ist Beruhigungsmittel enthalten und etwas, dass mich klarträumen lässt. Ich werde ganz benommen und lege mich wieder ins Bett.

Hier ein Bild aus der zweiten Nacht:

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Ich schlafe (im Traum) und ein Arzt betritt den Raum, er übergiest mich mit Wasser. Er will mich aufschneiden, während ich träume. Ich bin leicht bewegungsunfähig, kann aber aufstehen und fliehen. Ich mache einen Nasen-RC und werde klar. Ich gebe das Augensignal LRLRLR, warte 10 Sekunden, wieder LRLRLR, warte 10 Sekunden (ich glaube hier aufgewacht zu sein), gebe LRLRLR, warte 10 Sekunden und gebe LRLRLR. Ich mache einen Nasen-RC und merke, das ich wach bin.

Hier bin ich sehr enttäuscht, da ich glaube, ALLE Augensignale im Wachzustand gegeben zu haben. Cecilia betritt den Raum und ich schreibe den Traum auf. Ich frage Cecilia, ob die Augensignale im Traum oder Wachzustand stattgefunden habe. Sie klärt mich auf, dass alles im Traum stattgefunden hat und dass ich die 10 Sekunden sehr genau eingehalten habe. Cecilia meint, dass wir das geplante WBTB nun ausfallen lassen können.

Hier ein Bild der Augensignale aus der zweiten Nacht:

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Ich freue mich total, Klartraum Nr 2 ist geschafft!

Der Traum wird notiert und ich lege mich wieder schlafen. Jetzt ist es gewiss, dass ich keine dritte Nacht im Schlaflabor verbringen werde. Dies weckt meinen Ehrgeiz! Ich will 3 Klarträume, auch wenn ich nur 2 Nächte zur verfügung habe. 

Ich schlafe ein und träume von meinem alten Kinderzimmer. Als ich aus dem Fenster sehe, erblicke ich den Saturn und einen anderen Planeten am Himmel. Beide sind rießen groß, ca. fünf mal so groß wie der Mond, und sie sehen Comicartig aus. Ich werde klar!

Ich gebe das Augensignal LRLRLR warte 10 Sekunden, LRLRLRLR (eins zu viel), 10 Sekunden, LRLRLR, 10 Sekunden LRLRLR, 10 Sekunden, LRLRLR und wache auf.

Cecilia betritt den Raum und ich schreibe den Traum auf, ich erinnere mich aber nur an 3 Augensignale. Ich erzähle ihr von dem zu viel gegeben LR Signal. Sie bestätigt mir alle Ungereimtheiten. Sie merkt noch an “You can stop now, we have enough data!” :D Ich soll jetzt also aufhören klar zu träumen, sie konnten genug Daten sammeln :D

Es ist geschafft! 3 Klarträume und das in nur zwei Nächten! Ich bin total happy!

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Ich schlafe weiter und gegen kurz vor neun weckt mich Cecilia. Wir gehen erneut in den 3D-Raum und die Positionen der Elektroden werden gemessen. Wir unterhalten uns über K-Komplexe und Spindeln, Vorkommnisse im Schlaf, und ich frage sie darüber sehr genau aus :D

Cecilia meint, dass ich interessanterweiße nach dem ersten Klartraum bereits nach 10 Minuten direkt in die REM-Phase eingestiegen bin. Sie meint, das war sehr unewöhnlich und wirkte so, als hätte ich willentlich und bewusst die REM-Phase ausgelöst. Sie freut sich auf die Auswertung meiner ungewöhnlichen Schlafdaten.

Es geht zurück ins Schlaflabor und die Kappe kommt ab. Ich gehe duschen und wasche mir das ganze Gel aus den Haaren. Die 3te Nacht werde ich wieder im Schlaflabor verbringen, aber ohne jegliche Aufzeichnungen. Am Montag habe ich dann früh morgens ein MRT, da freue ich mich schon drauf!

 

 

Nacht 3

Ich kann mich unverkabelt schlafen legen. Lustigerweise schlafe ich in dieser Nacht schlecht ein. So als könnte ich ohne Kappe nicht mehr schlafen :D

Am Morgen wird das MRT gemacht, doch darüber berichte ich ausführlich in einem anderen Blogbeitrag. Alles in allem war es ein TOP Wochenende und hätte wohl nicht besser laufen können! Ich habe sehr viel über meinen Schlaf und andere, aktuelle Klartraumstudien gelernt!

Ich möchte mich nochmal recht herzlich bei allen Mitwirkenden bedanken:
Danke Kristoffer für die spannenden Gespräche, ich freue mich schon auf deine nächsten Studien (Teilnahme steht schon fest! Ich bin dabei!), danke Cecilia auch für die spannenden Gespräche (und den Kuchen, der war wirklich super lecker), danke an die Nachtschwestern die beim verkabeln geholfen haben und natürlich danke an Dr. Martin Dresler, Dr. Marcel Pawlowski, Prof. Dr. Axel Steiger und das ganze Max-Planck Institut für Psychiatrie!

Das Gefühl des ersten Klartraums

Datum20. Jan. 2015
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Am 10 Januar 2011 hatte ich meinen ersten Klartraum. Durch Autosuggestion und RealityChecks schaffte ich es, den Traumzustand zu erkennen.

Ich kann mich noch gut an das Gefühl in der Zeit davor erinnern: Dieser Unglaube, ob es sich wirklich so real anfühlt, die Vorfreude auf all die Möglichkeiten…  

Wenn ich an diese Zeit und meine Nacht des ersten KTs denke, wird es mir mollig warm, es lässt sich schwer Beschreiben. Es ist eine Mischung aus Glück, Neugierde, Zufrieden- und Geborgenheit. Es fühlt sich so an, als wäre in dieser Zeit ein Knistern und eine Wärme in der Luft gelegen.

Und dann: der erste Klartraum! Die Welt kippt aus ihren Angeln, alles wird anders… Überall hatte ich gelesen, dass sich der Klartraum real anfühlt, doch irgendwo, tief in meinem Inneren, wollte es ein Teil nicht glauben. Dieser Teil war jetzt verschwunden.

Damals wusste ich noch nicht, wie sehr sich dieses Ereignis auf mein Leben auswirken wird…

Schwerelos schwamm ich durch mein Zimmer und ich konnte es einfach nicht glauben, wie real sich alles anfühlt. Ich drehte mich, stieß mich von Wand zu Wand, dann von der Decke kopfüber zu Boden. 

Mein Blut schoss mir in den Kopf, ein Detail, welches ich nie vergessen werde. Ich war so verblüfft über diese Tatsache, dass der Klartraum dieses typische Gefühl unaufgefordert simuliert, obwohl ja mein realer Körper flach im Bett liegt, nicht kopfüber von der Decke hängt.

Auch fast vier Jahre später erfüllen mich diese Gedanken an meinen ersten Klartraum, an den Anfang meines Weges zum Oneironauten, mit wohlig warmen Gefühlen. 

Damals war alles so neu, ein Aufbruch ins Ungewisse, der Start eines Abenteuers, welches bis heute andauert…

Klartraumbericht: Matheaufgaben und falsches Erwachen

Datum15. Jan. 2015
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Heute Nacht hatte ich einen längeren und abwechslungsreichen Klartraum.

Umstände: Ich habe bis 3 Uhr morgens vorm TV gepennt, bin dann ins Bett und konnte dann nicht schlafen. War wohl ein ungeplantes WBTB :)

 

Ich höre Person A im Bad und will Person A sehen. Ich habe mich gerade hingelegt und will WILDen, bin hin und her gerissen, ob ich aufstehen soll oder nicht.

Ich stehe auf und gehe in den dunklen Gang. Ich sehe Person A und mache das Licht an. Es ist nicht Person A sondern eine dunkelhäutige, im Gesicht eingefallene Frau. Ich mache einen Nasen-RC und bin klar.

 

Klarheit: Sehr gut
Kontrolle: Sehr gut
Klar vor RC: Nein
Dauer: 4 Minuten

Wie immer kann ich mich an keine Ziele im KT erinnern, ich gehe etwas planlos durch die Wohnung und dann auf den Balkon. Meine Sicht ist etwas trübe, da wische ich es mit der Hand vor meinem Sichtfeld weg. Alles ist sofort klarer und stabiler. Ich entscheide mich mit Traumfiguren zu reden. Ich gehe in die Wohnung und gleite durch den Erker auf die Straße. Es ist dämmrig, irgendwie Nacht. Zwei comicartige, dicke, blonde Zwillinge in Lederhosen sind auf der Straße. 

Ich rufe Ihnen eine Matheaufgabe zu: “Was ist 4 x 20?” Ich rechne, was mir selbst etwas schwer fällt und ich komme auf 120… :D 

Der eine Antwortet 544. Ich frage nach 2 x 80 und erhalte vom anderen Zwilling 543.

Ich erwache falsch und will wissen ob ich träume, ich kratze Material aus dem Kopfende meines Bettes, was viel zu leicht geht, dann stecke meine Hand in die Wand und hole Wandmaterial heraus. Ich bin wieder klar. 

Ich gehe auf den Balkon. Hier ist eine Glaswand. Ich trübe ein und nutze meinen Finger als Glasschneider. Es tut weh und ich ziehe den Finger zurück.

Ich sage mir “Hey, das ist doch ein Traum” und bin klar. Ich schneide ohne Schmerzen das Glas weg. Rechts von mir ist mein Balkon weggesprengt. Dort steht ein Asiate, mit einem Zahn. Ich kenne ihn von einem Werbeplaket, auf dem er genauso aussieht.

Ich will fliegen, aber das Wetter ist verschneit, es ist dunkel. Ich wünsche mir schönes Wetter und sofort zieht die warme Sonne auf. Es ist sonnengelb aber auch blaues Licht. Die Stimmung dadurch ist elektrisierend und wohlig schön. Ich mache zur Sicherheit noch einen Nasen-RC und springe vom Balkon, es geht nahtos in den Flug über. Alles ist zugeschneit, die blaugelbe Sonne strahlt, ich spüre sie auf meiner Haut. Nach 300 Metern, die Umgebung sieht teilweise anders aus, erwache ich falsch in meinem Bett.

Ich höre wieder Person A im Bad und will Person A sehen. Ich gehe in den Gang, mache das Licht an und da ist wieder die dunkelhäutige Frau. Ich trübe ein.

Vorschau: Bayerischer Rundfunk Radiointerview - Radio PULS

Datum15. Okt. 2014
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Hier ein Ausschnitt des Radiointerviews für Radio PULS, der Downloadlink für das ganze Interview wird noch folgen.

Radiointerview PULS

Das ganze Interview gibt es am 18.10 ab 18 Uhr bei Radio PULS und am nächsten Tag als Podcast zum Download :)

Danke nochmal an Ralph Glander für das Interview, es hat tierisch Spass gemacht, auch wenn ich etwas angeschlagen war (wie man an der Stimme gut hört).

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Unbekanntes Fremdwort bei Traumfigur erfragen - Experiment & Klartraumbericht

Datum16. Apr. 2014
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2011 habe ich bereits einen Blogbeitrag zu diesem Thema verfasst: Traumfiguren & unbekannte Fremdwörter erfragen

Vor kurzem wurde ich im KT-Forum wieder durch eva wieder an dieses Experiment erinnert und hatte direkt darauf einen Klartraum, indem ich den Versuch weiter geführt habe.

Das Experiment zielt darauf ab, an Informationen aus dem Gedächtnis zu kommen, die im Wachleben nicht bewusst abrufbar sind. Es wird versucht, verschüttetes Wissen / Erinnerungen, die nur scheinbar vergessen sind, in einem Klartraum abzurufen.

Hierfür bittet man im Klartraum eine Traumfigur, ein Fremdwort zu nennen, das man kennt aber an welches man sich nicht erinnern könne.
Viele tausend Informationen prasseln täglich auf einen ein, viele davon, so scheint es, werden nicht gespeichert.
Dem ist aber nicht so!

Wenn jedes Atom im Universum eine Information darstellt, so ist das Menschliche Gehirn dazu in der Lage, diese Fülle an Informationen zu speichern.

Unter dieser prämise hat man in seinem Leben schon einige Fremdwörtzer und ihre Erklärung gehört oder gelesen und nur scheinbar vergessen. Irgendwo im Gehirn sind diese Informationen gespeichert und dieses Experiment zielt darauf ab, diese Informationen abzurufen.

Meine damaligen Experiemente waren nicht sehr erfolgreich:

  1. Versuche im Jahr 2011
    • Traumfigur 1 kennt kein Wort
    • Traumfiguren 2 & 3 nennen mir einen Geburtstag einer Person, den ich nicht überprüfen kann.
    • Traumfigur 4 nennt mir das Wort Eschbüschbe / Eschbischbe - Dieses Wort gibt es nicht.
    • Bei der 5ten Traumfigur verstehe ich das Wort nicht.

Nun zu meinem aktuellen Klartraum vom 14.04.2014:

Klarheit: Sehr Gut
Kontrolle: Sehr Gut
Klar vor RC: Ja
Dauer: 2 - 3 Minuten

Ich gehe durch die Straße in der ich wohne mit meinen Freunden. Darunter ist ein Freund, der sich den Fuß gebrochen hat. Ich wundere mich, dass er ohne Krücken gehen kann und werde klar.

Ich erinnere mich an das Experiment und Frage ihn nach einem Fremdwort. Er sieht jetzt ganz anders aus hat eine Glatze die ein paar Tage nicht rasiert wurde und eine sehr lange Nase. Die anderen vermeindlichen Freunde kenne ich nicht.
Wir biegen nach rechts ab und gehen eine Treppe hinunter, die es auch im Wachleben dort gibt. Er nennt mir das Wort turbimenmacher (kein Tippfehler) welches es im Wachleben nicht gibt.
Ich bin mit dieser Antwort nicht zufrieden und frage nochmal.
Er nennt mir das Wort freppe / freppé / frep (diese drei Schreibweisen kommen mir nach dem Aufwachen in den Sinn) und ich frage ihn, was es bedeutet. Er sagt es sei ein Cappuccino :D Als ich ihn Frage, wie man dieses Wort schreibt, antwortet er mir, dass er die Schreibweise nicht kennt.

Als ich freppe google, stoße ich auf den Frappé, einen Eiscafé den man mit Cappuccino aber auch mit Espresso zubereiten kann.
Dies ist für mich ein Teilerfolg: Ich kenne einen Frappuccino, könnte aber nicht genau sagen was es ist, irgendein Cappuccino halt… Dennoch hätte jemand in einem Kaffee einen Frappé bestellt, ich hätte es nicht gekannt und keine Kaffee zugeordnet.

Alles in allem ist dies für mich ein Teilbeweis. Sicher bin ich mir nicht, ob man wirklich zu 100% auf verschüttetes Wissen zugreifen kann. Ich werde hier noch weitere Versuche durchführen.

Im Forum findet sich hier der Thread zu den Experimenten.

Eine weitere Nacht im Schlaflabor - Klartraum-Experiment 2

Datum 5. Apr. 2014
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Die Reise ins Schlaflabor beginnt um 12.30 Uhr. Mit ein wenig Verspätung trifft mein Zug ein. Um mir die 4,5 Stunden zu vertreiben höre ich zuerst Musik, dann lese ich das Buch Klartraum: Sind Sie schon mal geflogen? von F.P. Ich habe es sehr schnell durch, es hat nur 46 Seiten. Ein Review dazu wird noch folgen.

Weiter gehts mit einer geführten Meditation die ich vor langer Zeit auf meinem MP3-Player gespeichert hatte. Hier wähle ich als Mantra das Wort Klartraum.

So ohne Vollbart fühle ich mich irgendwie nackt. Dieser musste weichen, da unter anderem am Kinn Elektroden angebracht werden. “Kein Bart” ist auch ein Thema, welches in meinen Träumen vorkommen könnte.
Schlafen will ich im Zug nicht, da ich ja heute früh ins Bett muss.

In Mannheim angekommen treffe ich mich mit Honigpandabärchen aus dem KT-Forum in einem Kaffee. Wir reden übers Klarträumen.

Viel zu früh komme ich im ZI an. Ich lese noch ein wenig, diesmal nicht klartraumrelevant. Um kurz nach 20 Uhr bekomme ich von Melanie Schädlich, der Doktorandin die ihre Doktorarbeit zum Thema “Motor Learning” schreibt, eine SMS, sie ist schon vor Ort. Ich gehe ein Stockwerk tiefer ins Schlaflabor.
In meinem letzten Beitrag berichtete ich, dass das L von Schlaflabor weggekratzt wurde. Dies wurde nun ersetzt.

blog_sl2_schaflabor2.png

Ich treffe auf Melanie und wir unterhalten uns übers Klarträumen, da es noch zu früh zum Schlafen ist. Wir reden unter anderem über WILD und das mir WILD einfach nicht liegt.
Schnell noch in den KT-Forum Chat schauen und schon gehts los.

Ich muss Fragebögen ausfüllen und danach mit meiner nicht dominanten Hand (links) Darts werfen.
Die Dartscheibe hängt im leeren Flur vor dem Schlaflabor. Ich stelle mich an die Markierung auf dem Boden und werfe meine Pfeile. Ich bemerke einen Linksdrall, es ist einfach ungewohnt mit Links etwas zu tun.

blog_sl2_dart.jpgblog_sl2_dart2.jpg

Dies muss ich dann im Klartraum und am nächsten Morgen wiederholen.
Es soll so ermittelt werden, ob man sich im Klartraum durch Übung verbessern kann.
Nun werde ich verkabelt, die 8 Elektroden werden meinem Kopf angebracht.

blog_sl2_elektroden2_.jpg
blog_sl2_kabel2.jpg
Dieses kleine Kästchen liegt neben meinem Kissen, die Kabel führen zu den Elektroden an meinem Kopf.

Zuerst werden meine Augenbewegungen im Wachzustand getestet. Durch LinksRechtsLinksRechts-Blicke soll ich im Klartraum meine Klarheit signalisieren. Mache ich die Augenbewegungen im Klartraum, führe ich sie synchron im Wachleben aus. Dies wird von den beiden Elektroden neben meinen Augen registriert und aufgezeichnet.

Um 22:26 Uhr gehen die Lichter aus. Gefühlt kann ich 1 Stunde nicht schlafen. Wie sich herausstellt, bin ich innerhalb von 11 Minuten eingeschlafen.

Ich durchlaufe 3 REM-Phasen: 00:33 Uhr - 7 Minuten
02:42 Uhr - 11 Minuten
03:59 Uhr - 7 Minuten

Nach der dritten Phase weckt mich Melanie über die Sprechanlage. Ich glaube im ersten Moment nicht geschlafen zu haben. Dann erinnere ich mich an einen Traum: Ich muss Sprungfedern in einer Rastafarimütze anbringen, welche dann meinen Gleichgewichtssinn verbessert.
Die Mütze steht wohl für die Elektroden am Kopf.

Die Lichter gehen an und ich notiere meinen Traum.
Melanie beredet eine Anomalie meines Schlafes: Bei mir treten Alphawellen auf (typisch für Schlafphase 1) UND K-Komplexe und Spindeln (typisch für Stadium 2), beides zusammen sollte nicht auftreten.
34 Minuten bin ich wach und wir reden über Träume. Dann gehts ins Bett und MILDe. Jetzt brauche ich 26 Minuten um einzuschlafen, diesmal kommt es mir viel kürzer vor.

Um 06:38 und 10 Sekunden ist es so weit! Ich gebe das erste LRLRLR-Signal. 15 Sekunden später die Bestätigung! Das zweite LRLRLR-Signal! Was war in meinem Traum passiert?

Ich träume vom Schlaflabor. Melanie sitzt neben meinem Bett auf einer Bank. Sie will mir einen Trick verraten, wie ich WILD ganz einfach erlernen kann und mit dem es immer klappt. Während ich den RealityCheck mache, weiß ich schon des es ein Traum ist. Ich gebe das erste LRLRLR-Signal. Ich gehe aus dem Raum durch den im Traum viel kleineren Nebenraum raus auf den Flur. Die Dartscheibe ist da und auch die Markierung am Boden. Die Entfernung ist geschätzt der im WL gleich.

blog_schlaflabor_klartraum_EEG_LRLRLR_augenbewegungen.jpgIch werfe die ersten 5 Pfeile, es sind Luftpfeile die ich spüre aber nicht sehe. Dennoch weiß ich aber irgendwie, dass ich gut bin. Nach 5 Pfeilen gebe ich ein LR-Signal. Mir fällt auf, dass ich mit rechts geworfen habe, der falsche Hand…
Ich will nun die Pfeile auch sehen und greife sie mit der linken Hand aus der Luft. Sie sind dunkel und sehen wie die Pfeile aus mit denen ich am Abend geübt habe.

Nun werfe ich mit links und gebe nach je 5 Pfeilen ein LR-Signal. Plötzlich ist die Scheibe voll und ich gehe hin und wische die Pfeile weg. Einmal hole ich sie mir sogar von der Scheibe wieder, was ja eigentlich völlig unnötig ist.
Die Dartscheibe sieht für ein paar Augenblicke komisch aus: Die Mitte ist nun links oben und sieht wie ein Strudel aus. Blitze aus Plastik sind darauf. Ich ziele aber auf die wirkliche Mitte der Dartscheibe. Nun sieht die Scheibe wieder normal aus. Im Klartraum habe ich das Gefühl, besser zu werfen als am Abend im Wachleben. Ich fühle den gleichen Linksdrall.
Nach ca. 30 Pfeilen (ich zähle nicht mit, was ich aber sollte) fühlt sich mein Arm müde an. Aus der Scheibe wird nun ein Fernseher. Ich werfe noch 5 Pfeile auf den Fernseher und freue mich, dass es geklappt hat. Ich trübe ein und Träume von einer Soap und etwas von einem Motor (danke Panda!). Nun wache ich auf.

Ich berichte Melanie über die Sprechanlage von dem Klartraum. Vom ersten LRLRLR-Signal bis zum Aufwachen sind 5 Minuten vergangen.

Melanie bestätigt mir die Augensignale und auch die gegebenen Zwischensignale nach jeweils 5 Pfeilen. Ich bin total happy das es geklappt hat. Ich schlafe nun weiter bis halb 9, soll aber nicht mehr Dart spielen. Ich träume trübe von einer Jacke für 140 Euro.

Am Morgen werde ich abgestöpselt und wasche mir die Elektrodenpaste aus den Haaren (die klebt ganz schön, ist aber wasserlöslich)
Nun spiele ich erneut Dart. Es fühlt sich genauso an wie im Klartraum und am Abend zuvor.

Leider habe ich mich nicht verbessert, die Werte sind aber annähernd identisch. Dies macht aber nichts, da man erst nach vielen Probanden im Durchschnitt sagen kann, ob eine Verbesserung durch Üben im Klartraum möglich ist.
Ich habe aber das Gefühl am Morgen hektischer zu spielen als am Abend und als im Traum. Ich muss noch einen Fragebogen ausfüllen und dann sind wir fertig.

Alles in Allem war der Besuch im Schlaflabor ein voller Erfolg!

PS. So sehe ich aus, wenn ich schlafe:
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Bogenschießen im Klartraum üben - Klartraumbericht

Datum13. Nov. 2013
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Heute habe ich im Klartraum das Bogenschießen geübt. Ich wurde klar, da mir auffiel, das Züge normalerweise nicht an Bushaltestellen halten und auch nicht auf der Straße fahren. Ich war bereits in den Zug bzw. die S-Bahn eingestiegen, als sich dies erkannte.

Sofort übte ich das Bogenschießen. Im Wachleben schieße ich seit ein paar Wochen Recurve. Zunächst war der Bogen und die Pfeile noch unsichtbar und ich feuerte die Pfeile auf kleinere Gegenstände, die in der S-Bahn auf einem Tisch standen. Die Mitfahrer begannen nun auch, mit einem Bogen zu schießen.

Nach kurzer Zeit wurde der Pfeil auch sichtbar. Nur der Bogen blieb unsichtbar, auch wenn sich alles andere wie echt anfühlte. Die Spannung beim ziehen und halten der Sehne, das lösen. Alles wie im richtigen Training. Nur das Zielen viel ohne Sehne etwas schwer. Die Pfeile griff ich einfach immer wieder aus der Luft.

Der Klartraum war ca 3 Minuten lang, ich konnte ca. 9 Pfeile schießen.

Ich werde dieses Projekt weiter verfolgen, die bisherigen Trainingsergebnisse aus dem Training im Wachleben und meinen Träumen, in denen Bogenschießen vorkommt, findet ihr im KT-Forum.

Klartraumbericht: Klartaum unter Alkoholeinfluss

Datum11. Okt. 2013
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Diesen Klartraum habe ich unter Alkoholeinfluss erlebt. Passend dazu: Alkohol - Einfluss auf die Traumerinnerung und Klarträume

Ich liege im Bett und merke, dass ich wach bin (falsches Erwachen) ich warte irgendwie darauf, einzuschlafen.
Einen Nasen-RC will ich nicht ausführen, da ich mich nicht bewegen will. Ich mache dann aber doch einen Nasen-RC und werde klar:

Klartraum 136
Klar vor RC: Nein
Klarheit: Mittel
Kontrolle: Schlecht
Dauer: 30 Sekunden

Ich stehe aus dem Bett auf und habe starke Kopfschmerzen. Mein Kopf ist sehr schwer und füllt sich total geschwollen an. Ich sehe meine erhobenen Arme, spüre diese aber nicht. Es fühlt sich an, als wären dies garnicht meine Arme. Ich spüre aber meine anscheinend echten Arme (dies ist sehr unwahrscheinlich: Die meisten Klarträume hat man in der REM-Schlafphase, in welcher man gelähmt ist. War dieser klartraum nicht in der REM-Phase, wäre es möglich. Ich glaube aber eher, dass ich meine Arme nicht wirklich bewegt habe) und kann sie Bewegen. Es ist als hätte jemand ein Foto von meinen Armen in mein Blickfeld geklebt. Alles schwankt und ich kann mich nur schwer bewegen. Ich torkle langsam zum Spiegel und mein Kopf ist total groß, angeschwollen und deformiert. Ich fühle mich schwer und irgendwie glaube ich, etwas schwer atmen zu können.

Dies ist natürlich nur ein Beispiel eines Klartraums unter Alkoholeinfluss. Alkohol unterdrückt die REM-Phasen (Anmerkung: REM-Rebound Methode), wie sich dies aber auf das Traumgeschehen auswirkt, lässt sich nicht einheitlich sagen. Eventuell war die fehlende Kontrolle und Bewegungsfähigkeit einfach eine unterbewusste Suggestion von mir, da ich Alkohol mit erschwerter Bewegung, Schwanken etc. verbinde.

Wie kann man etwas Unbekanntes im Klartraum erleben?

Datum24. Aug. 2013
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Im Klartraum ist alles möglich, auch das Unmögliche. Doch wie kann man im Klartraum etwas erleben, was im Wachleben nicht möglich ist bzw. was man im Wachleben noch nie erlebt hat?

Das faszinierende an Klarträumen ist die Tatsache, dass alle Sinne miteinander verbunden sind. Der Klartraum simuliert so gut er eben kann das gewünschte Ereignis. Will man im Klartraum z. B. Fallschirm springen und hat dies im Wachleben noch nie gemacht, simuliert der Klartraum dieses Erlebnis aus bisher erlebten Sinneseindrücken. Jeder kennt das Gefühl des Fallens oder einen starken Wind. Diese Erfahrungen werden miteinander vermischt, verstärkt und beim “Klartraum-Fallschirmsprung” wiedergegeben.

So ist es möglich, im Klartraum ein Ereignis zu erleben, welches man vielleicht im Wachleben noch nicht erlebt hat. Ob das Erlebte bei komplexeren Ereignissen an eine echte Erfahrung ran kommt, lässt sich nicht pauschal beantworten.

Durch das Verschmelzen der Sinne sind so auch unmögliche Dinge im Klartraum möglich. Eines meiner Traumbeispiele: Kochend kaltes Wasser trinken (nur mit Anmeldung im Forum sind private Traumberichte lesbar).

Klartraumbericht: Der Sandsturm

Datum 4. Jul. 2013
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Klartraumbericht

Klarheit: sehr Gut
Kontrolle: sehr gut
Klar vor RC: ja
Dauer: 3 min

Alles war wie ein Bild vor meinen Augen, ich sehe einen kleinen geteerten Weg in einem Vorort. Ich merke das ich gerade einschlafe, ich bin irgendwie kurz vor einem Traum, nur das Bild ist noch nicht real. Ich bin klar und werde in das Bild hineingezogen. Es ist als würde ich in eine reale Welt eintauchen, alle Sinne sind dabei betroffen, so wie im Wachleben. Ich vermute das ich irgendwie kurz vorm Eintritt in den Traum, als sich die hypnagogen Bilder zum Traum geformt haben, klar wurde. Vor mir sehe ich einen Sandsturm, es ist wie eine Wand aus Sand, braun und undurchsichtig. Ich schreie ganz laut, ich weiß einfach das dieser Sandsturm für meine Probleme mit WILD steht. Ich schreie und laufe in den Sturm. Ich glaube zu merken, wie ich mit meinem Körper im Wachleben wirklich leise Töne von mir gebe. Ich laufe hindurch auf einen Van zu, ich bin so geladen, dass ich einfach durch die Windschutzscheibe springe und hinten rauslaufe. Es war ein Van eines Sonderiensatzkommandos. Ich laufe auf ein Fenster zu, es ist irgendwie eine einzelne Wand eines Hauses mit Fenster, ich springe hindurch und bleibe aber hängen. Dann wache ich auf.

Ich war danach sehr “Energiegeladen” und denke, dass ich dadurch mich für WILD mehr geöffnet habe.

Klartraumbericht: Schwerkraft Teil 2

Datum17. Apr. 2013
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Klartraumbericht

Im Dezember 2011 habe ich schon einmal im Klartraum die Schwerkraft manipuliert. Dieser Klartraum war sehr unterhaltsam, also habe ich aktuell wieder mit der Schwerkraft gespielt.

Ich treffe auf ein Familienmitglied, erkenn dann aber, das ich Träume:

Klar vor RC: Ja
Kontrolle: Gut
Klarheit: Sehr gut
Dauer: 8 Minuten

Ich frage, was die Person im Traum darstellt. Sie erklärt mir, das ich im Konflikt mit der Person stehe, die diese im WL darstellt.
Ich bedanke mich für den Hinweis.

Ich hechte durch das Fenster nach draussen, bleibe aber im Glas stecken und muss lachen. Ich schweebe zum Nachbarhaus gegenüber, ich mache Fluggeräusche die sehr helfen beim Fliegen. Die Fensterfront ist nun nicht mehr gegenüber von mir, sonder auch unter mir statt der Straße und über mir. Ich fliege in das Zimmer in welchem Licht brennr, hier sind 2 alte Menschen. Es riecht nach abgestandender Luft. Ich reisse das Fenster raus. Ich kenne die Frau, sie ist eine Bauchautorin aus meiner Stadt. Ich fliege zur Straße hinunter, die jetzt wieder da ist und sehe eine Spielhalle. Ich gehe die Straße weiter und komme an einen Sportplatz. An dem Eck laufen zwei kleinere Straße zusammen. Autos stehen am Straßenrand und Kinder Spielen auf der Straße.

Ich verringe dier Schwerkraft. Die Autos und Kinder schweben etwas über der Erde. Die Autos sehen kurz aus wie Aus Papier ausgeschnitten. Jetzt will ich die Umgebung erschüttern und schlage mit den Fäusten abwechselnd auf die Erde. Es entstehen Druckwellen, die jeweils bestimmte Autos nach oben fliegen lassen. Ich schlage mit beiden Händen und ein großer Papiercontainer fliegt hoch in die Luft und schlägt wieder auf dem Boden.

Mit der Schwerkraft im Klartraum zu spielen bereitet immer großen Spass. Hier findet 50 Ideen für euren nächsten Klartraum.

Eine Nacht im Schlaflabor - Klartraum-Experiment

Datum26. Mär. 2013
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Ich sitze im Zug und bin auf dem Weg nach Mannheim zum Zentralinstitut für Seelische Gesundheit. Dort habe ich mich mit Tadas Stumbrys verabredet. Insgesamt bin ich ca. 6 Stunden unterwegs. Ich mache viele RCs um mich schon mal auf den heutigen Klartraum im Schlaflabor einzustimmen.

Endlich angekommen suche ich zuerst das Zentralinstitut und verschaffe mir eine grobe Orientierung. Danach streife ich noch ein wenig in Mannheim umher, kehre dann aber doch viel zu früh mit großer Vorfreude zum Zentralinstitut zurück.

Schlaflabor_Lageplan.jpgIch wähle Tor Nummer 1 und frage den Pförtner, ob ich für das Schlaflabor im richtigen Gebäude bin. Der Pförtner bejat und erklärt mir, ich müsste ein Stockwerk tiefer. Natürlich bin ich viel zu früh. 21:30 Uhr habe ich mit Tadas ausgemacht. Er ist Doktorand am Institut für Sportwissenschaften in Heidelberg.

Um die Zeit rum zu kriegen, lese ich ein wenig. Nichts klartraumrelevantes, ich will es ja nicht übertreiben. Gegen 21:00 Uhr gehe ich ein Stockwerk tiefer in das Untergeschoss. Die Tür zum Schlaflabor ist abgeschlossen, ich sehe einen Schalter mit der Aufschrift “Klingel”. Ich klingle und sofort kommt mir der Gedanke in den Sinn, dass ich ja ein Experiment stören könnte… aber wer schläft schon im 21:00 Uhr? Niemand öffnet, ich bin ja noch zu früh.

Als ich mich umsehe, entdecke ich, dass jemand am Informationsschild das erste L aus „Schlaflabor“ entfernt hatte.

Mit einem Filzstift wurde dies wieder hinzugefügt. Für ein Schaflabor hätte ich diese weite Reise nicht auf mich genommen, denn nur die dümmsten Kälber suchen sich ihre Metzger selber :)

Schlaflabor_Schaflabor.jpg

Gegen 21:15 Uhr schreitet Tadas, den ich anhand eines Fotos von seiner Website erkenne, und ein Kollege, die Treppe zum Schlaflabor hinab. Tadas vermutet bereits, dass ich der heutige Proband bin. Ich reiche ihm die Hand und stelle mich vor, ebenso tu ich dies bei seinem Kollegen. Dieser wirkt sehr verwundert und wie sich herausstellt, ist dies kein Kollege von Tadas… er kennt diese Person überhaupt nicht. Der unbekannte Herr verlässt das Untergeschoss und ich fühle mich doch ein wenig wie ein Schaf im Schaflabor.

Die Situation ist schnell geklärt und jetzt erst recht amüsant, kann ja mal passieren. Wir betreten das Schlaflabor, welches in mehrere kleine Zimmer aufgeteilt ist. Ich betrete mein Quartier für die Nacht und ich bekomme ein paar Fragebögen zum Ausfüllen. Ich sehe mich in meinem Zimmer um: An der Decke hängt eine Kamera, die natürlich auf mein Bett gerichtet ist. Neben dem Bett erklärt der King persönlich, wo die Elektroden angebracht werden.

Schlaflabor_Kamera.jpg  Schlaflabor_King.jpg
Schlaflabor_Bett.jpg

Es erfolgt nun ein Test, auf den ich nicht genau eingehen kann, da die Studie noch andauert. Ich will keine wichtigen Details verraten und vorab Leute beeinflussen. Ziel ist ist, die Verbesserung von motorischen Fähigkeiten durch Klarträume zu belegen. Diesen Test muss ich heute im Klartraum wiederholen und nach dem Erwachen erneut ausführen. Dadurch zeigt sich, ob ich mich durch das Üben im Klartraum verbessert habe.

Anschließend mache ich mich „Bettfertig“ und Tadas beginnt die Elektroden in meinem Gesicht und an meinem Kopf zu befestigen. Wir unterhalten uns sehr angeregt über das Klarträumen, er erzählt mir von seiner Arbeit mit Daniel Erlacher und einer Begegnung mit Stephen LaBerge (ausgesprochen mit „weichem Ä“, LaBärsch. Endlich! Die Unsicherheit bei der Aussprache hat ein Ende!). Wir unterhalten uns über die Faszination des Klarträumens und über unseren ersten Klartraum. Er erzählt mir u. a. von einem Experiment, bei dem bestimmte Gehirnregionen über leichte, elektrische Stimulation Klarträume auslösen soll.

Ein weiteres interessantes Thema das Tadas aufbrachte: Traumfiguren können zum Großteil “Gedanken lesen“. Der Klarträumer hat hinter seinem Rücken eine bestimmte Anzahl an Fingern ausgestreckt. In den meißten Fällen gaben die Traumfiguren die richtige Anzahl der Finger an. “Gedanken lesen” ist natürlich übertrieben, aber Traumfiguren scheinen Zugriff auf die Gedanken, das Wissen des Träumers zu haben.

Es fehlen noch zwei Elektroden am Oberkörper, um den Herzschlag zu messen. Die Zeit zum anbringen der Elektroden verstreicht mir natürlich viel zu schnell.

Schlaflabor_Elektroden.jpg

Natürlich trage ich ein KT-Forum T-Shirt, das bringt mir Glück :)

Jetzt werden erstmal die Elektroden überprüft. Tadas verlässt das Zimmer und kommuniziert mit mir über ein Intercom. Sitzt alles richtig, werdend die Augenbewegungen deutlich angezeigt usw. Ich muss nach oben schauen, nach unten, links und rechts, Augen öffnen, schließen, mit den Zähnen knirschen…

Danach ist Bettruhe. Ich schlafe sehr schwer ein, die Kabel sind ungewohnt und engen mich in meinen üblichen Drehmanövern beim Einschlafen ein. Drei mal erlebe ich das Bekannte „Zucken / Stolpern / Fallen“. Ich schlafe nach einer gefühlt viel zu langen Zeit ein und erlebe prompt einen Klartraum:

Es ist sonnenhell im Schlaflabor. Ein Mann betritt das Schlaflabor, er hat lange dunkle Haare. Er zockt auf einer Konsole. Ich sage ihm, ich müsste eigentlich träumen. Er ist überrascht und entschuldigt sich, mich von meiner Arbeit abzuhalten. Ich sitze ihm nun irgendwie gegenüber und er spuckt mir Cola ins Gesicht, es fühlt sich an wie Gummibärchen die auf meiner Haut kleben. (Dies sind eindeutig die Elektroden, die ich in das Traumgeschehen einbaue.) Er entschuldigt sich, dass er so reingeplatzt ist. Ich sage, es sei doch lustig wenn ich jetzt wirklich schon träumen würde. Ich mache einen Nasen Rc und werde klar.

 

Dauer: 2-3 Sekunden
Klarheit: Sehr Gut
Kontrolle: Gut

 

Ich freue mich über den KT und möchte meine Klarheit durch die LRLRLR (Links Rechts etc.) Augenbewegungen signalisieren. Ich bin sehr aufgeregt und wache auf.

Der Klartraum dauerte leider nur wenige Sekunden. Tadas meldet sich über das Intercom ob ich wach bin, ich erzähle ihm von meinem Klartraum und dass dieser leider zu kurz war. Tadas betritt den Raum, jetzt beginnt die Wachphase des WBTB. Es ist nun 4 Uhr und ich notiere meinen Traum. Ich suche nach DreamSigns und beschäftige mich mit dem Traum.

Ich bin guter Dinge, aber auch enttäuscht, es so kurz vor dem Ziel doch nicht geschafft zu haben… Ich lege mich nun wieder schlafen und praktiziere MILD. Wieder kommt es mir vor, als würde ich kaum schlafen. Tadas weckt mich nun mehrmals nach meinen REM-Phasen, ich erinnere mich an meine Träume, werde aber währenddessen nicht mehr klar.

Am Morgen um 8 ist alles vorbei. Tadas, der die ganze Nacht wach war, weckt mich. Die Elektroden werden entfernt. Ich wiederhole den Test vom vorangegangenen Abend. Die Daten sind dennoch brauchbar, ein kompletter Erfolg wäre aber mir und sicher auch Tadas lieber gewesen.

Interessiert frage ich Tadas, ob ich mir mal meine Schlafdaten ansehen darf.

Schlaflabor_Daten1.jpg

Immer noch im Haar: Wasserlöslicher Kleber für die Elektroden. Keine Sorge, einmal Haare waschen und es bleibt nichts zurück :)

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Die rote Linie im oberen Bild zeigt den Muskeltonus, der am Kin gemessen wird. Der Ausschnitt zeigt eine REM-Phase, in der ich gelähmt bin, darum gibt es keinen Ausschlag. Oberhalb der roten Liene sieht man die REM typischen Augenbewegungen. Unterhalb der roten Linie wird der Herzschlag angezeigt.

Tadas erklärt mir, das bis vor wenigen Jahren noch alle Kurven ausgedruckt wurden. Da kommt bei einer Nacht viel Papier zusammen und es war besonders viel Arbeit, einen bestimmten Zeitpunkt auf dem langen Ausdruck zu finden.

Ich bin etwas enttäuscht von meinem “halben Erfolg”. Es war aber dennoch einer super Erfahrung, ich habe mich sehr angeregt mit Tadas unterhalten und einen faszinierenden Einblick in die Schlafforschung erhalten.

Zum Abschied schenkt mir Tadas eine Schachtel mit Pralinen. Die Erfahrung im Schlaflabor war mir Geschenk genug. Ich bedanke mich bei ihm herzlich und mache mich auf die Heimreise.

Wer weiß, vielleicht versuche ich es ja nochmal… die Studie dauert noch an.

Klartraumbericht und Analyse: Der Turm

Datum13. Okt. 2012
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Nach langer Dürre hatte ich nun wieder einen Klartraum. Auf diesen möchte ich in dem Blogbeitrag eingehen und ihn analysieren:

Klartraum 144 - Der Turm

Ich bin in meiner alten Wohnung und denke mir, dass ein Klartraum cool wäre. Der Wunsch, einen Klartraum zu bekommen, war so stark, dass dieser in meinen Trübtraum sich so bemerkbar machte. Dann könnte ich lecker Essen, Speck mit Rührei in dieser Pfanne die ich in der Hand halte, erscheinen lassen. Es ist nur eine Art Öl drinen. Ich probiere und es schmeckt nach Rührei mit Speck. Das kann nur eins bedeuten: Ich habe einen Klartraum! Die Traumlogik, machmal sehr abstrus, hat mich klar werden lassen.

Dauer 7: Minuten
Klarheit: gut
Kontrolle: gut
Klar vor RC: nein

Ich will einen Turm aus meinen Tagträumen besuchen. Ich gehe zum Balkon uns sehe eine Kirche, diese gibt es auch im Wachleben. Zuerst will ich hinfliegen und aus dem Kirchturm meinen Turm machen. Dies ist mir dann aber zu umständlich. Hier denke ich noch nicht 100% klar, im Klartraum müsste ich mir nicht die Mühe machen, den weiten Weg zur Kirche zurück zu legen. Ich drehe mich einfach um und sehe schon im Haus eine Wendeltreppe nach oben. Diese ist dort normal nicht. Ich gehe hoch und komme in einen kirchenähnlichen, großen Raum. Zwei Türen sind mir gegenüber. Eine kleine, Quadratische links und rechts eine normale. Ich erwarte den Turm dahinter und öffne sie: Es sind persönliche Dinge dahinter, die ich mit etwas aus dem Wachleben verbinde und die mich aktuell belasten und mich vom Klarträumen abgehalten haben. Dadurch habe ich aber Energie bekommen, dies zu bewältigen und ich konnte so doch Positives aus der Erfahrung gewinnen. Irgendetwas ist in Folie eingepackt, quadratisch, wie Stoff. Ich will wenigstens meine Geschmacksnerven stimulieren und beisse ein Stück ab. Es schmeckt nach leckerer Schokolade.

Ich trübe ein und wache auf.

Dieser Klartraum hat mir nach einer langen Dürre und Lustlosigkeit meine Träume aufzuschreiben, wieder neue Energie und Freude an meinen Träumen gegeben.

Mehrstimmiges Sprechen im Klartraum

Datum 9. Jul. 2012
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Durch einen aktuellen Klartraum entdeckte ich, dass man im selbigen nicht durch die eigene, einzige Stimme limitiert ist. Es wird alles im Inneren generiert, warum sollte man dann nicht mehrstimmig, gleichzeitig sprechen können?

In dem Klartraum gab ich einen Schrei von mir, zählte aber gleichzeitig. Beides waren eindeutig Stimmen, keine Gedanken. Doch wie unterscheidet man im Klartraum Stimme und Gedanke? Ich kann mich hier nur auf mein Gefühl verlassen, im Klartraum mich zählen gehört zu haben.

Im Bereich der Klänge bietet das Klarträumen noch riesiges Feld für Experimente, die im Wachleben unmöglich sind… Kann ich gleichzeitig verschieden Sätze sagen? Versuchen Sie mal im Wachleben wirklich gleichzeitig zwei Sätze in Ihrem Kopf ablaufen zu lassen… Dies scheint nicht zu funktionieren, vielleicht kann man diese im Klartraum aber gleichzeitig sprechen.

Kann man im Klartraum anderen Stimmen imitieren? Im Wachleben kann man in Gedanken sehr einfach die Stimme einer bekannten Person erklingen lassen. Wenn ich mich an bekannte Personen erinnere, die ich im Klartraum sprechen gehört habe, so entsinne ich mich, ihre echte Stimme gehört zu haben. Wenn also mein Unterbewusstsein (bzw. der Teil in meinem Geist, welcher Traumfiguren erschafft) dazu in der Lage ist, müsste ich als der Herrscher im Klartraum auch dazu in der Lage sein. Vielleicht sind es die Gewohnheiten aus dem Wachleben, die uns die Idee einer anderen Stimme im Klartraum nicht in den Sinn kommen lassen.

Klartraumbericht: Flug ins Weltall

Datum29. Mai. 2012
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In meinem Klartraum (29.05.2012) habe ich versucht, von der Erde in den Weltraum zu fliegen. Der Start verlief sehr gut, ich nahm schnell Geschwindigkeit auf. Leider wirkte der Himmel sehr unreal, so wie ein überdimensionales Foto, auf das ich zu fliege. Ich trübte kurz ein und befand mich wenige Augenblicke später wieder in der Luft. Der Himmel war nun Blau rot und wirkte wie aus einem Retro Computerspiel. Sehr verpixelt, Rot-Blau-Lila-Farben.

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Der Flug ging weiter, endete aber wenige Augenblicke später mit dem Erwachen. Bis auf den Himmel fühlte sich alles sehr real an, der Wind war kalt und brauste an mir vorbei. Um den nächsten Flug ins Weltall realistischer zu gestalten, werde ich ein paar Informationen über die Luftschichten einholen.

Hier der ganze Klartraum im Klartraumforum (nur registrierte User)

Haben Traumfiguren Zugriff auf unsere Gedanken?

Datum26. Mai. 2012
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Ein Klartraum brachte mich auf die Frage ob Traumfiguren Zugriff auf unsere Gedanken haben. In dem Klartraum bekam ich von einer Traumfigur keine Antwort auf eine Rechenaufgabe. Ich dachte dabei bewusst nicht an das Ergebnis. Als mir dies ungewollt in den Kopf schoss, nannte in ebenso schneller Geschwindigkeit mir die Traumfigur das selbe Ergebnis.
Bedeutet dies also, dass Traumfiguren im Klartraum, drücken wir es überspitzt aus, „unsere Gedanken lesen“ können?

Es klingt zuerst befremdlich ist aber durchaus logisch: Traumfiguren entstammen aus unserem Unterbewusstsein, wir erschaffen Sie unbewusst. So die Vermutung, wirklich bewiesen ist hier natürlich nichts. Ist dem der Fall, so sind wir auch unbewusst dafür verantwortlich, was eine Traumfigur weiß und was nicht. Dadurch kann eine Traumfigur über das selbe Wissen wir wir selbst verfügen.

Dies würde auch in Albträumen das Verhalten der „bösen“ Traumfiguren erklären:

Man wird verfolgt und versteckt sich. Oft gehen einem Gedanken durch den Kopf wie: „Hoffentlich findet er / sie / es mich nicht in diesem Versteck / Hoffentlich schaut er nicht hinter diesen Kisten nach etc…“ und prompt wird man entdeckt. Im Trübtraum werden einfach auch die Erwartungen des Träumenden erfüllt, ob positiv oder negativ spielt keine Rolle.
Was glaubt ihr, sind wir für das Wissen der Traumfiguren verantwortlich? Entstammen die Traumfiguren überhaupt unserem Unterbewusstsein?

Diskussion im KT-Forum

Teil 2: Mathematik / Rechnen im Klartraum

Datum26. Mai. 2012
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Weiter geht die Rechnerei im Klartraum… Hier geht es zu Teil 1.

Die ersten beiden Rechnungen wurden noch korrekt beantwortet:

6×6 = 36
An die zweite Rechnung kann ich mich leider nicht mehr erinnern, doch das Ergebnis war richtig. Die dritte Rechenaufgabe, wieder eine sehr leichte, wurde dann aber zuerst nicht beantwortet.

Ich stellte die Aufgabe 17 mal 2 zu nehmen und dachte bestimmt nicht an das Ergebnis, ich wiederholte Stumpf „17 mal 2, 17 mal 2, 17 mal 2….“ Ich bekommt zuerst einen Laut und keine Zahl von der Traumfigur als Antwort. Plötzlich schoss mir aber das Ergebnis 34 in den Kopf und genauso schnell erhielt ich die richtig Antwort von der Traumfigur gesagt.

Hier finden registrierte User im KT-Forum den ganzen Klartraumbericht.

Dieses letzte Ereignis hatte eine Diskussion im Forum und folgenden Blogbeitrag zur Folge: Haben Traumfiguren Zugriff auf unsere Gedanken?