Video zur 61-Punkte-Entspannung

Datum16. Apr. 2017
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Jetzt gibts die Anleitung zur 61-Punkte-Entspannung auch als Video:

BLucid Klartraumpodcast mit steeph - Klarträumen und das Alter

Datum 8. Feb. 2017
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Im aktuellen BLucid KLartraumpdcast rede ich mit steeph über Klarträumen und das alter :) Hat wirklich sehr Spaß gemacht, haben recht viele Themen angesprochen. Hört doch mal rein :)

BLucid

BLucid Podcast

HEUTE Interview im NDR (21:00 Uhr, Dr. Wimmer)

Datum21. Nov. 2016
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Vor einigen Wochen durfte ich bei einem Bericht für den NDR mitwirken. Es geht natürlich ums Klarträumer :D

Der Hauptfokus der Sendung liegt aber auf dem Schlaf, ich bin gespanntm wie lange dann der “Klartraumanteil” sein wird…

Dieser Bericht wird heute um 21:00 Uhr im NDR ausgestrahlt, schaut doch mal rein :)

Ich bin schon tierisch nervös :D

Entstehung des Klartraum-Praxishandbuches

Datum17. Okt. 2016
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Im neuen Video erzähle ich euch von der Entstehung des Klartraum-Praxishandbuches. Ich zeige euch u. a. alte Cover-Variationen und berichte von dem “verlorenen Kapitel”, welches es nicht ins Buch geschafft hat :)

Link

Neuer Klartraumpodcast mit Tri-Luzid

Datum10. Okt. 2016
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Danke für all eure Themenvorschläge für den Klartraumpodcast mit Tri-Luzid! Hört doch mal rein und sagt mir, was ihr vom Podcast haltet :)

Link

Klartraum Umfrage für Studie - Nur 5-10 Minuten

Datum30. Sep. 2016
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Hey Leute!

Cordelia hat im KT-Forum eine Klartraumumfrage gestartet, würdet ihr da für mich mitmachen? Dauert nicht lange und es würde ihr sehr helfen :)

 

Zur kurzen Umfrage

Interview in der GEOkompakt - 31. August 2016

Datum26. Aug. 2016
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Über Facebook und im Forum habe ich es ja bereits verbeitet: Am 31. August 2016 kommt die neue GEOkompakt in den Zeitschriftenhandel. Hier durfte ich an einem Bericht über Klarträume teilnehmen.

Ich freue mich schon rießig und bin sehr auf den Artikel gespannt :)

Das Thema der Ausgabe ist “Schlaf und Traum” - hier gibts ne Vorschau.

Bericht: Zu Gast bei Planet Wissen

Datum19. Jul. 2016
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14.06.2016
04:40 Uhr

Der Wecker hämmert mich wach… Gestern noch spät nach meinem Klartraumvortrag in Stuttgart ins Bett, jetzt muss ich direkt weiter zum Stuttgarter Bahnhof und weiter nach Dortmund. Wieso?
Planet Wissen macht eine Sendung übers Klarträumen! Und ich darf dabei sein! Wow!

Gott sei Dank ist es nicht live!

Andrea Grießmann wird Frau Dr. Ursula Voss und mich zum Thema Klarträume befragen! Aber alles der Reihe nach…

05:15 Uhr treffe ich nach einem flotten Fußmarsch am Hautbahnhof Stuttgart ein. Von meinem gestrigen Vortragsort dem Forum 3 war es nicht weit. Merkwürdig war es aber schon, früh morgens durch die leeren Räume des Forum 3 zu schleichen, auf dem Weg zur Dusche uns wieder zurück. Dort durfte ich nach dem Vortrag nächtigen.
Ich fühlte mich ein wenig wie ein Kind, das sich an Weihnachten davon stiehlt und nachsieht, ob das Christkind schon die Geschenke gebracht hat…

05:40 Uhr rollen ich und mein Koffer in den Zug, der uns nach Dortmund bringt. Nach der kurzen Nacht freue ich mich auf das Zugschlafen.
Im Zug verabrede ich mich mit Frau Schwanenberg, die mich zu Planet Wissen eingeladen hat. Dank ihr wird diese Folge überhaupt produziert.
Wir treffen uns am Hauptbahnhof Dortmund und fahren mit dem Taxi direkt weiter zum WDR Studio.

Ich mach natürlich kein Foto vom Eingang und wir steuern direkt die Kantine an.

planet_wissen_simon_rausch_andrea_griessmann_04.jpg
Am Tisch ist schon für Planet Wissen reserviert :)

Frau Schwanenberg versorgt mich mit einer Tasse schwarzem Gold (Kaffee), auch wenn ich ihn mir eigentlich gerade abgewöhne… jetzt tut mir die Tasse aber sehr gut :)
Kurz darauf stößt Frau Dr. Voss zu uns.
Wir unterhalten uns über die Klartraumforschung und das Klarträumen. Dann geht es für Frau Voss in die Maske und weiter zur Aufzeichnung von “1 Minute mit”.
Dies  ist ein Format, bei dem man in einer Minute so viele Fragen wie möglich, knapp und völlig unvorbereitet beantwortet.

Ich frage, ob wir nicht auch ein “1 Minute mit” mit mir machen könnte und ja, es klappt :) 

Ich bleibe zuerst in der Kantine, um so wenig wie möglich vom Ablauf zu erfahren, es soll ja alles spontan sein.
Dann geht es für mich in die Maske und danach direkt zur Fragerunde.
Wir drehen draußen und ich versuche so viele Fragen wie möglich zu beantworten.

Ein spannendes Format und - es ist nicht leicht.

Hier geht es zum fertigen Video:

1_minute_mit_simon_rausch_wdr_planet_wissen.png

Schon geht es weiter, in die Höhle des Löwen: Das Aufnahmestudio.
Was ich jetzt noch nicht weiß: Nach der Aufzeichnung würde sich die Höhle wie eine zweite Heimat anfühlen… Alles halb so wild und es macht tierisch Spaß - das ahne ich jetzt natürlich nicht.

Alles wird in mehr oder weniger einem Take gedreht. Geht etwas schief, kann natürlich erneut gedreht werden.

Ich treffe auf die Moderatorin Andrea Grießmann. Sie meint, es sei lustig, dass ich meine Hemdfarbe zum Studiolila passt - ich kannte zwar das Studio vorher schon, hatte aber das Hemd nicht bewusst gewählt. Ich meine, dass es wohl ein “Freudsches Hemd” sei - wie der “Freudsche versprecher” (man sagt etwas anderes, als man eigentlich sagen will. Gleichzeitig gibt der Versprecher aber seine wahren Intentionen preis).

Es wird alles entspannt durchgesprochen: Wo steht wer, was passiert wann, nicht in die Kamera blicken etc.
Jetzt werden noch Fotos gemacht für die Website.

© WDR / Planet Wissen / Tobias Aufmkolk

Achtung! Aufnahme! Die Aufzeichnung beginnt…
Frau Dr. Voss macht den Anfang, ich darf ca. nach der Hälfte zu Frau Grießmann und Frau Dr. Voss stoßen.

Bis dahin werde ich mit Wasser versorgt und bestaune mit großen Augen die Technik, die Kameras und die eifrigen und konzentrierten Mitarbeiter.
Dann passiert es: die Nervosität weicht der Vorfreude! Yes! Das kenne ich zu gut von meinen Vorträgen. Ich bin im Flow angekommen und jetzt will ich nur noch loslegen, übers Klarträumen reden und der Welt da draußen meine Welt da drinnen zeigen und sie dafür begeistern!

Das Thema Träume weicht den Klarträumen und während eines Einspielers darf ich zu Frau Dr. Voss und Frau Grießmann stoßen. Ich lege los und fühle mich einfach wohl!
Es werden verschiedene Einspieler gezeigt und ich erzähle, wie ich zum Klarträumen kam und was ich am liebsten im Klartraum mache.

planet_wissen_simon_rausch_andrea_griessmann_07.png

Wir wechseln vom Stehpult zur Sitzrunde und dann ist alles auch schon irgendwie rum… wie? Das wars schon?

Mir kam es wie wenige Minuten vor. Wow! Was für ein Erlebnis!

Ich bedanke mich bei Frau Grießman und Frau Dr. Voss. Ich mache mit Frau Grießmann noch ein Foto, leider wird dieses unscharf :(

Ich werde abgeschminkt und während ich das Studie verlasse, denke ich mir:

Schade, dass es nicht live war…

 

VIDEO Hier geht es zu einstündigen Sendung.

 

Eine kurze Nacht mit dem Zeo… Schlafphasen Auswertung

Datum 6. Nov. 2015
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Als ich letztens meinen ZEO Bedside mal wieder eine Nacht testete, war ich am Morgen sehr geschockt: Der Wecker zeigte an, das es Probleme mit den Schlafdaten gibt und man in die ZEO FAQ schauen solle…

Gott sei Dank konnte ich die Daten über den PC auswerten, hier meine kurze Nacht:

zeo_schlafdaten_nov2015.jpg

Hier mal meine Auswertung:

  • Einschlafdauer: 13 Minuten
    Das ist für meine Verhältnisse lang, normal sind es zwischen 5 - 10 Minuten, obwohl es mir immer länger vorkommt…
  • Die Nacht war kurz, nur 5 Stunden 59 Minuten reine Schlafzeit (ohne Einschlafphase und ohne Wachphasen
  • Mein REM-Schlaf betrug 27,7 %, also insgesamt 1 Stunde 43 Minuten
  • Der leichte Schlaf betrug 47,7 %, also 2 Stunden 58 Minuten
  • Der Anteil am Tiefschlaf lag bei 20,9 %, also 1 Stunde 18 Minuten

Ich finde es wahnsinnig interessant, wie sich die Schlafphasen einer realen Nacht von der Theroie unterscheiden :)

Laut Lehrbuch durchläuft man alle Schlafphasen im ungefähren 90 Minuten Rhytmus,also so:

schlafphasen.png

REM-Dreamer PRO Schlafmaske - Klarträume durch Licht und Sound!

Datum17. Aug. 2015
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rem_dreamer_pro.png

Was der REM-Dreamer PRO ist und ob es sich lohnt, diesen zuzulegen / zu upgraden, das behandle ich heute in diesem Blogbeitrag.

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In dem Beitrag “REM-Dreamer im Test - Unterschied zu Remee [Nova-Dreamer, Klartraum Schlafmaske]” habe ich den REM-Dreamer ausführlich getestet, wie unterscheidet sich dieser nun zum REM-Dreamer PRO?

Der REM-Dreamer PRO ist eine Schlafmaske die bei den REM-typischen Augenbewegungen Lichtsignale auf die Augen gibt und einen vorher aufgenommenen Satz (z. B. “Mach einen Reality Check!”) / ein Wort / Ton abspielt. Durch die Lichtsignale und durch die Audiowiedergabe soll der Träumer erkennen, dass er gerade träumt und dadurch klar werden.

Die PRO VErsion kommt in der gleichen Verpackung wie die Standardversion, am Anfang hatte ich Angst die alte Version bekommen zu haben :)

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rem_dreamer_pro_platine_nah.jpg

Hier beide REM Dreamer im Verlgiech:

rem_dreamer_pro_vergleich_front.jpg
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Oben der REM Dreamer PRO unten der original REM Dreamer

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Links die Platine des REm Dreamers, rechts die PRO Version.

 

Testweiße habe ich den REM-Dreamer über ein 3,5 Klinke Kabel mit meinem Diktiergerät verbunden und so einen Testsatz von mir digital aufgenommen. Es war ein Versuch, die Aufnahmequalität festzuhalten… lustigerweiße ist die Qualität der Aufnahme auf dem Diktiergerät 1000 mal schlechter als wenn man diese über den Lautsprecher hört.

Die Batterien werden beim REM-Dreamer PRO seperat in zwei Batteriefächer eingelegt, beim Vorgänger waren beide Batterien in einem Batteriefach. Auch der Auswurfmechanismus ist beim PRO anders und dadurch besser! Die Batterien lassen sich leichter wechseln, beim Vorgänger musste man eine gewisse Gewalt aufwenden. Ich hatte immer Angst den REM-Dreamer zu zerstören :D Bim PRO geht es wesentlich leichter und besser!

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rem_dreamer_pro_platine_mit_lautsprecher.jpg

rem_dreamer_pro_display.jpg

Sound Aufnehmen Anleitung
Um einen Sound aufzunehmen, wechsle zum Menüpunkt 13. Drücke jetzt Value und halte den Knopf gedrückt! Jetzt zeigt das Display erase an, eine alte Aufzeichnung (falls vorhanden) wird gelöscht. Kurz darauf Piept der REM-Dreamer PRO und das Display zeigt record an.
Sprich jetzt deine Nachricht auf, du hast bis zu 30 Sekunden Zeit, wenn du fertig bist, lasse den Value Knopf los.

Der Sound wird NACH den Lichtsignalen abgegeben, d.h. es blinkt zuerst, und erst wenn die Cues gegeben wurden, wird der Sound abgespielt.

rem_dreamer_pro_platine_nah2.jpg

Der Lautsprecher wird in eine kleine Tasche gesteckt und mit Klettverschluss am Band der Schlafmaske befestigt. Für mich war die Position perfekt. Der Lautsprecher hielt bei mir sehr gut und löste sich in keiner Testnacht (diese Angst hatte ich anfangs…)

rem_dreamer_pro_lautsprecher.jpg

Bedienung

Der Menu / On Button schaltetn den REM Dreamer PRO ein bzw. navigiert man damit durch das Menü. Der Value Button daneben wählt den Menüpunkt an.

Wie beim Vorgänger erhöht man mit dem Button in der Mitte die Dauer, bis der REM Dreamer PRO aktiviert wird.
Braucht man also länger zum Einschlafen als geplant, kann man blind die Zeit verlängern, bis sich der REM Dreamer aktiviert.

Menüstruktur

1. Delay
2. Presets
3. Flash Brightness
4. Sound Volume
5. Cue Length
6. Cue Frequency
7. Lenth of Series
8. Dream Alarm
9. Two Way Communication
10. REM Detector Test
11. Generated Series
12. REM Detectors Sensivity
13. Erase and Record Message
14. Message Volume
15. Play Message
16. Turn Off

Fazit

Der Tragecomfort ist der gleiche, hier hätte ich mir etwas mehr Polsterung gewünscht. Alles in allem lohnt sich die PRO Version, die die aufgenommenen Nachrichten die Wahrscheinlichkeit auf einen Klartraum erhöhen.

Alpha-GPC Studie: 3 Nächte

Datum13. Aug. 2015
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Alpha-GPC ist ein Mittel, das Klarträume auslösen soll. In einer Heimstudie von Simon Kern testete ich als Proband, ob Klarträume wirklich durch Alpha-GPC ausgelöst werden.
In drei von mir gewählten Nächten nahm ich  Kapseln, die entweder Alpha-GPC oder einen Placebostoff enthielten.

Alpha-GPC erhöht im Gehirn die Produktion von Acetylcholine, welches die Erinnerung und Lernfähigkeit verbessern soll.

Ich erhiehlt drei Umschläge mit Präparaten und ein versiegelter Umschlag für den Notfall: Darin stand, was Placebo ist und was nicht plus wichtige Informationen für den Notarzt - sollte es zu Problemen kommen.

Nacht 1
18 - 19.02.2015

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Gegen 22:30 legte ich mich schlafen. Nach 4,5 Stunden klingelt geplant mein Wecker, ich muss die Pillen nehmen. Ich öffne den Umschlag, fülle den ersten Teil des Fragebogens aus und nehme die Tabletten.

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Es sind zwei Stück, ich frage mich ob es Placebos sind oder nicht. “Die sehen wie Placebos aus” denke ich mir… und nehme sie ein.
Dann lege ich mich wieder ins Bett.
Ich erwache zu einer unbekannten Uhrzeit und erinnerere mich an einen Traum, einen unglaublich langen und noch nie so logisch zusammenhängenden Traum. Ich schlafe wieder ein und wache dann zu meinem normalen Wecker auf.

Ich erinnere mich kaum an den Traum, plötzlich kommt alles wieder. So logisch und lange war der Traum wohl doch nicht:

Ich gehe an Ruinen in einem Hochwassergebiet vorbei, einige Freunde sind dabei. Wir gehen nahe an einem Fluss. Daraus wird ein Marineschiff und ich sehe eine Rutsche, die ich aber nicht runter rutschen will. Sie führt um die Kurve und - wie ich vermutete hatte - führt sie nach der Kurve direkt ins Wasser. Gut, dass ich nicht runter gerutscht bin. Meine Freunde haben mich also umsonst verhöhnt, da ich nicht gerutscht bin.

Aus dem Marineschiff wird ein Kreuzfahrtschiff und ich unterhalte mich mit einigen Gästen auf Sonnenliegen. Irgewndwie kamen Laserpointern im Traum vor, doch ich kann mich nicht genau erinnern. Ich bin nun in einem Saal und alle sind verkleidet, wie beim Karnevall. Wir lauschen einem Vortrag.

Ich erwache, stehe auf, schreibe den obigen Traum nieder und fülle den restlichen Fragebogen aus. Kein Anzeichen von Luzidität, war wohl doch Placebo…

Nacht 2
23 - 24.02.2015

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Ich lege mich wieder gegen 22:30 Uhr schlafen, diesmal bin ich so geistesgegenwärtig, dass ich meinen Schlafphasenwecker ZEO anschließe - so kann ich genau sagen, in welcher Schlafphase der Klartraum stattgefunden hat, wenn ich direkt danach aufwache.

alpha_gpc_experiment_nacht2_zeo.jpg

Ich werde einmal kurz wach und drehe mich wieder um. Um 03:30 Uhr weckt mich mein Wecker. Ich stehe auf und gehe in die Küche und öffne den Umschlag für Nacht 2. Die Tabletten sehen aus wie Erdnüsse:

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Ich fülle den Fragebogen aus und schlucke die “Erdnüsse”. Ich kreuze bei der Frage “Rein Optisch - Wie wirksam denkst du ist das Präparat?” 0 für “Nicht wirksam” an.

Ich lege mich schlafen und habe sofort einen Klartraum!

Dauer ca.: 3 Minuten
Klar vor RC: Ja

Ich bin in meiner alten Wohnung in der ich als Kind gelebt habe. Ich weiß irgendwie schon dass ich Träume, denke mir aber “Wenn ich ins Wohnzimmer gehe, ist es ein Klartraum”. Als ich durch die Türe schreite, weiß ich, dass es ein KT ist. Ich gehe in die Küche und freue mich, dass es innerhalb der Studie geklappt hat und frage mich, ob die “Erdnüsse” wohl doch kein Placebo waren. Ich will irgendetwas essen bzw. trinken und spontan denke ich an Schokomilch. Ich greife ins leere und spüre das Glas, sehe es aber noch nicht. Ich setzte trotzdem zum trinken an und schmecke die Schokomilch. Jetzt sehe ich auch das Glas mit brauner Milch. Es schmeckt lecker schokoladig.

Am Küchentisch entdecke ich einen Mann mit Anzug der den Fragebogen aus der Studie vor sich liegen hat, er sieht etwas aus wie Traumforscher Dr. Michael Schredl. Scherzhaft frage ich ihn, ob ich den Fragebogen gleich ausfüllen soll, oder erst nach dem aufwachen. (Mir ist klar, dass es jetzt nichts bringen würde, den Bogen auszufüllen, da ich ja träume.)

Jemand sperrt gerade die Haustüre auf, es ist eine Psychologin / Ärztin aus meiner Zivildienstzeit. Ich wache auf…

Ich wache auf und schau auf die Uhr, es ist 03:50 Uhr. Die Schlafphase inkl. Klartraum hat nur ca. 10 Minuten angedauert.

Hier das Hypnogram:

alpha_gpc_experiment_nacht2_hypnogram.png

Nacht 3
25 - 26.02.2015

alpha_gpc_experiment_nacht3.jpg

Leider ist eine Pille kaputt, ich bekomme aber alles in die Hülle und verschließe die kaputte Pille mit der anderen Pille^^ Pillception!

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Ich erinnerunge mich an mehrere Traumfetzen, leider kein Klartraum.

alpha_gpc_experiment_nacht3_hypnogram.jpg

Ich schicke alle ausgefüllten Fragebögen inkl. Notfallumschlag an Simon Kern zurück.

FAZIT

Mehrere Monate später treffe ich Simon Kern in Osnabrück im Schlaflabor. Er bestätigt mir, dass ich in der GPC-Nacht einen den Klartraum hatte. Sehr cool!

Ich habe mir dann auch eine Packung Alpha-GPC geholt. Da dies aber schnell abgebaut wird, sollte man es erst in den letzten Stunden der Nacht nehmen - mir fehlt aktuell die Motivation, unter der Woche den Wecker auf 3 Uhr zu stellen und dann Alpha-GPC einzunehmen… :D

 

Melon Headband - Der erste Eindruck & Headband Abmessungen

Datum 5. Aug. 2015
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Heute kam es an, das Melon Headband! 2013 hatte ich es damals vorbestellt.

melon_headband_box.jpg

Die Verpackung ist sehr edel, ein Magnetverschluss hält die Box geschlossen. Das Design allgemein erinnert mich sehr stark an Apple, stylisch, schlicht, edel.

melon_headband_box_open.jpg

Ein 2-Kanal-EEG Kopfband, das über die App (im Moment nur iOS, Android kommt noch) die eigene Konzentration zeigt. Über Spiele kann man dann seine Konzentration steigern. Durch das vergeben von Tags (”höre gerade Musik”) findet man herraus, was einem beim konzentrieren hilft. Leider ist mein Wissen zur App nur “theoretisch”, da ich kein iPhone besitze.

Apple Systemanforderungen: mind. ein iPhone 5, iOS 7.1

Die App wird aber auch für Android kommen.

Hier die EEG-Elektroden in der Nahaufnahme:

melon_headband_elektroden.jpg

Hier die Kurzanleitung:
melon_headband_manual.jpg

Ich würde es, ohne die App gesehen zu haben, als Popkultur-EEG bezeichnen und das meine ich nicht abwertend, ich selbst sehe mich als Popkultur-Klarträumer :)

Das schöne: Man kann auch auf die rawdaten zugreifen, Schlafhacker steht

Im Lieferumfang enthalten sind:

  • Das Melon selbst
  • USB-Ladegerät
  • Kurzanleitung
  • 4 Distanzstücke zur Vergrößerung des Headbands

Das Headband ist nicht frei in der Größe verstellbar, man muss eines der vier Distanzstücke ensetzen, um es zu vergrößern. Das kleinste Distanzstück reicht bei mir aus, um das Melon eng aber noch komfortable zu tragen. Das nächst größere Distanzstück war für meinem Kopf viel zu groß…

Der Kreisumfang des Melon beträgt innen OHNE DISTANZSTÜCK ca. 55cm, die Distanzstücke vergrößern diesen ca. um:

  1. Sehr kleines Distanzstück: + 2cm = 57cm Kreisumfang innen
  2. Kleines Distanzstück: + 3,5cm = 85,5 cm Kreisumfang innen
  3. Mittleres Distanzstück: + 6,5cm = 61,5 cm Kreisumfang innen
  4. Großes Distanzstück: + 8,5cm = 63,5 cm Kreisumfang innen

Das Melon ist aus einer Art Gummi, der sich gut anfühlt (nicht billig), der Verschluss ist gut verarbeitet und wirkt stabil. Er könnte auch Nachts gut halten… ob das Melon also als ZEO-Ersatz taugt, wird sich noch zeigen. Es wirkt alles sehr ausgeklügelt und durchdacht :)

Das USB-Ladegerät wird an eine offene Seite des Headbands angeschlossen, auch wieder top durchdacht! So braucht man keinen zusätzlichen Anschluss an der Seite. Optik trifft auf durchdachtes Design!

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Leider besitze ich kein iPhone  und kann daher im Moment mit dem Melon nichts machen :D

Ein ausführliches Review wird noch folgen :)

Interview mit Prof. Dr. Michael Schredl - Schlaflaborleiter und Autor

Datum 1. Jul. 2015
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michael_schredl.jpg

 

Vielen Dank Herr Prof. Dr. Schredl, dass Sie sich Zeit für meine Fragen nehmen. Würden Sie sich einmal kurz vorstellen?

 

Gerne. Ich bin wissenschaftlicher Leiter des Schlaflabors am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim. Seit 1990 beschäftige ich mich mit Traumforschung. Auch schreibe ich selbst meine eigenen Träume seit 1984 auf.

 

 

 

Mit Freude habe ich Ihr Buch „Träume“ gelesen, planen Sie aktuell ein neues Buch zu schreiben?

 

Nein, momentan konzentriere ich mich auf die Veröffentlichung von Fachartikeln.

 

 

 

Als Klarträumer hören Sie diese Frage sicher sehr oft: Wann hatten Sie Ihren ersten Klartraum und was haben Sie darin unternommen?

 

Auch wenn ich früher präluzide Träume hatte, trat mein erster Klartraum 1996 auf, nachdem ich ein Seminar von Paul Tholey und Brigitte Holzinger besucht habe und mit den Realitätschecks als Induktionsmethode begonnen habe. Ich habe nicht so regelmäßig geübt und es hat drei Monate gedauert. Im ersten Klartraum, ich saß in einem Auto, habe ich mich so gefreut, dass ich sofort aufgewacht bin.

 

 

 

Nach meinem subjektiven Empfinden hat die Berichterstattung über Klarträume im Fernsehen in den letzten Jahren stark zugenommen, was halten Sie von dieser Entwicklung?

 

Nicht nur in den Medien haben die Klarträume mehr Beachtung gefunden, sondern auch in der Forschung, daran sind maßgeblich Daniel Erlacher und Martin Dresler beteiligt, auch die Studien von Ursula Voss, auch wenn die Studie zur Induktion mit tACS mehr Fragen aufwirft als sie beantwortet. Auch Filme wie ‘Inception’ haben das Interesse geweckt. Ich als Traumforscher finde es sehr schön, dass sich viele Menschen für das Thema interessieren.

 

 

 

Wie wurden Sie auf das Feld der Traumforschung aufmerksam?

 

Meine eigenen Träume haben mich auf den Weg gebracht. Ich fand sie von Anfang sehr kreativ und spannend und da ich Psychologie studiert habe, wollte ich dieses Phänomen näher erforschen. Dazu hatte ich noch das Glück, einen Job im Schlaflabor zu bekommen.

 

 

Auch die Klartraumforschung ist gerade in Deutschland aktiver den je, können Sie uns von Ihren aktuellen Studien berichten?

 

Genau genommen, laufen die Studien unter der Federführung von Daniel Erlacher, jetzt Universität Bern, ich bin Mitbetreuer, z. B. der aktuellen Studie von Melanie Schädlich, die den Effekt von Training im Klartraum auf die Leistungsverbesserung im Darts-Werfen überprüft. Der Doktorand, Tadas Stumbrys, hat mit dem Paradigma das Fingertappings (Eine Abfolge von Tasten schnell mit den Fingern drücken) einen positiven Trainingseffekt des Klarträumens nachweisen können. Auch die hier durchgeführte Studie mit Stimulation des präfrontalen Kortex mit Gleichstrom (tDCS) führte in einer Gruppe von Träumern mit Vorerfahrung zu einer leichten Erhöhung der Bewusstheit im Traum.

 

 

 

Was erhoffen Sie sich für die Klartraumforschung in den nächsten 10 Jahren?

 

Für mich ist der Zusammenhang zwischen Gehirnaktivität und Trauminhalt am spannensten, wie beispielsweise in der Studie von Martin Dresler zur Aktivität des Motorischen Kortex während geträumter Handbewegungen. Wir haben auch schon versucht, Personen im Scanner schlafen zu lassen, was schwer, aber möglich ist. Da hoffe ich, dass es weitergeht.

 

 

 

Würde Geld keine Rolle spielen, wie würde Ihr nächstes Forschungsprojekt aussehen?

 

Es gibt Dinge, da man mit Geld nicht erreichen kann (siehe oben), es hängt von der Weiterentwicklung der bildgebenenden Verfahren ab, um die Gehirnaktivität der schlafenden und träumenden Person gut zu erfassen. Was mich auch noch interessiert, ist die Auswirkung des luziden Träumens auf den Alltag der Person. Es gibt zwar schon eine erste Studie von Janina Girzig (auch als Buch erschienen) dazu, doch da braucht es mehr Daten, Tagebuchdaten über einen längeren Zeitraum wären schön, doch das ist sehr aufwändig. Meiner Meinung nach gibt es immer noch zu viele Vorurteile gegenüber dem Klarträumen.

 

 

Kommen wir von kontrollierten Träumen und ihrer Erforschung zu den Träumen ohne Kontrolle.

 

 

 

Es gibt ein paar gängige Theorien über das „Warum“ des Träumens.

Was denken Sie, warum träumen wir?

 

Es gibt viele Theorien, momentan gefällt mir die neue Social Simulation Theory von Katja Valli am besten. Im Traum werden vor allem soziale Interaktionen durchgespielt, weil diese für den Urmenschen wichtig waren (aus der Gruppe ausgeschlossen zu werden trug nicht zur Fortpflanzung bei).

 

 

 

Viele Klarträumer haben Probleme mit der Traumerinnerung, warum glauben Sie haben unsere Trübträume eine solch flüchtige Natur und sind am Morgen schnell vergessen?

 

Zunächst ist es wichtig, festzuhalten, dass es auch Sinn macht, die Träume nicht so gut erinnern zu können. Wäre die Erinnerung an Träume genauso gut wie an Wacherlebnisse, würde es ein heilloses Durcheinander im Gedächtnis geben. Habe ich das geträumt, habe ich es wirklich erlebt? Die physiologische Erklärung ist, dass das Gehirn sich während des Schlafes in einem anderen Zustand (unterschiedliches Aktivierungsmuster) als im Wachzustand befindet, beim “Umschalten” kommt es zu dem Problemen bei der Erinnerung.

 

 

 

Gibt es einen Trübtraum, der Sie beeindruckt hat, den Sie nie vergessen werden?

 

Es gibt einige intensive Träume, die mir im Gedächtnis geblieben sind. Z. B. habe ich einen Mann schwer verletzt, der meinen Bruder mit einer Waffe bedroht hat. Ich habe mit einem kurzen Heizungsrohr seine Schädeldecke zertrümmert, es war mir dann arg, er lebte noch und ich wollte einen Krankenwagen rufen. Und ein schöner Flugtraum, wo ich wie ein Ei über einem tosenden Meer gesegelt bin.

 

 

Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit für meine Fragen genommen haben.

 

 

Schlaflaborbesuch #4 in Osnabrück - Matheaufgaben und Schlafkommunikation

Datum11. Jun. 2015
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Auf gehts ins Schlaflabor nach Osnabrück. Die Studenteninitiative „Sleep and dream“ lädt zu einem Klartraumexperiment ein, speziell geht es um die Doktorarbeit von Kristoffer Appel im Bereich Schlafkommunikation / Klarträumen.

 

Kristoffer will herausfinden, ob man einfache Matheaufgaben in einen Klartraum schicken, lösen und anschließend die Antwort wieder aus dem Schlaf heraus in die Wachwelt senden kann. Vorab musste ich einige Zeichen eines Morsecodes auswendig lernen. Im Schlaflabor wird dann über Licht- oder Tonsignale die Matheaufgabe gemorst, während ich einen Klartraum habe. Diese Signale muss ich im Klartraum erkennen, z.B. könnte sich einfach die Umgebungsfarbe des Traumes ändern oder ein Traumgegenstand anfangen zu piepen, ausrechnen und zurück morsen.

Der Morsecode besteht aus zwei Elementen, kurz und lang. Eine Zahl setzt sich aus fünf Elementen zusammen.
Kurz Kurz Lang Lang Lang ist z. B. die Zahl 5.
Klingt kompliziert, ist aber recht simpel.

Im Klartraum muss ich dann das errechnete Ergebnis per Links-Rechts-Augensignal zurücksenden. Die Anzahl der Links-Rechts-Signale entspricht der Lösung, d. h. ist das Ergebnis 5 so gebe ich 5 x LR etc. Es gibt keine Minuszahlen.

 

Ein spannende Aufgabe und für mich eine große Herausforderung, doch ich bin guter Dinge :)

Fast 9 Stunden sitze ich insgesamt im Zug, doch es hat sich gelohnt! Das Schlaflabor ist der Hammer, das Haus (über 110 Jahre alt!) sieht einfach nur wunderschön aus!

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Ich treffe Kristoffer um 20:30 Uhr und übergebe ihm mein Gastgeschenk, ein Exemplar meines Buches Oneironaut – Das Klartraum-Praxishandbuch. Danach bekomme ich eine Führung durch das Gebäude.

Mehrere Studenteninitiativen haben hier eigenen Räume. Hier ist z. B. ein Vortragsraum:
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und ein Aufenthaltsraum:
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Besonders schön ist das denkmalgeschützte Badezimmer, was bedeutet, dass es kein warmes Wasser gibt (im Aufenthaltsraum ist eine Spüle, da wird dann Haare gewaschen) :
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Wir reden noch sehr viel über Klartraumexperimente und aktuelle Projekte von ihm, u. a. plant er, gemeinsam mit einem weiteren Doktoranden eine DIY- und OpenSource-Schlafmaske zu entwickeln. Diese soll Lichtsignale und Töne abgeben können und eventuell ein EEG enthalten, alles drahtlos über DodgeBluetooth mit Computer oder Handy verbunden.

 

Der Kontrollraum sieht so aus:
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und ist mit vielen interessanten Postern bestückt:
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Ein Poster fasst eine Arbeit von Kristoffer, Daniel Erlacher und Gordon Pipa zusammen:
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Das Haus wurde erst vor wenigen Wochen bezogen, es ist alles noch etwas spartanisch eingerichtet. Das Schlaflaborequipment ist teils von anderen Arbeitsgruppen wie der Neurobiopsychologie des Instituts für Kognitionswissenschaft, geliehen. Zum Beispiel das polysomnografische Gerät der Firma Neuroscan für die Schlafdaten, welches ca. lächerlich günstige 20.000 € wert ist.
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Hier ein Panoramafoto des Kontrollraumes.

Ich unterschreibe nun die Einverständniserklärung und beantworte zwei Fragebögen, u. a. einen der von Michael Schredl erstellt wurde.

schlaflabor_osnabrueck_klara2.jpg
Der Styroporkopf gibt nun die Elektrodenhaube an mich weiter. Kristoffer meint, sie bräuchte noch einen Namen. Ich schlage Luci vor, schwenke dann aber zu Klara um. Ich hoffe mein Namensvorschlag wird angenommen :)

Kristoffer verkabelt die Elektroden, diesmal sind es 26 Stück (22 auf dem Kopf - EEG; 2 am Kinn - EMG und 2 für die Augenbewegungen - EOG), beim 3ten Schlaflaborbesuch im Max-Planck Institut für Psychiatrie waren es 128 Elektroden. Für Kristoffers Experiment reichen aber 26 mehr als aus.

Am Computer sieht man live die Leitfähigkeit der Elektroden, ohne Leitpaste ist der Widerstand natürlich zu hoch:
schlaflabor_osnabrueck_widerstand_elektroden_1.jpg

Die Kopfhaut unter jeder Elektrode wird zuerst mit Alkohol gereinigt. Anschließend wird ein Kontakt zwischen Elektrode und Kopfhaut mittels einer leitenden und klebenden Paste hergestellt.

Zwischendurch mache ich einen „Haubenselfie“.
schlaflabor_osnabrueck_kartoffelkopf_selfie.jpg

Ich wundere mich über meinen Kartoffelkopf und mache einen Reality Check ;)

Wie bereits erwähnt werden auch die Augenbewegungen (nach Links, Rechts, Oben, Unten) und die Muskelspannung am Kinn gemessen.

Zwischendurch sehen die Widerstandswerke OK aus, fast alle müssen blau sein:
schlaflabor_osnabrueck_widerstand_elektroden_2.jpg
Am Ende sieht es so aus:
schlaflabor_osnabrueck_widerstand_elektroden_3.jpg

 

Jetzt bringt Kristoffer noch den ZEO Schlafphasenwecker, ein 1-Kanal-EEG, an.

Am Ende sitzt alles ziemlich straff:
schlaflabor_osnabrueck_final.jpg
Es fehlt nur noch die Badekappe, damit ich das Gel nicht auf dem Kissen verteile.

schlaflabor_osnabrueck_schlafbereich.jpg
Der schwarze Streifen am Kopfende ist ein LED-Streifen über den zufällige Matheaufgaben gemorst werden. Auch Morsecode-Aufgaben über Pieptöne werden mir gestellt, die Reihenfolge erfahre ich natürlich nicht.

 

Jetzt lege ich mich in mein Schlafgemach und wir testen die Augensignale und weitere Punkte wie das Aufrichten des Kopfes, Zähneknirschen etc., dies dient zur Kalibrierung.

 

Jetzt übe ich noch Matheaufgaben, wir vereinbaren 2er Paare, da ich Angst habe, eventuell durcheinander zu kommen. Der optimale Ausgang ist, wenn ich die Matheaufgaben im Traum löse und dann diese natürlich auch richtig in meinem Traumbericht aufschreibe. Zur Einfachheit vereinbaren wir eben 2 Aufgaben, d. h. wenn ich zwei Aufgaben gelöst habe, weckt mich Kristoffer auf.

Zum Testen morst er mir nun zuerst zwei Lichtaufgaben, die ich im Kopf ausrechne und über die Augen beantworte. Danach folgen weitere Zweierpaare, danach Übungen mit Pieptönen. Es klappt alles sehr gut, nur ein oder zweimal komme ich durcheinander, ansonsten löse ich alles richtig und sende auch die richtige Antwort.

Ich lege mich gegen 22:50 Uhr schlafen, neben dem Bett habe ich eine Funkklingel, falls ich auf die Toilette muss.

 

Ich werde nachts wach und will klingeln, ich finde im Dunkeln die Klingel und versuche sie zu drücken, finde aber keinen Knopf. Dies tue ich gefühlt 30 Sekunden und mache zwischendurch immer wieder einen Nasen-RCs, da ich glaube zu träumen: “Es kann doch nicht sein, dass ich diesen Knopf nicht finde!” denke ich mir und drücke den eckigen kleinen Kasten jetzt überall. Jetzt klingelt es! Es war kein Traum, der Knopf war nur sehr flach :D

 

Ich schlafe sehr schnell ein, Kristoffer meint später das ich ca. 2 Minuten zum Einschlafen gebraucht habe.

 

Um kurz nach 4 Uhr mache ich im Traum einen Nasen-RC und werde klar. Ich liege im Bett im Schlaflabor und starre an die Decke. Ich stabilisiere den Klartraum durch Hände reiben. An der Decke kleben quadratische, vergilbte Tapetenstücke (diese gibt es im WL an der Decke nicht). Ich gebe das vorher ausgemachte LR-LR-LR-Augensignal, vergesse aber das letzte Rechts-Signal.

Die Umgebung blinkt nun gelblich und ich versuche die Zahl zu erkennen, die mir Kristoffer morst. Ich erkenne aber kein Muster und gebe ihm nochmal ein LR-LR-LR-Augensignal, wieder ohne das letzte Rechts-Signal, um ihm zu verstehen zu geben, dass ich diese Aufgabe nicht lösen kann. Danach wache ich direkt auf.

Kristoffer betritt den Raum und ich notiere den Traum. Die LR-Signale in meinem Traumbericht stimmen mit den von Kristoffer aufgezeichneten Signalen überein, wiedermal der Beweis für Klarträume. Ich erfahre, dass er KEINE Lichtsignale gegeben hat, sondern Töne. Diese habe ich im Klartraum nicht wahrgenommen. Die Lichtsignale habe ich selbst unbewusst (oder “der Klartraum”) produziert.

Danach muss ich noch Fragen der „Lucid Scale“ beantworten, welche die Klarheit messen soll. Wir entscheiden uns direkt das WBTB zu machen, es ist jetzt kurz nach 4 Uhr.

Ich fülle weitere Fragebögen aus und gehe nochmal auf die Toilette. Schnell noch ein Foto vom ZEO:
schlaflabor_osnabrueck_zeo.jpg

Ich träume dann von einem klingelden Telefon, dies könnten die Pieptöne sein, was ich aber im Trübtraum nicht realisiere. Ich träume auch noch von blinkenden Handys, was die Lichtsignale sein könnten – wieder erkenne ich diese nicht…

 

Im späteren Verlauf der Nacht werde ich mehrmals kurz wach und schlafe wieder ein.

Irgendwann mache ich mehrere Nasen-RCs und werde klar. Ich gebe das LR-LR-LR-Augensignal. Kristoffer fragt mich über die Sprechanlage, ob dies ein Augensignal war. Im WL gibt es keine Sprechanlage, ich bin eingetrübt und träume immer noch.
Dennoch bin ich bewusst genug und Antworte nicht verbal, sondern gebe erneut ein LR-LR-LR-Augensignal.

 

Ein Forscher betritt das Schlaflabor und gibt mir HighFive, er sagt „Super, geschafft!“ Ich wundere mich, warum wir jetzt keine Matheaufgaben üben. Jetzt trübe ich komplett ein. Nun muss ich das Haus über eine Straße ziehen, ich hebe es an der „Anhängerkuplung“ an und ziehe es eine Serpentinenstraße hinab, bergab muss ich richtige dagegen drücken, dass es mich nicht überrollt.

 

Kristoffer weckt mich (diesmal ist es real) und ich schreibe den Traum auf und fülle erneut die Lucid Scale aus.

Danach träume ich noch von einem Maschinengewehr, was rot-leuchtende Kugeln abfeuert, dies könnten wieder Lichtsignale sein, was ich aber nicht erkenne.

Am Morgen werde ich geweckt und kann mir das Gel aus den Haaren wachen. Die erste Nacht ist rum, zwei Klarträme sind eine grandiose Bilanz, auch wenn ich gerne die Matheaufgaben erkannt und gelöst hätte.

Vielleicht klappt es ja in Nacht 2 :)

Der Oneironaut hat auch schon ein Platz im Schlaflabor gefunden.
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Den Tag verbringe ich mit Simon Kern, der Kognitionswissenschaften in Osnabrück studiert. Wir kennen uns von einer OnlineStudie von ihm. Dazu wird auch noch ein extra Blogbeitrag folgen.

 

Gegen Abend findet im Garten der Schlaflabor-Villa eine FoodSharing Party statt, auf der ich spannende Mitstudenten von Kristoffer und Simon kennenlerne. Spannende Klartraumgespräche entstehen und ich lerne ein paar Klarträumer kennen.
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Ich trinke natürlich keinen Alkohol – Don’t drink and dream ;)

Um 22:00 Uhr ist die Musik aus und wir beginnen mit den Vorbereitungen. Kristoffer konnte für das Labor zwei zusätzliche Bildschirme auftreiben:

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Da alles recht straff angebracht ist, fällt das Lächeln sehr schwer, freundlicher bekomme ich nicht hin…

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Hier sieht man Kristoffers selbst programmiertes Aufzeichnungstool zur Auswertung der ZEO Daten.

Hier nochmal alle Daten (EOG, EEG; EMG) im Wachzustand:
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Alle Elektroden führen in diesen Transmitter, der in einen abgeschirmten Verstärker führt:

schlaflabor_osnabrueck_transmitter.jpg

Gegen 00:00 Uhr geht es ins Bett, wieder üben wir Matheaufgaben und machen die Biokalibrierung.

Ich schlafe erneut schnell ein.

Ich träume von einer Lagerhalle, in der ich und Freunde jemanden einen Streich spielen. Es ist dunkel und plötzlich blinkt das Licht. Ich erkenne nicht, dass es eine Matheaufgabe ist und wache dann auf.

Ausser ein paar Trübträumen ohne Hinweise passiert nichts mehr in der Nacht. Gegen 09:50 Uhr beenden wir die Nacht.

Leider konnte ich keine Erfolge verbuchen, dennoch bin ich mit meinen zwei Klarträumen und den doch im Traum angekommen Signalen (auch wenn ich sie nicht erkannt habe und klar wurde) mehr als zufrieden :)

Ich fülle nochmal einen Fragebogen aus und mache mich dann auf den Heimweg. Alles in allem war es wieder eine grandiose Erfahrung und ich habe viele nette Leute kennengelernt und viel über den Ablauf im Schlaflabor und die Traumforschung erfahren :)

Danke Kristoffer und Simon und an all die anderen für die spanneden Tage in Osnabrück!

Das Schlaflabor ruft!

Datum 2. Jun. 2015
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So, wiedermal geht es für mich ins Schlaflabor, um genau zu sein ist das Besuch Nummer 4! Diesmal geht es nach Osnabrück und ich freue mich schon rießig drauf :)

Es wird auch wieder eine Herausforderung aber ich bin guter Dinge :)

Wie immer wird es einen ausführlichen Bericht hier im Blog geben :)

Grüße
Simon

Schlafhacking Blog: Schlafhacking.de

Datum18. Mai. 2015
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Heute möchte ich euch den sehr interessanten Blog von Raipat zum Thema Schlafhacking vorstellen!

Schlafhacking Blog

Hi Raipat, stell uns deinen Blog kurz vor
Das Blog entstant im Zuge einer Aktion zu Ostern 2010. Ich bekam die Gelegenheit, auf dem Easterhegg des Chaos Computer Club München über Klarträume zu sprechen. Da hatte ich die Klarträume gerade wieder entdeckt und war gerade DAS Thema für mich. Für den Vortrag brauchte ich nen klingenden, griffigen Namen für technisch unterstützte Klarträume und ne Website/Emailadresse zur Kontaktaufnahme und um die vorgetragenen Infos als Wiki nutzbar zu machen. Im Traum ;-) kam dann das Wort “schlafhacking”. Weil ich merkte, dass ich Besucher hatte und für relevante Begriffe auch in Google gefunden wurde, habe ich die Website offen gelassen und nen Blog drauf getan.

Wie bist du zum Klarträumen gekommen?
Mit 16/17 hatte ich spontane Klarträume, ohne zu wissen, was das ist. Das hat mich stark beeindruckt und dann habe ich mich intensiv mit allem beschäftigt, was dazu gehört.

Dein erster Klartraum?
Ein digitaler Wecker zählt im Traum über die 59 raus. 59, 60, 61… WTF!!!
Es folgte ein mehrebenen-Traum, der meine Wahrnehmung für Wirklichkeit verändert hat.

Schlafhacking - Was bedeutet dieser Befgriff für dich?
Hacking bedeutet, etwas auf kreative und respektlose Weise anders zu verwenden, als es ursprpünglich gedacht war. Man hackt einen Gegenstand, indem man ihn verändert oder zweckfremd einsetzt, man überwindet Einschränkungen, optimiert, verändert. Diese Einstellung auf Schlaf und Träumen angewendet ist Schlafhacking: man tut im und mit dem Schlaf Dinge, die vielleicht von der Natur so nicht vorgesehen waren. Beispielsweise eben sein waches Ichbewußtsein mit in den Traumzustand nehmen.

Klarträume und Schlafhacking - wie passt das zusammen?
Schlafhacking wie ich es für den Vortrag nannte, basiert stark auf der Messung und Veränderung von Schlaf durch Technik. Besonder gut/tief/klar zu schlafen, wird durch eine Kombination von technischen Hilfsmitteln, mentalem Training und trial and error erreicht.

Dein lieblings “Schlafhacking” Gerät aktuell?
Immer noch das Zeo Bedside mit Rohdatenfirmware, es gibt einfach (noch) nichts besseres.
Inzwischen in Verbindung mit einem Raspberry Pi, einem Beddit Matratzenmonitor, Bluetooth-Lautsprecher und Philips HUE WLAN-Lampe.

Es laufen ja einige Kickstarter Kampagnen ala Melon etc. - Welche sind für dich am vielversprechendsten?

Dazu will ich seit Wochen einen eigenen Beitrag in meinem Blog posten, was den Status aller von mir gebackten Projekte wiedergibt. Es ist enttäuschend, fertig ist außer dem Beddit noch nichts, zumindest noch nicht bei mir angekommen. Das Melon soll jeden Tag endlich kommen, das Dash wurde auch schon ein paar Mal verschoben. Den Sleep Shepherd sollte ich jeden Moment bekommen, die haben erfreulicherweise ihre Timeline gut gehalten. Aurora ist unverschämt, ebenso das Luciding. Was vielversprechend, aber auch schon lange überfällig ist, kommt von Epoc und heißt Insight.

Der übernächste Blogpost wird ein “Call to arms” sein, sowas wie Aurora und Luciding in einem selbst zu basteln. Dazu möchte ich Foren- und Communityübergreifend alle zusammentrommeln, die geeignete Skills und Lust haben, das auf einer freien Basis als Gemeinschaftsprojekt umzusetzen. Die Bausteine sind eigentlich alle schon verfügbar, man müsste es “nur” zusammenbauen, programmieren und testen. Ich schätze, ein Mannjahr Arbeit kommt da auf uns zu, aber wenn sich 5-6 Leute finden, kriegt man das noch dieses Jahr gewuppt.

ZEO Mobile Review und Vergleich mit ZEO Bedside

Datum15. Mai. 2015
Views: 2267 | Kommentare: 0


 

Bedside vs. Mobile

zeo_bedside_und_zeo_mobile_boxed_side_by_side.jpg

Ich habe mir nun endlich den ZEO Mobile angeschafft. Ein schönes, kompaktes Gerät um seine Schlafphasen aufzuzeichnen.

Übersicht

zeo_mobile_boxed.jpgzeo_mobile_front.jpgzeo_mobile_back.jpgzeo_mobile_kurzanleitung.jpg

Enthalten ist in der kompakten Box folgendes:

zeo_mobile_verpackt.jpgzeo_mobile_bestandteile.jpg

Vergleich

Die Ladestation ist um einiges kleiner als der ZEO Bedside, dies sieht man besonders im Vergleich:

zeo_mobile_angedockt.jpgzeo_bedside_und_zeo_mobile_side_by_side.jpgzeo_mobile_open.jpg

Per Mini-USB inkl. Adapter für die “deutsche Steckdose” wird die Mobile Ladestation mit Strom versorgt.

zeo_mobile_ladestation_mini_usb.jpgzeo_mobile_mini_usb_und_adapter.jpg

Die Sendemodule unterscheiden sich leicht in Größe und Design, lassen sich aber an das selbe Headband andocken.

zeo_bedside_und_zeo_mobile_sendemodule_side_by_side.jpgzeo_bedside_und_zeo_mobile_sendemodule_side_by_side_detailed.jpgzeo_mobil_zeo_bedside_sendemodul_im_vergleich.jpg

Dadurch passen auch die grandiosen Ersatzelektroden Ambu® Blue

zeo_mobile_sendemodul_ersatzelektroden.jpgzeo_mobile_sendemodul.jpg

Der ZEO Mobile funktioniert nur in Verbindung mit der ZEO App, die man trotz Konkurs der Firma noch herunterladen kann. Ich habe die Android Variante getestet. Sehr praktisch ist, dass man die aktuellen Schlafphasen in der Statusleiste sieht.

zeo14.jpgzeo13.jpg

 

Zusammenfassung

Pro

-Mobil und klein
-praktische App

Kontra
-Kein Modding möglich, kein Zugriff auf die Rohdaten

 

Alles in allem ist der ZEO Mobile ein nettes Spielzeug, was für reine Schlafphasenauswertung reicht, mehr ist damit aber nicht möglich. Wer tiefer gehen will, sollte sich den ZEO Bedside holen.

 

Hier gibts noch Screenshots zur Android App mit allen Menüs etc.:

This is your Brain on Lucid Dreams! MRT-Bilder eines Klarträumers!

Datum 6. Mai. 2015
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Am Max-Planck Institut für Psychiatrie in München wurde im Rahmen einer Klartraumstudie mein Gehirn über MRT (Magnetresonanztomographie) gescannt, diese Bilder möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten!

Während des Scans durfte man sich nicht bewegen, die Prozedur war in mehrere 5-10 minütige Einheiten eingeteilt und dauerte ca. 50 Minuten. Ich war während des Scans wach und habe nicht klar geträumt ;)

 

Hier zwei bewegte Bilder:

braingif2.gif  braingif1.gif

 

Es war eine super Erfahrung und ich finde es faszinierend, mal mein Innenleben zu sehen :)

 

Zum Abschluss noch ein schönes Bild von mir, damit ihr heute nicht schlafen könnt:

⇣ Klick das Fragezeichen ⇣
albtraum_face.png

Ein Wochenende im Schlaflabor des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie

Datum 4. Mai. 2015
Views: 2986 | Kommentare: 8


Ich durfte wieder an einer Studie zu Klarträumen für das Max-Planck Institut teilnehmen. Es handelt sich um ein Projekt von Kristoffer Appel und Cecilia Raffaelli unter der Leitung des Psychologen Dr. Martin Dresler. Die Abteilung der Schlafforschung des Max-Planck-Instiuts untersteht der Leitung von Prof. Dr. Axel Steiger.

Das Ziel war es, in einem Klartraum LRLRLR-Augensignale (Links-Rechts Links-Rechts Links-Rechts) im Abstand von gefühlten 10 Sekunden zu geben. Es sollten 3 Nächte hintereinander im Schlaflabor stattfinden.

Mein hoch gestecktes Ziel waren 1 Klartraum pro Nacht. Eigentlich soll man sich ja keinen Druck machen, aber insgeheim hoffte ich auf 3 Klarträume.

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Nacht 1

Los gehts um 20:30 Uhr. Ich treffe Kristoffer und wir gehen runter ins Schlaflbaor und er zeigt mir die Räume. Wir reden über unser ersten Klarträume und über das Schlaflabor.

schlaflabor_april2015_kontrollzentrum.jpg

Das Schlaflabor ist geräumig und gut ausgestattet, nirgendwo in Europa findet man ein so gut ausgerüstetes Schlaflabor! Gemessen wird mit einer 128-Kanal EEG Kappe. In meinen zwei anderen Schlaflaborbesuchen waren es “nur” 21 Kanäle.

schlaflabor_april2015_kappe.jpg

Die Kappe alleine kostet ca 500 €!

Hier werde ich die nächsten drei Nächte schlafen, natürlich immer unter Beobachtung:

schlaflabor_april2015_bett.jpgschlaflabor_april2015_kamera.jpg
schlaflabor_april2015_nachtsichtkamera.jpg

Die Kappe ist relativ unangenehm zu tragen, aber es ging. Alle Elektroden müssen gut leiten, dafür wird mit dem hellblauen Gel die Haut leicht aufgeraut (hört sich schlimmer an, als es ist). Das cremefarbene Gel verstärkt die Leitfähigkeit.

schlaflabor_april2015_gel.jpg

Cecila stößt zu uns. Insgesamt verkabeln mich nun drei Personen, was kein Wunder ist: Alle 128 Kanäle müssen fest positioniert und leitfähiger gemacht werden. Kristoffer erzählte, dass eine Frau einer anderen Studie die Kappe aus Personalmangel alleine anbringen musste - es dauerte 4 Stunden! Bei mir dauerte es Gott sei Dank nur 1 Stunde, doch die Zeit verging wie im Flug :) 

schlaflabor_april2015_kristoffer_at_work.jpg

Danach wird ein 3D-Modell des Kopfes angefertigt. Ein Scanner (am besten vergleichbar mit dem Sensor der Wii-Konsole) misst den Raum und jede Elektrode wird von Hand virtuell markiert, hier darf man sich nicht bewegen. Wichtig ist, dass keine metallischen Gegenstände im Aufzeichnungsbereich vorhanden sind. Dies stört die Aufzeichnung. Ich leere meine Taschen und auch mein Gürtel muss wegen der metallischen Schnalle weg.

schlaflabor_april2015_kappe_proband.jpg

Dieses 3D-Model wird dann mit den EEG-Daten verbunden, so kann man genau sagen, von welcher Stelle meines Kopfes welches Signal gekommen ist. Laienhaft ausgedrückt, so habe ich es zumindest verstanden :D

Kristoffer und Cecilia speichern die 3D Daten ab.

schlaflabor_april2015_kristoffer_und_cecilia.jpg

Ein wichtiger Aufkleber im, ich nennen ihn mal “3D-Raum”:

schlaflabor_april2015_call_lucid.jpg

Ist alles fertig, bekommt man noch eine Badekappe, denn das Gel würde sich sonst auf dem Kopfkissen verteilen, was sicher nicht sehr angenehm ist.

schlaflabor_april2015_mit_badekappe.jpg

Die Kabel der Kappe führen zu zwei Verstärkern, die durch ein weiteres Gerät an der Wand mit dem Computer im Kontrollraum verbunden sind. Die Verstärker alleine kosten 2000!!! Euro!

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Um kurz vor 23:00 Uhr geht es ins Bett und es werden ein paar Kalibrierungstests durchgeführt: Augen schließen, Blick nach oben und zur Mitte, Blick nach unten und zur Mitte, Blick nach rechts und zur Mitte, Blick nach Links und zur Mitte, einmal Zähneknirschen, einmal Kopf anheben und senken, einmal Becken anheben uns senken etc.

Danach wird das Licht gelöscht und es geht los.

Wie immer im Schlaflabor glaube ich, nicht einschlafen zu können obwohl ich es vermutlich bereits bin. Ist wohl eine persönliche “Schlaflaborangewohnheit” von mir…

Plötzlich dreht es mich wild herrum, und ich falle aus dem Bett. Alles ist dunkel aber ich weiß, dass ich träume. Ich gebe das Augensignal LRLRLR und zähle….1….2…3…4…5…6…7…8…9…10 Ich lasse mir Zeit, jede Zahl soll ca. 1 Sekunde dauern. Dann gebe ein erneutes LRLRLR-Signal, dann nochmal.

Nach 3 Augensignalen zähle ich weiter und denke kurz daran, mir das Schlaflabor anzusehen. Ich trübe ein und nun beobachte ich eine Schildkröte am Bettende. Sie hat keinen Schlafanzug an, worüber ich sehr besorgt bin! Jede Schildkröte muss doch einen Schlafanzug tragen! In diesem Moment glaube ich, dass es totale Tierquälerei ist :D Ich werde von Kristoffer geweckt :)

Er ist recht happy, da es so früh mit dem Klartraum funktioniert hat. Eigentlich war nach ca. 6 Stunden ein WBTB mit MILD geplant, was zum Klartraum führen sollte. Ich schreibe meinen Traum auf (interessanteweiße erinnere ich mich an 4 Augensignale, obwohl es nur 3 waren, wie ich nach der Studie erfahre) und beantworte ein paar Fragen auf einem Fragebogen und MILDe dann wieder.

Gegen 06:00 Uhr werde ich geweckt. Ich erinnere mich an einen Traum, in dem ich in einem Art Innenhof bin. Gegen 06.30 Uhr lege ich mich schlafen und MILDe wieder.

Ich habe keinen KT mehr und Kristoffer weckt mich gegen 09:00 Uhr. Ich erinnere mich aber an einen Traum, in welchem ich mit Kappe vor dem Nachtsichtmonitor stehe und mich selbst beim Schlafen beobachte. Leider wurde ich nicht klar.

Und wieder geht es in den “3D-Raum” und die Elektroden werden erneut vermessen. Danach kann ich duschen, das Geld geht etwas schwierig aus den Haaren - man braucht SEHR VIEL Duschgeel. Ich habe bestimmt eine viertel Tube gebraucht!

Die erste Nacht war Top, der Druck ist nun weg. Kristoffer muss nun nach Holland zu einem Seminar und die nächsten Nächte wird Cecilia übernehmen. Gemeinsam mit Kristoffer (der ja nicht geschlafen hat) und Dr Marcel Pawlowski (Assistenzarzt der Psychiatrie, spezialisiert auf Biomarker im Schlaf-EEG. Er ist der Tutor des Projekts) gehen wir zum Feiern noch frühstücken.

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Es entstanden interessnate Gespräche u.a. über Alpha-GPC.

Je nach dem, ob es also in Nacht zwei klappt, wird die dritte Nacht nicht mehr benötigt.

 

 

Nacht 2

Die Prozedur beginnt erneut, ich bekomme die Kappe und alle 128 Elektroden müssen gut leiten. Danach geht es wieder in den “3D-Raum” und es wird wieder ein 3D-Bild erstellt.

Ich kann mir in der zweiten Nacht die Software ansehen, mit der die Daten aufgezeichnet werden:

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Blau sind die Augenbewegungen, Schwarz zeigt die Hirnaktivität, Rot ist der Muskeltonus (extrem hoch, da ich ja wach bin und mich bewege) und ganz unten in Grau sieht man meinen Herzschlag.

Ich lege mich ins Bett und mache viele RCs, suggeriere mir, dass ich heute einen Klartraum habe und bringe mich selbst in eine vorfreudige Stimmung. Ich hype mich sozusagen selbst und sage mir “Yeah, du hast heute einen Klartraum, es wird klappen und es wird total geil!” Ich merke richtig wie positive Gefühle und Vorfreude in mir aufkeimt.

Die Technik erkläre ich genauer hier: Erweiterte Autosuggestion: Betonung & Freude auf Kommando

Jetzt werden erneut grundlegende Kalibrierungstests durchgeführt, genau wie in der ersten Nacht.

Ich lege mich schlafen. Später werde ich wach und muss auf die Toilette. Ich stehe auf, mache einen RealityCheck der zeigt das ich nicht träume. Ich gehe in den Kontrollraum. Cecilia und zwei Schwestern sind da. Die Schwestern weisen mich darauf hin, dass ich nicht alleine aufstehen darf! Es geht speziell darum, nicht einfach die Verbindung der Kapel zu kappen. Das habe ich Gott sei Dank nicht getan! Cecilia stöpselt mich ab und ich gehe auf die Toilette. Danach werde ich wieder verkabelt und Cecilia zeigt mir die Klingelt, die ich betätigen soll, bevor ich aufstehe.

Jetzt träume ich vonm Schlaflabor, ich spreche mit Ärzten die mir sagen, dass ich nur noch 20 Minuten habe, um einen Klartraum zu erleben. Dann ist es 09:00 Uhr und ich müsste gehen. Ich träume nun von Freunden, die ich schon länger nicht mehr gesehen habe.
Dann bin ich wieder im Schlaflabor und (ich träume immer noch) eine Schwester rammt mir eine kugelschreiberdicke Röhre in den Arm. Darin ist Beruhigungsmittel enthalten und etwas, dass mich klarträumen lässt. Ich werde ganz benommen und lege mich wieder ins Bett.

Hier ein Bild aus der zweiten Nacht:

schlaflabor_april2015_ich_schlafe.jpg

Ich schlafe (im Traum) und ein Arzt betritt den Raum, er übergiest mich mit Wasser. Er will mich aufschneiden, während ich träume. Ich bin leicht bewegungsunfähig, kann aber aufstehen und fliehen. Ich mache einen Nasen-RC und werde klar. Ich gebe das Augensignal LRLRLR, warte 10 Sekunden, wieder LRLRLR, warte 10 Sekunden (ich glaube hier aufgewacht zu sein), gebe LRLRLR, warte 10 Sekunden und gebe LRLRLR. Ich mache einen Nasen-RC und merke, das ich wach bin.

Hier bin ich sehr enttäuscht, da ich glaube, ALLE Augensignale im Wachzustand gegeben zu haben. Cecilia betritt den Raum und ich schreibe den Traum auf. Ich frage Cecilia, ob die Augensignale im Traum oder Wachzustand stattgefunden habe. Sie klärt mich auf, dass alles im Traum stattgefunden hat und dass ich die 10 Sekunden sehr genau eingehalten habe. Cecilia meint, dass wir das geplante WBTB nun ausfallen lassen können.

Hier ein Bild der Augensignale aus der zweiten Nacht:

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Ich freue mich total, Klartraum Nr 2 ist geschafft!

Der Traum wird notiert und ich lege mich wieder schlafen. Jetzt ist es gewiss, dass ich keine dritte Nacht im Schlaflabor verbringen werde. Dies weckt meinen Ehrgeiz! Ich will 3 Klarträume, auch wenn ich nur 2 Nächte zur verfügung habe. 

Ich schlafe ein und träume von meinem alten Kinderzimmer. Als ich aus dem Fenster sehe, erblicke ich den Saturn und einen anderen Planeten am Himmel. Beide sind rießen groß, ca. fünf mal so groß wie der Mond, und sie sehen Comicartig aus. Ich werde klar!

Ich gebe das Augensignal LRLRLR warte 10 Sekunden, LRLRLRLR (eins zu viel), 10 Sekunden, LRLRLR, 10 Sekunden LRLRLR, 10 Sekunden, LRLRLR und wache auf.

Cecilia betritt den Raum und ich schreibe den Traum auf, ich erinnere mich aber nur an 3 Augensignale. Ich erzähle ihr von dem zu viel gegeben LR Signal. Sie bestätigt mir alle Ungereimtheiten. Sie merkt noch an “You can stop now, we have enough data!” :D Ich soll jetzt also aufhören klar zu träumen, sie konnten genug Daten sammeln :D

Es ist geschafft! 3 Klarträume und das in nur zwei Nächten! Ich bin total happy!

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Ich schlafe weiter und gegen kurz vor neun weckt mich Cecilia. Wir gehen erneut in den 3D-Raum und die Positionen der Elektroden werden gemessen. Wir unterhalten uns über K-Komplexe und Spindeln, Vorkommnisse im Schlaf, und ich frage sie darüber sehr genau aus :D

Cecilia meint, dass ich interessanterweiße nach dem ersten Klartraum bereits nach 10 Minuten direkt in die REM-Phase eingestiegen bin. Sie meint, das war sehr unewöhnlich und wirkte so, als hätte ich willentlich und bewusst die REM-Phase ausgelöst. Sie freut sich auf die Auswertung meiner ungewöhnlichen Schlafdaten.

Es geht zurück ins Schlaflabor und die Kappe kommt ab. Ich gehe duschen und wasche mir das ganze Gel aus den Haaren. Die 3te Nacht werde ich wieder im Schlaflabor verbringen, aber ohne jegliche Aufzeichnungen. Am Montag habe ich dann früh morgens ein MRT, da freue ich mich schon drauf!

 

 

Nacht 3

Ich kann mich unverkabelt schlafen legen. Lustigerweise schlafe ich in dieser Nacht schlecht ein. So als könnte ich ohne Kappe nicht mehr schlafen :D

Am Morgen wird das MRT gemacht, doch darüber berichte ich ausführlich in einem anderen Blogbeitrag. Alles in allem war es ein TOP Wochenende und hätte wohl nicht besser laufen können! Ich habe sehr viel über meinen Schlaf und andere, aktuelle Klartraumstudien gelernt!

Ich möchte mich nochmal recht herzlich bei allen Mitwirkenden bedanken:
Danke Kristoffer für die spannenden Gespräche, ich freue mich schon auf deine nächsten Studien (Teilnahme steht schon fest! Ich bin dabei!), danke Cecilia auch für die spannenden Gespräche (und den Kuchen, der war wirklich super lecker), danke an die Nachtschwestern die beim verkabeln geholfen haben und natürlich danke an Dr. Martin Dresler, Dr. Marcel Pawlowski, Prof. Dr. Axel Steiger und das ganze Max-Planck Institut für Psychiatrie!

Schlaflaborbesuch #3 - Ab nach München!

Datum25. Mär. 2015
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Im April geht es für mich ein drittes Mal ins Schlaflabor :)

Diesmal nicht nur eine sondern gleich drei Nächte! Mehr Infos sind noch nicht bekannt, aber da werde ich noch informiert.
Ich freue mich schon rießig drauf und hoffem dass es mit den Klarträumen klappt :)

Grüße
Simon