Traumfiguren - VIDEO School of Oneironautics

Datum12. Feb. 2017
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In diesem Video brabbel ich ein wenig über Traumfiguren, ob diese ein Eigenleben haben und ob sie “Gedanken lesen” können. Viel Spaß!

Video Link

Neue Traumdeutungscommunity - Traumbox.net

Datum 6. Nov. 2016
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Vor kurzem hat mich Janosch über Facebook auf seine neue Website aufmerksam gemacht. Bei Traumbox.net handelt es sich um eine Community (im Aufbau) die sich rein mit der Traumdeutung beschäftigt.

Ich werde immer wieder gebeten, Träume zu deuten. Richtig deuten kann jeder seine Träume nur für sich selbst, dennoch bringt es oft neue Sichtweisen, Träume von anderen Personen gedeutet zu bekommen.

Schaut doch mal auf Traumbox.net vorbei und helft euch und anderen bei der Traumdeutung :)

Entstehung des Klartraum-Praxishandbuches

Datum17. Okt. 2016
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Im neuen Video erzähle ich euch von der Entstehung des Klartraum-Praxishandbuches. Ich zeige euch u. a. alte Cover-Variationen und berichte von dem “verlorenen Kapitel”, welches es nicht ins Buch geschafft hat :)

Link

Klartraum Umfrage für Studie - Nur 5-10 Minuten

Datum30. Sep. 2016
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Hey Leute!

Cordelia hat im KT-Forum eine Klartraumumfrage gestartet, würdet ihr da für mich mitmachen? Dauert nicht lange und es würde ihr sehr helfen :)

 

Zur kurzen Umfrage

Bericht: Zu Gast bei Planet Wissen

Datum19. Jul. 2016
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14.06.2016
04:40 Uhr

Der Wecker hämmert mich wach… Gestern noch spät nach meinem Klartraumvortrag in Stuttgart ins Bett, jetzt muss ich direkt weiter zum Stuttgarter Bahnhof und weiter nach Dortmund. Wieso?
Planet Wissen macht eine Sendung übers Klarträumen! Und ich darf dabei sein! Wow!

Gott sei Dank ist es nicht live!

Andrea Grießmann wird Frau Dr. Ursula Voss und mich zum Thema Klarträume befragen! Aber alles der Reihe nach…

05:15 Uhr treffe ich nach einem flotten Fußmarsch am Hautbahnhof Stuttgart ein. Von meinem gestrigen Vortragsort dem Forum 3 war es nicht weit. Merkwürdig war es aber schon, früh morgens durch die leeren Räume des Forum 3 zu schleichen, auf dem Weg zur Dusche uns wieder zurück. Dort durfte ich nach dem Vortrag nächtigen.
Ich fühlte mich ein wenig wie ein Kind, das sich an Weihnachten davon stiehlt und nachsieht, ob das Christkind schon die Geschenke gebracht hat…

05:40 Uhr rollen ich und mein Koffer in den Zug, der uns nach Dortmund bringt. Nach der kurzen Nacht freue ich mich auf das Zugschlafen.
Im Zug verabrede ich mich mit Frau Schwanenberg, die mich zu Planet Wissen eingeladen hat. Dank ihr wird diese Folge überhaupt produziert.
Wir treffen uns am Hauptbahnhof Dortmund und fahren mit dem Taxi direkt weiter zum WDR Studio.

Ich mach natürlich kein Foto vom Eingang und wir steuern direkt die Kantine an.

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Am Tisch ist schon für Planet Wissen reserviert :)

Frau Schwanenberg versorgt mich mit einer Tasse schwarzem Gold (Kaffee), auch wenn ich ihn mir eigentlich gerade abgewöhne… jetzt tut mir die Tasse aber sehr gut :)
Kurz darauf stößt Frau Dr. Voss zu uns.
Wir unterhalten uns über die Klartraumforschung und das Klarträumen. Dann geht es für Frau Voss in die Maske und weiter zur Aufzeichnung von “1 Minute mit”.
Dies  ist ein Format, bei dem man in einer Minute so viele Fragen wie möglich, knapp und völlig unvorbereitet beantwortet.

Ich frage, ob wir nicht auch ein “1 Minute mit” mit mir machen könnte und ja, es klappt :) 

Ich bleibe zuerst in der Kantine, um so wenig wie möglich vom Ablauf zu erfahren, es soll ja alles spontan sein.
Dann geht es für mich in die Maske und danach direkt zur Fragerunde.
Wir drehen draußen und ich versuche so viele Fragen wie möglich zu beantworten.

Ein spannendes Format und - es ist nicht leicht.

Hier geht es zum fertigen Video:

1_minute_mit_simon_rausch_wdr_planet_wissen.png

Schon geht es weiter, in die Höhle des Löwen: Das Aufnahmestudio.
Was ich jetzt noch nicht weiß: Nach der Aufzeichnung würde sich die Höhle wie eine zweite Heimat anfühlen… Alles halb so wild und es macht tierisch Spaß - das ahne ich jetzt natürlich nicht.

Alles wird in mehr oder weniger einem Take gedreht. Geht etwas schief, kann natürlich erneut gedreht werden.

Ich treffe auf die Moderatorin Andrea Grießmann. Sie meint, es sei lustig, dass ich meine Hemdfarbe zum Studiolila passt - ich kannte zwar das Studio vorher schon, hatte aber das Hemd nicht bewusst gewählt. Ich meine, dass es wohl ein “Freudsches Hemd” sei - wie der “Freudsche versprecher” (man sagt etwas anderes, als man eigentlich sagen will. Gleichzeitig gibt der Versprecher aber seine wahren Intentionen preis).

Es wird alles entspannt durchgesprochen: Wo steht wer, was passiert wann, nicht in die Kamera blicken etc.
Jetzt werden noch Fotos gemacht für die Website.

© WDR / Planet Wissen / Tobias Aufmkolk

Achtung! Aufnahme! Die Aufzeichnung beginnt…
Frau Dr. Voss macht den Anfang, ich darf ca. nach der Hälfte zu Frau Grießmann und Frau Dr. Voss stoßen.

Bis dahin werde ich mit Wasser versorgt und bestaune mit großen Augen die Technik, die Kameras und die eifrigen und konzentrierten Mitarbeiter.
Dann passiert es: die Nervosität weicht der Vorfreude! Yes! Das kenne ich zu gut von meinen Vorträgen. Ich bin im Flow angekommen und jetzt will ich nur noch loslegen, übers Klarträumen reden und der Welt da draußen meine Welt da drinnen zeigen und sie dafür begeistern!

Das Thema Träume weicht den Klarträumen und während eines Einspielers darf ich zu Frau Dr. Voss und Frau Grießmann stoßen. Ich lege los und fühle mich einfach wohl!
Es werden verschiedene Einspieler gezeigt und ich erzähle, wie ich zum Klarträumen kam und was ich am liebsten im Klartraum mache.

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Wir wechseln vom Stehpult zur Sitzrunde und dann ist alles auch schon irgendwie rum… wie? Das wars schon?

Mir kam es wie wenige Minuten vor. Wow! Was für ein Erlebnis!

Ich bedanke mich bei Frau Grießman und Frau Dr. Voss. Ich mache mit Frau Grießmann noch ein Foto, leider wird dieses unscharf :(

Ich werde abgeschminkt und während ich das Studie verlasse, denke ich mir:

Schade, dass es nicht live war…

 

VIDEO Hier geht es zu einstündigen Sendung.

 

Traumbericht: Der mysteriöse Azteken-Tempel

Datum19. Sep. 2015
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Vor einiger Zeit wachte ich aus einem faszinierendem Trübtraum auf:

Ich und ein paar Freunde hatten einen Aztekischen Tempel entdeckt. In seinem Inneren führten Treppen zu einem Raum unter der Spitze. Wir entdeckten in einer Niesche unter einer Abdeckung ein verstecktes Kontrollfeld: Hebel aus Knochen geschnitzt, Steinräder und auch ein Stoffband, auf dem Ringe aus Muscheln angebraucht waren. Dies war eine Art Tonträger, per altertümlichen Knopf bewegte sich das Band und je nach Anordnung der Muscheln entstand so Musik.

Alles stammte aus der Zeit der Azteken und wir waren von dieser technischen Reife überwältigt. Es lies sich noch vieles mehr steuern, was mir nicht mehr einfallen mag.

Ich entdeckte nun einen Schriftzug. Es war ein Firmenname einer GmbH und den Zeitstempel 2013… Wir waren verwirrt, überrascht und geschockt. Jetzt näherte sich jemand (traumtypisch: dafür gab es keine Anzeichen, wir wussten es einfach) und wir flohen die vielen Stufen hinab und am Ende aus dem Tempel hinaus.

 

Dies kennen sicher viele Klarträumer: Man ist über den Trauminhalt verwundert, wird aber nicht klar…

Tag(s): trübtraum

Alpha-GPC Studie: 3 Nächte

Datum13. Aug. 2015
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Alpha-GPC ist ein Mittel, das Klarträume auslösen soll. In einer Heimstudie von Simon Kern testete ich als Proband, ob Klarträume wirklich durch Alpha-GPC ausgelöst werden.
In drei von mir gewählten Nächten nahm ich  Kapseln, die entweder Alpha-GPC oder einen Placebostoff enthielten.

Alpha-GPC erhöht im Gehirn die Produktion von Acetylcholine, welches die Erinnerung und Lernfähigkeit verbessern soll.

Ich erhiehlt drei Umschläge mit Präparaten und ein versiegelter Umschlag für den Notfall: Darin stand, was Placebo ist und was nicht plus wichtige Informationen für den Notarzt - sollte es zu Problemen kommen.

Nacht 1
18 - 19.02.2015

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Gegen 22:30 legte ich mich schlafen. Nach 4,5 Stunden klingelt geplant mein Wecker, ich muss die Pillen nehmen. Ich öffne den Umschlag, fülle den ersten Teil des Fragebogens aus und nehme die Tabletten.

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Es sind zwei Stück, ich frage mich ob es Placebos sind oder nicht. “Die sehen wie Placebos aus” denke ich mir… und nehme sie ein.
Dann lege ich mich wieder ins Bett.
Ich erwache zu einer unbekannten Uhrzeit und erinnerere mich an einen Traum, einen unglaublich langen und noch nie so logisch zusammenhängenden Traum. Ich schlafe wieder ein und wache dann zu meinem normalen Wecker auf.

Ich erinnere mich kaum an den Traum, plötzlich kommt alles wieder. So logisch und lange war der Traum wohl doch nicht:

Ich gehe an Ruinen in einem Hochwassergebiet vorbei, einige Freunde sind dabei. Wir gehen nahe an einem Fluss. Daraus wird ein Marineschiff und ich sehe eine Rutsche, die ich aber nicht runter rutschen will. Sie führt um die Kurve und - wie ich vermutete hatte - führt sie nach der Kurve direkt ins Wasser. Gut, dass ich nicht runter gerutscht bin. Meine Freunde haben mich also umsonst verhöhnt, da ich nicht gerutscht bin.

Aus dem Marineschiff wird ein Kreuzfahrtschiff und ich unterhalte mich mit einigen Gästen auf Sonnenliegen. Irgewndwie kamen Laserpointern im Traum vor, doch ich kann mich nicht genau erinnern. Ich bin nun in einem Saal und alle sind verkleidet, wie beim Karnevall. Wir lauschen einem Vortrag.

Ich erwache, stehe auf, schreibe den obigen Traum nieder und fülle den restlichen Fragebogen aus. Kein Anzeichen von Luzidität, war wohl doch Placebo…

Nacht 2
23 - 24.02.2015

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Ich lege mich wieder gegen 22:30 Uhr schlafen, diesmal bin ich so geistesgegenwärtig, dass ich meinen Schlafphasenwecker ZEO anschließe - so kann ich genau sagen, in welcher Schlafphase der Klartraum stattgefunden hat, wenn ich direkt danach aufwache.

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Ich werde einmal kurz wach und drehe mich wieder um. Um 03:30 Uhr weckt mich mein Wecker. Ich stehe auf und gehe in die Küche und öffne den Umschlag für Nacht 2. Die Tabletten sehen aus wie Erdnüsse:

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Ich fülle den Fragebogen aus und schlucke die “Erdnüsse”. Ich kreuze bei der Frage “Rein Optisch - Wie wirksam denkst du ist das Präparat?” 0 für “Nicht wirksam” an.

Ich lege mich schlafen und habe sofort einen Klartraum!

Dauer ca.: 3 Minuten
Klar vor RC: Ja

Ich bin in meiner alten Wohnung in der ich als Kind gelebt habe. Ich weiß irgendwie schon dass ich Träume, denke mir aber “Wenn ich ins Wohnzimmer gehe, ist es ein Klartraum”. Als ich durch die Türe schreite, weiß ich, dass es ein KT ist. Ich gehe in die Küche und freue mich, dass es innerhalb der Studie geklappt hat und frage mich, ob die “Erdnüsse” wohl doch kein Placebo waren. Ich will irgendetwas essen bzw. trinken und spontan denke ich an Schokomilch. Ich greife ins leere und spüre das Glas, sehe es aber noch nicht. Ich setzte trotzdem zum trinken an und schmecke die Schokomilch. Jetzt sehe ich auch das Glas mit brauner Milch. Es schmeckt lecker schokoladig.

Am Küchentisch entdecke ich einen Mann mit Anzug der den Fragebogen aus der Studie vor sich liegen hat, er sieht etwas aus wie Traumforscher Dr. Michael Schredl. Scherzhaft frage ich ihn, ob ich den Fragebogen gleich ausfüllen soll, oder erst nach dem aufwachen. (Mir ist klar, dass es jetzt nichts bringen würde, den Bogen auszufüllen, da ich ja träume.)

Jemand sperrt gerade die Haustüre auf, es ist eine Psychologin / Ärztin aus meiner Zivildienstzeit. Ich wache auf…

Ich wache auf und schau auf die Uhr, es ist 03:50 Uhr. Die Schlafphase inkl. Klartraum hat nur ca. 10 Minuten angedauert.

Hier das Hypnogram:

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Nacht 3
25 - 26.02.2015

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Leider ist eine Pille kaputt, ich bekomme aber alles in die Hülle und verschließe die kaputte Pille mit der anderen Pille^^ Pillception!

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Ich erinnerunge mich an mehrere Traumfetzen, leider kein Klartraum.

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Ich schicke alle ausgefüllten Fragebögen inkl. Notfallumschlag an Simon Kern zurück.

FAZIT

Mehrere Monate später treffe ich Simon Kern in Osnabrück im Schlaflabor. Er bestätigt mir, dass ich in der GPC-Nacht einen den Klartraum hatte. Sehr cool!

Ich habe mir dann auch eine Packung Alpha-GPC geholt. Da dies aber schnell abgebaut wird, sollte man es erst in den letzten Stunden der Nacht nehmen - mir fehlt aktuell die Motivation, unter der Woche den Wecker auf 3 Uhr zu stellen und dann Alpha-GPC einzunehmen… :D

 

Interview mit Prof. Dr. Michael Schredl - Schlaflaborleiter und Autor

Datum 1. Jul. 2015
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Vielen Dank Herr Prof. Dr. Schredl, dass Sie sich Zeit für meine Fragen nehmen. Würden Sie sich einmal kurz vorstellen?

 

Gerne. Ich bin wissenschaftlicher Leiter des Schlaflabors am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim. Seit 1990 beschäftige ich mich mit Traumforschung. Auch schreibe ich selbst meine eigenen Träume seit 1984 auf.

 

 

 

Mit Freude habe ich Ihr Buch „Träume“ gelesen, planen Sie aktuell ein neues Buch zu schreiben?

 

Nein, momentan konzentriere ich mich auf die Veröffentlichung von Fachartikeln.

 

 

 

Als Klarträumer hören Sie diese Frage sicher sehr oft: Wann hatten Sie Ihren ersten Klartraum und was haben Sie darin unternommen?

 

Auch wenn ich früher präluzide Träume hatte, trat mein erster Klartraum 1996 auf, nachdem ich ein Seminar von Paul Tholey und Brigitte Holzinger besucht habe und mit den Realitätschecks als Induktionsmethode begonnen habe. Ich habe nicht so regelmäßig geübt und es hat drei Monate gedauert. Im ersten Klartraum, ich saß in einem Auto, habe ich mich so gefreut, dass ich sofort aufgewacht bin.

 

 

 

Nach meinem subjektiven Empfinden hat die Berichterstattung über Klarträume im Fernsehen in den letzten Jahren stark zugenommen, was halten Sie von dieser Entwicklung?

 

Nicht nur in den Medien haben die Klarträume mehr Beachtung gefunden, sondern auch in der Forschung, daran sind maßgeblich Daniel Erlacher und Martin Dresler beteiligt, auch die Studien von Ursula Voss, auch wenn die Studie zur Induktion mit tACS mehr Fragen aufwirft als sie beantwortet. Auch Filme wie ‘Inception’ haben das Interesse geweckt. Ich als Traumforscher finde es sehr schön, dass sich viele Menschen für das Thema interessieren.

 

 

 

Wie wurden Sie auf das Feld der Traumforschung aufmerksam?

 

Meine eigenen Träume haben mich auf den Weg gebracht. Ich fand sie von Anfang sehr kreativ und spannend und da ich Psychologie studiert habe, wollte ich dieses Phänomen näher erforschen. Dazu hatte ich noch das Glück, einen Job im Schlaflabor zu bekommen.

 

 

Auch die Klartraumforschung ist gerade in Deutschland aktiver den je, können Sie uns von Ihren aktuellen Studien berichten?

 

Genau genommen, laufen die Studien unter der Federführung von Daniel Erlacher, jetzt Universität Bern, ich bin Mitbetreuer, z. B. der aktuellen Studie von Melanie Schädlich, die den Effekt von Training im Klartraum auf die Leistungsverbesserung im Darts-Werfen überprüft. Der Doktorand, Tadas Stumbrys, hat mit dem Paradigma das Fingertappings (Eine Abfolge von Tasten schnell mit den Fingern drücken) einen positiven Trainingseffekt des Klarträumens nachweisen können. Auch die hier durchgeführte Studie mit Stimulation des präfrontalen Kortex mit Gleichstrom (tDCS) führte in einer Gruppe von Träumern mit Vorerfahrung zu einer leichten Erhöhung der Bewusstheit im Traum.

 

 

 

Was erhoffen Sie sich für die Klartraumforschung in den nächsten 10 Jahren?

 

Für mich ist der Zusammenhang zwischen Gehirnaktivität und Trauminhalt am spannensten, wie beispielsweise in der Studie von Martin Dresler zur Aktivität des Motorischen Kortex während geträumter Handbewegungen. Wir haben auch schon versucht, Personen im Scanner schlafen zu lassen, was schwer, aber möglich ist. Da hoffe ich, dass es weitergeht.

 

 

 

Würde Geld keine Rolle spielen, wie würde Ihr nächstes Forschungsprojekt aussehen?

 

Es gibt Dinge, da man mit Geld nicht erreichen kann (siehe oben), es hängt von der Weiterentwicklung der bildgebenenden Verfahren ab, um die Gehirnaktivität der schlafenden und träumenden Person gut zu erfassen. Was mich auch noch interessiert, ist die Auswirkung des luziden Träumens auf den Alltag der Person. Es gibt zwar schon eine erste Studie von Janina Girzig (auch als Buch erschienen) dazu, doch da braucht es mehr Daten, Tagebuchdaten über einen längeren Zeitraum wären schön, doch das ist sehr aufwändig. Meiner Meinung nach gibt es immer noch zu viele Vorurteile gegenüber dem Klarträumen.

 

 

Kommen wir von kontrollierten Träumen und ihrer Erforschung zu den Träumen ohne Kontrolle.

 

 

 

Es gibt ein paar gängige Theorien über das „Warum“ des Träumens.

Was denken Sie, warum träumen wir?

 

Es gibt viele Theorien, momentan gefällt mir die neue Social Simulation Theory von Katja Valli am besten. Im Traum werden vor allem soziale Interaktionen durchgespielt, weil diese für den Urmenschen wichtig waren (aus der Gruppe ausgeschlossen zu werden trug nicht zur Fortpflanzung bei).

 

 

 

Viele Klarträumer haben Probleme mit der Traumerinnerung, warum glauben Sie haben unsere Trübträume eine solch flüchtige Natur und sind am Morgen schnell vergessen?

 

Zunächst ist es wichtig, festzuhalten, dass es auch Sinn macht, die Träume nicht so gut erinnern zu können. Wäre die Erinnerung an Träume genauso gut wie an Wacherlebnisse, würde es ein heilloses Durcheinander im Gedächtnis geben. Habe ich das geträumt, habe ich es wirklich erlebt? Die physiologische Erklärung ist, dass das Gehirn sich während des Schlafes in einem anderen Zustand (unterschiedliches Aktivierungsmuster) als im Wachzustand befindet, beim “Umschalten” kommt es zu dem Problemen bei der Erinnerung.

 

 

 

Gibt es einen Trübtraum, der Sie beeindruckt hat, den Sie nie vergessen werden?

 

Es gibt einige intensive Träume, die mir im Gedächtnis geblieben sind. Z. B. habe ich einen Mann schwer verletzt, der meinen Bruder mit einer Waffe bedroht hat. Ich habe mit einem kurzen Heizungsrohr seine Schädeldecke zertrümmert, es war mir dann arg, er lebte noch und ich wollte einen Krankenwagen rufen. Und ein schöner Flugtraum, wo ich wie ein Ei über einem tosenden Meer gesegelt bin.

 

 

Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit für meine Fragen genommen haben.

 

 

Schlaflaborbesuch #4 in Osnabrück - Matheaufgaben und Schlafkommunikation

Datum11. Jun. 2015
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Auf gehts ins Schlaflabor nach Osnabrück. Die Studenteninitiative „Sleep and dream“ lädt zu einem Klartraumexperiment ein, speziell geht es um die Doktorarbeit von Kristoffer Appel im Bereich Schlafkommunikation / Klarträumen.

 

Kristoffer will herausfinden, ob man einfache Matheaufgaben in einen Klartraum schicken, lösen und anschließend die Antwort wieder aus dem Schlaf heraus in die Wachwelt senden kann. Vorab musste ich einige Zeichen eines Morsecodes auswendig lernen. Im Schlaflabor wird dann über Licht- oder Tonsignale die Matheaufgabe gemorst, während ich einen Klartraum habe. Diese Signale muss ich im Klartraum erkennen, z.B. könnte sich einfach die Umgebungsfarbe des Traumes ändern oder ein Traumgegenstand anfangen zu piepen, ausrechnen und zurück morsen.

Der Morsecode besteht aus zwei Elementen, kurz und lang. Eine Zahl setzt sich aus fünf Elementen zusammen.
Kurz Kurz Lang Lang Lang ist z. B. die Zahl 5.
Klingt kompliziert, ist aber recht simpel.

Im Klartraum muss ich dann das errechnete Ergebnis per Links-Rechts-Augensignal zurücksenden. Die Anzahl der Links-Rechts-Signale entspricht der Lösung, d. h. ist das Ergebnis 5 so gebe ich 5 x LR etc. Es gibt keine Minuszahlen.

 

Ein spannende Aufgabe und für mich eine große Herausforderung, doch ich bin guter Dinge :)

Fast 9 Stunden sitze ich insgesamt im Zug, doch es hat sich gelohnt! Das Schlaflabor ist der Hammer, das Haus (über 110 Jahre alt!) sieht einfach nur wunderschön aus!

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Ich treffe Kristoffer um 20:30 Uhr und übergebe ihm mein Gastgeschenk, ein Exemplar meines Buches Oneironaut – Das Klartraum-Praxishandbuch. Danach bekomme ich eine Führung durch das Gebäude.

Mehrere Studenteninitiativen haben hier eigenen Räume. Hier ist z. B. ein Vortragsraum:
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und ein Aufenthaltsraum:
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Besonders schön ist das denkmalgeschützte Badezimmer, was bedeutet, dass es kein warmes Wasser gibt (im Aufenthaltsraum ist eine Spüle, da wird dann Haare gewaschen) :
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Wir reden noch sehr viel über Klartraumexperimente und aktuelle Projekte von ihm, u. a. plant er, gemeinsam mit einem weiteren Doktoranden eine DIY- und OpenSource-Schlafmaske zu entwickeln. Diese soll Lichtsignale und Töne abgeben können und eventuell ein EEG enthalten, alles drahtlos über DodgeBluetooth mit Computer oder Handy verbunden.

 

Der Kontrollraum sieht so aus:
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und ist mit vielen interessanten Postern bestückt:
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Ein Poster fasst eine Arbeit von Kristoffer, Daniel Erlacher und Gordon Pipa zusammen:
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Das Haus wurde erst vor wenigen Wochen bezogen, es ist alles noch etwas spartanisch eingerichtet. Das Schlaflaborequipment ist teils von anderen Arbeitsgruppen wie der Neurobiopsychologie des Instituts für Kognitionswissenschaft, geliehen. Zum Beispiel das polysomnografische Gerät der Firma Neuroscan für die Schlafdaten, welches ca. lächerlich günstige 20.000 € wert ist.
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Hier ein Panoramafoto des Kontrollraumes.

Ich unterschreibe nun die Einverständniserklärung und beantworte zwei Fragebögen, u. a. einen der von Michael Schredl erstellt wurde.

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Der Styroporkopf gibt nun die Elektrodenhaube an mich weiter. Kristoffer meint, sie bräuchte noch einen Namen. Ich schlage Luci vor, schwenke dann aber zu Klara um. Ich hoffe mein Namensvorschlag wird angenommen :)

Kristoffer verkabelt die Elektroden, diesmal sind es 26 Stück (22 auf dem Kopf - EEG; 2 am Kinn - EMG und 2 für die Augenbewegungen - EOG), beim 3ten Schlaflaborbesuch im Max-Planck Institut für Psychiatrie waren es 128 Elektroden. Für Kristoffers Experiment reichen aber 26 mehr als aus.

Am Computer sieht man live die Leitfähigkeit der Elektroden, ohne Leitpaste ist der Widerstand natürlich zu hoch:
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Die Kopfhaut unter jeder Elektrode wird zuerst mit Alkohol gereinigt. Anschließend wird ein Kontakt zwischen Elektrode und Kopfhaut mittels einer leitenden und klebenden Paste hergestellt.

Zwischendurch mache ich einen „Haubenselfie“.
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Ich wundere mich über meinen Kartoffelkopf und mache einen Reality Check ;)

Wie bereits erwähnt werden auch die Augenbewegungen (nach Links, Rechts, Oben, Unten) und die Muskelspannung am Kinn gemessen.

Zwischendurch sehen die Widerstandswerke OK aus, fast alle müssen blau sein:
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Am Ende sieht es so aus:
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Jetzt bringt Kristoffer noch den ZEO Schlafphasenwecker, ein 1-Kanal-EEG, an.

Am Ende sitzt alles ziemlich straff:
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Es fehlt nur noch die Badekappe, damit ich das Gel nicht auf dem Kissen verteile.

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Der schwarze Streifen am Kopfende ist ein LED-Streifen über den zufällige Matheaufgaben gemorst werden. Auch Morsecode-Aufgaben über Pieptöne werden mir gestellt, die Reihenfolge erfahre ich natürlich nicht.

 

Jetzt lege ich mich in mein Schlafgemach und wir testen die Augensignale und weitere Punkte wie das Aufrichten des Kopfes, Zähneknirschen etc., dies dient zur Kalibrierung.

 

Jetzt übe ich noch Matheaufgaben, wir vereinbaren 2er Paare, da ich Angst habe, eventuell durcheinander zu kommen. Der optimale Ausgang ist, wenn ich die Matheaufgaben im Traum löse und dann diese natürlich auch richtig in meinem Traumbericht aufschreibe. Zur Einfachheit vereinbaren wir eben 2 Aufgaben, d. h. wenn ich zwei Aufgaben gelöst habe, weckt mich Kristoffer auf.

Zum Testen morst er mir nun zuerst zwei Lichtaufgaben, die ich im Kopf ausrechne und über die Augen beantworte. Danach folgen weitere Zweierpaare, danach Übungen mit Pieptönen. Es klappt alles sehr gut, nur ein oder zweimal komme ich durcheinander, ansonsten löse ich alles richtig und sende auch die richtige Antwort.

Ich lege mich gegen 22:50 Uhr schlafen, neben dem Bett habe ich eine Funkklingel, falls ich auf die Toilette muss.

 

Ich werde nachts wach und will klingeln, ich finde im Dunkeln die Klingel und versuche sie zu drücken, finde aber keinen Knopf. Dies tue ich gefühlt 30 Sekunden und mache zwischendurch immer wieder einen Nasen-RCs, da ich glaube zu träumen: “Es kann doch nicht sein, dass ich diesen Knopf nicht finde!” denke ich mir und drücke den eckigen kleinen Kasten jetzt überall. Jetzt klingelt es! Es war kein Traum, der Knopf war nur sehr flach :D

 

Ich schlafe sehr schnell ein, Kristoffer meint später das ich ca. 2 Minuten zum Einschlafen gebraucht habe.

 

Um kurz nach 4 Uhr mache ich im Traum einen Nasen-RC und werde klar. Ich liege im Bett im Schlaflabor und starre an die Decke. Ich stabilisiere den Klartraum durch Hände reiben. An der Decke kleben quadratische, vergilbte Tapetenstücke (diese gibt es im WL an der Decke nicht). Ich gebe das vorher ausgemachte LR-LR-LR-Augensignal, vergesse aber das letzte Rechts-Signal.

Die Umgebung blinkt nun gelblich und ich versuche die Zahl zu erkennen, die mir Kristoffer morst. Ich erkenne aber kein Muster und gebe ihm nochmal ein LR-LR-LR-Augensignal, wieder ohne das letzte Rechts-Signal, um ihm zu verstehen zu geben, dass ich diese Aufgabe nicht lösen kann. Danach wache ich direkt auf.

Kristoffer betritt den Raum und ich notiere den Traum. Die LR-Signale in meinem Traumbericht stimmen mit den von Kristoffer aufgezeichneten Signalen überein, wiedermal der Beweis für Klarträume. Ich erfahre, dass er KEINE Lichtsignale gegeben hat, sondern Töne. Diese habe ich im Klartraum nicht wahrgenommen. Die Lichtsignale habe ich selbst unbewusst (oder “der Klartraum”) produziert.

Danach muss ich noch Fragen der „Lucid Scale“ beantworten, welche die Klarheit messen soll. Wir entscheiden uns direkt das WBTB zu machen, es ist jetzt kurz nach 4 Uhr.

Ich fülle weitere Fragebögen aus und gehe nochmal auf die Toilette. Schnell noch ein Foto vom ZEO:
schlaflabor_osnabrueck_zeo.jpg

Ich träume dann von einem klingelden Telefon, dies könnten die Pieptöne sein, was ich aber im Trübtraum nicht realisiere. Ich träume auch noch von blinkenden Handys, was die Lichtsignale sein könnten – wieder erkenne ich diese nicht…

 

Im späteren Verlauf der Nacht werde ich mehrmals kurz wach und schlafe wieder ein.

Irgendwann mache ich mehrere Nasen-RCs und werde klar. Ich gebe das LR-LR-LR-Augensignal. Kristoffer fragt mich über die Sprechanlage, ob dies ein Augensignal war. Im WL gibt es keine Sprechanlage, ich bin eingetrübt und träume immer noch.
Dennoch bin ich bewusst genug und Antworte nicht verbal, sondern gebe erneut ein LR-LR-LR-Augensignal.

 

Ein Forscher betritt das Schlaflabor und gibt mir HighFive, er sagt „Super, geschafft!“ Ich wundere mich, warum wir jetzt keine Matheaufgaben üben. Jetzt trübe ich komplett ein. Nun muss ich das Haus über eine Straße ziehen, ich hebe es an der „Anhängerkuplung“ an und ziehe es eine Serpentinenstraße hinab, bergab muss ich richtige dagegen drücken, dass es mich nicht überrollt.

 

Kristoffer weckt mich (diesmal ist es real) und ich schreibe den Traum auf und fülle erneut die Lucid Scale aus.

Danach träume ich noch von einem Maschinengewehr, was rot-leuchtende Kugeln abfeuert, dies könnten wieder Lichtsignale sein, was ich aber nicht erkenne.

Am Morgen werde ich geweckt und kann mir das Gel aus den Haaren wachen. Die erste Nacht ist rum, zwei Klarträme sind eine grandiose Bilanz, auch wenn ich gerne die Matheaufgaben erkannt und gelöst hätte.

Vielleicht klappt es ja in Nacht 2 :)

Der Oneironaut hat auch schon ein Platz im Schlaflabor gefunden.
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Den Tag verbringe ich mit Simon Kern, der Kognitionswissenschaften in Osnabrück studiert. Wir kennen uns von einer OnlineStudie von ihm. Dazu wird auch noch ein extra Blogbeitrag folgen.

 

Gegen Abend findet im Garten der Schlaflabor-Villa eine FoodSharing Party statt, auf der ich spannende Mitstudenten von Kristoffer und Simon kennenlerne. Spannende Klartraumgespräche entstehen und ich lerne ein paar Klarträumer kennen.
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Ich trinke natürlich keinen Alkohol – Don’t drink and dream ;)

Um 22:00 Uhr ist die Musik aus und wir beginnen mit den Vorbereitungen. Kristoffer konnte für das Labor zwei zusätzliche Bildschirme auftreiben:

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Da alles recht straff angebracht ist, fällt das Lächeln sehr schwer, freundlicher bekomme ich nicht hin…

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Hier sieht man Kristoffers selbst programmiertes Aufzeichnungstool zur Auswertung der ZEO Daten.

Hier nochmal alle Daten (EOG, EEG; EMG) im Wachzustand:
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Alle Elektroden führen in diesen Transmitter, der in einen abgeschirmten Verstärker führt:

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Gegen 00:00 Uhr geht es ins Bett, wieder üben wir Matheaufgaben und machen die Biokalibrierung.

Ich schlafe erneut schnell ein.

Ich träume von einer Lagerhalle, in der ich und Freunde jemanden einen Streich spielen. Es ist dunkel und plötzlich blinkt das Licht. Ich erkenne nicht, dass es eine Matheaufgabe ist und wache dann auf.

Ausser ein paar Trübträumen ohne Hinweise passiert nichts mehr in der Nacht. Gegen 09:50 Uhr beenden wir die Nacht.

Leider konnte ich keine Erfolge verbuchen, dennoch bin ich mit meinen zwei Klarträumen und den doch im Traum angekommen Signalen (auch wenn ich sie nicht erkannt habe und klar wurde) mehr als zufrieden :)

Ich fülle nochmal einen Fragebogen aus und mache mich dann auf den Heimweg. Alles in allem war es wieder eine grandiose Erfahrung und ich habe viele nette Leute kennengelernt und viel über den Ablauf im Schlaflabor und die Traumforschung erfahren :)

Danke Kristoffer und Simon und an all die anderen für die spanneden Tage in Osnabrück!

Traumerinnerung durch bekannte, monotone Abläufe auslösen

Datum 1. Jun. 2015
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Ich führe schon länger kein Traumtagebuch mehr, habe aber dennoch eine gute Traumerinnerung: ca. 3 Träume pro Nacht (hier sei angemerkt: Schreibe ich diese Träume nicht direkt auf, sobald ich mich erinnere, sind diese schnell gänzlich vergessen)

Bisher dachte ich nicht viel darüber nach, ich nahm an, dass ich einfach eine “gute Traumerinnerung besitze.”

Erst jetzt konnte ich ein Muster entdecken. Ich komme mir sehr töricht vor, warum mir das nicht schon eher aufgefallen ist. Ähnlich dem Gefühl, wenn man die Bedeutung eines Traumes erkennt, wundere ich mich, warum mur das nicht eher aufgefallen ist - es wirkt so logisch…

Ich erinnere ich mich immer dann an meine Träume, wenn ich monotone, mir sehr vertraute und alltägliche Dinge ausführe:

Zähne putzen, duschen, mich anziehen.

Ich tue dies so selbstvetständlich und unbewusst, das sich anscheinend mein Geist völlig entspannt. Durch diese Entspannung tauchen die Träume wie von alleine auf. Ich nehme nicht wirklich wahr, über was ich nachdenke und plötzlich sind die Träume da!

Ich sehe darin eine eigene Technik um die Traumerinnerung zu verbessern. Der dennoch schwierige Schlüssel besteht darin, die Tätigkeit zu finden, bei der man völlig entspannt ist und nicht über die Tätigkeit selbst nachdenkt.

Das kann natürlich bei jedem variieren und es sollte möglichst morgens durchführbar sein. Staubsaugen um 6 Uhr morgens bereitet den Nachbarn sicher keine Freude (ausserdem leidet dadurch sicher deren Traumerinnerung ;) )

Denkt ihr dies eignet sich als Technik?

Ein Wochenende im Schlaflabor des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie

Datum 4. Mai. 2015
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Ich durfte wieder an einer Studie zu Klarträumen für das Max-Planck Institut teilnehmen. Es handelt sich um ein Projekt von Kristoffer Appel und Cecilia Raffaelli unter der Leitung des Psychologen Dr. Martin Dresler. Die Abteilung der Schlafforschung des Max-Planck-Instiuts untersteht der Leitung von Prof. Dr. Axel Steiger.

Das Ziel war es, in einem Klartraum LRLRLR-Augensignale (Links-Rechts Links-Rechts Links-Rechts) im Abstand von gefühlten 10 Sekunden zu geben. Es sollten 3 Nächte hintereinander im Schlaflabor stattfinden.

Mein hoch gestecktes Ziel waren 1 Klartraum pro Nacht. Eigentlich soll man sich ja keinen Druck machen, aber insgeheim hoffte ich auf 3 Klarträume.

schlaflabor_april2015_max_planck.jpg

Nacht 1

Los gehts um 20:30 Uhr. Ich treffe Kristoffer und wir gehen runter ins Schlaflbaor und er zeigt mir die Räume. Wir reden über unser ersten Klarträume und über das Schlaflabor.

schlaflabor_april2015_kontrollzentrum.jpg

Das Schlaflabor ist geräumig und gut ausgestattet, nirgendwo in Europa findet man ein so gut ausgerüstetes Schlaflabor! Gemessen wird mit einer 128-Kanal EEG Kappe. In meinen zwei anderen Schlaflaborbesuchen waren es “nur” 21 Kanäle.

schlaflabor_april2015_kappe.jpg

Die Kappe alleine kostet ca 500 €!

Hier werde ich die nächsten drei Nächte schlafen, natürlich immer unter Beobachtung:

schlaflabor_april2015_bett.jpgschlaflabor_april2015_kamera.jpg
schlaflabor_april2015_nachtsichtkamera.jpg

Die Kappe ist relativ unangenehm zu tragen, aber es ging. Alle Elektroden müssen gut leiten, dafür wird mit dem hellblauen Gel die Haut leicht aufgeraut (hört sich schlimmer an, als es ist). Das cremefarbene Gel verstärkt die Leitfähigkeit.

schlaflabor_april2015_gel.jpg

Cecila stößt zu uns. Insgesamt verkabeln mich nun drei Personen, was kein Wunder ist: Alle 128 Kanäle müssen fest positioniert und leitfähiger gemacht werden. Kristoffer erzählte, dass eine Frau einer anderen Studie die Kappe aus Personalmangel alleine anbringen musste - es dauerte 4 Stunden! Bei mir dauerte es Gott sei Dank nur 1 Stunde, doch die Zeit verging wie im Flug :) 

schlaflabor_april2015_kristoffer_at_work.jpg

Danach wird ein 3D-Modell des Kopfes angefertigt. Ein Scanner (am besten vergleichbar mit dem Sensor der Wii-Konsole) misst den Raum und jede Elektrode wird von Hand virtuell markiert, hier darf man sich nicht bewegen. Wichtig ist, dass keine metallischen Gegenstände im Aufzeichnungsbereich vorhanden sind. Dies stört die Aufzeichnung. Ich leere meine Taschen und auch mein Gürtel muss wegen der metallischen Schnalle weg.

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Dieses 3D-Model wird dann mit den EEG-Daten verbunden, so kann man genau sagen, von welcher Stelle meines Kopfes welches Signal gekommen ist. Laienhaft ausgedrückt, so habe ich es zumindest verstanden :D

Kristoffer und Cecilia speichern die 3D Daten ab.

schlaflabor_april2015_kristoffer_und_cecilia.jpg

Ein wichtiger Aufkleber im, ich nennen ihn mal “3D-Raum”:

schlaflabor_april2015_call_lucid.jpg

Ist alles fertig, bekommt man noch eine Badekappe, denn das Gel würde sich sonst auf dem Kopfkissen verteilen, was sicher nicht sehr angenehm ist.

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Die Kabel der Kappe führen zu zwei Verstärkern, die durch ein weiteres Gerät an der Wand mit dem Computer im Kontrollraum verbunden sind. Die Verstärker alleine kosten 2000!!! Euro!

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Um kurz vor 23:00 Uhr geht es ins Bett und es werden ein paar Kalibrierungstests durchgeführt: Augen schließen, Blick nach oben und zur Mitte, Blick nach unten und zur Mitte, Blick nach rechts und zur Mitte, Blick nach Links und zur Mitte, einmal Zähneknirschen, einmal Kopf anheben und senken, einmal Becken anheben uns senken etc.

Danach wird das Licht gelöscht und es geht los.

Wie immer im Schlaflabor glaube ich, nicht einschlafen zu können obwohl ich es vermutlich bereits bin. Ist wohl eine persönliche “Schlaflaborangewohnheit” von mir…

Plötzlich dreht es mich wild herrum, und ich falle aus dem Bett. Alles ist dunkel aber ich weiß, dass ich träume. Ich gebe das Augensignal LRLRLR und zähle….1….2…3…4…5…6…7…8…9…10 Ich lasse mir Zeit, jede Zahl soll ca. 1 Sekunde dauern. Dann gebe ein erneutes LRLRLR-Signal, dann nochmal.

Nach 3 Augensignalen zähle ich weiter und denke kurz daran, mir das Schlaflabor anzusehen. Ich trübe ein und nun beobachte ich eine Schildkröte am Bettende. Sie hat keinen Schlafanzug an, worüber ich sehr besorgt bin! Jede Schildkröte muss doch einen Schlafanzug tragen! In diesem Moment glaube ich, dass es totale Tierquälerei ist :D Ich werde von Kristoffer geweckt :)

Er ist recht happy, da es so früh mit dem Klartraum funktioniert hat. Eigentlich war nach ca. 6 Stunden ein WBTB mit MILD geplant, was zum Klartraum führen sollte. Ich schreibe meinen Traum auf (interessanteweiße erinnere ich mich an 4 Augensignale, obwohl es nur 3 waren, wie ich nach der Studie erfahre) und beantworte ein paar Fragen auf einem Fragebogen und MILDe dann wieder.

Gegen 06:00 Uhr werde ich geweckt. Ich erinnere mich an einen Traum, in dem ich in einem Art Innenhof bin. Gegen 06.30 Uhr lege ich mich schlafen und MILDe wieder.

Ich habe keinen KT mehr und Kristoffer weckt mich gegen 09:00 Uhr. Ich erinnere mich aber an einen Traum, in welchem ich mit Kappe vor dem Nachtsichtmonitor stehe und mich selbst beim Schlafen beobachte. Leider wurde ich nicht klar.

Und wieder geht es in den “3D-Raum” und die Elektroden werden erneut vermessen. Danach kann ich duschen, das Geld geht etwas schwierig aus den Haaren - man braucht SEHR VIEL Duschgeel. Ich habe bestimmt eine viertel Tube gebraucht!

Die erste Nacht war Top, der Druck ist nun weg. Kristoffer muss nun nach Holland zu einem Seminar und die nächsten Nächte wird Cecilia übernehmen. Gemeinsam mit Kristoffer (der ja nicht geschlafen hat) und Dr Marcel Pawlowski (Assistenzarzt der Psychiatrie, spezialisiert auf Biomarker im Schlaf-EEG. Er ist der Tutor des Projekts) gehen wir zum Feiern noch frühstücken.

schlaflabor_april2015_fruehstueck.jpg

Es entstanden interessnate Gespräche u.a. über Alpha-GPC.

Je nach dem, ob es also in Nacht zwei klappt, wird die dritte Nacht nicht mehr benötigt.

 

 

Nacht 2

Die Prozedur beginnt erneut, ich bekomme die Kappe und alle 128 Elektroden müssen gut leiten. Danach geht es wieder in den “3D-Raum” und es wird wieder ein 3D-Bild erstellt.

Ich kann mir in der zweiten Nacht die Software ansehen, mit der die Daten aufgezeichnet werden:

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Blau sind die Augenbewegungen, Schwarz zeigt die Hirnaktivität, Rot ist der Muskeltonus (extrem hoch, da ich ja wach bin und mich bewege) und ganz unten in Grau sieht man meinen Herzschlag.

Ich lege mich ins Bett und mache viele RCs, suggeriere mir, dass ich heute einen Klartraum habe und bringe mich selbst in eine vorfreudige Stimmung. Ich hype mich sozusagen selbst und sage mir “Yeah, du hast heute einen Klartraum, es wird klappen und es wird total geil!” Ich merke richtig wie positive Gefühle und Vorfreude in mir aufkeimt.

Die Technik erkläre ich genauer hier: Erweiterte Autosuggestion: Betonung & Freude auf Kommando

Jetzt werden erneut grundlegende Kalibrierungstests durchgeführt, genau wie in der ersten Nacht.

Ich lege mich schlafen. Später werde ich wach und muss auf die Toilette. Ich stehe auf, mache einen RealityCheck der zeigt das ich nicht träume. Ich gehe in den Kontrollraum. Cecilia und zwei Schwestern sind da. Die Schwestern weisen mich darauf hin, dass ich nicht alleine aufstehen darf! Es geht speziell darum, nicht einfach die Verbindung der Kapel zu kappen. Das habe ich Gott sei Dank nicht getan! Cecilia stöpselt mich ab und ich gehe auf die Toilette. Danach werde ich wieder verkabelt und Cecilia zeigt mir die Klingelt, die ich betätigen soll, bevor ich aufstehe.

Jetzt träume ich vonm Schlaflabor, ich spreche mit Ärzten die mir sagen, dass ich nur noch 20 Minuten habe, um einen Klartraum zu erleben. Dann ist es 09:00 Uhr und ich müsste gehen. Ich träume nun von Freunden, die ich schon länger nicht mehr gesehen habe.
Dann bin ich wieder im Schlaflabor und (ich träume immer noch) eine Schwester rammt mir eine kugelschreiberdicke Röhre in den Arm. Darin ist Beruhigungsmittel enthalten und etwas, dass mich klarträumen lässt. Ich werde ganz benommen und lege mich wieder ins Bett.

Hier ein Bild aus der zweiten Nacht:

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Ich schlafe (im Traum) und ein Arzt betritt den Raum, er übergiest mich mit Wasser. Er will mich aufschneiden, während ich träume. Ich bin leicht bewegungsunfähig, kann aber aufstehen und fliehen. Ich mache einen Nasen-RC und werde klar. Ich gebe das Augensignal LRLRLR, warte 10 Sekunden, wieder LRLRLR, warte 10 Sekunden (ich glaube hier aufgewacht zu sein), gebe LRLRLR, warte 10 Sekunden und gebe LRLRLR. Ich mache einen Nasen-RC und merke, das ich wach bin.

Hier bin ich sehr enttäuscht, da ich glaube, ALLE Augensignale im Wachzustand gegeben zu haben. Cecilia betritt den Raum und ich schreibe den Traum auf. Ich frage Cecilia, ob die Augensignale im Traum oder Wachzustand stattgefunden habe. Sie klärt mich auf, dass alles im Traum stattgefunden hat und dass ich die 10 Sekunden sehr genau eingehalten habe. Cecilia meint, dass wir das geplante WBTB nun ausfallen lassen können.

Hier ein Bild der Augensignale aus der zweiten Nacht:

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Ich freue mich total, Klartraum Nr 2 ist geschafft!

Der Traum wird notiert und ich lege mich wieder schlafen. Jetzt ist es gewiss, dass ich keine dritte Nacht im Schlaflabor verbringen werde. Dies weckt meinen Ehrgeiz! Ich will 3 Klarträume, auch wenn ich nur 2 Nächte zur verfügung habe. 

Ich schlafe ein und träume von meinem alten Kinderzimmer. Als ich aus dem Fenster sehe, erblicke ich den Saturn und einen anderen Planeten am Himmel. Beide sind rießen groß, ca. fünf mal so groß wie der Mond, und sie sehen Comicartig aus. Ich werde klar!

Ich gebe das Augensignal LRLRLR warte 10 Sekunden, LRLRLRLR (eins zu viel), 10 Sekunden, LRLRLR, 10 Sekunden LRLRLR, 10 Sekunden, LRLRLR und wache auf.

Cecilia betritt den Raum und ich schreibe den Traum auf, ich erinnere mich aber nur an 3 Augensignale. Ich erzähle ihr von dem zu viel gegeben LR Signal. Sie bestätigt mir alle Ungereimtheiten. Sie merkt noch an “You can stop now, we have enough data!” :D Ich soll jetzt also aufhören klar zu träumen, sie konnten genug Daten sammeln :D

Es ist geschafft! 3 Klarträume und das in nur zwei Nächten! Ich bin total happy!

schlaflabor_april2015_minicamera1.jpgschlaflabor_april2015_minicamera2.jpg

Ich schlafe weiter und gegen kurz vor neun weckt mich Cecilia. Wir gehen erneut in den 3D-Raum und die Positionen der Elektroden werden gemessen. Wir unterhalten uns über K-Komplexe und Spindeln, Vorkommnisse im Schlaf, und ich frage sie darüber sehr genau aus :D

Cecilia meint, dass ich interessanterweiße nach dem ersten Klartraum bereits nach 10 Minuten direkt in die REM-Phase eingestiegen bin. Sie meint, das war sehr unewöhnlich und wirkte so, als hätte ich willentlich und bewusst die REM-Phase ausgelöst. Sie freut sich auf die Auswertung meiner ungewöhnlichen Schlafdaten.

Es geht zurück ins Schlaflabor und die Kappe kommt ab. Ich gehe duschen und wasche mir das ganze Gel aus den Haaren. Die 3te Nacht werde ich wieder im Schlaflabor verbringen, aber ohne jegliche Aufzeichnungen. Am Montag habe ich dann früh morgens ein MRT, da freue ich mich schon drauf!

 

 

Nacht 3

Ich kann mich unverkabelt schlafen legen. Lustigerweise schlafe ich in dieser Nacht schlecht ein. So als könnte ich ohne Kappe nicht mehr schlafen :D

Am Morgen wird das MRT gemacht, doch darüber berichte ich ausführlich in einem anderen Blogbeitrag. Alles in allem war es ein TOP Wochenende und hätte wohl nicht besser laufen können! Ich habe sehr viel über meinen Schlaf und andere, aktuelle Klartraumstudien gelernt!

Ich möchte mich nochmal recht herzlich bei allen Mitwirkenden bedanken:
Danke Kristoffer für die spannenden Gespräche, ich freue mich schon auf deine nächsten Studien (Teilnahme steht schon fest! Ich bin dabei!), danke Cecilia auch für die spannenden Gespräche (und den Kuchen, der war wirklich super lecker), danke an die Nachtschwestern die beim verkabeln geholfen haben und natürlich danke an Dr. Martin Dresler, Dr. Marcel Pawlowski, Prof. Dr. Axel Steiger und das ganze Max-Planck Institut für Psychiatrie!

REM-Dreamer - Ein spontaner Test

Datum11. Mär. 2015
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rem-dreamer schlafmaske

Test

Durch das Luziduino-Projekt (Schlafbrille im Eigenbau) von unserem KT-Forum User Skydiver habe ich mal wieder Lust bekommen, den REM-Dreamer anzuwerfen. Hier sind meine Einstellungen:

1.Delay: Unbekannter Wert, hab ein paar mal drauf gedrückt.
2.Preset For: Keines Ausgewählt
3. Flash Brightness: 7/9
4. Sound Volume: Kein Sound
5. Cue Lenght: 0,25
6. Cue Frequency: 3 mal pro Sekunde
7. Length: 8 Sekunden
8. Dream Alarm: OFF
9. TWC (Two Way Communication = Zwei-Wege Kommunikation): OFF
10. REM Detectors Test: Keinen Test ausgeführt, sollten gehen^^
11. Generatet Series: 0
12. REM Detector Sensitivity: 8/9

 

Ich gehe um 00:30 Uhr ins Bett.

03:20 Uhr, ich erwache durch die zu hellen Lichtsignale.
Der REM-Dreamer hat 6 Serien generiert.

Ich erinnere mich an folgenden Traum:

Ich bin mit einer Person im Auto, ich fahre. Wir fahren auf Steinen fest und nichts im Auto funktioniert mehr. Plötzlich werde ich von irgendwoher geblendet (weißes Licht, kein Rotes wie die LEDs des REM-Dreamers eigentlich abstrahlen)

Ich ändere die Flash Brightness auf 7/9 und lege mich wieder hin.

Früh am Morgen erwache ich und nehme im Halbschlaf die Maske ab, weil ich “keine Lust merh habe”… ich erinnere mich nur sehr wage daran… Natürlich kontrolliere nicht die genrierten Serien… sehr ärgerlich.

Ich frage mich, ob ich bei täglichen Tests mir die Lichtsignale als Traumerkennung konditionieren kann…

MicroPodcast #5 - Schlafposition ändern und dadurch die Traumerinnerung verbessern

Datum 6. Mär. 2015
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MicroPodcast #5
Schlafposition ändern - Traumerinnerung verbessern

Fällt es dir schwer, dich am Morgen an deine Träume zu erinnern, dann wechsle einfach deine Schlafposition. Drehe dich auf die linke Seite, auf die rechte Seite, oder auf den Rücken. Die veränderte Haltung kann dazu führen, dass du dich an deine Träume erinnerst.

 

Liste mit allen MicroPodcasts

Traumdeutung - Träume können auch nichts bedeuten

Datum 2. Jan. 2015
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In der Traumdeutung wird ein Aspekt oft zu wenig behandelt: Träume müssen nicht immer eine Bedeutung haben!

Nach meiner Erfahrung gibt es zum einen Träume, die eine Botschaft vermitteln wollen (dazu gehören auch Albträume) und jene, die keine Bedeutung haben.

Dies zu unterscheiden kann der Träumer aber nur durch eigene Erfahrung lernen. Man bekommt ein Gespür dafür, welcher Traum wichtig ist und welcher nicht. Sich Zeit zu nehmen, wenn man Träume deutet, ist besonders wichtig. Wenn Träume ruhen, wird deren Bedeutung oft von alleine klar.

 

Sind Träume Gedankenmüll?

Selbst Träume ohne Bedeutung würde ich nicht zu Müll herrabstufen. Auch wenn ein Traum keine tiefere Botschaft vermittelt, kann er ein wundeschönes und bereicherndes Erlebnis sein. Träume sollten jedem Klar- und Trübträumer wichtig sein und er sollte diese wertschätzen.

Verhindern Klarträume einen erholsamen Schlaf?

Datum12. Dez. 2014
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Taglich sind wir Menschen einem enormen Stress ausgesetzt. Die Anforderungen in der Arbeitswelt steigen rasant an, wir sind immer auf volle Leistung ausgelegt. Wie schön ist es dann, sich nach einem anstrengenden Tag erholsam ins Bett fallen zu lassen und zu schlafen.

Wir tanken neue Energie, unsere Zellen regenerieren sich, wir durchlaufen die verschiedenen Schlafphasen und wir Träumen. Doch wie verhält es sich mit den Klarträumen? Ist dies nicht eine zusätzliche Leistung, die das Gehirn erbringen muss? Ist der Schlaf eines Klarträumers genauso erholsam als der eines normalen Träumers?

Aus meiner eigenen Efahrung kann ich sagen, dass eine Nacht mit Klarträumen genauso erholsam ist, wenn nicht sogar erholsamer. Die Glücksgefühle, die nach einem Klartraum ausgeschüttet werden, machen die Nacht zu einem berauschenden Abenteuer. Danach fühlt man sich einfach wohl und freut sich über den Erfolg. Man kann sich hier eine Auszeit gönnen und tuen, wonach einem gerade ist.

Wir träumen jede Nacht, es spielt für das Gehirn im Bezug auf die zu erbringende Leistung also keine Rolle - so oder so ist es nachts aktiv und produziert Traumbilder.

Reize von Außen im Traum verbaut - Traumbeispiel

Datum 1. Dez. 2014
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Vor ein paar Tagen erlebte ich einen einen Traum, der sehr schön aufzeigt, wie externe Reize den Inhalt des Trübtraumbes beeinflussen können.

Hier der Traum:

Ein Bekannter und ich sind in einer Kunstgallerie. Es sieht aus wie ein Ladengeschäft mir Schaufenstern, die zur wenig belebten Straße zeigen. Der Bekannte erkundigt sich nach meinem Buch und ob er denn ein Exemplar haben dürfte.
Ich gehe nach Hause und hole ein Exemplar. Als ich die Gallerie wieder betrete und es ihm gebe, höre ich in einem Nebenraum einen Hahn krähen.
Wir gehen in den Nebenraum, eine Küche, und dort liegt ein Hände das klingelt, der Klingelton ist ein krähender Hahn.

Ich wache direkt auf, denn mein Handy klingelt. Mein Weckton im Wachleben ist eben genau dieser krähende Hahn :D Ich stehe auf und gehe in mein Wohnzimmer, denn dort habe ich am Abend zuvor das Handy liegen lassen.

 

Mein Weckton meines Handys hat das Traumgeschehen beeinflusst, der Ton und und das Handy wurden in den Traum eingebaut. Genau diese “Probleme” können mit dem REM-Dreamer / Nova-Dreamer auftreten: Die Lichtsignale, die einem zeigen sollen, dass man träumt, werden einfach in das Traumgeschen eingebaut. Genau dies ist mir mit dem REM-Dreamer passiert:

Im Wachleben lag ich schlafend mit dem REM-Dreamer im Bett. Ich träumte ich wäre in einem Keller und müsste einen Boxkampf bestreiten. Plötzlich blendete mich mein Trainer mit eriner weißen Lampe in regelmäßigen Abständen.

Dies waren die Lichtsignale des REM-Dreamers, der meinen REM-Zustand erkannt hatte. Interessanterweise sind die Lichtsignale des REM-Dreamers rot, warum ich diese im Traum als weiß gesehen habe….

Prospektive Träume - Ein Blick in die Zukunft?

Datum 7. Nov. 2014
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Ein prospektiver Traum behandelt ein Geschehen, welches erst in der Zukunft eintreten wird. Diese Art von Traum soll die Zukunft zeigen.

Gibt es solche Träume wirklich?

Ich denke, prospektive Träume sind durchaus möglich, aber nur in geringem Ausmaß. Im Traum kann man Zugriff auf viele, unbewusst aufgenommene Informationen erhalten. Aus diesem unbewussten Informationen lassen sich bestimmte Ereignisse ableiten, die dann vielleicht auch eintrten.

Ein praktisches, fiktives Beispiel:

Eine gute Freundin ist seit einigen Wochen Schwanger, hat es aber noch niemanden gesagt. Unterbewusst nimmt man diese Veränderung durch ihren Duft, ihr geändertes Verhalten etc. auf. Dies kann nun zu dem prospektiven Traum führen, in dem man sieht wie sie Schwanger ist und ein Kind zur Welt bringt.

Unbewusst aufgenommene Informationen können einem im Traum bewusst gemacht werden und dadurch auf ein zukünftiges Ereignis hindeuten.

Hier endet für mich persönlich derprospektive Traum. Solche Träume, die den Tod oder die Lottozahlen voraussagen, halte ich für nicht möglich (man kann es aber dennoch probieren).

Unterschied prospektiver Traum und Wahrtraum
Ein prospektiver Traum darf nicht mit einem Wahrtraum verwechselt werden. Bei einem Wahrtraum wird KEIN zukünftiges Ereignis gezeigt, bei einem Wahrtraum behandelt der Traum wahre Ereignisse. Es muss hier nichts gedeutet werden, ein Wahrtraum zeigt nur ein Ereignis, so wie es wirklich geschehen ist.

Ungewollt aufwachen - Warum und was schafft Abhilfe?

Datum14. Sep. 2014
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Warum wachen wir ungewollt aus unseren Träumen auf? Hier müssen wir zuerst zwischen Klarträume und Trübträume unterscheiden.

Ungewollt aus Trübtraum aufwachen:

  • Art des Traumes z. B. Albtraum
  • Einfluss von Aussen (laute Geräusche, Licht, Wecker)
  • Schlafpensum erfüllt
  • innere Uhr (gewohnte Weckzeit im Urlaub)

Ungewollt aus Klartraum aufwachen:

  • Falsches Erwachen
  • Einfluss von Aussen (laute Geräusche, Licht, Wecker)
  • Schlafpensum erfüllt
  • innere Uhr (gewohnte Weckzeit im Urlaub)

Klartraum
Streitpunkt starke Emotionen und Sex

Starke Emtionen die z. B. durch Sex ausgelöst werden, SOLLEN einem aus dem Klartraum aufwachen lassen. Ich glaube aber mittlerweile, das dies nur teilweise der Grund ist.

Hier handelt es sich um eine selbsterfüllende Prophezeiung. Nur weil der Klarträumer daran glaubt, dass solche Dinge zum Aufwachen führen, wacht er dadurch auch auf. Ob dies stimmt, kann ich nicht zu 100% sagen.

Ich würde neutral an solche Themen herantreten und meine eigenen Erfahrungen sammeln.

Klartraum
Klarträume sind nicht natürlich

Warum wir träumen, ist bisher unbekannt. Eine Theorie ist, dass Trübträume Gefahren aus der Realität simulieren um uns so auf diese vorzubereiten. Flüchten wir 100 mal im Traum vor dem Säbelzahntiger und denken, dies sei die Realität, dann sind wir im Wachleben besser darauf vorbereitet.

Machen wir so aus dem Trübtraum einen Klartraum, wissen wir das nichts real ist. Die Übung verliert dadurch ihren Sinn und Zweck: Vielleicht wachen wir deshalb ungewollt aus dem Klartraum auf, weil die Übung keinen Lerneffekt hat.

Dies trifft natürlich nur zu, wenn dies der Grund ist, warum wir träumen.

Was kann ich gegen ungewolltes Erwachen tuen?
Eigentlich kann man nur das Erwachen wegen starken Emotionen / Sex und teilweise die innere Uhr kontrollieren. Alle anderen Faktoren lassen sich so nicht beeinflussen.

Durch Autosuggestion kann man seine innere Uhr steuern:

Ich schlafe morgen lange und werde erst um XY Uhr geweckt.

Keine Zeit um Träume aufzuschreiben?

Datum 6. Aug. 2014
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Ich führe nun seit über einem Jahr KEIN Traumtagebuch mehr. Die letzten Tage schießt mir das Bedürfniss in den Kopf, wieder mit dem Traumtagebuch anzufangen.

Der einzige Grund, warum ich schweren Herzens das Traumtagebuch aufgegeben habe, war die fehlende Zeit.

Ich hatte einfach nicht genug Zeit, alle meine Träuem aufzuschreiben. Gegen Ende meiner Aufzeichnungen musste ich am Tag 1 - 2 Stunden in mein Traumtagebuch investieren.
Träume sind mir immens wichtig, doch dieser Zeitaufwand lies sich nicht mehr mit meinem Arbeitsalltag vereinbaren.

Nun möchte ich aber wieder Traumtagebuch führen. Der Aufwand dafür soll im Rahmen des möglichen bleiben.

Welche Wege stehen mir nun zur Verfügung meine geliebten Träume festzuhalten und gleichzeitig den Aufwand zu minimieren?

Mir kam als erstes das Diktiergerät in den Sinn: Die Träume sind schnell aufgesprochen und ohne viel Aufwand für dei Ewigkeit festgehalten.

Hier ergeben sich aber 2 Probleme: Es ist keine Auswertung der Träume möglich, was bei mir einen Großteil meiner Motivation ausmacht. Dies ist aber natürlich wieder mit einem größeren Aufwand verbunden, welchen ich natürlich gering halten will. Des weiteren kann lese gerne in meinen Träumen, gehe sie nochmal durch und schaue mir dazu meine gezeichneten Bilder an.
Dies ist dann natürlich nicht mehr möglich, man kann seine Träume nicht mehr privat durchlesen, man muss diese immer anhören.

Die beste Lösung sind handschriftlich festgehaltene Stichpunkte. Diese kann man bei einer ruhigen Minute durchgeghen und sich so den Traum wieder detailreicher in Erinnerungen rufen.

Trübträume - Verändert sich die Erinnerung rückwirkend?

Datum20. Jul. 2014
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Können sich Veränderungen im Traum rückwirkend auf das Traumgeschehen bzw. auf das, an was wir uns erinnern, auswirken?

Sagen wir, ich bin im Traum in einer Konzerthalle und sehe jemanden Klavier spielen. Gegen Ende des Traumes taucht ein Clown auf. Ich erwache und erinnere mich daran, von einem Clow in einem Zirkuszelt geträumt zu haben.

Ein Traumelement, ein kleines Detail, hat Rückwirkend den Traum bzw. das, an was wir uns erinnern, verändert. Kleine Details verändern oft die Richtung, in die sich der Traum weiter entwickelt. Ist dies auch rückwirkend der Fall?

Dies würde die Traumdeutung fast unmöglich machen. Ein Detail ließe einen ganze Träume vergessen und verändert den kompletten Inhalt.

Äußere Einflüsse könnten hier auch ihre Wirkung entfalten: Fängt es im Wachleben zu regenen an, so könnte aus der Konzerthalle / dem Zirkuszelt ein Wasserfall werden.

Wirkliche Gewissheit haben wir wohl erst, wenn sich Träume live aufzeichnen lassen, was vielleicht nicht mehr lange dauern wird…