Körper und Persönlichkeit im Trübtraum

Datum17. Aug. 2012
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Ein wunderbarer Aspekt der Träume ist ihre Vielseitigkeit.

Besonders Trübträume bieten oft atemberaubende Erlebnisse, die auch nach dem Erwachen noch Nachwirkungen zeigen. Es sind oft die einfachen Dinge, die Träume zu etwas spannendem und vielseitigem machen.

So muss man nicht in jedem Traum einen Körper besitzen, der die eigene Persönlichkeit darstellt. Man scheint die Umgebung als eine Art „Bewusstsein“ zu beobachten. So, als sei man nur der Kameramann, oder besser gesagt, nur die Kamera selbst.

Völlig ohne Körper scheint man das Geschehen wahrzunehmen und nur als Beobachter zu fungieren.
Der Unsichtbare, der von den spannenden Geschichten der Nacht Notiz nimmt.

Hat man im Traum einen Körper, so muss dieser nicht immer die eigen Persönlichkeit repräsentieren. So Träumt man, eine andere Person zu sein. Das soll jetzt natürlich nicht  theatralisch klingen, es geht einfach um einen andere Traumfigur, eine andere Traumidentität als die  eigene ich.
So ist man immer noch „Ich“ aber eben gleichzeitig eine andere Person. Im Traum ist man diese andere Person. Interessant ist, das man das Wissen der Traumfigur, deren Lebenssituation und Geschichte zu kennen scheint, so als wäre man nie jemand anders gewesen.

Dies zeigt sehr schön, wie frei wir in unseren Träumen sind und man beachte das es sich hier nur um Trübträume ohne Kontrolle handelt. Jeder kann sich die Möglichkeiten ausmalen, die einem im Klartraum zur Verfügung stehen…

Trübtraum: Sich nicht zu sehr mit dem eigenen Traumbild identifizieren

Datum16. Feb. 2012
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Notiert man seine Träume ins Traumtagebuch, sollte man sich nicht zu sehr mit den Dingen identifizieren, die das Traumselbst / das Abbild von sich selbst ausführt. Manche Aktionen, Aussagen und Verhaltensweisen würde man im Wachleben nie ausführen oder aussprechen. Man muss sich davon lösen, dass man im Trübtraum genauso agiert wie im Wachleben. „Unschöne Aktionen“ und Dinge, die einem nach dem Aufwachen als falsch und befremdlich erscheinen,  „zensiert“ man gerne beim Aufschreiben ins Traumtagebuch. Das Traumtagebuch sollte man aber nur für sich selbst schreiben! Nur ICH lese es und kann deshalb schreiben was ich will. Niemand richtet über mich.
Selbst wenn, diese Person im Traum entspricht nicht oder nur teilweise meinem Wesen im Wachleben. Richtet als jemand über meinen Traum, betrifft es mich nur zu einem kleinen Teil. Natürlich sollte man sich auch nicht komplett von seinem Abbild im Traum lösen und es als „Fremden“ ansehen, das Abbild und deren Handlungen im Traum hat immer eine Bedeutung, gerade die Handlungen die uns vielleicht befremdlich erscheinen, tragen vielleicht eine wichtige Aussage, die man nicht auf den ersten Blick erkennt.

Bewahrt man einen gewissen Abstand zur Traumfigur und identifiziert sich nicht zu 100% mit der Selbigen, kann man die Dinge objektiv betrachten und in vollem Umfang im Traumtagebuch notieren.

Gerade weil im Traum das Logikzentrum inaktiv ist, kommen manchmal verrückte aber auch verstörende Traumszenen zustande. Egal wie wenig das Traumbild mit dem dem wahren ich übereinstimmt, es sollen alle Details so festgehalten werden, wie sie im Traum passiert sind.

Beim aufschreiben des Traumtagebuches scheint man wohl auch automatisch zu sortieren. Oft ertappe ich mich dabei, wie ich kleine Details und mir als „unwichtig“ erscheinende Nebenhandlungen im ersten Moment nicht notieren will. Der Traum soll als Ganzes mit allen Details notiert werden. Traumarbeit ist leider immer noch Arbeit, die sich aber bei der Belohnung „Klartraum“ mehr als lohnt.

Behalten wir also im Hinterkopf:

  • Sich nicht zu 100% mit dem Abbild des eigenen Selbst im Traum identifizieren
  • Abstand wahren
  • Alle Details festhalten
  • Es lohnt sich!