Der 12 . April ist der “Lucid Dreaming Day”

Datum12. Apr. 2014
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Ich wünsche euch allen einen schönen “Lucid Dremaing Day” :) Dieser findet dieses Jahr das erste mal statt.

Dennoch wünsche ich euch allen einen schönen Klartraumtag, ich hoffe ihr macht viele RealityChecks und habt heute Nacht einen Klartraum.

Ich darf Alice hier zitieren, durch welche ich auf den Lucid Dreaming Day gestoßen bin:

Am 12ten April 1975 hat Keith Hearne den Durchbruch in der Forschung zum luziden Träumen geschafft. Die ersten Augensignale von einem luziden Träumer aus der Traumwelt wurden wissenschaftlich aufgezeichnet und legten den Grundstein für die weiteren Erkundungen.

Die Geschichte des Klarträumens

Datum22. Mär. 2012
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Die komplette Geschichte des Klarträumens kann wohl niemand niederschreiben. Wer war der erste Klarträumer? Wann genau träumte der erste Mensch klar? Diese doch sehr interessanten Fragen sind sehr schwierig bzw. nicht zu beantworten. Dennoch will ich versuchen einen kleinen, vielleicht auch mit Lücken behafteten Überblick über die Geschichte des luziden Träumes zu geben.

 

340 v.Chr. schreibt Aristoteles über Etwas im menschlichen Bewusstsein, dass einem manchmal im Traum sagt, des Erlebte sei nur ein Traum. Er beschreibt des Erkennen des Traumzustandes, den heute jeder luzide Träumer (meist) durch einen Reality Check hervorruft.

 

Im 800 n.Chr. praktizieren Buddhisten in Tibet das Traum-Yoga. Bewusstes Träumen das u.a durch Mediation erreicht wird. Beitrag: Die Lehre der tibetischen Traum-Yogis.

 

Marie Jean Léon le Coq, Baron D’Hervey, Marquis de Saint-Denys, begann im Alter von 13 Jahren seine Träume aufzuschreiben.
Im Jahre 1867, mit 45 Jahren, veröffentlichte er anonym seine Buch „Les Rêves et les moyens de les diriger“ in denen er verschiedene Methoden zur Traumkontrolle, Methoden zum luziden Träumen, beschreibt.

 

1898 beginnt Frederick van Eeden seine seit dem Jahr 1896 aufgeschrieben Träume in zwei „Arten“ aufzuteilen: „Normale“ Träume und jene die im am wichtiger erschienen. Diese wichtigen Träume nennt er später „lucid dreams“
Frederick van Eeden ist der Erfinders des Begriffes „lucid dreams“, er notierte 500 Träume von welchen 352 luzide Träume waren.

 

1899 erschien in Sigmund Freuds Hauptwerk „Die Traumdeutung“ folgendes Text:

Dagegen gibt es Personen, bei denen die nächtliche Festhaltung des Wissens, dass sie schlafen und träumen, ganz offenkundig wird und denen also eine bewusste Fähigkeit, das Traumleben zu lenken, eigen scheint. Ein solcher Träumer ist z.B. mit der Wendung, die ein Traum nimmt, unzufrieden, er bricht ihn, ohne aufzuwachen, ab und beginnt ihn von neuem, um ihn anders fortzusetzen, ganz wie ein populärer Schriftsteller auf Verlangen seinem Schauspiel einen glücklicheren Ausgang gibt. (…) Der Marquis d’Hervey behauptete, eine solche Macht über seine Träume gewonnen zu haben, dass er ihren Ablauf nach Belieben beschleunigen und ihnen eine ihm beliebige Richtung geben konnte

Freud hatte unter anderem Briefkontakt mit  Frederick van Eeden.

 

1932 erlernte Pat Noone die Sprache der Temiar, welche mit den Semai unter dem Begriff Senoi (Beitrag: Einblick in die Traumkontrolle der Senoi) zusammengefasst werden. Der nachfolgende Auszug stammt aus einem Brief den Noone im selben Jahr verfasste:

Personally  I  believe that the Temiar have hit upon some psychological trick in their educative  process which  enables  the majority  to  reach  this  high  degree  of emotional adjustment as adults. I am not sure of my ground as yet, but I feel it has something to do with their dreams

 

1936 Traf Kilton Stewart auf Pat Noon, welche zusammen eine Forschungsreise zu den Senoi durchführten. Hier berichtet Kilton Stewart das erste mal über die Senoi und ihre Traumkontrolle.

Im selben Jahr erschien von A.E. Brown ein Artikel mit dem Titel “Dreams in Which the Dreamer Knows he is Asleep” im Journal of Abnormal Psychology. Damit wiedersprach er der Aussage seiner Kollegen, luzides Träumen sei nicht anderes als Tagträume. Er war der Erfinders des Sprung-RCs: Springe in die Luft und prüfe, ob du realistisch zu Boden fällst.

 

1948 veröffentlichte der Psychiater Nathan Rapport einen Artikel mit dem Namen „Pleasent Dreams“, welcher vom Klarträumen handelt.

 

1968 veröffentlichte Celia Green ihr Buch „Lucid Dreams“. Das Phänomen des Klarträumens wurde nun immer bekannter. In der allgemeinen Wissenschaft wurden Klarträume mittlerweile und fälschlicherweise als kurze Wachphasen während des Schlafes angesehen.

 

1972 beschrieb Carlos Castenada in seinem Buch „Reise nach Ixtlan“ das luzide Träumen.

 

1974 veröffentlicht Patricia Garfield ihr Buch „Kreativ Träumen

 

1975 zeichnte Keith Hearne die ersten Augenbewegungen eines Klarträumers aus dem Klartraum auf.

 

1980 erhielt Stephen LaBerge seinen Doktortitel von der Stanfor University mit seiner Arbeit: „Lucid dreaming: an exploratory study of consciousness during sleep”
LaBerge trug Klarträumern auf, eindeutige Augenbewegungen im Klartraum durchzuführen. Diese wurden auf dem EOG (Elektrookulograf) sichtbar, gleichzeitig konnte festgestellt werden, dass der Proband schläft: Der Beweis für luzides Träumen, eine im Traum bewusst ausgeführte Handlung.

Auch wenn Klarträumen in der heutigen Zeit bekannter und akzeptierter ist, gibt es leider immer noch Kritiker und Ungläubige, die dieses nächtliche Phänomen als unwahr abtun. Ob Klarträumen jemals in der Gesellschaft voll akzeptiert und angenommen wird, wird wohl nur die Zeit zeigen…

Quellen:
http://animus.fateback.com/animus/klartraum/1.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Klartraum
http://www.lucidity.com/vanEeden.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Frederik_van_Eeden
http://de.wikipedia.org/wiki/Elektrookulografie