Die Variable “Klarträumer”

Datum17. Dez. 2013
Views: 3490 | Kommentare: 0


Nicht jeder angehende oder erfahrene Klarträumer reagiert auf Techniken oder bestimmte Verhaltensweisen im Klartraum gleich.

 

vor_dem_klartraum.png
Ausserhalb des Klartraums - Techniken:
Autosuggestion ist hier ein gutes Beispiel. Zwei Klarträumer könnten synchron und völlig identisch Autosuggestion anwenden. Bei einem klappt es, bei dem anderen - oder sogar bei beiden - klappt es nicht.
WILD zum Beispiel hängt stark vom Klarträumer und seinen Fähigkeiten ab: Körpergefühl, Stärke der Visualisierung und die Grundeinstellung zur Technik selbst etc.

 

 

im_klartraum.png
Im Klartraum - Mind-Set:
Stabi-Techniken klappen bei dem einen Klarträumer besser als bei dem anderen. Ob wir Stabi-Techniken überhaupt brauchen, ist eine andere Frage…
Dinge erschaffen oder Orte wechseln klappt auch nicht immer gleich. Die Überzeugung vom Klarträumer spielt hier eine Rolle so wie unbekannte Faktoren, die man nicht bestimmen kann.

Im Klartraum und beim praktizieren der Techniken darf man dies nie ausser acht lassen.

 

Als Oneironaut stößt man in unbekannte Gefilde vor, in denen es keine strikten Regeln gibt.
Tauchen wir ein in das Welltall des Unbekannten und lassen wir uns gemeinsam davon faszinieren.

Probleme mit hypnagogen Bildern? Eine Übung

Datum 1. Nov. 2013
Views: 3847 | Kommentare: 0


Ich habe so meine Probleme mit den hypnagogen Halluzinationen, im speziellen die hypnagogen Bilder.

Versuche ich zu WILDen, schlafe ich entweder unbewusst ein, ohne etwas zu sehen oder zu hören, oder ich bleibe einfach wach.

Die folgende Übung ist sehr einfach aber gleichzeitig ein gutes Training, dem hypnagogen Zustand näher zu kommen.

 

Hypnagoge Bilder üben

 

Besonders wichtig ist,
diese Übung nur auszuführen,
wenn du
sehr müde,
aber nicht übermüdet
bist!


Dies ist der Knackpunkt bei dieser Übung, den ich selbst erst entdecken musste.

  1. Suche dir einen ruhigen Ort, wo du dich entspannt zurücklehnen kannst. Dies muss nicht dein Bett sein.
  2. Bringe dich in eine angnehme Haltung, sei es liegend auf dem Bett oder leicht zurückgelehnt in einem Stuhl.
  3. Schließe deine Augen und denke über deinen Tag nach bzw. an den ersten Gedanken, der dir einfällt.
    Dieser Gedanke wird sich langsam verselbstständigen, da du bereits müde bist.
  4. Folge nun diesem Gedanken bewusst genug, um nicht einzuschlafen. Versuche nicht die Gedanken / Bilder bewusst zu sehen / zu betrachten sondern lasse diese aufkeimmen und wieder verwelken. Hier hilft einfach nur üben üben üben…
    Die Bilder die nun entstehen, sind keine plastischen Bilder im eigentlichen Sinne. Es scheinen Formen zu sein, die aus Gedanken bestehen. Es ist wie ein Bild aus Worten, welches kein Bild ist.
    Versuchst du diese anzusehen, sind sie auch schon wieder weg und du blickst ins Schwarz deiner geschlossenen Augen.
  5. Versuche nun immer länger diesen Bildern zu folgen, ohne dass du einschläfst.

 

Ihr merkt bereits, wie einfach diese Übung ist. Der springende Punkt sei hier aber nochmal erwähnt: Ihr müsst müde sein, dürft aber nicht übermüdet sein!

Ich kam durch zufall auf diese Übung und konnte nach einem Training bereits mehr Erfolge mit den hypnagogen Halluzinationen erzielen, als bei all meinen anderen WILD-Versuchen.

Realitätsverlust durch Klarträume

Datum22. Jun. 2013
Views: 5445 | Kommentare: 6


Sind Klarträume gefährlich? Oft stellen angehende Klarträumer die Frage, ob man sich nicht in der Klartraumwelt verlieren kann und nur noch Klarträumen will.

Zu diesem Thema findet sich im Blog bereits folgender Beitrag: Ist Klarträumen gefährlich? Ist die natürliche Funktion der Träume gestört?

Allgemein möchte ich diese Frage mit Nein beantworten. Meiner Meinung nach ist Klarträumen nicht gefährlich. Dennoch kann ich diese Frage nur mit meiner seelischen Verfassung und durch meine eigenen Erfahrungen beantworten.
Ich kann nicht in andere Klartäumer hineinsehen und kenne nicht den Menschen der hinter dem Avatar im KT-Forum steht.

Mir selbst kein Fall bekannt, wodurch Klarträume eine Person von der Realität entfernt haben. Wer sich aber zum Beispiel in psychologischer Betreuung befindet, sollte dies mit seinem Therapeuten abklären.

Hier möchte ich einige Warnhinweise aufzählen, die nach meiner Meinung zeigen, dass sich die Person mehr in die Klartraumwelt gezogen fühlt, als in die Realität:

Warnhinweise

 

  • Schlechtes Gefühl, wenn der Klartraum vorüber ist / starke Trauer bzw. Unbehagen, WEIL der Klartraum vorüber ist
  • Starker, sehnlicher Wunsch am Tag, endlich wieder in die Klartraumwelt einzusteigen
  • Gefühle von Liebe / Abhängigkeit, für / von eine/r Klartraumfigur
  • Starke Vernachlässigung des Schlafes für einen Klartraum (sich beim Versuch einen KT zu erlangen, ungewollt wach zu halten)
  • Die REM-Rebound Methode sollte auch nicht zu exzessiv betrieben werden.
  • Vernachlässigung von sozialen Pflichten:
    • nicht zur Arbeit / Schule gehen
    • kaum Kontakt zu Freunden / Familienmitgliedern
  • Kompletter Rückzug aus dem Sozialleben       

 

Das man sich auf einen Klartraum freut oder auch mal eine Stunde früher schlafen geht, ist natürlich kein Problem. In schwacher Ausprägung stellen einige der genannten Warnhinweise keine Warnhinweise dar.

Sollte die Angst der Abhängigkeit bestehen, sollte man mit seiner Familie  und mit seinen Freunden sprechen, ob ihnen eine starke Veränderung im Verhalten aufgefallen ist. Solche Dinge nimmt man selbst oft nicht so bewusst wahr.

Klarträume sollen sich wie ein Urlaub anfühlen, nicht wie eine Zuflucht.

Träume zeigen nicht IMMER die wahren Probleme

Datum12. Feb. 2013
Views: 3549 | Kommentare: 1


Als Klarträumer hegt man i. d. R. auch ein großes Interesse für seine Trübträume. Ob man will oder nicht, man sucht oft nach einer Bedeutung, das liegt einfach in der Natur des Menschen. Wir sehen etwas und wollen es verstehen und analysieren.

Es ist aber besonders wichtig zu Wissen, das Träume nicht immer eine Bedeutung haben, zusätzlich ist die Bedeutung in nur sehr selten offensichtlich erkennbar.

Will man mit seinen Träumen an eigenen Problemen arbeiten, ist eine gewisse Vorsicht geboten. Träume erfüllen unsere Wünsche und auch Ängste. Wer glaubt, ein Problem in sich entdeckt zu haben, sollte einen Traum darüber nicht als Bestätigung sehen.

Schnell redet man sich Probleme ein, da diese ja in seinen Träumen auftauchen, und „dann müssen diese ja auch wahr sein“.

Träume sind ein reicher Schatz an Kreativität, Ideen, Tipps und Ratschlägen, dennoch ist es wichtig nicht zu viel in die eigenen Träume hinein zu interpretieren.

Nicht jeder Traum hat eine
wichtige Bedeutung und Aussage.

Leider kann ich hier keine „handfesten“ Tipps und Stichpunktlisten geben, durch die der Träumer die Unterschiede erkennt. Ich kann nur sagen, dass es sehr Hilfreich ist, etwas Abstand zu nehmen. Man kann sich in der Traumanalyse verlieren und „überanalysieren“ wodurch man manchen Dingen mehr Bedeutung zumisst, als diesen zusteht.