Klartraum Mythen

Datum22. Jun. 2014
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Stirbt man im Klartraum, stirbt man auch im Wachleben
Nein, stirbt man im Klartraum, hat es keine Auswirkungen auf den Gesundheitszustand im Wachleben.
Wie hätten man auch je davon erfahren können? Würde man wirklich auch im Wachleben sterben, könnte man davon ja nicht berichten…

 

Blickfixation lässt einen erwachen.
FALSCH, man kann alles solange anstarren wie man will.

 

Klarträumen raubt den erholsamen Schlaf.
Nein, viele fühlen sich nach einem Klartraum sogar erholter.

 

Wer einmal klar träumt, erlebt nur noch Klarträume.
Nein, je nach Technik stellen Klarträume nur einen kleinen Teil der Träume pro Nacht dar. Mein persönlicher Rekord liegt bei 4 Klarträumen pro Nacht, hier erlebte ich aber zusätzlich viele weitere Trübträume.
Es besteht also nicht die Gefahr, dass man nur noch klar träumt.

 

Man kann im Klartraum seinen eigenen Namen nicht aussprechen?
Dies geht sehr einfach und ohne Probleme, Stephen LaBerge wiederlegte dieses Gerücht in eigenen Experimenten.

 

Lichtschalter machen immer Probleme im Klartraum.
Vermutlich reden sich dies viele Klarträumer ein. Da man oft davon im Internet liest, fällt es einem so schwer. Es findet eine selbsterfüllende Prophezeiung statt: Der Klarträumer glaubt so fest daran, dass Lichtschalter im Klartraum nicht funktionieren, dass eben dies genau passiert. Der Klartraum erfüllt die Erwartungen des Klarträumers.

 

Im Spiegel kann ich mich selbst nicht betrachten, ich sehe entstellt aus.
Ich habe mich selbst im Klartraum in einem Spiegel betrachtet. Ich wusste von dem Mythos, dass das Spiegelbild verformt sein würde und so war es auch.
Als ich einige Zeit später unvoreingenommen an einen Spiegel heran trat, sah ich ganz normal aus. Der Unterschied war, im Spiegelbild hatte ich eine Mütze auf. Es liegt also an der eigenen Einstellung.
Blogbeitrag: Sind Spiegel gefährlich?

 

Kann man im Klartraum gefangen sein?
Nein, hier gibt es ein paar ausführliche Beiträg:
Gefangen im Klartraum - Nicht aus dem Klartraum aufwachen…

 

Ich habe Stunden / Wochen im Klartraum verbracht!
Meiner Meinung nach, ist es nicht möglich mehrere Stunden oder gar Wochen im Klartraum zu erleben. Hier ein Blogbeitrag u.a. zu diesem Thema: Zeit im Klartraum und externe Reize im Trübtraum
Theoretisch kann man die ganze Nacht in allen Schlafphasen Klarträumen, es ist also auch für mich schwer einzuschätzen.

Töten / zerstören im Klartraum - Hat es Folgen?

Datum 9. Mär. 2014
Views: 4427 | Kommentare: 1


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Was passiert, wenn man im Klartraum eine Traumfigur tötet oder etwas symbolisch Wichtiges (oder auch scheinbar Unwichtiges) zerstört? Kann dies negative Konsequenzen haben?

 

1. Töten

Ich vertrete die Meinung, dass man nur im Klartraum absolut frei ist, darum kann man im Klartraum tun und lassen, was man will. Dennoch würde ich persönlich aus rein moralischen Gründen keine Traumfigur töten.

 

Umgang mit Traumfiguren:

Freundliche Traumfiguren

Freundlichen Traumfiguren sollte man immer freundlich gegenüber treten. Man kann große Vorteile daraus ziehen: Mache zum Beispiel die Traumfigur zu deinem Traumfreund und / oder bitte sie, dich in deinem nächsten Traum daran zu erinnern, dass du gerade träumst. So hilft dir die Traumfigur, aus einem Trübtraum einen Klartraum zu machen.

 

Aggressive Traumfiguren

Aggressiven Traumfiguren solltest du AUCH freundlich gegenüber treten:

  • Frage sie nach ihrem Namen, dadurch stellst du eine Beziehung mit der Traumfigur her
  • Frage, ob du ihr in irgendeiner Weiße helfen kannst
  • Frage, was sie will

Bleibt die Traumfigur aggressiv, blocke zuerst ab und bleibe neutral. Du hast die Kontrolle. Du kannst auch andere Traumfiguren um Hilfe bitten.
Ist die Traumfigur immer noch aggressiv und greift dich an, sollte das letzte Mittel die Gewalt sein. Die Senoi-Indianer beschreiben sehr schön, dass man in diesem Fall von der bezwungenen Traumfigur ein Geschenk fordern soll. (Mehr Infos zu den Senoi-Indianern im KT-Forum: Einblick in die Traumkontrolle der Senoi.)

Passieren kann hier aber nichts. Selbst wenn man sein Unterbewusstsein erscheinen lässt (welches ich nicht als etwas Eigenes abgrenze), und dieses angreifen oder zerstören würde, kann man nichts kaputt machen.

 

2. Zerstören

Zerstört man etwas im Traum, zerstört man nur ein Abbild, eine Spiegellung.

Wirft man einen Stein auf sein eigenes Spiegelbild in einem Teich, fügt man sich selbst keinen Schaden zu. Nur die Spiegelung wird zerstört, das eigene Selbst bleibt unangetastet.

Genauso verhält es sich im Traum. Es gibt also keinen Grund, Angst zu haben, man könne etwas kaputt machen.

Wie schon gesagt kann dies jeder Klarträumer für sich entscheiden und ist im Umgang mit den Traumfiguren völlig frei, dies sind nur meine eigenen Einschätzungen.

Spiegel im Klartraum gefährlich?

Datum 4. Nov. 2013
Views: 10932 | Kommentare: 11


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Oft liest man, das Spiegel im Klartraum gefährlich sind oder das man sein Spiegelbild nur verzerrt oder entstellt sieht.

 

Der Klartraum erfüllt die Erwartungen des Klarträumers (siehe dazu: Gewohnheiten aus dem Wachleben gehen in den Klartraum über). Dies gilt für positive so wie negative Erwartungen. Passend hierzu auch: Gefangen im Klartraum.

 

Erwartet der Klarträumer also, dass sich ein Spiegel merkwürdig verhält, wird dies auch so eintreten. Es sind also die Erwartungen und die Gerüchte um Spiegel, die dieses Phänomen auslösen. Gefährlich ist ein Spiegel NIE im Klartraum. Wie auch? Der Klarträumer hat die Kontrolle über den Klartraum und er kann keine Schmerzen spüren.

 

Hier ein Auszug aus meinem #96 Klartraum in welchem ich dies näher getestet habe:

Ich schaue mich in meinem Zimmer um, es sieht etwas anders als im Wachleben aus.
Mein Spiegel steht an einem anderen Platz. Ich sehe mich darin klar und unverzerrt. Der Spiegel verhält sich so wie im Wachleben. Ich bewege mich und alle Bewegungen sind genau gleich, ich teste alles etwas länger.

 

Stephen LaBerge hat hier auch ein Gerücht aus der Welt geschafft: Er konnte ohne Probleme seinen eigenen Namen im Klartraum aussprechen. Klartraumautoren hatten davon berichtet, das dies umöglich wäre bzw. die Traumwelt stark erschüttern würde. LaBerge konnte sich dies nicht vorstellen; er ging das Problem unvoreingenommen an  und ohne Erwartungen und wiederlegte dieses Gerücht.