Klartraum Mythen

Datum22. Jun. 2014
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Stirbt man im Klartraum, stirbt man auch im Wachleben
Nein, stirbt man im Klartraum, hat es keine Auswirkungen auf den Gesundheitszustand im Wachleben.
Wie hätten man auch je davon erfahren können? Würde man wirklich auch im Wachleben sterben, könnte man davon ja nicht berichten…

 

Blickfixation lässt einen erwachen.
FALSCH, man kann alles solange anstarren wie man will.

 

Klarträumen raubt den erholsamen Schlaf.
Nein, viele fühlen sich nach einem Klartraum sogar erholter.

 

Wer einmal klar träumt, erlebt nur noch Klarträume.
Nein, je nach Technik stellen Klarträume nur einen kleinen Teil der Träume pro Nacht dar. Mein persönlicher Rekord liegt bei 4 Klarträumen pro Nacht, hier erlebte ich aber zusätzlich viele weitere Trübträume.
Es besteht also nicht die Gefahr, dass man nur noch klar träumt.

 

Man kann im Klartraum seinen eigenen Namen nicht aussprechen?
Dies geht sehr einfach und ohne Probleme, Stephen LaBerge wiederlegte dieses Gerücht in eigenen Experimenten.

 

Lichtschalter machen immer Probleme im Klartraum.
Vermutlich reden sich dies viele Klarträumer ein. Da man oft davon im Internet liest, fällt es einem so schwer. Es findet eine selbsterfüllende Prophezeiung statt: Der Klarträumer glaubt so fest daran, dass Lichtschalter im Klartraum nicht funktionieren, dass eben dies genau passiert. Der Klartraum erfüllt die Erwartungen des Klarträumers.

 

Im Spiegel kann ich mich selbst nicht betrachten, ich sehe entstellt aus.
Ich habe mich selbst im Klartraum in einem Spiegel betrachtet. Ich wusste von dem Mythos, dass das Spiegelbild verformt sein würde und so war es auch.
Als ich einige Zeit später unvoreingenommen an einen Spiegel heran trat, sah ich ganz normal aus. Der Unterschied war, im Spiegelbild hatte ich eine Mütze auf. Es liegt also an der eigenen Einstellung.
Blogbeitrag: Sind Spiegel gefährlich?

 

Kann man im Klartraum gefangen sein?
Nein, hier gibt es ein paar ausführliche Beiträg:
Gefangen im Klartraum - Nicht aus dem Klartraum aufwachen…

 

Ich habe Stunden / Wochen im Klartraum verbracht!
Meiner Meinung nach, ist es nicht möglich mehrere Stunden oder gar Wochen im Klartraum zu erleben. Hier ein Blogbeitrag u.a. zu diesem Thema: Zeit im Klartraum und externe Reize im Trübtraum
Theoretisch kann man die ganze Nacht in allen Schlafphasen Klarträumen, es ist also auch für mich schwer einzuschätzen.

Neues Buch von Stephen LaBerge?

Datum 5. Feb. 2014
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Am 9. Mai 2014 erscheint ein neues? Buch von Stephen LaBerge:

Träume, was du träumen willst: Die Kunst des luziden Träumens

Der Klappentext lautet:

Träume lassen sich aktiv steuern und beeinfl ussen dies nennt sich luzides oder klares Träumen – und man kann es lernen. Mithilfe dieses ausführlichen und übersichtlich aufbereiteten Ratgebers kann jeder erlernen, seine Traumwelt zu erforschen und nach Belieben zu beeinflussen. Der Experte und Psychologe Stephen LaBerge hat jahrelang die Beziehung zwischen Körper und Geist während des Traumstadiums erforscht und die notwendigen Schritte zur Perfektionierung des luziden Träumens entschlüsselt. Dieses praxisbezogene Übungsbuch wird dem Leser helfen, Probleme zu lösen, das Selbstvertrauen zu verbessern, die Kreativität zu steigern, Ängste und Hemmungen zu konfrontieren und zu bezwingen und die Selbstbestimmung und Autonomie zu erhöhen.

Ob es sich wirklich um ein neues Buch handelt oder um eine Übersetzung von Lucid Dreaming: A Concise Guide to Awakening in Your Dreams and in Your Life oder Exploring the World of Lucid Dreaming, ist mir nicht bekannt.

UPDATE:

Dank tobias aus dem Klartraumforum wissen wir jetzt, dass es sich um eine Übersetzung von “Exploring the World of Lucid Dreaming”, es ist also KEIN neues Buch.

Quelle: Amazon inkl. Buchcover

Spiegel im Klartraum gefährlich?

Datum 4. Nov. 2013
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Oft liest man, das Spiegel im Klartraum gefährlich sind oder das man sein Spiegelbild nur verzerrt oder entstellt sieht.

 

Der Klartraum erfüllt die Erwartungen des Klarträumers (siehe dazu: Gewohnheiten aus dem Wachleben gehen in den Klartraum über). Dies gilt für positive so wie negative Erwartungen. Passend hierzu auch: Gefangen im Klartraum.

 

Erwartet der Klarträumer also, dass sich ein Spiegel merkwürdig verhält, wird dies auch so eintreten. Es sind also die Erwartungen und die Gerüchte um Spiegel, die dieses Phänomen auslösen. Gefährlich ist ein Spiegel NIE im Klartraum. Wie auch? Der Klarträumer hat die Kontrolle über den Klartraum und er kann keine Schmerzen spüren.

 

Hier ein Auszug aus meinem #96 Klartraum in welchem ich dies näher getestet habe:

Ich schaue mich in meinem Zimmer um, es sieht etwas anders als im Wachleben aus.
Mein Spiegel steht an einem anderen Platz. Ich sehe mich darin klar und unverzerrt. Der Spiegel verhält sich so wie im Wachleben. Ich bewege mich und alle Bewegungen sind genau gleich, ich teste alles etwas länger.

 

Stephen LaBerge hat hier auch ein Gerücht aus der Welt geschafft: Er konnte ohne Probleme seinen eigenen Namen im Klartraum aussprechen. Klartraumautoren hatten davon berichtet, das dies umöglich wäre bzw. die Traumwelt stark erschüttern würde. LaBerge konnte sich dies nicht vorstellen; er ging das Problem unvoreingenommen an  und ohne Erwartungen und wiederlegte dieses Gerücht.

Interview für einen Klartraumbericht auf afk tv

Datum27. Aug. 2013
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afk tv

Heute folgte ich der Einladung des Fernsehsenders afk tv nach München, um an einem Bericht über Klarträume mitzuwirken.
Afk tv wurde auf mich über das KT-Forum aufmerksam und arbeitet aktuell an einem dreiminütigen Beitrag über das Klarträumen.

Der Beitrag besteht aus drei Teilen:
Dem Interview eines anderen Klarträumers, dem Interview von mir als Klarträumer und Gründer eines Klartraumforums und der wissenschaftlichen Seite vertreten durch Viktor Spoormarker vom Max-Planck-Institute für Psychiatrie.

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In München angekommen lernte ich Xenia, Korbinian und Franzi kennen. Alle drei absolvieren aktuell ein Praktikum bei afk TV und sind mit Herz und Seele dabei.

Leider war das Wetter für einen Dreh im freien zu schlecht. Spontan organisierte Xenia einen neuen Drehort, das Cafe / die Bar „Giulia“.

Zu viert machten wir uns vom Sender aus auf den Weg zum neuen Drehort, bepackt mit allem nötigen Equipment. Xenia lernte mich auf dem Weg zum Café an, wichtig sei: Die von ihr gestellten Fragen musste ich in meine Antwort einbauen und sollte dabei kurz und auf den Punkt gebracht bleiben. Ganz wichtig: Nicht in die Kamera blicken.Das Giulia ist ein gemütliches Café / Bar mit einladendem Ambiente. Es war sehr spannend zu sehen, wie aufwendig der Dreh eines 3 Minuten Beitrages ist.

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Das Interview geht los…

Zu Beginn muss die Umgebung etabliert werden. Hierfür drehten wir eine Aussenaufnahme, wie ich das Café gerade betrete. Ich hoffe man merkt mir die Anspannung und Nervosität nicht zu sehr an.

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Korbinian an der Kamera vor dem Cafe.
Ungezwungen gehen, dabei nicht in die Kamera blicken und möglichst natürlich wirken - alles garnicht so leicht.

Im Interview erzählte ich vom KT-Forum und warum ich dieses gegründet habe. Ich sprach eine Buchempfehlung aus, der Klassiker von Paul Tholey “Schöpferisch Träumen” und erzählte auch noch über das Klarträumen im Allgemeinen.

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Ein guter Schwarztee darf hier natürlich nicht fehlen.

Auf dem Tisch wurden noch einige andere Klartraumbücher drapiert: Celia Green - Träume bewusst steuern, Patricia Garfield - Kreativ Träumen und Stephen LaBerges - Exploring the world of Lucid Dreaming.

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Ich fühle mich beobachtet… :D

Die Reality Checks dürfen natürlich in keinem Bericht über das Klarträumen fehlen. Ich vollführte einen Nasen- und Hand-RC und blickte auf ein Plakat zu meiner Linken für den Lese-RC.

Ich möchte mich nochmal herzlichst bei Xenia, Korbinian und Franzi für die Einladung bedanken. Das Drehen hat mir sehr viel Spass bereitet und ich freue mich schon riesig auf den fertigen Beitrag. Dieser wird ca. im Oktober 2013 auf München TV zu sehen sein. Nach der Ausstrahlung findet ihr den Bericht auch auf dem KT-Forum Youtubekanal.

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Alles ist verkabelt…

MikroErwachen in der Nacht

Datum20. Aug. 2013
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Als MikroErwachen werden sehr kurze Wachphasen in der Nacht bezeichnet.

Diese können wenige Momente bis einige Sekunden andauern. Solch MikroErwachen kann bis zu 10 mal pro Nacht auftreten. Während dieser kurzen Wachphasen befindet sich das Gehirn im Wachzustand. Dennoch erinnert man sich am Morgen nicht an diese kurzen Wachphasen.

Früher dachte man, dass Klarträume einfach die wahrgenommenen Eindrücke während dieser kurzen Wachphasen sind. Stephen LaBerge bewies aber 1980 in seiner Doktorarbeit (siehe Geschichte des Klarträumens) dass Klarträume wissenschaftlich belegbar sind und existieren.

Tippfehler Tags: Micro Erwachen, Microerwachen

Eine Nacht im Schlaflabor - Klartraum-Experiment

Datum26. Mär. 2013
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Ich sitze im Zug und bin auf dem Weg nach Mannheim zum Zentralinstitut für Seelische Gesundheit. Dort habe ich mich mit Tadas Stumbrys verabredet. Insgesamt bin ich ca. 6 Stunden unterwegs. Ich mache viele RCs um mich schon mal auf den heutigen Klartraum im Schlaflabor einzustimmen.

Endlich angekommen suche ich zuerst das Zentralinstitut und verschaffe mir eine grobe Orientierung. Danach streife ich noch ein wenig in Mannheim umher, kehre dann aber doch viel zu früh mit großer Vorfreude zum Zentralinstitut zurück.

Schlaflabor_Lageplan.jpgIch wähle Tor Nummer 1 und frage den Pförtner, ob ich für das Schlaflabor im richtigen Gebäude bin. Der Pförtner bejat und erklärt mir, ich müsste ein Stockwerk tiefer. Natürlich bin ich viel zu früh. 21:30 Uhr habe ich mit Tadas ausgemacht. Er ist Doktorand am Institut für Sportwissenschaften in Heidelberg.

Um die Zeit rum zu kriegen, lese ich ein wenig. Nichts klartraumrelevantes, ich will es ja nicht übertreiben. Gegen 21:00 Uhr gehe ich ein Stockwerk tiefer in das Untergeschoss. Die Tür zum Schlaflabor ist abgeschlossen, ich sehe einen Schalter mit der Aufschrift “Klingel”. Ich klingle und sofort kommt mir der Gedanke in den Sinn, dass ich ja ein Experiment stören könnte… aber wer schläft schon im 21:00 Uhr? Niemand öffnet, ich bin ja noch zu früh.

Als ich mich umsehe, entdecke ich, dass jemand am Informationsschild das erste L aus „Schlaflabor“ entfernt hatte.

Mit einem Filzstift wurde dies wieder hinzugefügt. Für ein Schaflabor hätte ich diese weite Reise nicht auf mich genommen, denn nur die dümmsten Kälber suchen sich ihre Metzger selber :)

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Gegen 21:15 Uhr schreitet Tadas, den ich anhand eines Fotos von seiner Website erkenne, und ein Kollege, die Treppe zum Schlaflabor hinab. Tadas vermutet bereits, dass ich der heutige Proband bin. Ich reiche ihm die Hand und stelle mich vor, ebenso tu ich dies bei seinem Kollegen. Dieser wirkt sehr verwundert und wie sich herausstellt, ist dies kein Kollege von Tadas… er kennt diese Person überhaupt nicht. Der unbekannte Herr verlässt das Untergeschoss und ich fühle mich doch ein wenig wie ein Schaf im Schaflabor.

Die Situation ist schnell geklärt und jetzt erst recht amüsant, kann ja mal passieren. Wir betreten das Schlaflabor, welches in mehrere kleine Zimmer aufgeteilt ist. Ich betrete mein Quartier für die Nacht und ich bekomme ein paar Fragebögen zum Ausfüllen. Ich sehe mich in meinem Zimmer um: An der Decke hängt eine Kamera, die natürlich auf mein Bett gerichtet ist. Neben dem Bett erklärt der King persönlich, wo die Elektroden angebracht werden.

Schlaflabor_Kamera.jpg  Schlaflabor_King.jpg
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Es erfolgt nun ein Test, auf den ich nicht genau eingehen kann, da die Studie noch andauert. Ich will keine wichtigen Details verraten und vorab Leute beeinflussen. Ziel ist ist, die Verbesserung von motorischen Fähigkeiten durch Klarträume zu belegen. Diesen Test muss ich heute im Klartraum wiederholen und nach dem Erwachen erneut ausführen. Dadurch zeigt sich, ob ich mich durch das Üben im Klartraum verbessert habe.

Anschließend mache ich mich „Bettfertig“ und Tadas beginnt die Elektroden in meinem Gesicht und an meinem Kopf zu befestigen. Wir unterhalten uns sehr angeregt über das Klarträumen, er erzählt mir von seiner Arbeit mit Daniel Erlacher und einer Begegnung mit Stephen LaBerge (ausgesprochen mit „weichem Ä“, LaBärsch. Endlich! Die Unsicherheit bei der Aussprache hat ein Ende!). Wir unterhalten uns über die Faszination des Klarträumens und über unseren ersten Klartraum. Er erzählt mir u. a. von einem Experiment, bei dem bestimmte Gehirnregionen über leichte, elektrische Stimulation Klarträume auslösen soll.

Ein weiteres interessantes Thema das Tadas aufbrachte: Traumfiguren können zum Großteil “Gedanken lesen“. Der Klarträumer hat hinter seinem Rücken eine bestimmte Anzahl an Fingern ausgestreckt. In den meißten Fällen gaben die Traumfiguren die richtige Anzahl der Finger an. “Gedanken lesen” ist natürlich übertrieben, aber Traumfiguren scheinen Zugriff auf die Gedanken, das Wissen des Träumers zu haben.

Es fehlen noch zwei Elektroden am Oberkörper, um den Herzschlag zu messen. Die Zeit zum anbringen der Elektroden verstreicht mir natürlich viel zu schnell.

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Natürlich trage ich ein KT-Forum T-Shirt, das bringt mir Glück :)

Jetzt werden erstmal die Elektroden überprüft. Tadas verlässt das Zimmer und kommuniziert mit mir über ein Intercom. Sitzt alles richtig, werdend die Augenbewegungen deutlich angezeigt usw. Ich muss nach oben schauen, nach unten, links und rechts, Augen öffnen, schließen, mit den Zähnen knirschen…

Danach ist Bettruhe. Ich schlafe sehr schwer ein, die Kabel sind ungewohnt und engen mich in meinen üblichen Drehmanövern beim Einschlafen ein. Drei mal erlebe ich das Bekannte „Zucken / Stolpern / Fallen“. Ich schlafe nach einer gefühlt viel zu langen Zeit ein und erlebe prompt einen Klartraum:

Es ist sonnenhell im Schlaflabor. Ein Mann betritt das Schlaflabor, er hat lange dunkle Haare. Er zockt auf einer Konsole. Ich sage ihm, ich müsste eigentlich träumen. Er ist überrascht und entschuldigt sich, mich von meiner Arbeit abzuhalten. Ich sitze ihm nun irgendwie gegenüber und er spuckt mir Cola ins Gesicht, es fühlt sich an wie Gummibärchen die auf meiner Haut kleben. (Dies sind eindeutig die Elektroden, die ich in das Traumgeschehen einbaue.) Er entschuldigt sich, dass er so reingeplatzt ist. Ich sage, es sei doch lustig wenn ich jetzt wirklich schon träumen würde. Ich mache einen Nasen Rc und werde klar.

 

Dauer: 2-3 Sekunden
Klarheit: Sehr Gut
Kontrolle: Gut

 

Ich freue mich über den KT und möchte meine Klarheit durch die LRLRLR (Links Rechts etc.) Augenbewegungen signalisieren. Ich bin sehr aufgeregt und wache auf.

Der Klartraum dauerte leider nur wenige Sekunden. Tadas meldet sich über das Intercom ob ich wach bin, ich erzähle ihm von meinem Klartraum und dass dieser leider zu kurz war. Tadas betritt den Raum, jetzt beginnt die Wachphase des WBTB. Es ist nun 4 Uhr und ich notiere meinen Traum. Ich suche nach DreamSigns und beschäftige mich mit dem Traum.

Ich bin guter Dinge, aber auch enttäuscht, es so kurz vor dem Ziel doch nicht geschafft zu haben… Ich lege mich nun wieder schlafen und praktiziere MILD. Wieder kommt es mir vor, als würde ich kaum schlafen. Tadas weckt mich nun mehrmals nach meinen REM-Phasen, ich erinnere mich an meine Träume, werde aber währenddessen nicht mehr klar.

Am Morgen um 8 ist alles vorbei. Tadas, der die ganze Nacht wach war, weckt mich. Die Elektroden werden entfernt. Ich wiederhole den Test vom vorangegangenen Abend. Die Daten sind dennoch brauchbar, ein kompletter Erfolg wäre aber mir und sicher auch Tadas lieber gewesen.

Interessiert frage ich Tadas, ob ich mir mal meine Schlafdaten ansehen darf.

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Immer noch im Haar: Wasserlöslicher Kleber für die Elektroden. Keine Sorge, einmal Haare waschen und es bleibt nichts zurück :)

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Die rote Linie im oberen Bild zeigt den Muskeltonus, der am Kin gemessen wird. Der Ausschnitt zeigt eine REM-Phase, in der ich gelähmt bin, darum gibt es keinen Ausschlag. Oberhalb der roten Liene sieht man die REM typischen Augenbewegungen. Unterhalb der roten Linie wird der Herzschlag angezeigt.

Tadas erklärt mir, das bis vor wenigen Jahren noch alle Kurven ausgedruckt wurden. Da kommt bei einer Nacht viel Papier zusammen und es war besonders viel Arbeit, einen bestimmten Zeitpunkt auf dem langen Ausdruck zu finden.

Ich bin etwas enttäuscht von meinem “halben Erfolg”. Es war aber dennoch einer super Erfahrung, ich habe mich sehr angeregt mit Tadas unterhalten und einen faszinierenden Einblick in die Schlafforschung erhalten.

Zum Abschied schenkt mir Tadas eine Schachtel mit Pralinen. Die Erfahrung im Schlaflabor war mir Geschenk genug. Ich bedanke mich bei ihm herzlich und mache mich auf die Heimreise.

Wer weiß, vielleicht versuche ich es ja nochmal… die Studie dauert noch an.

MILD-Technik: Mnemonic Induced Lucid Dream

Datum20. Mär. 2013
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Mild steht, wie der Titel schon sagt, für Mnemonic Induced Lucid Dream. Mnemonic das Englische Wort für Gedächtnisstütze.

Die MILD Technik wurde von Dr. Stephen LaBerge entwickelt und in seinem Buch „Hellwach im Traum“ (im Deutschen mit MILT abgekürzt) das erste mal und danach in „Exploring the World of Lucid Dreaming“ vorgestellt.

Ziel ist es, sich daran zu erinnern, dass man träumt. Dies mag im ersten Moment der Autosuggestion sehr ähnlich sein, unterscheidet sich aber stark davon. Bei der MILD-Technik nutzt man das prospektives Gedächtnis um einen Klartraum zu erreichen.

 

Was ist das prospektives Gedächtnis?
Kurz gesagt, handelt sich dabei um die Fähigkeit, sich an ein Vorhaben / Ziel in der Zukunft von alleine zu erinnern.

Sagen wir es ist Montag und Donnerstag kommt die Müllabfuhr. Du sagt die also, dass du Mittwoch Abend nicht vergessen darfst, den Müll runter zu bringen.

Erinnerst du dich Mittwoch Abend daran, hast du erfolgreich ein Ziel in deinem prospektiven Gedächtnis abgelegt.

 

Genau diesen kognitiven Mechanismus zu „programmieren“, unterscheidet MILD von reiner Autosuggestion.

 

Anleitung:
Du kannst MILD mit einem erinnerten Traum kombinieren oder ohne bestimmten Traum anwenden.

  1. Wachst du aus einem Traum auf oder hast einen Traum, den du öfterst träumst, visualisieren in diesem Traum, wie du dich daran erinnerst, zu träumen.

    Ahme hier genau die Gefühlslage nach, wie du sich an ein Vorhaben im Wachleben erinnerst. Sicher kennst du das Gefühl, wenn dir plötzlich etwas wichtiges wieder einfällt.

  2. Suggeriere dir je nach Situation folgenden Satzt:

    „Im Traum XY erinnere ich mich daran, das dies ein Traum ist“
    „Im nächsten Traum, erinnere mich daran, dass ich träume“
    „Im nächsten Traum fällt mir ein, dass dies ein Traum ist“

  3. Wiederhole diese Schritte so lange, bis du das Gefühl hast, dein Vorhaben verinnerlicht zu haben.

Trainiere dein prospektives Gedächtnis
Setze dir für die Woche oder an einem Tag bestimmte Ziele / Dinge, an die du dich erinnern willst.

„Heute Abend erinnere mich mich, Buch XY neben mein Bett zu legen“
„Mittwoch denke ich daran, mein Bad zu putzen“

Kombiniere dies mit Reality Checks oder MILD selbst:

„Ich erinnere mich jeden Tag daran, 3 Reality Checks auszuführen“
„Vor dem Einschlafen erinnere ich mich daran, MILD zu üben“

Du kannst dir auch am Tag zwei klartraumunrelevante und ein klartraumrelevantes Ziel setzen:

„Ich erinnere mich daran, den Müll runter zu bringen, meine Bücher zu sortieren und ich werde in der Nacht erkennen, dass ich träume“

Tippfehler: Menomic, memonic

Review: Hellwach im Traum von Stephen LaBerge

Datum13. Jul. 2012
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Buch Review „Hellwach im Traum“

1987 erschien Stephen LaBerges Buch über Klarträume „Hellwach im Traum“. Heute vergriffen wird es zu völlig überzogenen Preisen bei eBay und Amazon verkauft. Oftmals werden an die 100 € verlangt.

„Hellwach im Traum“ ist 287 Seiten dick und enthält ohne Nachwort die folgenden 10 Kapitel:

1. Erwache in deinen Träumen
2. Ursprung und Geschichte des luziden Träumens
3. Die neue Welt des luziden Träumens
4. Die Traumwelt erforschen: Luzide Träume im Labor
5. Die Erfahrung des luziden Träumens
6. Lerne, luzide zu träumen
7. Der praktische Träumer: Anwendungen des luziden Träumens
8. Träumen: Funktion und Bedeutung
9. Traum, Illusion und Wirklichkeit
10. Traum, Tod und Trnszendenz

Auch wenn das Buch mit seinen 25 Jahren schon gut in die Jahre gekommen ist, lohnt sich der Kauf aufjedenfall. Vorrausgesetzt, man bezahlt keine 100€ dafür. Hier und da sind mittlerweile ein paar Theorien als falsch erweisen, ansonsten ist der Informationsgehalt sehr hoch.

Lustig sind die “eingedeutschten” Abkürzungen, so wird MILD hier noch als MILT übersetzt (ASE= Aussersinnliche Erfahrung, EdK = Erfahrung der Körperlosigkeit etc.)

Zwei auch von mir oft genannte Punkte im 5.Kapitel sind die Bereiche “Motivation” und “Erwartungen”. Stephen LaBerge weißt darauf hin, dass Träume u. a. Wunscherfüllungen sind, natürlich aber nicht so strikt wie Siegmund Freud dies behauptet hat. Desweiteren wird auch auf den Sinn des Träumens eingegangen, wobei damals so wie heute nur Theorien genannt werden können. Warum träumen wir?
Auch auf die kreative Propremlösung durch den Traum wird in “Hellwach im Traum” behandelt, sowie gegen Ende des Buches die tibetischen Traum-Yogis erwähnt kompakt erwähnt werden.

Die WILD-Technik findet in LaBerges Buch keine Erwähnung. Gegen Ende werden kurz auch Shared Dreams, Nahtoderfahrungen und Übersinnliches genannt. LaBerge beschreibt diese Erfahrungen mehr als Klarträume, wobei er alles Erlebte als subjektiv bezeichnet, was die Bedeutung ausser Kraft setzt, ob es “nur” geträumt oder eine “wirkliche” Erfahrung ist. AKEs beschreibt er mehr als “Traumtelepathie” und er erwähnt, ein AKE-Experiment in welchem nur ein einziger Proband es schaffte, einen entfernten Raum durch eine AKE annähernd zu beschreiben.

Sterbeerlebnisse (SE abgekürzt) finden auch Erwähnung und LaBerge weißt deutlich darauf hin, das es keine Rolle spielt, ob diese Erlebnisse “real” sind, da einfach die Wirkung auf die Menschen, die diese erlebt haben, bleibende Eindrücke und eine veränderte, positive Sichtweise im Bezug auf den Tod hinterlässt.

Alles in Allem ist “Hellwach im Traum” auch heute noch lesenswert, keinesfalls aber bei einem Preis höher als 15€. Hier und da sind ein paar Aussagen heutzutage wiederlegt worden, was man aber LaBerge natürlich nicht ankreiden kann. Die völlig überzogenen Preise sind in keinster Weise gerechtfertigt. Ich empfehle bei den überhöhten Preisen eher LaBerges “Exploring the World of Lucid Dreaming” welches nur auf Englisch erhältlich ist. Wie bereits hier erwähnt, ist “Exploring the World of Lucid Dreaming” NICHT das Englische Pendant zu “Hellwach im Traum”, hier handelt es sich um unterschiedliche Bücher.

‘Hellwach im Traum’ ist keine Übersetzung von ‘Exploring the World of Lucid Dreaming’!

Datum 7. Apr. 2012
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Hellwach im Traum ist NICHT die Deutsche Übersetzung von „Exploring the World of Lucid Dreaming“?

Hellwach im Traum ist ein Buch von Stephen LaBerge, welches fast jedem Klarträumer ein Begriff  ist. Das bereits vergriffene und nicht mehr erhältliche Buch wird zu horrenden Preisen bei eBay und Amazon verkauft.

Hellwach im Traum wird oft als die Deutsche Übersetzung des für nur ein paar Euro erhältlichen Buches „Exploring the World of Lucid Dreaming“ gehandelt. Heute ist meine Ausgabe von Hellwach im Traum eingetroffen. Dem ersten Eindruck nach, handelt es sich nicht einfach um eine Deutsche Übersetzung.

Zu Beginn fiel mir auf, dass sich die beiden Inhaltsverzeichnisse unterscheiden. Bei Hellwach im Traum ist es wie folgt aufgebaut:

Danksagung
Vorwort von Robert Ornstein
Erwache in deinen Träumen
Ursprung und Geschichte des luziden Träumens
Die neue Welt des luziden Träumens
Die Traumwelt erforschen: Luzide Träume im Labor
Erfahrungen des luziden Träumens
Lerne luzide zu träumen
Der praktische Träumer: Anwendung des luziden Träumens
Träume: Funktion und Bedeutung
Traum, Illusion und Wirklichkeit
Traum, Tod und Traumtranszendenz
Nachwort: Lebendig Leben
Anmerkungen

Das Inhaltsverzeichnis deckt sich nur teilweise mit dem Englischen Inhaltsverzeichnis von „Exploring the World of Lucid Dreaming“. Mein erste Gedanke war, dass ja das Originalbuch i. d. R. auf den ersten Seiten angegeben wird. Bei Hellwach im Traum finde man nur folgendes:

Titel der im Junfermann Verlag erschienen Originalausgabe:
„Hellwach im Traum“
© 1987 by Junfermann Verlag, Paderborn

Eine Englische Originalausgabe wird nicht genannt. Ist Hellwach im Traum vielleicht eine vom Inhalt geänderte Übersetzung von „Exploring the World of Lucid Dreaming“?

Mein zweiter Gedanke war, dass dies vielleicht die Übersetzung des anderen Buches von Stephen LaBerge namens „Lucid Dreaming“ ist. Dies wurde aber 2004 veröffnetlicht, deckt sich also nicht mit dem Jahr 1987…

Dann entdeckte ich ein drittes Buch von Stephen Laberge: „Lucid Dreaming: The power of being aware and awake in your dreams“ welches 1985 veröffentlicht wurde. Warum ging dies auf meinem Klartraumbücher-Radar unter?

Dann entdeckte ich das Cover des Buches, welches hier zu finden ist. Zum Vergleich, das Cover von „Exploring the World of Lucid Dreaming“ ist hier zu finden.

Die Ähnlichkeiten fallen auf, nicht wahr?

Anscheinend hielt ich bei meiner Suche nach Klartraumliteratur die beiden Bücher für ein und das Selbe, nur mit neuem Cover.
Ob es sich bei „Hellwach im Traum“ nun um die Deutsche Übersetzung von „Lucid Dreaming: The power of being aware and awake in your dreams“ handelt, kann ich nicht 100% sagen, ich bin aber fest davon überzeugt. „Lucid Dreaming: The power of being aware and awake in your dreams“ wird auch für nicht gerade wenig gebraucht verkauft: Gebraucht 150$

Ich werde „Hellwach im Traum“ lesen und auch erneut „Exploring the World of Lucid Dreaming“ aber ich bin mir fast sicher, das es sich bei beiden Büchern nicht um die Gegenstücke in Englischer und Deutscher Sprache handelt. In den gängigen Klartraumforum liest man immer wieder, dass dies aber der Fall sein soll…

BlogSerie zu den RealityChecks: 6. Dreh-RC

Datum26. Mär. 2012
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Dreh-RC

 

Der Dreh-RC ist nicht nur ein Reality Check sondern, wie Stephen LaBerge herausfand, auch eine sehr gute Stabitechnik.

Der Dreh-RC ist schnell erklärt: Hier dreht man sich schnell im Kreis (zB auf einem Fuß) und bleibt aprupt stehen. In vielen Fällen dreht sich im Traum die Umgebung weiter oder man wechselt die Umgebung. Dies ist nicht immer der Fall, was den RC etwas unzuverlässig macht. Auch kann man den RC nicht sonderlich unauffällig ausführen.

Dennoch verstärkt der RC gerade am Anfang als Klarträumer die Intention, einen Klartraum zu haben. „The extra mile“ wenn man so will: Der RC braucht Aufmerksamkeit und man kann ihn idR nicht „schnell schnell“ ausführen. Man muss sich die Zeit nehmen, an einem dafür passenden Ort. Dadurch setzt man sich bewusster mit dem Relity Check und damit mit dem Thema Klarträumen auseinander.

Hier findet ihr im Forum eine Übersicht über alle RCs.

Bisherige Reality Check Blogbeiträge:

7. Sprung-RC
6. Dreh-RC
5. Uhren-RC
4. Nasen-RC
3. Finger-RC
2. Lese-RC
1. Hand-RC

Die Geschichte des Klarträumens

Datum22. Mär. 2012
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Die komplette Geschichte des Klarträumens kann wohl niemand niederschreiben. Wer war der erste Klarträumer? Wann genau träumte der erste Mensch klar? Diese doch sehr interessanten Fragen sind sehr schwierig bzw. nicht zu beantworten. Dennoch will ich versuchen einen kleinen, vielleicht auch mit Lücken behafteten Überblick über die Geschichte des luziden Träumes zu geben.

 

340 v.Chr. schreibt Aristoteles über Etwas im menschlichen Bewusstsein, dass einem manchmal im Traum sagt, des Erlebte sei nur ein Traum. Er beschreibt des Erkennen des Traumzustandes, den heute jeder luzide Träumer (meist) durch einen Reality Check hervorruft.

 

Im 800 n.Chr. praktizieren Buddhisten in Tibet das Traum-Yoga. Bewusstes Träumen das u.a durch Mediation erreicht wird. Beitrag: Die Lehre der tibetischen Traum-Yogis.

 

Marie Jean Léon le Coq, Baron D’Hervey, Marquis de Saint-Denys, begann im Alter von 13 Jahren seine Träume aufzuschreiben.
Im Jahre 1867, mit 45 Jahren, veröffentlichte er anonym seine Buch „Les Rêves et les moyens de les diriger“ in denen er verschiedene Methoden zur Traumkontrolle, Methoden zum luziden Träumen, beschreibt.

 

1898 beginnt Frederick van Eeden seine seit dem Jahr 1896 aufgeschrieben Träume in zwei „Arten“ aufzuteilen: „Normale“ Träume und jene die im am wichtiger erschienen. Diese wichtigen Träume nennt er später „lucid dreams“
Frederick van Eeden ist der Erfinders des Begriffes „lucid dreams“, er notierte 500 Träume von welchen 352 luzide Träume waren.

 

1899 erschien in Sigmund Freuds Hauptwerk „Die Traumdeutung“ folgendes Text:

Dagegen gibt es Personen, bei denen die nächtliche Festhaltung des Wissens, dass sie schlafen und träumen, ganz offenkundig wird und denen also eine bewusste Fähigkeit, das Traumleben zu lenken, eigen scheint. Ein solcher Träumer ist z.B. mit der Wendung, die ein Traum nimmt, unzufrieden, er bricht ihn, ohne aufzuwachen, ab und beginnt ihn von neuem, um ihn anders fortzusetzen, ganz wie ein populärer Schriftsteller auf Verlangen seinem Schauspiel einen glücklicheren Ausgang gibt. (…) Der Marquis d’Hervey behauptete, eine solche Macht über seine Träume gewonnen zu haben, dass er ihren Ablauf nach Belieben beschleunigen und ihnen eine ihm beliebige Richtung geben konnte

Freud hatte unter anderem Briefkontakt mit  Frederick van Eeden.

 

1932 erlernte Pat Noone die Sprache der Temiar, welche mit den Semai unter dem Begriff Senoi (Beitrag: Einblick in die Traumkontrolle der Senoi) zusammengefasst werden. Der nachfolgende Auszug stammt aus einem Brief den Noone im selben Jahr verfasste:

Personally  I  believe that the Temiar have hit upon some psychological trick in their educative  process which  enables  the majority  to  reach  this  high  degree  of emotional adjustment as adults. I am not sure of my ground as yet, but I feel it has something to do with their dreams

 

1936 Traf Kilton Stewart auf Pat Noon, welche zusammen eine Forschungsreise zu den Senoi durchführten. Hier berichtet Kilton Stewart das erste mal über die Senoi und ihre Traumkontrolle.

Im selben Jahr erschien von A.E. Brown ein Artikel mit dem Titel “Dreams in Which the Dreamer Knows he is Asleep” im Journal of Abnormal Psychology. Damit wiedersprach er der Aussage seiner Kollegen, luzides Träumen sei nicht anderes als Tagträume. Er war der Erfinders des Sprung-RCs: Springe in die Luft und prüfe, ob du realistisch zu Boden fällst.

 

1948 veröffentlichte der Psychiater Nathan Rapport einen Artikel mit dem Namen „Pleasent Dreams“, welcher vom Klarträumen handelt.

 

1968 veröffentlichte Celia Green ihr Buch „Lucid Dreams“. Das Phänomen des Klarträumens wurde nun immer bekannter. In der allgemeinen Wissenschaft wurden Klarträume mittlerweile und fälschlicherweise als kurze Wachphasen während des Schlafes angesehen.

 

1972 beschrieb Carlos Castenada in seinem Buch „Reise nach Ixtlan“ das luzide Träumen.

 

1974 veröffentlicht Patricia Garfield ihr Buch „Kreativ Träumen

 

1975 zeichnte Keith Hearne die ersten Augenbewegungen eines Klarträumers aus dem Klartraum auf.

 

1980 erhielt Stephen LaBerge seinen Doktortitel von der Stanfor University mit seiner Arbeit: „Lucid dreaming: an exploratory study of consciousness during sleep”
LaBerge trug Klarträumern auf, eindeutige Augenbewegungen im Klartraum durchzuführen. Diese wurden auf dem EOG (Elektrookulograf) sichtbar, gleichzeitig konnte festgestellt werden, dass der Proband schläft: Der Beweis für luzides Träumen, eine im Traum bewusst ausgeführte Handlung.

Auch wenn Klarträumen in der heutigen Zeit bekannter und akzeptierter ist, gibt es leider immer noch Kritiker und Ungläubige, die dieses nächtliche Phänomen als unwahr abtun. Ob Klarträumen jemals in der Gesellschaft voll akzeptiert und angenommen wird, wird wohl nur die Zeit zeigen…

Quellen:
http://animus.fateback.com/animus/klartraum/1.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Klartraum
http://www.lucidity.com/vanEeden.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Frederik_van_Eeden
http://de.wikipedia.org/wiki/Elektrookulografie

Sex im Klartraum: Erfahrungen, Tipps & Techniken, Austausch

Datum 2. Mär. 2012
Views: 27931 | Kommentare: 4


sex im klartraum

Fliegen und Sex.
Die wohl am meisten ausgeübten Dinge im Klartraum. (Umfrage im Forum: Was macht ihr am liebsten im Klartraum?) Gut, Sex im Klartraum als „verbotenes Thema“ zu bezeichnen, ist übertrieben. Dennoch wird das Thema aus Gründen der Privatsphäre und Intimität nicht sonderlich oft behandelt. Wenn Träume etwas privates sind, dann unterliegt der Geschlechtsverkehr im Klartraum wohl der Schweigepflicht :)

Dennoch sollte das Thema auch hier im Blog und im Forum nicht fehlen, solange man Erwachsen mit der Sache umgeht. Hier in diesem Beitrag werde ich auf einen Teil der Fragen zum Thema Sex im Klartraum eingehen, den vollen Beitrag mit allen Informationen, Tipps und Techniken findet ihr im KT-Forum selbst. Der Link ist am Ende des Beitrags.

 

Ist Sex im Klartraum überhaupt möglich?
Öfter als gedacht, bin ich auf diese Frage gestoßen. Kurz und knapp: Ja, es ist möglich. Im Klartraum ist so gut wie alles möglich, auch Sex.

 

Verliere ich beim Geschlechtsverkehr nicht die Klarheit und / oder wache ich dadurch aus dem Klartraum auf?
Ja und Nein. Meiner Erfahrung nach kann man aus dem Klartraum aufwachen, mit etwas Übung klappt es aber immer besser. Es stellt sich nur die Frage, redet man sich vielleicht nur selbst ein (siehe im Forum: Placebo Effekt und OrakelEffekt ) und dem ist gar nicht der Fall. Tipps, die mir geholfen haben, klar zu bleiben, findet ihr im Link zu dem Thema im Forum.

 

Eine Frage, die oft verbunden mit dem Thema Sex / Frauen im Klartraum auftaucht, ist folgende:

Kann ich den Klartraum nutzen, um Frauen anzusprechen / meine Schüchternheit überwinden?
Auch hier gibt es keine eindeutige Antwort, wobei ich eher zu Nein tendiere, und zwar aus folgendem Grund:
Ein Klartraum hat keine Konsequenzen. Diese Tatsache raubt dem ganzen seine Wirkung und Kraft. Wer den Klartraum also als Simulator (siehe auch: Der Klartraum als Lebenssimulation) nutzen möchte, erzielt nicht die volle Wirkung.
Ein Beispiel: Oft wird gesagt, wer Angst hat, vor großem Publikum zu sprechen, kann dies im Klartraum üben. Das stimmt, aber was nützt einem das große Publikum, wenn man weiß, ein Fehler hat keine Konsequenzen? Warum haben wir den Angst, vor vielen Leuten zu sprechen? Man könnte sich verplappern, einen Fehler machen, sich blamieren. Blamieren vor einem nicht realen Publikum? Da hat man doch keine Angst mehr und genau dadurch bietet der Klartraum keine absolute realitätsnahe Simulation, auch wenn alles real aussieht. Hierzu denke ich persönlich, dass es aber dennoch bei Phobien hilfreich ist. Phobien, also unbegründete und unkontrollierte Angstzustände treten (meinen Vermutungen nach) auch im Klartraum auf. Eine Phobie kann man nicht kontrollieren, diese sollten auch im Klartraum auftreten. Vielleicht abgeschwächter als im Wachleben dennoch aber intensiver als die durchschnittliche Angst oder Nervosität. Aber nun zurück zum Thema Sex.

Freud war der Ansicht, das alle Träume nichts als unterdrückte Triebe sind. Diese Ansicht ist heute überholt, dennoch können Träume bestimmte Wünsche und Fantasien ausdrücken. Man darf nur nicht alles im Traum wörtlich nehmen, die Botschaften sind meist nicht auf den ersten Blick zu erkennen. Der Traum bietet aber die beste Umgebung sich sexuell und auch kreativ auszuleben, warum sollten wir dies also nicht nutzen?

Persönlich halte ich es aber für wichtig eine Balance zu finden. Wer nur seine sexuellen Triebe im Traum befriedigt, verpasst so viele andere und wichtigere Erfahrungen, die man im Klartraum erleben und machen kann.

Hier findest du den ganzen Beitrag im KT-Forum. Dieser beinhaltet ua folgende Punkte:

Klartraum Sex FAQ:

  • Ist Sex im Klartraum überhaupt möglich?
  • Klarheit verlieren / aufwachen durch Sex?
  • Schüchternheit im Klartraum überwinden

Praktische Tipps:

  • Den Partner finden
  • Der Geschlechtsverkehr
  • Sex ohne Höhepunkt
  • Sex mit beschleunigtem Höhepunkt
  • Sex mit Höhepunkt
  • Auswirkungen auf den Körper bei Frauen und Männern(Experimente von Stephen LaBerge)
  • Das andere Geschlecht erforschen
  • Sex mit Traumfreunden
  • Nichts ist Konstant, auch nicht der Traumpartner beim Sex
  • Kreative Möglichkeiten nutzen (Schwerelosigkeit, kein Körper, multible Orgasmen)
  • Die richtige Balance finden

Gleichgewichtssinn trainieren, Übungen - Besser Fliegen im Klartraum

Datum11. Jan. 2012
Views: 5413 | Kommentare: 0


Der Gleichgewichtssinn ist auch im Klartraum aktiv. Trainiert man diesen, fällt einem das Fliegen im klartraum leichter. Das Gleichgewichtsorgan ist ua zuständig für die Wahrnehmung der Beschleunigung.

Des weiteren hat Stephen LaBerge herrausgefunden, das sich schnelles Drehen eine sehr gute Stabilisationstechnik ist. Hier wird auch das Gleichgewichtsorgan benasprucht. Es kann dem Klarträumer also nur Vorteile bringen, diesen zu trainieren:

Im Forum findet ihr einen Thread mit einigen Übungen:

  • Balancieren / Slacklinen
  • Standwaage
  • Stehen auf einem Bein (verschieden Varianten)
  • Wackelbrett
  • Übungen auf dem Trampolin
  • Inlineskaten

WBTB - Wake Back To Bed | Technik erklärt, Tipps

Datum 6. Jan. 2012
Views: 7520 | Kommentare: 0


Wake Back To Bed bedeuted so viel wie „Wach und zurück ins Bett“
Dies ist keine klartrauminduzierende Technik an sich es wirkt unterstützend zu anderen Techniken.
WBTB läuft folgendermasen ab:

1. Schlafe ca. 5 – 6 Stunden

2. Lasse dich sanft wecken und bleibe 30 Minuten – 1 Stunde wach. Beschäftige dich in diese Zeit mit Klarträumen / Träumen. Lese ein Buch zu dem Thema, werfe einen Blick ins Forum, schreibe Traumtagebuch etc.

3. Lege dich wieder schlafen

Durch die Schlafdauer und die Wachphase werden die Schlafphasen verschoben. Legt man sich nach der Wachphase schlafen steigt man direkt in eine REM-Phase ein. Die REM-Phase nach dem WBTB ist idR auch die längste Phase, die Wahrscheinlichkeit auf einen Klartraum erhöht sich. In der REM-Phase finden die intesivsten Träume und meisten Klarträume statt. WBTB ist dadurch bei WILD (Wake Induced Lucid Dream) sehr hilfreich. Stephen LaBerge experimentierte mit WBTB, in seinen Test hatte man nach einem WBTB eher einen Klartraum als ohne.

Wichtig ist, das man in der Wachphase einen guten Mittelweg findet: Bleibt man zu lange wach oder wird zu aktiv, kann es passieren das man nicht mehr einschlafen kann. Wer schnell nach der Wachphase einschlafen möchte, findet hier im Forum ein paar Tipps und Techniken.

Oft wird man zufällig nach genau der richtigen Zeitspanne wach und kann so ein spontanes WBTB starten.

WBTB - Wake Back To Bed | Technik erklärt, Tipps

Datum 6. Jan. 2012
Views: 7520 | Kommentare: 0


Wake Back To Bed bedeuted so viel wie „Wach und zurück ins Bett“
Dies ist keine klartrauminduzierende Technik an sich es wirkt unterstützend zu anderen Techniken.
WBTB läuft folgendermasen ab:

1. Schlafe ca. 5 – 6 Stunden

2. Lasse dich sanft wecken und bleibe 30 Minuten – 1 Stunde wach. Beschäftige dich in diese Zeit mit Klarträumen / Träumen. Lese ein Buch zu dem Thema, werfe einen Blick ins Forum, schreibe Traumtagebuch etc.

3. Lege dich wieder schlafen

Durch die Schlafdauer und die Wachphase werden die Schlafphasen verschoben. Legt man sich nach der Wachphase schlafen steigt man direkt in eine REM-Phase ein. Die REM-Phase nach dem WBTB ist idR auch die längste Phase, die Wahrscheinlichkeit auf einen Klartraum erhöht sich. In der REM-Phase finden die intesivsten Träume und meisten Klarträume statt. WBTB ist dadurch bei WILD (Wake Induced Lucid Dream) sehr hilfreich. Stephen LaBerge experimentierte mit WBTB, in seinen Test hatte man nach einem WBTB eher einen Klartraum als ohne.

Wichtig ist, das man in der Wachphase einen guten Mittelweg findet: Bleibt man zu lange wach oder wird zu aktiv, kann es passieren das man nicht mehr einschlafen kann. Wer schnell nach der Wachphase einschlafen möchte, findet hier im Forum ein paar Tipps und Techniken.

Oft wird man zufällig nach genau der richtigen Zeitspanne wach und kann so ein spontanes WBTB starten.

KT-Forum Podcast #2 - WakeUp! Dokumentation über luzides Träumen DVD Review

Datum 7. Dez. 2011
Views: 4734 | Kommentare: 0


podcast.png

Podcast 2 - Dokumentation DVD Review

Dauer: 05:25 Minuten
Oder herunterladen: Podcast 2 - Dokumentation DVD Review [4.97 Mb] (528 x heruntergeladen)

Im zweiten, kleinen Podcast des KT-Forums geht es diesmal um die Dokumentation “Wake Up! Exploring the Potential of Lucid Dreaming”. Vielleicht nicht unabsichtlich an den Buchtitel von Stephen LaBerges “Exploring the World od Lucid Dreaming” angelehnt, werden auf dieser DVD einige mehr oder minder bekannte Klarträumer und Buchautoren interviewed. Ob sich der Kauf der DVD lohnt, erfahrt ihr im KT-Foum und in diesem kleinen Podcast!

Zeit im Klartraum und externe Reize im Trübtraum

Datum27. Nov. 2011
Views: 5239 | Kommentare: 3


blog_zeit_im_klartraum.png

Zeit im Klartraum ist schwer zu definieren. Zum einen kann der normalo Klarträumer die Zeit nicht messen, zusätzlich kann man sich auf das Zeitgefühl im Klartraum nicht 100% verlassen.

Vorab: Wir träumen am meisten in den REM-Phasen aber auch in allen anderen Schlafphasen (leichter Schlaf, Tiefschlaf) Mehr Infos zu den Schlafphasen findet ihr hier im Forum.

Eine Hürde ist der Klarträumer selbst. Nicht jeder Mensch kann Zeit gleich gut schätzen. Der eine schätzt zu viel der andere zu wenig. Dies wird zusätzlich noch durch die im Klartraum ausgeführte Aktivität selbst beeinflusst. Genau wie im Wachleben wird die Zeit bei aufregenden, spannenden Aktivitäten kürzer geschätzt als bei langweiligen Erlebnissen. Dies soll nicht heißen das ein Klartraum langweilig ist aber wenn man über Berge und Täler fliegt, wird man die Zeit sicher anders einschätzen als wenn man gemächlich durch die Traumstadt schlendert.

Eines hat ein Experiment von Dr. Stephen LaBerge im Schlaflabor jedenfalls bewiesen: Die reale Zeit und die Traumzeit stimmen überein. Luzide Träumer wurden im Schlaflabor überwacht und bekommen die Aufgabe im Klartraum zu blinzeln, dann im Sekundentakt bis 10 zu zählen und erneut zu blinzeln. Die Geschätzte Zeit und die real vergangen Zeit waren nahezu identisch.

Es ist also nicht möglich 100 Jahre real im Klartraum zu verbringen!

Jedoch gibt es ein großes, wenn nicht mittelschweres „aber“:

Auch wenn man nur 15 Minuten klar träumt, kann es einem vorkommen wie 15 Stunden. Man glaubt, es seien 15 Stunden vergangen, die 15 Minuten wurden aber nicht überschritten. Identisch sind die in Filmen eingeblendeten Texte ala: „2Jahre Später“. Der Zuschauer weiß, es sind zwei Jahre vergangen hat diese 2 Jahre aber nicht in Echtzeit erlebt. Dieses Gefühl, das Zeit vergangen ist, wird auch im Klartraum vermittelt nur intensiver.

Ein weiteres Experiment von William Dement und Edward Wolpert (University of Chicago), das sich mit Zeit beschäftigt, zeigte das externe Reize direkt in den (Trüb)Traum eingebunden werden.

Die Träumenden wurden mit leichten Wassertropfen bespritzt und nach einer vorgegebenen Zeit geweckt. Die Traumberichte ergaben, das der Reiz fast zeitgleich im Traum auftauchte, denn die geschätzte Zeit vom aufwachen, rückwärts bis zu einem Erlebnis im Traum mit Wasser, war mit der real verstrichenen Zeit identisch.

Quellen u.a.: Michael Schredl - Träume

Klartraum gegen Geld?

Datum30. Jul. 2011
Views: 3961 | Kommentare: 0


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Klarträumen (oder auch luzides Träumen genannt) wird immer beliebter, auch wenn es noch weit davon entfernt ist in den Mainstream einzutreten. Dafür müsste sich die Grundlegende Einstellung zu Träumen ändern, was ich stark bezweifle. Hoffentlich liege ich hier falsch… Trotzdem wird das Phänomen, nicht erst dank Stephen LaBerge, wahrgenommen und findet in das ein oder andere Abendprogramm.

Durch diese Zunahme an Popularität nehmen auch die Angebote zu, Klarträumen gegen Geld zu erlernen. Seien es Kurse, Seminare, Audiobooks oder Lernvideos. Das Prinzip ist das gleiche: Kostenlose Infovideos und gegen Bezahlung erhält man das volle Programm. Solche Seminare und Audiobooks bringen Vor- und Nachteile:

  • Nachteil: Es kostet Geld! Alles was man zum Klarträumen braucht, findet sich kostenlos im Internet.
  • Vorteil: Kein langes Suchen im Internet.

Natürlich gibt es das Klartraum-Wiki, eine Wikipediaseite mit geballten KlartraumInformationen aber sich die Informationen heraussuchen und lesen, muss man selbst. Da ist es angenehmer sich die vorselektierten Informationen einfach vorlesen zu lassen oder in einem Video anzusehen. Ob diese Vorselektierung gut oder schlecht ist, muss jeder für sich entscheiden.

Generell halte ich Klartraumbücher für sinnvoller: Mehr Informationen als in einem Audiobook und man beschäftigt sich länger mit dem Thema als nur beim Ansehen eines Videos.

Im KT-Forum findet ihr dazu eine Diskussion: Klartraum gegen Geld