Alpha-GPC Studie: 3 Nächte

Datum13. Aug. 2015
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Alpha-GPC ist ein Mittel, das Klarträume auslösen soll. In einer Heimstudie von Simon Kern testete ich als Proband, ob Klarträume wirklich durch Alpha-GPC ausgelöst werden.
In drei von mir gewählten Nächten nahm ich  Kapseln, die entweder Alpha-GPC oder einen Placebostoff enthielten.

Alpha-GPC erhöht im Gehirn die Produktion von Acetylcholine, welches die Erinnerung und Lernfähigkeit verbessern soll.

Ich erhiehlt drei Umschläge mit Präparaten und ein versiegelter Umschlag für den Notfall: Darin stand, was Placebo ist und was nicht plus wichtige Informationen für den Notarzt - sollte es zu Problemen kommen.

Nacht 1
18 - 19.02.2015

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Gegen 22:30 legte ich mich schlafen. Nach 4,5 Stunden klingelt geplant mein Wecker, ich muss die Pillen nehmen. Ich öffne den Umschlag, fülle den ersten Teil des Fragebogens aus und nehme die Tabletten.

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Es sind zwei Stück, ich frage mich ob es Placebos sind oder nicht. “Die sehen wie Placebos aus” denke ich mir… und nehme sie ein.
Dann lege ich mich wieder ins Bett.
Ich erwache zu einer unbekannten Uhrzeit und erinnerere mich an einen Traum, einen unglaublich langen und noch nie so logisch zusammenhängenden Traum. Ich schlafe wieder ein und wache dann zu meinem normalen Wecker auf.

Ich erinnere mich kaum an den Traum, plötzlich kommt alles wieder. So logisch und lange war der Traum wohl doch nicht:

Ich gehe an Ruinen in einem Hochwassergebiet vorbei, einige Freunde sind dabei. Wir gehen nahe an einem Fluss. Daraus wird ein Marineschiff und ich sehe eine Rutsche, die ich aber nicht runter rutschen will. Sie führt um die Kurve und - wie ich vermutete hatte - führt sie nach der Kurve direkt ins Wasser. Gut, dass ich nicht runter gerutscht bin. Meine Freunde haben mich also umsonst verhöhnt, da ich nicht gerutscht bin.

Aus dem Marineschiff wird ein Kreuzfahrtschiff und ich unterhalte mich mit einigen Gästen auf Sonnenliegen. Irgewndwie kamen Laserpointern im Traum vor, doch ich kann mich nicht genau erinnern. Ich bin nun in einem Saal und alle sind verkleidet, wie beim Karnevall. Wir lauschen einem Vortrag.

Ich erwache, stehe auf, schreibe den obigen Traum nieder und fülle den restlichen Fragebogen aus. Kein Anzeichen von Luzidität, war wohl doch Placebo…

Nacht 2
23 - 24.02.2015

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Ich lege mich wieder gegen 22:30 Uhr schlafen, diesmal bin ich so geistesgegenwärtig, dass ich meinen Schlafphasenwecker ZEO anschließe - so kann ich genau sagen, in welcher Schlafphase der Klartraum stattgefunden hat, wenn ich direkt danach aufwache.

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Ich werde einmal kurz wach und drehe mich wieder um. Um 03:30 Uhr weckt mich mein Wecker. Ich stehe auf und gehe in die Küche und öffne den Umschlag für Nacht 2. Die Tabletten sehen aus wie Erdnüsse:

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Ich fülle den Fragebogen aus und schlucke die “Erdnüsse”. Ich kreuze bei der Frage “Rein Optisch - Wie wirksam denkst du ist das Präparat?” 0 für “Nicht wirksam” an.

Ich lege mich schlafen und habe sofort einen Klartraum!

Dauer ca.: 3 Minuten
Klar vor RC: Ja

Ich bin in meiner alten Wohnung in der ich als Kind gelebt habe. Ich weiß irgendwie schon dass ich Träume, denke mir aber “Wenn ich ins Wohnzimmer gehe, ist es ein Klartraum”. Als ich durch die Türe schreite, weiß ich, dass es ein KT ist. Ich gehe in die Küche und freue mich, dass es innerhalb der Studie geklappt hat und frage mich, ob die “Erdnüsse” wohl doch kein Placebo waren. Ich will irgendetwas essen bzw. trinken und spontan denke ich an Schokomilch. Ich greife ins leere und spüre das Glas, sehe es aber noch nicht. Ich setzte trotzdem zum trinken an und schmecke die Schokomilch. Jetzt sehe ich auch das Glas mit brauner Milch. Es schmeckt lecker schokoladig.

Am Küchentisch entdecke ich einen Mann mit Anzug der den Fragebogen aus der Studie vor sich liegen hat, er sieht etwas aus wie Traumforscher Dr. Michael Schredl. Scherzhaft frage ich ihn, ob ich den Fragebogen gleich ausfüllen soll, oder erst nach dem aufwachen. (Mir ist klar, dass es jetzt nichts bringen würde, den Bogen auszufüllen, da ich ja träume.)

Jemand sperrt gerade die Haustüre auf, es ist eine Psychologin / Ärztin aus meiner Zivildienstzeit. Ich wache auf…

Ich wache auf und schau auf die Uhr, es ist 03:50 Uhr. Die Schlafphase inkl. Klartraum hat nur ca. 10 Minuten angedauert.

Hier das Hypnogram:

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Nacht 3
25 - 26.02.2015

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Leider ist eine Pille kaputt, ich bekomme aber alles in die Hülle und verschließe die kaputte Pille mit der anderen Pille^^ Pillception!

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Ich erinnerunge mich an mehrere Traumfetzen, leider kein Klartraum.

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Ich schicke alle ausgefüllten Fragebögen inkl. Notfallumschlag an Simon Kern zurück.

FAZIT

Mehrere Monate später treffe ich Simon Kern in Osnabrück im Schlaflabor. Er bestätigt mir, dass ich in der GPC-Nacht einen den Klartraum hatte. Sehr cool!

Ich habe mir dann auch eine Packung Alpha-GPC geholt. Da dies aber schnell abgebaut wird, sollte man es erst in den letzten Stunden der Nacht nehmen - mir fehlt aktuell die Motivation, unter der Woche den Wecker auf 3 Uhr zu stellen und dann Alpha-GPC einzunehmen… :D

 

Schlaflaborbesuch #4 in Osnabrück - Matheaufgaben und Schlafkommunikation

Datum11. Jun. 2015
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Auf gehts ins Schlaflabor nach Osnabrück. Die Studenteninitiative „Sleep and dream“ lädt zu einem Klartraumexperiment ein, speziell geht es um die Doktorarbeit von Kristoffer Appel im Bereich Schlafkommunikation / Klarträumen.

 

Kristoffer will herausfinden, ob man einfache Matheaufgaben in einen Klartraum schicken, lösen und anschließend die Antwort wieder aus dem Schlaf heraus in die Wachwelt senden kann. Vorab musste ich einige Zeichen eines Morsecodes auswendig lernen. Im Schlaflabor wird dann über Licht- oder Tonsignale die Matheaufgabe gemorst, während ich einen Klartraum habe. Diese Signale muss ich im Klartraum erkennen, z.B. könnte sich einfach die Umgebungsfarbe des Traumes ändern oder ein Traumgegenstand anfangen zu piepen, ausrechnen und zurück morsen.

Der Morsecode besteht aus zwei Elementen, kurz und lang. Eine Zahl setzt sich aus fünf Elementen zusammen.
Kurz Kurz Lang Lang Lang ist z. B. die Zahl 5.
Klingt kompliziert, ist aber recht simpel.

Im Klartraum muss ich dann das errechnete Ergebnis per Links-Rechts-Augensignal zurücksenden. Die Anzahl der Links-Rechts-Signale entspricht der Lösung, d. h. ist das Ergebnis 5 so gebe ich 5 x LR etc. Es gibt keine Minuszahlen.

 

Ein spannende Aufgabe und für mich eine große Herausforderung, doch ich bin guter Dinge :)

Fast 9 Stunden sitze ich insgesamt im Zug, doch es hat sich gelohnt! Das Schlaflabor ist der Hammer, das Haus (über 110 Jahre alt!) sieht einfach nur wunderschön aus!

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Ich treffe Kristoffer um 20:30 Uhr und übergebe ihm mein Gastgeschenk, ein Exemplar meines Buches Oneironaut – Das Klartraum-Praxishandbuch. Danach bekomme ich eine Führung durch das Gebäude.

Mehrere Studenteninitiativen haben hier eigenen Räume. Hier ist z. B. ein Vortragsraum:
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und ein Aufenthaltsraum:
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Besonders schön ist das denkmalgeschützte Badezimmer, was bedeutet, dass es kein warmes Wasser gibt (im Aufenthaltsraum ist eine Spüle, da wird dann Haare gewaschen) :
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Wir reden noch sehr viel über Klartraumexperimente und aktuelle Projekte von ihm, u. a. plant er, gemeinsam mit einem weiteren Doktoranden eine DIY- und OpenSource-Schlafmaske zu entwickeln. Diese soll Lichtsignale und Töne abgeben können und eventuell ein EEG enthalten, alles drahtlos über DodgeBluetooth mit Computer oder Handy verbunden.

 

Der Kontrollraum sieht so aus:
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und ist mit vielen interessanten Postern bestückt:
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Ein Poster fasst eine Arbeit von Kristoffer, Daniel Erlacher und Gordon Pipa zusammen:
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Das Haus wurde erst vor wenigen Wochen bezogen, es ist alles noch etwas spartanisch eingerichtet. Das Schlaflaborequipment ist teils von anderen Arbeitsgruppen wie der Neurobiopsychologie des Instituts für Kognitionswissenschaft, geliehen. Zum Beispiel das polysomnografische Gerät der Firma Neuroscan für die Schlafdaten, welches ca. lächerlich günstige 20.000 € wert ist.
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Hier ein Panoramafoto des Kontrollraumes.

Ich unterschreibe nun die Einverständniserklärung und beantworte zwei Fragebögen, u. a. einen der von Michael Schredl erstellt wurde.

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Der Styroporkopf gibt nun die Elektrodenhaube an mich weiter. Kristoffer meint, sie bräuchte noch einen Namen. Ich schlage Luci vor, schwenke dann aber zu Klara um. Ich hoffe mein Namensvorschlag wird angenommen :)

Kristoffer verkabelt die Elektroden, diesmal sind es 26 Stück (22 auf dem Kopf - EEG; 2 am Kinn - EMG und 2 für die Augenbewegungen - EOG), beim 3ten Schlaflaborbesuch im Max-Planck Institut für Psychiatrie waren es 128 Elektroden. Für Kristoffers Experiment reichen aber 26 mehr als aus.

Am Computer sieht man live die Leitfähigkeit der Elektroden, ohne Leitpaste ist der Widerstand natürlich zu hoch:
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Die Kopfhaut unter jeder Elektrode wird zuerst mit Alkohol gereinigt. Anschließend wird ein Kontakt zwischen Elektrode und Kopfhaut mittels einer leitenden und klebenden Paste hergestellt.

Zwischendurch mache ich einen „Haubenselfie“.
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Ich wundere mich über meinen Kartoffelkopf und mache einen Reality Check ;)

Wie bereits erwähnt werden auch die Augenbewegungen (nach Links, Rechts, Oben, Unten) und die Muskelspannung am Kinn gemessen.

Zwischendurch sehen die Widerstandswerke OK aus, fast alle müssen blau sein:
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Am Ende sieht es so aus:
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Jetzt bringt Kristoffer noch den ZEO Schlafphasenwecker, ein 1-Kanal-EEG, an.

Am Ende sitzt alles ziemlich straff:
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Es fehlt nur noch die Badekappe, damit ich das Gel nicht auf dem Kissen verteile.

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Der schwarze Streifen am Kopfende ist ein LED-Streifen über den zufällige Matheaufgaben gemorst werden. Auch Morsecode-Aufgaben über Pieptöne werden mir gestellt, die Reihenfolge erfahre ich natürlich nicht.

 

Jetzt lege ich mich in mein Schlafgemach und wir testen die Augensignale und weitere Punkte wie das Aufrichten des Kopfes, Zähneknirschen etc., dies dient zur Kalibrierung.

 

Jetzt übe ich noch Matheaufgaben, wir vereinbaren 2er Paare, da ich Angst habe, eventuell durcheinander zu kommen. Der optimale Ausgang ist, wenn ich die Matheaufgaben im Traum löse und dann diese natürlich auch richtig in meinem Traumbericht aufschreibe. Zur Einfachheit vereinbaren wir eben 2 Aufgaben, d. h. wenn ich zwei Aufgaben gelöst habe, weckt mich Kristoffer auf.

Zum Testen morst er mir nun zuerst zwei Lichtaufgaben, die ich im Kopf ausrechne und über die Augen beantworte. Danach folgen weitere Zweierpaare, danach Übungen mit Pieptönen. Es klappt alles sehr gut, nur ein oder zweimal komme ich durcheinander, ansonsten löse ich alles richtig und sende auch die richtige Antwort.

Ich lege mich gegen 22:50 Uhr schlafen, neben dem Bett habe ich eine Funkklingel, falls ich auf die Toilette muss.

 

Ich werde nachts wach und will klingeln, ich finde im Dunkeln die Klingel und versuche sie zu drücken, finde aber keinen Knopf. Dies tue ich gefühlt 30 Sekunden und mache zwischendurch immer wieder einen Nasen-RCs, da ich glaube zu träumen: “Es kann doch nicht sein, dass ich diesen Knopf nicht finde!” denke ich mir und drücke den eckigen kleinen Kasten jetzt überall. Jetzt klingelt es! Es war kein Traum, der Knopf war nur sehr flach :D

 

Ich schlafe sehr schnell ein, Kristoffer meint später das ich ca. 2 Minuten zum Einschlafen gebraucht habe.

 

Um kurz nach 4 Uhr mache ich im Traum einen Nasen-RC und werde klar. Ich liege im Bett im Schlaflabor und starre an die Decke. Ich stabilisiere den Klartraum durch Hände reiben. An der Decke kleben quadratische, vergilbte Tapetenstücke (diese gibt es im WL an der Decke nicht). Ich gebe das vorher ausgemachte LR-LR-LR-Augensignal, vergesse aber das letzte Rechts-Signal.

Die Umgebung blinkt nun gelblich und ich versuche die Zahl zu erkennen, die mir Kristoffer morst. Ich erkenne aber kein Muster und gebe ihm nochmal ein LR-LR-LR-Augensignal, wieder ohne das letzte Rechts-Signal, um ihm zu verstehen zu geben, dass ich diese Aufgabe nicht lösen kann. Danach wache ich direkt auf.

Kristoffer betritt den Raum und ich notiere den Traum. Die LR-Signale in meinem Traumbericht stimmen mit den von Kristoffer aufgezeichneten Signalen überein, wiedermal der Beweis für Klarträume. Ich erfahre, dass er KEINE Lichtsignale gegeben hat, sondern Töne. Diese habe ich im Klartraum nicht wahrgenommen. Die Lichtsignale habe ich selbst unbewusst (oder “der Klartraum”) produziert.

Danach muss ich noch Fragen der „Lucid Scale“ beantworten, welche die Klarheit messen soll. Wir entscheiden uns direkt das WBTB zu machen, es ist jetzt kurz nach 4 Uhr.

Ich fülle weitere Fragebögen aus und gehe nochmal auf die Toilette. Schnell noch ein Foto vom ZEO:
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Ich träume dann von einem klingelden Telefon, dies könnten die Pieptöne sein, was ich aber im Trübtraum nicht realisiere. Ich träume auch noch von blinkenden Handys, was die Lichtsignale sein könnten – wieder erkenne ich diese nicht…

 

Im späteren Verlauf der Nacht werde ich mehrmals kurz wach und schlafe wieder ein.

Irgendwann mache ich mehrere Nasen-RCs und werde klar. Ich gebe das LR-LR-LR-Augensignal. Kristoffer fragt mich über die Sprechanlage, ob dies ein Augensignal war. Im WL gibt es keine Sprechanlage, ich bin eingetrübt und träume immer noch.
Dennoch bin ich bewusst genug und Antworte nicht verbal, sondern gebe erneut ein LR-LR-LR-Augensignal.

 

Ein Forscher betritt das Schlaflabor und gibt mir HighFive, er sagt „Super, geschafft!“ Ich wundere mich, warum wir jetzt keine Matheaufgaben üben. Jetzt trübe ich komplett ein. Nun muss ich das Haus über eine Straße ziehen, ich hebe es an der „Anhängerkuplung“ an und ziehe es eine Serpentinenstraße hinab, bergab muss ich richtige dagegen drücken, dass es mich nicht überrollt.

 

Kristoffer weckt mich (diesmal ist es real) und ich schreibe den Traum auf und fülle erneut die Lucid Scale aus.

Danach träume ich noch von einem Maschinengewehr, was rot-leuchtende Kugeln abfeuert, dies könnten wieder Lichtsignale sein, was ich aber nicht erkenne.

Am Morgen werde ich geweckt und kann mir das Gel aus den Haaren wachen. Die erste Nacht ist rum, zwei Klarträme sind eine grandiose Bilanz, auch wenn ich gerne die Matheaufgaben erkannt und gelöst hätte.

Vielleicht klappt es ja in Nacht 2 :)

Der Oneironaut hat auch schon ein Platz im Schlaflabor gefunden.
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Den Tag verbringe ich mit Simon Kern, der Kognitionswissenschaften in Osnabrück studiert. Wir kennen uns von einer OnlineStudie von ihm. Dazu wird auch noch ein extra Blogbeitrag folgen.

 

Gegen Abend findet im Garten der Schlaflabor-Villa eine FoodSharing Party statt, auf der ich spannende Mitstudenten von Kristoffer und Simon kennenlerne. Spannende Klartraumgespräche entstehen und ich lerne ein paar Klarträumer kennen.
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Ich trinke natürlich keinen Alkohol – Don’t drink and dream ;)

Um 22:00 Uhr ist die Musik aus und wir beginnen mit den Vorbereitungen. Kristoffer konnte für das Labor zwei zusätzliche Bildschirme auftreiben:

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Da alles recht straff angebracht ist, fällt das Lächeln sehr schwer, freundlicher bekomme ich nicht hin…

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Hier sieht man Kristoffers selbst programmiertes Aufzeichnungstool zur Auswertung der ZEO Daten.

Hier nochmal alle Daten (EOG, EEG; EMG) im Wachzustand:
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Alle Elektroden führen in diesen Transmitter, der in einen abgeschirmten Verstärker führt:

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Gegen 00:00 Uhr geht es ins Bett, wieder üben wir Matheaufgaben und machen die Biokalibrierung.

Ich schlafe erneut schnell ein.

Ich träume von einer Lagerhalle, in der ich und Freunde jemanden einen Streich spielen. Es ist dunkel und plötzlich blinkt das Licht. Ich erkenne nicht, dass es eine Matheaufgabe ist und wache dann auf.

Ausser ein paar Trübträumen ohne Hinweise passiert nichts mehr in der Nacht. Gegen 09:50 Uhr beenden wir die Nacht.

Leider konnte ich keine Erfolge verbuchen, dennoch bin ich mit meinen zwei Klarträumen und den doch im Traum angekommen Signalen (auch wenn ich sie nicht erkannt habe und klar wurde) mehr als zufrieden :)

Ich fülle nochmal einen Fragebogen aus und mache mich dann auf den Heimweg. Alles in allem war es wieder eine grandiose Erfahrung und ich habe viele nette Leute kennengelernt und viel über den Ablauf im Schlaflabor und die Traumforschung erfahren :)

Danke Kristoffer und Simon und an all die anderen für die spanneden Tage in Osnabrück!

Das Schlaflabor ruft!

Datum 2. Jun. 2015
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So, wiedermal geht es für mich ins Schlaflabor, um genau zu sein ist das Besuch Nummer 4! Diesmal geht es nach Osnabrück und ich freue mich schon rießig drauf :)

Es wird auch wieder eine Herausforderung aber ich bin guter Dinge :)

Wie immer wird es einen ausführlichen Bericht hier im Blog geben :)

Grüße
Simon

Klarträumer gesucht! Universität Osnabrück

Datum 4. Mai. 2015
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Du merkst häufig beim Träumen, dass du träumst? Das heißt, mehrmals wöchentlich? Diese Gabe besitzen nur sehr wenige. Ich würde mich daher sehr freuen, wenn du an meinem Experiment teilnehmen würdest!

Kurze Fakten:

In diesem Experiment geht es darum, während eines Traumes mit der Wachwelt Nachrichten auszutauschen, ohne dabei aufzuwachen. Du erfährst vorher natürlich, wie das geht!

Das Experiment ist Teil meiner Promotion an der Universität Osnabrück.

Das Experiment findet im Mai oder Juni im neuen Schlaflabor am Westerberg in Osnabrück statt.

Das Experiment besteht aus einem kurzen Vorabtraining zuhause und zwei Nächten im Schlaflabor.

Du erhältst insgesamt eine Teilnahmepauschale (50 € für Osnabrücker, 100 € für Teilnehmer aus Niedersachsen/NRW/Bremen/Hamburg, 150 € für Teilnehmer von weiter weg) PLUS bis zu 100 € je nach experimentellem Erfolg (gefördert von der Hans-Mühlenhoff-Stiftung Osnabrück).

Mitmachen darf jeder gesunde Mensch im Alter von 18 bis 50 Jahren, außer er/sie…

  • … leidet an Schlafstörungen.
  • … nimmt Schlafmittel.
  • … ist schwanger oder stillt.
  • … leidet an Halluzinationen.
  • … befindet sich in psychiatrischer Behandlung.

Bitte melde dich unter folgender Adresse an:
http://www.sleepcommunication.com/index.php?id=205

Wenn du Klarträumer (auch von außerhalb) kennst, wäre es toll, wenn du diesen Aufruf an sie weiterleiten würdest!

Freundliche Grüße
Kristoffer Appel

Kristoffer Appel, M.Sc.

Institut für Kognitionswissenschaft

Universität Osnabrück

Albrechtstraße 28, 49076 Osnabrück

Raum: 31/405

Email: krisappel@uos.de

Klartraumstudie von zu Hause - Klarträume durch “Alpha-GPC”

Datum17. Dez. 2014
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Aktuell kann man an einer Klartraumstudie der Uni Osnabrück teilnehmen:


Herzlich Willkommen und vielen Dank für dein Interesse an dieser Studie!

In unserer Studie wollen wir überprüfen, ob ein bestimmtes verschreibungsfreies Nahrungsergänzungsmittel sogenannte Klarträume auslösen kann.

Für diese Studie werden wir dich bitten, das Nahrungsergänzungsmittel Alpha-GPC auf seine Klartraumauslösende Wirkung zu testen. Alpha-GPC ist ein Vorgängerstoff von ACh, dem wichtigsten Botenstoff im Menschlichen Körper und kommt bei jedem Menschen auch natürlich vor. Das Präparat besitzt eine sogenannte Unbedenklichkeitsbescheinigung der FDA.

Für unsere Studie bitten wir dich, das Präparat in drei Nächten deiner Wahl zu nehmen. Das Experiment kannst du bei dir zu Hause durchführen

 

Alle Infos gibt es hier!

 

Bedingungen:

- Keine Schlafstörung

- Gute Traumerinnerung (=Du erinnerst dich an min. 2 Träume pro Woche)

- Nichtraucher (weniger als 2 Zigaretten am Tag)

- Alter zwischen 18 und 50 Jahren