Was ist ein geträumter Klartraum? Erklärung und Traumbericht

Datum31. Dez. 2013
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Heute Nacht hatte ich einen geträumten Klartraum, an diesem Beispiel möchte ich erklären, was überhaupt ein geträumter Klartraum ist.

In einem geträumten Klartraum glaubt man, die Kontrolle über den Traum zu haben und gerade einen richtigen Klartraum zu erleben.

Erwacht man aber, erkennt man, dass man eigentlich keine direkte Kontrolle über sein Handeln hatte. Übertrieben dargestellt agiert man wie eine Puppe an Fäden, die glaubt, frei zu sein.

 

Kriterien:
Legen wir zuerst die “Kriterien” fest, die einen Klartraum von einem geträumten Klartraum unterscheiden:

  • Keine 100% Sicherheit / Überzeugung, dass man träumt bzw.:
    • die Sicherheit / Überzeugung fühlt sich falsch an
  • Die ausgeführten Handlungen entsprechen nicht dem, was man normalerweise im Klartraum tun würde

 

 

Traumbeispiel:
Ich befand mich auf einem Dach eines Hochhauses und traf zufällig die Hersteller einer Software, mit der ich täglich arbeitete. Ich erklärte ihnen persönlich, welche Punkte ich an ihrer Software verbessern würde.

Irgendwie erkannte ich, dass es ein Traum ist. Irgendwie war ich aber auch nicht ganz überzeugt. Es war wie ein gefaktes Überzeugt sein, ein sich selbst einreden “das ist ein Traum!” auch wenn man nicht daran glaubt.

Ich Flog herrum und lies mich immer wieder fallen. Ich machte merkwürdige Flugexperiemente mit der Schwerkraft, welche mir in diesem Moment total wichtig erschienen. Diese Experimente wollte ich ja schon so lange machen.

Auch wenn das Gefühl des Fallens total real war (ein Punkt, der sich wie in einem richtigen Klartraum nicht anders anfühlt), ergeben die Experiemente jetzt mit meinem Bewusstsein des Wachlebens keinen Sinn. Ich wollte nie solche Experiemente durchführen, im geträumten Klartraum hielt ich sie aber für absolut wichtig.

Dieses unsinnige Verhalten weißt auf einen geträumten Klartraum hin: Man tut Dinge, die man eigentlich im Klartraum nicht tun würde.

 

Wenn ihr euch nicht sicher seid, könnt ihr im KT-Forum euren Traum hier beschreiben.

Wie kann man etwas Unbekanntes im Klartraum erleben?

Datum24. Aug. 2013
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Im Klartraum ist alles möglich, auch das Unmögliche. Doch wie kann man im Klartraum etwas erleben, was im Wachleben nicht möglich ist bzw. was man im Wachleben noch nie erlebt hat?

Das faszinierende an Klarträumen ist die Tatsache, dass alle Sinne miteinander verbunden sind. Der Klartraum simuliert so gut er eben kann das gewünschte Ereignis. Will man im Klartraum z. B. Fallschirm springen und hat dies im Wachleben noch nie gemacht, simuliert der Klartraum dieses Erlebnis aus bisher erlebten Sinneseindrücken. Jeder kennt das Gefühl des Fallens oder einen starken Wind. Diese Erfahrungen werden miteinander vermischt, verstärkt und beim “Klartraum-Fallschirmsprung” wiedergegeben.

So ist es möglich, im Klartraum ein Ereignis zu erleben, welches man vielleicht im Wachleben noch nicht erlebt hat. Ob das Erlebte bei komplexeren Ereignissen an eine echte Erfahrung ran kommt, lässt sich nicht pauschal beantworten.

Durch das Verschmelzen der Sinne sind so auch unmögliche Dinge im Klartraum möglich. Eines meiner Traumbeispiele: Kochend kaltes Wasser trinken (nur mit Anmeldung im Forum sind private Traumberichte lesbar).

Traumlogik - Logisches in Trübtraum und Klartraum

Datum20. Jul. 2012
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Im Trübtraum erscheinen uns die unwirklichsten Dinge als logisch. Da ist der Elefant auf dem Einrad das Alltäglichste der Welt.

 

Dies hat den Grund, da unser Logikzentrum im Traum nicht aktiv ist. Wir können einfach nicht zwischen „logisch“ und „unlogisch“ unterscheiden. Als Klarträumer trainiert man sein Logikzentraum. Erkennt man im Traum den Traumzsutand, so ist oft das Logikzentrum „kurz angesprungen“ und man wird stutzig. Im Klartraum scheint dies nun voll aktiv zu sein. Auch im Klartraum kann das Logikzentrum an Aktivität verlieren. So träumt man klar, hat aber plötzlich Angst vor einem Monster. Man ist sich nicht mehr voll bewusst, zu träumen. Die Angst ist zwar völlig unberechtigt, dessen ist man sich aber nicht bewusst.

 

Gerade beim Übergang von trübe zu klar scheint man sich die Dinge „logisch“ zu erklären. So wundert man sich zwar im ersten Moment über den Elefanten auf dem Einrad, doch dann sieht man dass ein Zirkus in der Stadt ist. Das merkwürdige Ereignis wird durch die eigene, erschaffene „Logik“ als möglich angesehen.

Verwandter Blogbeitrag:

Traumorte und die Veränderung der Umgebung

Datum12. Mär. 2012
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Im Traum ist nichts konstant. Die Umgebung, die Personen, die Handlung ändern sich ständig. Hin und wieder entsteht im Trübtraum eine Geschichte, die einen roten faden zu haben scheint, so absurd dieser auch sein mag…

Doch wie sehen diese Veränderungen aus? Was passiert, wenn sich im Traum etwas verändert? Was sieht man?

Übergänge manchmal plötzlich, dann in Stufen
Ändert sich im Traum die Umgebung, passiert dies in meinen Träumen entweder plötzlich oder in aufeinander aufbauenden Stufen.
Es ändert sich ein Detail der Umgebung, welches die Richtung für die nächste Traumszene vorgibt.
Ein Beispiel: Ich befinde mich in einem Raum, sage wir der Küche. Aus dem Küchenschrank wird nun ein Medizinschrank. Kurz darauf bin ich in einem Krankenhaus oder einer Arztpraxis.

Details ändern sich und bestimmten, wie der Traum sich weiter verhält und in welche Richtung er sich entwickelt.

Nichts wird halb durchsichtig
Doch wie sieht dieser Übergang, nehmen wir das zuvor erwähnte Beispiel, von Küchenschrank zum Medizinschrank aus? Was in meinen Träumen definitiv nicht vorkommt, ist eine Überblendung. Der Küchenschrank wird nicht halbdurchsichtig und verschwindet oder ähnliches.
Der Übergang ist mehr ruckartig und plötzlich, gleichzeitig empfinde ich es aber nicht so. Es ist, als wäre der Medizinschrank schon immer da gewesen.

Doch darüber macht man sich im Trübtraum keine Gedanken, da das Logikzentrum im Trübtraum inaktiv ist. Man wundert sich nicht über die Veränderung, es ist so als hätte nie eine Veränderung statt gefunden.

Unterschied Klartraum – Trübtraum / normaler Traum
Im klartraum hingegen scheint der Übergang der Umgebung / der Objekte sichtabr zu sein. Vielleicht gerade weil das Logikzentrum im klartraum aktiv ist. Objekte sind meist nicht plötzlich anders sondern morphen sich, die Veränderungen sind fließend und deutlich sichtbar.

Vielleicht fällt einem dieser Übergang wirklich nur im Klartraum auf, da das logische denken aktiv ist.

Die kalte Schulter zeigen
Besonders die Umgebung ändert sich im Trübtraum gerne, zeigt man ihr die kalte Schulter. Betritt man einen Raum, geht in die Mitte und dreht sich um, kann man plötzlich auf eine weite Wiese blicken. Wann sich die Umgebung hinter einem verändert hat, kann man nicht sagen. Aber auch Personen tauchen hinter einem auf, oder Türen verschwinden – die üblichen Dinge die man im Traum nicht hinterfragt (da ja die Logik fehlt) und welche nach dem aufwachen so merkwürdig erscheinen.

Wie ist bei euch der Übergang von Objekten, Personen und der Umgebung? Nehmt ihr dies vielleicht anders war? Ein Kommentar würde mich sehr freuen :)

Blickfixation, etwas im Klartraum anstarren, lässt einen NICHT erwachen!

Datum 8. Jan. 2012
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Leider hält sich durch einige Klartraumbücher, die nicht aktualisiert werden, immer noch der Mythos das man im Klartraum durch Blickfixation aufwachen kann.

Blickfixation führt NICHT zum Aufwachen aus dem Klartraum!

Was ist Blickfixation?
Blickfixation bedeutet das man seinen Blick zu lange auf einen Punkt fixiert, ihn zu lange auf etwas ruhen lässt. Die plausibel klingende Erklärung. Die Augenbewegungen im Traum stimmen mit den echten Augenbewegungen in der REM-Phase zum Teil überein. Das ist wahr, hier kommt nun aber der Teil zur Blickfixation der nicht stimmt: Fixiert man etwas im Traum, bewegen sich die Augen nicht mehr. Der Körper denkt, die REM-Phase (Rapid Eye Movement = Schnelle Augenbewegungen) sei vorbei und man erwacht.

Dies stimmt nicht, ich habe schon des öfteren Dinge im Klartraum fixiert, ohne aufzuwachen. Es sind die Erwartungen, die einen Erwachen lassen. Starrt man im Klartraum etwas zu lange an, erwacht man nicht. Außer man erwartet zu erwachen. Mach dir keine Sorgen, du kannst alles so lange anstarren und fixieren wie du willst, du weißt jetzt das nichts passieren wird.

Verletzung im Traum - Verletzung im Wachleben

Datum 2. Jan. 2012
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Die Feiertage waren bei mir sehr gemütlich, ich hoffe bei euch auch. Ein lustiges bzw. eher interessantes Erlebnis zum Jahreswechsel möchte ich euch nicht vorenthalten.

In der Nacht von 2011 auf 2012 hatte ich einen interessanten Trübtraum. Ich ging einen Gehweg entlang, rechts von mir war hinter einem Stacheldrahtzaun ein Park. Der Zaun war nicht besonders Hoch und der Stacheldraht war in ein paar Schritten zu ende, der Zaun führte aber noch weiter. Plötzlich sprang etwas weiter vorne ein Hund über den Zaun. Ich zuckte vor Schreck zusammen und griff mit der rechten Hand  an den Zaun genau in den Stacheldraht. Ein paar Schritte weiter vorne wäre mir nichts passiert, da der Stacheldraht zu ende gewesen wäre. Ich blickte nun meine Hand an und sah zwischen Daumen und Zeigefinger eine kleine Wunde. Ich erinnere mich noch genau an die Position und an den Schmerz den ich gespürt habe.

Der Trübtraum geht nun noch etwas weiter, was aber für die Geschichte nicht wichtig ist. Am nächsten morgen war ich der erste der Wach war. Ich habe den Jahreswechsel gemütlich bei meiner Familie verbracht. Ich gehe nun also in die Küche und es ist kalt, der Holzofen will mit Holz gefüttert werden. Die ist natürlich aus. Ich gehe raus und hacke etwas Holz klein. Ich finde zuerst die Axt nicht, entdecke sie dann aber im Schuppen. Als ich fertig bin, will ich die Axt natürlich aufräumen. Ich gehe Richtung Schuppen und halte die Axt relativ weit unten am Stil. Ich lasse sie nun einfach durch meine  Hand gleiten, das sich der Schwerpunkt etwas verlagert und ich sie mittiger halte. Ich sehe nicht, das die Axt am Stil etwas rau und gesplittert ist. Ich reiße  mir eine Wunde in meine Hand. Meine rechte Hand. Genau an der selben Stelle von der ich geträumt habe, was mir sofort auffällt.

Ich sehe das alles natürlich als Zufall an. Man könnte jetzt von „Vorhersehung“ rufen usw. ich glaube aber absolut nicht daran. Am ehesten noch hatte ich die Handwunde unterbewusst noch im Gedächtnis und das führte dann ungewollt zu Verletzung. Nichts desto trotz ein interessantes Erlebnis.

Hund Axt Zaun

Wer auf die kleinen Details achtet: Neben den Hundeohren ist die Stelle am Stiel voller Splitter.

Warum Klarträume unrealistisch sind

Datum28. Nov. 2011
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Obwohl der Klartraum die Realität exakt imitiert, ist er keine zweite Realität. Die Umgebung mag zwar real erscheinen, es gehört aber mehr als das zur Realität. Ein Grund dafür ist der Klarträumer selbst. Er ist sich über den Zustand bewusst, das dies nicht real ist. Der Klarträumer muss mit keinen Konsequenzen rechnen. Wer also zB Angst hat, vor vielen Leuten einen Vortrag zu halten, kann dies nur bedingt im Klartraum üben bzw. die Angst bekämpfen. Wer mit einer ernsten Einstellung an die Sache ran geht, dem nicht realen Publikum „Bedeutung“ schenkt, kann vermutlich seine Scheu überwinden. Auf der anderen Seite ist das Publikum nicht real, versiebt man seinen Vortrag hat es keine Konsequenzen und ist somit kein Grund nervös zu sein.

Ich vermute das handfeste Phobien sich im Klartraum besser bekämpfen lassen. Eine Phobie ist eine unrationelle Angst vor etwas. Alleine der Anblick einer Schlange oder das so real wirkende Gefühl auf der Haut sollten genug sein, eine Angst auszulösen und das Erlebnis nahe an die Realität heran führen.

Zusätzlich untersteht die Welt des Klartraumes dem Träumenden. Will er etwas an der Welt ändern ist dies meist kein Problem. Auch wenn Traumfiguren oft interessante “Eigenheiten” haben, am Ende unterstehen sie dem Klarträumer.

Der Klartraum simuliert die Realität vielleicht perfekt, ist aber keine perfekte Kopie.

Ein Vorwärtssalto, im Wachleben nie probiert, fiel mir im Klartraum sehr leicht. Ich bin mir aber sicher das ich dadurch jetzt nicht besser geworden bin. Mit mehr Übung, einem ernsten herangehen kann es mir evtl. gelingen, das Erlebnis des Saltos realistischer ablaufen zu lassen und mich dadurch auch im Wachleben zu verbessern.

Gleichzeitig ist dies aber auch das was Klärträume so grandios macht: Keine Konsequenzen! Der Entdeckertrieb wird dadurch nur noch mehr entfacht. Fremde Häuser betreten, sich verhalten wie man will, alles ohne mit Konsequenzen rechnen zu müssen!

So theatralisch es auch klingen mag, ein wirkliches Gefühl von Freiheit kann man nur im Klartraum erleben.