Gehirnwellen und ihre Frequenzbereiche

Datum11. Sep. 2013
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Das Gehirn verarbeitet im Wachzustand 13 bis 38 elektrische Impulse pro Sekunde (Hertz). Dieser Frequenzbereich wird als Beta-Wellen bezeichnet. Diese können mit einem EEG (Elektroenzephalogramm) gemessen werden.

Hier findet ihr eine Infografik mit den Frequenzbereichen der Gehirnwellen und ihren Effekten. Die Infografik enthält kompakte Informationen, nachfolgende werden die Frequenzbereiche und ihre Effekte detailreicher beschrieben:

 

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Gehirnwellen Infografik [0.8 Mb] (512 x heruntergeladen)

 

Gehirnwellen:

Delta-WellenDelta Gehirnwellen
0,5 – 4 Hertz

  • Tiefschlaf
  • Trance

 

 

Theta-WellenTheta Gehirnwellen
4 – 8 Hertz

Theta 1: 4 – 6,5 Hertz

  • Wachträume
  • hypnagoges Bewusstsein
  • Hypnose

Theta 2: 6,5 – 8 Hertz

  • Tiefe Entspannung
  • Meditation
  • Schläfrigkeit
  • leichter Schlaf

Bei Kleinkinder entsprechen die Teta-Wellen dem Wachzustand.

 

 

Alpha-WellenAlpha Gehirnwellen
8 – 13 Hertz

  • Leichte Entspannung
  • entspannte Wachheit
  • Aufmerksamkeit nach innen gerichtet
  • Augen geschlossen
  • Übergang zum oder vom Schlaf.

 

 

Beta-WellenBeta Gehirnwellen
13 – 38 Hertz

Niedrig: 13 – 15 Hertz

  • Aufmerksamkeit entspannt nach außen gerichtet.

Mittel: 15 – 21 Hertz

  • Hellwach
  • Aufmerksamkeit erhöht und nach außen gerichtet.

Hoch: 21 – 38 Hertz

  • Stress
  • Angst
  • Hektik

Beta-Wellen treten im REM-Schlaf auf.

 

 

Gamma-WellenGamma Gehirnwellen
38 – 70 Hertz

  • Hoher Informationsfluss
  • anspruchsvolle Tätigkeit

 

 

Es gibt visuelle (Dreammachine) und auditive (Brainwaves, Binaurale Beats - ob dies wirklich funktioniert wurde bis dato nicht bewiesen) Möglichkeiten, die Gehirnwellen zum Vorteil des Klarträumers zu verändern.

Auf beide Varianten werde ich in noch folgenden Blogbeiträgen eingehen.

Quellen: Wikipedia, Bluestwave
Tags: Brainwaves, Brain Waves, Bineurale Beats, binaurale beats

Angstfrei schlafen und träumen: Dakinis visualisieren

Datum29. Nov. 2012
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Tenzin Wangyal Rinpoche empfiehlt in seinem Buch Übungen der Nacht – Tibetische Medition in Schlaf und Traum, sich während des einschlafens Dakinis zu visualisierun, um behumtsam und entspannt zu Schlafen.

Die Dakinis, was Himmelstänzern / Himmelsreisende bedeuted, als schöne, weibliche Göttinen in grüner Farbe visualisieren.

Diese soll in seinem Schlafzimmer, um das Bett aber auch an den Fenster, Türen oder im Garten visualisieren. Die Dakinis sollen wie Mütter über einen wachen, während man schläft. Sie bleiben die ganze Nacht und spenden Schutz, ein schützendes Kraftfeld.

Dadurch schläft man entspannt und beruhigt. Angst oder Albträume bleiben so fern.

Karma und karmische Spuren / Die Erleuchtung ist das Ende unserer Träume

Datum 5. Nov. 2012
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Karma ist der Weg zum vollkommenen Glück.

Oft glauben wir, das die Antwort zu unserer Zufriedenheit in der Ausenwelt zu finden ist. Mehr Geld, eine größere Wohnung, andere Lebensumstände. Wer „träumt“ nicht oft von dem „fernen Ort“ der ja so viel besser ist, als der, an dem man sich gerade befindet. Der Traumjob. Die Traumfrau / der Traummann.

Doch die Antwort steckt nicht da draußen sondern in uns. Nicht die Dinge um uns herum sondern die Einstellungen zu Ihnen muss geändert werden. Karma ist hierzu der Schlüssel.

All unser Handeln hinterlässt karmische Spuren in unserem Bewusstseinsstrom, welcher unsere Zukunft beeinflusst. Eine karmische Spur wird von Tenzin Wangyal Rinpoche als Samen beschrieben. Entgegnet man Hass mit Hass, wird in uns der Samen des Hasses gepflanzt, eine karmische Spur, die in uns wächst und, wie sollte es auch anders sein, am Ende als Hass aufblüht. Diese Samen beeinflussen unsere Muster, wie wir emotional reagieren einfach unser „eingefleischtes Verhalten“.

Ob diese Reaktionen, wie wir uns verhalten, im Traum oder im Wachzustand passieren, macht keinen Unterschied. Beides hinterlässt solche Spuren.

Negative Reaktionen führen zu negativen Ereignissen in unserem Leben. Doch wie soll man nun auf Negatives reagieren? Wie verhält man sich gegenüber dem hasserfüllten Partner oder Boss? Ganz einfach:
Lasse in dir Mitgefühl aufkeimen.
Zu Anfang mag dies falsches Mitgefühl sein, ein erzwungenes Gefühl welches sich unnatürlich anfühlt. Mit der Übung wirst du dies aber irgendwann wirklich spüren.
Es ist kein leichter Weg, denn dies ist das Letzte was man in solch einer Situation tun will. Eine andere Betrachtungsweise kann hierbei helfen: Die hasserfüllte Person ist ein gefangener des negativen Karmas und seiner somit negativen karmischen Spuren. Die Muster sind festgefahren und die Person kann garnicht anders.
Sie ist ein Gefangener.

Mit einem Gefangenen lässt sich leichter Mitgefühl haben, denn er kann eben nicht anders, er kann nichts gegen seine Gefangenschaft tun.

Halte also bei der nächsten Standpauke inne und überlege, wie du darauf reagieren willst. Willst du Hass mit Hass erwidern oder Mitgefühl mit dem Gefangenen zeigen?

Tenzin Wangyal Rinpoche beschreibt sehr schön den Zusammenhang von Karma und unseren Träumen. Sinngemäß beschriebt er, dass die karmischen Spuren Fotos in unserem Inneren sind, die im Traum zu einem Film werden. Manche Fotos sind stärker zu sehen, manche schwächer oder man sieht sie garnicht. Bleiben wir im Traum klar, können wir die Samen der karmischen Spuren „verbrennen“, diese also „sich selbst auflösen lassen“. Irgendwann sind keine Samen mehr vorhanden, es gibt keine Bilder mehr in unsrem Inneren die zum Film und damit zum Traum werden können.
Die Erleuchtung, die auch als „Erwachen“ bezeichnet wird, ist das Ende unserer Träume.

Die meisten Informationen habe ich aus Tenzin Wangyal Rinpoches Buch „Übungen der Nacht – Tibetische Medition in Schlaf und Traum“. Ich hoffe alles richtig wiedergegeben zu haben, da ich selbst noch am Anfang dieses Weges stehe, habe ich vielleicht die Gesamtheit einiger Aussagen Rinpoches noch nicht verstanden, ich hoffe aber trotzdem hier alles richtig wiedergegeben zu haben. Sollte dies nicht so sein, bitte ich um eure Hilfe dies zu ändern.

Die Geschichte des Klarträumens

Datum22. Mär. 2012
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Die komplette Geschichte des Klarträumens kann wohl niemand niederschreiben. Wer war der erste Klarträumer? Wann genau träumte der erste Mensch klar? Diese doch sehr interessanten Fragen sind sehr schwierig bzw. nicht zu beantworten. Dennoch will ich versuchen einen kleinen, vielleicht auch mit Lücken behafteten Überblick über die Geschichte des luziden Träumes zu geben.

 

340 v.Chr. schreibt Aristoteles über Etwas im menschlichen Bewusstsein, dass einem manchmal im Traum sagt, des Erlebte sei nur ein Traum. Er beschreibt des Erkennen des Traumzustandes, den heute jeder luzide Träumer (meist) durch einen Reality Check hervorruft.

 

Im 800 n.Chr. praktizieren Buddhisten in Tibet das Traum-Yoga. Bewusstes Träumen das u.a durch Mediation erreicht wird. Beitrag: Die Lehre der tibetischen Traum-Yogis.

 

Marie Jean Léon le Coq, Baron D’Hervey, Marquis de Saint-Denys, begann im Alter von 13 Jahren seine Träume aufzuschreiben.
Im Jahre 1867, mit 45 Jahren, veröffentlichte er anonym seine Buch „Les Rêves et les moyens de les diriger“ in denen er verschiedene Methoden zur Traumkontrolle, Methoden zum luziden Träumen, beschreibt.

 

1898 beginnt Frederick van Eeden seine seit dem Jahr 1896 aufgeschrieben Träume in zwei „Arten“ aufzuteilen: „Normale“ Träume und jene die im am wichtiger erschienen. Diese wichtigen Träume nennt er später „lucid dreams“
Frederick van Eeden ist der Erfinders des Begriffes „lucid dreams“, er notierte 500 Träume von welchen 352 luzide Träume waren.

 

1899 erschien in Sigmund Freuds Hauptwerk „Die Traumdeutung“ folgendes Text:

Dagegen gibt es Personen, bei denen die nächtliche Festhaltung des Wissens, dass sie schlafen und träumen, ganz offenkundig wird und denen also eine bewusste Fähigkeit, das Traumleben zu lenken, eigen scheint. Ein solcher Träumer ist z.B. mit der Wendung, die ein Traum nimmt, unzufrieden, er bricht ihn, ohne aufzuwachen, ab und beginnt ihn von neuem, um ihn anders fortzusetzen, ganz wie ein populärer Schriftsteller auf Verlangen seinem Schauspiel einen glücklicheren Ausgang gibt. (…) Der Marquis d’Hervey behauptete, eine solche Macht über seine Träume gewonnen zu haben, dass er ihren Ablauf nach Belieben beschleunigen und ihnen eine ihm beliebige Richtung geben konnte

Freud hatte unter anderem Briefkontakt mit  Frederick van Eeden.

 

1932 erlernte Pat Noone die Sprache der Temiar, welche mit den Semai unter dem Begriff Senoi (Beitrag: Einblick in die Traumkontrolle der Senoi) zusammengefasst werden. Der nachfolgende Auszug stammt aus einem Brief den Noone im selben Jahr verfasste:

Personally  I  believe that the Temiar have hit upon some psychological trick in their educative  process which  enables  the majority  to  reach  this  high  degree  of emotional adjustment as adults. I am not sure of my ground as yet, but I feel it has something to do with their dreams

 

1936 Traf Kilton Stewart auf Pat Noon, welche zusammen eine Forschungsreise zu den Senoi durchführten. Hier berichtet Kilton Stewart das erste mal über die Senoi und ihre Traumkontrolle.

Im selben Jahr erschien von A.E. Brown ein Artikel mit dem Titel “Dreams in Which the Dreamer Knows he is Asleep” im Journal of Abnormal Psychology. Damit wiedersprach er der Aussage seiner Kollegen, luzides Träumen sei nicht anderes als Tagträume. Er war der Erfinders des Sprung-RCs: Springe in die Luft und prüfe, ob du realistisch zu Boden fällst.

 

1948 veröffentlichte der Psychiater Nathan Rapport einen Artikel mit dem Namen „Pleasent Dreams“, welcher vom Klarträumen handelt.

 

1968 veröffentlichte Celia Green ihr Buch „Lucid Dreams“. Das Phänomen des Klarträumens wurde nun immer bekannter. In der allgemeinen Wissenschaft wurden Klarträume mittlerweile und fälschlicherweise als kurze Wachphasen während des Schlafes angesehen.

 

1972 beschrieb Carlos Castenada in seinem Buch „Reise nach Ixtlan“ das luzide Träumen.

 

1974 veröffentlicht Patricia Garfield ihr Buch „Kreativ Träumen

 

1975 zeichnte Keith Hearne die ersten Augenbewegungen eines Klarträumers aus dem Klartraum auf.

 

1980 erhielt Stephen LaBerge seinen Doktortitel von der Stanfor University mit seiner Arbeit: „Lucid dreaming: an exploratory study of consciousness during sleep”
LaBerge trug Klarträumern auf, eindeutige Augenbewegungen im Klartraum durchzuführen. Diese wurden auf dem EOG (Elektrookulograf) sichtbar, gleichzeitig konnte festgestellt werden, dass der Proband schläft: Der Beweis für luzides Träumen, eine im Traum bewusst ausgeführte Handlung.

Auch wenn Klarträumen in der heutigen Zeit bekannter und akzeptierter ist, gibt es leider immer noch Kritiker und Ungläubige, die dieses nächtliche Phänomen als unwahr abtun. Ob Klarträumen jemals in der Gesellschaft voll akzeptiert und angenommen wird, wird wohl nur die Zeit zeigen…

Quellen:
http://animus.fateback.com/animus/klartraum/1.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Klartraum
http://www.lucidity.com/vanEeden.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Frederik_van_Eeden
http://de.wikipedia.org/wiki/Elektrookulografie