Wie lange dauert ein Klartraum?

Datum18. Feb. 2016
Views: 2365 | Kommentare: 8


klartraum_dauer.jpg

Wie lange dauert ein Klartraum und kann man dies überhaupt beantworten?
Stimmt es wirklich, dass man Tage, Wochen, Monate oder Jahre im Klartraum Zeit verbringen kann?

Wie lange dauert ein Klartraum? Meine dauern XY Sekunden / Minuten, ist dies normal?
Diese Fragen bekomme ich immer öfters gestellt und ich kann dies völlig nachvollziehen. Man wünscht sich einen Klartraum und will natürlich wissen, was man „mindestens“ bekommt für seine Mühen.
Zuerst sei gesagt: Ein „normal“ gibt es hier nicht. Vergleichbar ist die Frage „Wie lange braucht ein Mensch, um einzuschlafen?“
Dies kann man einfach nicht einheitlich beantworten, jeder Mensch ist anders und braucht unterschiedlich lange.

Genauso verhält es sich bei der Klartraumdauer. Jeder Klarträumer wird verschieden lange Klarträume erleben und selbst bei dem selben Klarträumer wird es keine „Mindestklartraumdauer“ geben.

Wenn ich meine alten Aufzeichnungen durchsehe, war meine durchschnittliche Klartraumdauer ca. 5 Minuten. Ich würde sagen das ist für einen Durchschnittswert eine sehr lange Klartraumdauer.
Ich hatte viele Klarträume die nur wenige Sekunden andauert, viele die 1 – 2 Minuten andauerten, aber auch genauso 5, 10, 20 oder sogar 40 und 60 Minuten.
Mein längster Klartraum dauerte ca. 40 Minuten.

Hier sei gesagt: Man kann in allen Schlafphasen (ausser der Einschlafphase) klarträumen, die Dauer ist also theoretisch nicht auf die REM-Schlafphase begrenzt.
Ich schreibe theoretisch, da ich noch keinen Klarträumer kennengelernt habe, der eine komplette Nacht durchgehend klar geträumt hat.
Ich würde sagen es ist möglich, aber sehr sehr schwierig zu erreichen.

Dies ist natürlich nur die gefühlte Zeit im Klartraum, die einen sehr stark täuschen kann.
Um sicher zu sein, sich nicht selbst zu betrügen, gehe folgende Punkte nach dem Erwachen durch. So kannst du die Zeit im Klartraum sehr gut einschätzen:

  1. Wie lange hat der Klartraum gedauert?
  2. Was habe ich in dieser Zeit gemacht?
    Notiere oder gehe gedanklich alle aktivitäten durch.
  3. Stimmen gefühlte Dauer mit den Aktivitäten überein?

Vergleicht man die Dauer der Aktivitäten mit denen aus dem Klartraum, bekommt man schnell ein Gefühl dafür, ob die wahrgenommene Dauer im Klartraum richtig sein kann.

Tut man dies nicht, kann einen der Klartraum schnell täuschen.
Man glaubt Stunden, Wochen oder Monate im Klartraum erlebt zu haben.

Es ist also nicht möglich Tage, Wochen, Monate oder Jahre im Klartraum zu verbringen. Berichte darüber rühren meiner Meinung nach von der trügerischen, gefühlten Zeit im Klartraum her.
Stunden sind theoretisch möglich, aber wohl auch nur den besten der besten Klarträumern vorbehalten.

Doch das schöne am Klartraum ist: Egal ob nur wenige Momente oder Stunden – jeder Klartraum ist eine überwältigende Erfahrung!

Wie lange dauert ein Klartraum?

Datum18. Feb. 2016
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Wie lange dauert ein Klartraum und kann man dies überhaupt beantworten?
Stimmt es wirklich, dass man Tage, Wochen, Monate oder Jahre im Klartraum Zeit verbringen kann?

Wie lange dauert ein Klartraum? Meine dauern XY Sekunden / Minuten, ist dies normal?
Diese Fragen bekomme ich immer öfters gestellt und ich kann dies völlig nachvollziehen. Man wünscht sich einen Klartraum und will natürlich wissen, was man „mindestens“ bekommt für seine Mühen.
Zuerst sei gesagt: Ein „normal“ gibt es hier nicht. Vergleichbar ist die Frage „Wie lange braucht ein Mensch, um einzuschlafen?“
Dies kann man einfach nicht einheitlich beantworten, jeder Mensch ist anders und braucht unterschiedlich lange.

Genauso verhält es sich bei der Klartraumdauer. Jeder Klarträumer wird verschieden lange Klarträume erleben und selbst bei dem selben Klarträumer wird es keine „Mindestklartraumdauer“ geben.

Wenn ich meine alten Aufzeichnungen durchsehe, war meine durchschnittliche Klartraumdauer ca. 5 Minuten. Ich würde sagen das ist für einen Durchschnittswert eine sehr lange Klartraumdauer.
Ich hatte viele Klarträume die nur wenige Sekunden andauert, viele die 1 – 2 Minuten andauerten, aber auch genauso 5, 10, 20 oder sogar 40 und 60 Minuten.
Mein längster Klartraum dauerte ca. 40 Minuten.

Hier sei gesagt: Man kann in allen Schlafphasen (ausser der Einschlafphase) klarträumen, die Dauer ist also theoretisch nicht auf die REM-Schlafphase begrenzt.
Ich schreibe theoretisch, da ich noch keinen Klarträumer kennengelernt habe, der eine komplette Nacht durchgehend klar geträumt hat.
Ich würde sagen es ist möglich, aber sehr sehr schwierig zu erreichen.

Dies ist natürlich nur die gefühlte Zeit im Klartraum, die einen sehr stark täuschen kann.
Um sicher zu sein, sich nicht selbst zu betrügen, gehe folgende Punkte nach dem Erwachen durch. So kannst du die Zeit im Klartraum sehr gut einschätzen:

  1. Wie lange hat der Klartraum gedauert?
  2. Was habe ich in dieser Zeit gemacht?
    Notiere oder gehe gedanklich alle aktivitäten durch.
  3. Stimmen gefühlte Dauer mit den Aktivitäten überein?

Vergleicht man die Dauer der Aktivitäten mit denen aus dem Klartraum, bekommt man schnell ein Gefühl dafür, ob die wahrgenommene Dauer im Klartraum richtig sein kann.

Tut man dies nicht, kann einen der Klartraum schnell täuschen.
Man glaubt Stunden, Wochen oder Monate im Klartraum erlebt zu haben.

Es ist also nicht möglich Tage, Wochen, Monate oder Jahre im Klartraum zu verbringen. Berichte darüber rühren meiner Meinung nach von der trügerischen, gefühlten Zeit im Klartraum her.
Stunden sind theoretisch möglich, aber wohl auch nur den besten der besten Klarträumern vorbehalten.

Doch das schöne am Klartraum ist: Egal ob nur wenige Momente oder Stunden – jeder Klartraum ist eine überwältigende Erfahrung!

Trauminhalte vergangener Generationen - Träume der Vergangenheit

Datum17. Jul. 2013
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Von was träumten unsere Großeltern und Ur-Großeltern?

Wie sahen die Träume vergangener Generationen und damit komplett anderer Gesellschaften aus? Welche Inhalte waren “Traumtypisch”, auch wenn dies natürlich von Person zu Person variiert.

Themen des Tages, Gegenstände, Objekte und Orte tauchen in unseren Träumen auf. Man kann also vermuten das Träume vor 30 - 40 Jahren auch die im Alltag auftauchenden Themen beinhaltet haben. Wie sieht es aber mit der Informationstechnologie aus? Das Internet verbindet uns heutzutage mit der Welt, der Fernseher läuft fast durchgehend. Dies beeinflusst auch unsere Trauminhalte.

Früher war der Fokus auf das Überleben und die Arbeit ausgerichtet, viele Menschen mussten harte Arbeit leisten um sich das Brot auf dem Teller zu sichern. Sind vergangene Trauminhalte vielleicht dadurch noch mehr auf die Freizeit ausgerichtet oder eben deswegen auf die verrichtet Arbeit?

Gibt es einen roten Faden, der sich durch alle Träume der Vergagenheit zieht, den man nur mit dem Wissen der Gegenwart erst zu erkennen vermag? Vielleicht würden die Menschen in 100 Jahren auch “traumtypische Elemente” des 21 Jahrhunderts erkennen. Sozusagen was wir als “typisch sechziger / siebziger oder achtziger Jahre” sehen, nur eben in der Welt der Träume.

Ein Gedankenspiel, bei dem ich gerne einen Fernseher einschalten würde, und mir vergangene Träume anshen würde.

Gefangen im Klartraum - Nicht aus dem Klartraum aufwachen…

Datum20. Mär. 2012
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Oft treffe ich auf die Frage, ob man in einem Klartraum gefangen sein kann. Ist es möglich, nicht mehr aus dem Klartraum aufzuwachen und gegen seinen Willen im Traumzustand festzusitzen?

Meiner Erfahrung nach, ist dies nicht möglich. Wie sollte es zusammenpassen, dass die einen den Klartraum um jeden Preis verlängern wollen, aber trotzdem aufwachen. Die anderen wollen unbedingt aufwachen und schaffen es nicht… Im Traum werden die Erwartungen des Träumers erfüllt, bewusste und unbewusste, positiv sowie negativ. Ich vermute, dass sich bei den Träumern, die von einem „Gefangen sein“ im Klartraum berichten, unterbewusst die Angst davor festgesetzt hat und darum eintrifft.

Muss jetzt jeder Klarträumer Angst haben, an etwas Falsches zu denken und schon nicht mehr aufwachen zu können?
Nein, mit Sicherheit nicht!

Betrachten wir die Fakten:

  • Klarträume finden meistens nur in den REM-Phasen statt, in den anderen Phasen können auch Klarträume auftreten, diese lassen sich aber schlechter kontrollieren und sind nicht so klar. Die Gefahr, dass man ungewollt erwacht (!) oder in einen Trübtraum übergeht, ist um Einiges größer als im Klartraum.
  • Die REM-Phasen dauern maximal um die 60 Minuten
  • Zeit vergeht im Klartraum genauso schnell, wie im Wachleben. Ein „unendliches“ oder ewig lange erscheinendes Festsitzen im Klartraum ist dadurch schon ausgeschlossen. Die Zeit kann einem zwar länger vorkommen, nutzt man diese aber aktiv um Dinge auszuführen, verläuft die Zeit normal.

    Bsp: Dir kommt es im Klartraum vor, als wäre eine Woche vergangen und erwachst. Hättest du aber in dieser Zeit von 1 an begonnen zu zählen, wärst du vielleicht nur bis zur Zahl 50 gekommen und wärst dann erwacht.

    Die gleiche Zeit ist verstrichen aber das Empfinden, wie viel Zeit es war, ist völlig unterschiedlich.

 

Was kann ich tun, um nicht in einem Klartraum gefangen zu sein?

Solltest du immer noch Angst habe, aus einem Klartraum nicht aufwachen zu können, hier ein paar Tipps:

  • Habe keine Angst, es gibt wirklich keinen Grund dafür!
  • Genieße es! Nutze die Zeit und erfülle dir alle deine Wünsche! Andere freuen sich, wenn ihr Klartraum 5 Minuten andauert, viele Klarträumer ist dies eine langer Klartraum… Du kannst NICHT im Klartraum gefangen sein, mache alles was du schon immer tun wolltest und freue dich über die Freikarte! Du wirst schneller aufwachen als die lieb ist :)
  • Zähle bis 100 / mache Liegestütze und zähle diese, gehe in deiner Umgebung umher und Zähle die Häuser, die du siehst. Beschäftige dich, dann kann dir die Zeit nicht länger vorkommen als sie in Wirklichkeit vergeht.
  • Wünsche dir, falsch zu erwachen bzw. aufzuwachen. Erwacht man falsch, passiert es oft, dass man in einem Trübtraum ohne Kontrolle landet. Verbinde diesen Wunsch mit einer leicht auszuführenden Aktion, um ihm noch mehr Ausdruck zu verleihen. Du könntest dir z. B. sagen: „Ich erwache aus meinem Traum, sobald ich mit dem Finger den Boden / meine Nase / den Türgriff berühre / mich dreimal im Kreis gedreht habe / bis 5 gezählt habe“ usw.
  • Starke Emotionen sollen einen aus dem Klartraum aufwachen lassen, ob das wirklich immer der Grund ist, ist schwer zu sagen. Finde und fordere es heraus! Fliege so schnell du kannst, lasse deinen Traumpartner erscheinen und schlafe mit ihm /ihr, rufe dir dein schönstes Erlebiss ins Gedächtnis und durchlebe es erneut…
  • Lasse dir was einfallen :) Lasse den „Aufwach-Knopf“ erscheinen oder gehe durch die „Aufwach / Ich habe einen Trübtraum“-Tür… Sei kreativ und hab Spass! Es gibt keinen Grund Angst zu haben!

WBTB - Wake Back To Bed | Technik erklärt, Tipps

Datum 6. Jan. 2012
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Wake Back To Bed bedeuted so viel wie „Wach und zurück ins Bett“
Dies ist keine klartrauminduzierende Technik an sich es wirkt unterstützend zu anderen Techniken.
WBTB läuft folgendermasen ab:

1. Schlafe ca. 5 – 6 Stunden

2. Lasse dich sanft wecken und bleibe 30 Minuten – 1 Stunde wach. Beschäftige dich in diese Zeit mit Klarträumen / Träumen. Lese ein Buch zu dem Thema, werfe einen Blick ins Forum, schreibe Traumtagebuch etc.

3. Lege dich wieder schlafen

Durch die Schlafdauer und die Wachphase werden die Schlafphasen verschoben. Legt man sich nach der Wachphase schlafen steigt man direkt in eine REM-Phase ein. Die REM-Phase nach dem WBTB ist idR auch die längste Phase, die Wahrscheinlichkeit auf einen Klartraum erhöht sich. In der REM-Phase finden die intesivsten Träume und meisten Klarträume statt. WBTB ist dadurch bei WILD (Wake Induced Lucid Dream) sehr hilfreich. Stephen LaBerge experimentierte mit WBTB, in seinen Test hatte man nach einem WBTB eher einen Klartraum als ohne.

Wichtig ist, das man in der Wachphase einen guten Mittelweg findet: Bleibt man zu lange wach oder wird zu aktiv, kann es passieren das man nicht mehr einschlafen kann. Wer schnell nach der Wachphase einschlafen möchte, findet hier im Forum ein paar Tipps und Techniken.

Oft wird man zufällig nach genau der richtigen Zeitspanne wach und kann so ein spontanes WBTB starten.

WBTB - Wake Back To Bed | Technik erklärt, Tipps

Datum 6. Jan. 2012
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Wake Back To Bed bedeuted so viel wie „Wach und zurück ins Bett“
Dies ist keine klartrauminduzierende Technik an sich es wirkt unterstützend zu anderen Techniken.
WBTB läuft folgendermasen ab:

1. Schlafe ca. 5 – 6 Stunden

2. Lasse dich sanft wecken und bleibe 30 Minuten – 1 Stunde wach. Beschäftige dich in diese Zeit mit Klarträumen / Träumen. Lese ein Buch zu dem Thema, werfe einen Blick ins Forum, schreibe Traumtagebuch etc.

3. Lege dich wieder schlafen

Durch die Schlafdauer und die Wachphase werden die Schlafphasen verschoben. Legt man sich nach der Wachphase schlafen steigt man direkt in eine REM-Phase ein. Die REM-Phase nach dem WBTB ist idR auch die längste Phase, die Wahrscheinlichkeit auf einen Klartraum erhöht sich. In der REM-Phase finden die intesivsten Träume und meisten Klarträume statt. WBTB ist dadurch bei WILD (Wake Induced Lucid Dream) sehr hilfreich. Stephen LaBerge experimentierte mit WBTB, in seinen Test hatte man nach einem WBTB eher einen Klartraum als ohne.

Wichtig ist, das man in der Wachphase einen guten Mittelweg findet: Bleibt man zu lange wach oder wird zu aktiv, kann es passieren das man nicht mehr einschlafen kann. Wer schnell nach der Wachphase einschlafen möchte, findet hier im Forum ein paar Tipps und Techniken.

Oft wird man zufällig nach genau der richtigen Zeitspanne wach und kann so ein spontanes WBTB starten.

Zeit im Klartraum und externe Reize im Trübtraum

Datum27. Nov. 2011
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Zeit im Klartraum ist schwer zu definieren. Zum einen kann der normalo Klarträumer die Zeit nicht messen, zusätzlich kann man sich auf das Zeitgefühl im Klartraum nicht 100% verlassen.

Vorab: Wir träumen am meisten in den REM-Phasen aber auch in allen anderen Schlafphasen (leichter Schlaf, Tiefschlaf) Mehr Infos zu den Schlafphasen findet ihr hier im Forum.

Eine Hürde ist der Klarträumer selbst. Nicht jeder Mensch kann Zeit gleich gut schätzen. Der eine schätzt zu viel der andere zu wenig. Dies wird zusätzlich noch durch die im Klartraum ausgeführte Aktivität selbst beeinflusst. Genau wie im Wachleben wird die Zeit bei aufregenden, spannenden Aktivitäten kürzer geschätzt als bei langweiligen Erlebnissen. Dies soll nicht heißen das ein Klartraum langweilig ist aber wenn man über Berge und Täler fliegt, wird man die Zeit sicher anders einschätzen als wenn man gemächlich durch die Traumstadt schlendert.

Eines hat ein Experiment von Dr. Stephen LaBerge im Schlaflabor jedenfalls bewiesen: Die reale Zeit und die Traumzeit stimmen überein. Luzide Träumer wurden im Schlaflabor überwacht und bekommen die Aufgabe im Klartraum zu blinzeln, dann im Sekundentakt bis 10 zu zählen und erneut zu blinzeln. Die Geschätzte Zeit und die real vergangen Zeit waren nahezu identisch.

Es ist also nicht möglich 100 Jahre real im Klartraum zu verbringen!

Jedoch gibt es ein großes, wenn nicht mittelschweres „aber“:

Auch wenn man nur 15 Minuten klar träumt, kann es einem vorkommen wie 15 Stunden. Man glaubt, es seien 15 Stunden vergangen, die 15 Minuten wurden aber nicht überschritten. Identisch sind die in Filmen eingeblendeten Texte ala: „2Jahre Später“. Der Zuschauer weiß, es sind zwei Jahre vergangen hat diese 2 Jahre aber nicht in Echtzeit erlebt. Dieses Gefühl, das Zeit vergangen ist, wird auch im Klartraum vermittelt nur intensiver.

Ein weiteres Experiment von William Dement und Edward Wolpert (University of Chicago), das sich mit Zeit beschäftigt, zeigte das externe Reize direkt in den (Trüb)Traum eingebunden werden.

Die Träumenden wurden mit leichten Wassertropfen bespritzt und nach einer vorgegebenen Zeit geweckt. Die Traumberichte ergaben, das der Reiz fast zeitgleich im Traum auftauchte, denn die geschätzte Zeit vom aufwachen, rückwärts bis zu einem Erlebnis im Traum mit Wasser, war mit der real verstrichenen Zeit identisch.

Quellen u.a.: Michael Schredl - Träume

Der ewige Klartraum | Fluch oder Segen?

Datum 8. Aug. 2011
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Der ewige Klartaum. Eine Welt, ein komplettes Universum unter deiner Kontrolle. Was wäre wenn? Sagen wir, es wäre wie im Film Vanilla Sky möglich, den ewigen Klartraum zu träumen. Diesmal aber mit dem Wissen, das alles nur ein Traum ist. Sofort ergeben sich Vor- und Nachteile.

Ist man sich darüber bewusst, einen Klartraum mit unendlichen Möglichkeiten zu träumen, hat man natürlich die volle Kontrolle. Tom Cruse war sich über den Traumzustand ja nicht im Klaren, er lebte ein „normales“ Leben. Jetzt stellt sich die Frage wie sich das Wissen über diese unreale Welt auf das Befinden auswirkt. Das Steak mag real aussehen, riechen und köstlich schmecken, es bleibt aber immer der der Gedanke im Hinterkopf: Nichts von alledem ist Real.

Herausforderungen wären praktisch nicht mehr vorhanden, das Gefühl etwas erreicht zu haben, ginge verloren. Man wüsste ja, jede Herausforderung hat man wenn dann selbst erschaffen. Die Glücksgefühle die beim Erreichen eines Zieles ausgeschüttet werden, wären praktisch nicht mehr vorhanden. Ob irgendwann Langeweile einsetzen würde, ist schwer abzuschätzen. Das Gehirn ist ein schier unermesslicher, kreativer Brunnen. Wie tief dieser Brunnen ist, würde man dann wohl herausfinden.

Natürlich gibt es auch positive Aspekte. Es blieben keine Wünsche offen, alles würde so verlaufen, wie man es sich vorstellt. Alleine die wegfallenden sozialen Zwänge würden das eigene Verhalten grundlegend verändern.

Ob es nun Fluch oder Segen wäre, kann ich persönlich für mich nicht beantworten. Der Gedanke des „nicht real seins“ hat vermutlich eine große Wirkung. Was überwiegt, kann ich persönlich nicht festmachen…