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Nacht durchmachen: Tipps&Tricks

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Nacht durchmachen: Tipps&Tricks

Beitragvon yagamisenpai573 » 01.12.2017, 22:09

Hi Leute, in diesem Thread möchte ich über das Nächte durchmachen sprechen, also das willentlich schaflose Nutzen einer Nacht.
Ich möchte euch allerdings nahelegen, nicht bei jeder Gelegenheit die Nacht durchzumachen, da das in zu hoher Frequenz sehr ungesund werden kann. Damit die Nachteile nicht überwiegen, sollten zwischen zwei durchgemachten Nächten 5 normale bis lange Nächte liegen, zwei schlaflose Nächte hintereinander höchstens einmal im Monat. Langzeitübermüdung(z. B. dauernd 2-4 Stunden zu wenig halte ich für in jeder Hinsicht für schädlich.
Falls ihr euch fragt, wozu das nütze ist, hier ein Link zu meinem Thread über Vorteile der Übermüdung:http://kt-forum.de/viewtopic.php?f=87&t=5173
Kommen wir nun zu den Wichtigen Grundbedingungen des Nacht Durchmachens:
1.Frische, sauerstoffreiche Luft: Solltest du die ganze Nacht im Zimmer verbringen, reicht eine Stoßlüftung am Anfang der Nacht meist nicht aus.
2.Genügend Licht: Du brauchst stets viel Licht, sonst wirst du viel schneller müde(durch Melatonin) und es kann passieren, dass du dich plötzlich in einem Traum wiederfindest.
3.Essen+Trinken: Gerade gegen Ende der Nacht kann es zu deinem Verhängnis werden, wenn du zu wenig getrunken hast, deshalb solltest du am Anfang der Nacht sehr viel(ca. 1 Liter) und zwischendurch immer mal wieder ein Glas Wasser trinken.
Wasser zu trinken, hilft auch teilweise beim Wachbleiben und erleichtert besonders müde Phasen.
Ausreichendes Essen ist ebenso wichtig:Du musst dir hierbei vor Augen führen, dass in einer schlaflosen Nacht viel mehr Energie benötigt wird als bei einer üblichen. Ein Nachtmahl gegen 1-4 Uhr morgens sollte auf jeden Fall eingenommen werden.
Sonstige Wachbleibhelfer:
1.Bildschirmlicht: Solltest du einen Bildschirm angeschaltet haben, solltest du diesen auf eine besonders hohe Helligkeitsstufe gestellt haben, da das den Melatoninspiegel beeinflußt(siehe oben).
Der Unterschied zu sonstigem Lampenlicht ist, dass Bildschirmlicht für gewöhnlich blau gefärbt ist, was das Tageslicht imitiert. Das täuscht die Augen und somit den Melatoninspiegel besonders gut.
2.Körperlich aufrechte/angespannte Lage: Wenn du spätnachts in eine zurückgelehnte, entspannte Haltung verfälltst, führt das gerne mal zu ungewolltem Einschlafen. Wenn du Probleme damit hast, dauerhaft eine aufrechte Haltung einzunehmen, dürfte ein nach vorn gebeugter Rundrücken die bessere Alternative sein, als sich anzulehnen.
3.Geistige Betätigung erzwingen: Suche, wenn möglich, eine Aktivität aus, die ein bewusstes Denken erfordert. Filme schauen, Bücher lesen und ähnliches gehört nicht dazu, du musst dabei selbst zur Aktivität angeregt werden, z.B. Chatten, Zocken, surfen etc.
Speziellere Hilfsmittel:
1.Körperliche Anstrengung+Betätigung: Gerade wenn du dich besonders schlapp/müde fühlst solltest du dich in irgendeiner Form körperlich anstrengen. Liegestützen sind dabei optimal, du solltest dich dabei allerdings keineswegs verausgaben sondern nur merkbar anstrengen.
2.Zucker am Ende der Nacht: Am Ende der schlaflosen Nacht, meist zu der Zeit, zu der man aufsteht, kommt die müdeste Phase, allerdings nur, wenn man nichts zu tun hat(Arbeit, Schule etc.).
In dieser Phase(ca.5-8 Uhr morgens) hilft es sehr, wenn du große Mengen an Zucker zu dir nimmst, beispielsweise 300g Schokolade oder ähnliches. Dieser Zucker verschiebt die Müdigkeit zwar nur in eine spätere Zeit, allerdings in einen Zeitraum, in dem die Müdigkeit schon sehr gemildert wahrgenommen wird(Deshalb die Zeitangabe 5-8 Uhr)
3.Starker Geschmack: Wenn der Schlaf droht, esse eine extrem scharfe Peperoni, ein sehr starkes Pfefferminzbonbon oder ähnliches tuts auch.
Tipps zum Schlaf davor:
1. Viel und früh: Du solltest in der Nacht davor nicht nur allgemein viel schlafen, sondern auch äußerst früh ins Bett gehen(halb 9 bei mir). Das ist sehr wichtig, um ausgeschlafen in die Nacht zu schlafen.
2. 30minPowernap: Ein 30minütiger Powernap(ja, eigentlich sind Powernaps nicht so lang) am Mittag lässt dich in der ersten Hälfte der Nacht besonders wach werden. Das ist besonders wichtig, wenn du für gewöhnlich früh ins Bett gehst(so wie ich :D ). Direkt nach dem Powernap wirst du dich kaputt fühlen(das nennt sich "Schlafkater"), nach 2-3 Stunden ist das aber verflogen. Ich hab ihn bisher nur einmal um 16 Uhr probiert und werde das ab jetzt immer so handhaben. Die Wirkung lässt dann um etwa 0-1 Uhr nach, man sollte den Powernap deshalb aber nicht später werden, da er nach 17 Uhr nicht mehr diese Wirkung zeigt.

So, das wärs von meiner Seite, habt ihr noch Tipps oder Hilfsmittel zum Nacht durchmachen oder vielleicht allgemein zum Wachbleiben?
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Re: Nacht durchmachen: Tipps&Tricks

Beitragvon ar55 » 01.12.2017, 22:12

Ich hab sehr scharfe pfefferminzbobons :D
Coole tipps.haette sie aber in dein andren thread getan
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Re: Nacht durchmachen: Tipps&Tricks

Beitragvon Kaskade1 » 02.12.2017, 07:50

Hey, Yaga. Da ich als Mutter eingeschränkten Schlaf habe, kann ich definitiv bestätigen, dass es da irgendwie einen Zusammenhang zwischen Schlafmangel und gesteigerter Traumintensität und Häufung zu geben scheint. Trotzdem ist es bei mir anscheinend so, dass sich Schlafmangel über einen längeren Zeitraum eher negativ auf die TE auswirkt.
Ich persönlich würde auch eher den gesunden Schlaf bevorzugen, aber ich finde dein Experiment interessant und, wenn du das dosiert angehst wird es bestimmt Erfolge zeigen. Es wäre interessant, ob sich das ganze auch wirklich positiv auf die Klarheit auswirkt. Bei mir konnte ich beobachten, dass sich zwar TE und TI verbessert haben, die große Klarheit aber ausblieb. Es waren dann sehr intensive TT.

Viel Erfolg :-).
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Re: Nacht durchmachen: Tipps&Tricks

Beitragvon Oni » 02.12.2017, 14:46

Im Grunde ist das Vorgehen schon bekannt und wird oft zur Induzierung eines "REM Rebound" bezeichnet. REM-Schlafphasen treten häufiger auf und haben eine höhere Dauer, je länger man schläft. Das Gehirn braucht aber diese Schlafphasen, d.h. er wird die Schlafphasen umlagern oder neu ausrichten, wie ihr es nennen mögt. Dabei kann die REM-Schlafphase entweder gleich am Anfang des Schlafes starten oder etwas später, aber doch früher als sie es bei normalem(gesunden) Schlaf tun würde.

Wie yaga schon sagte, sollte man tunlichst vermeiden länger den normalen Schlafrhythmus zu stören. Aber man kann das schon mal ausprobieren. Gut, dass du hier einige Tipps zusammengetragen hast, wie man eine Nacht durchsteht. Bei mir geht's mist locker bis 2 Uhr, dann kommen 2-3 unerträgliche Stunden und dann bin ich übermüdet, dann geht es meist wieder. Den Rest macht das Tageslicht, den Rest des Tages.
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Re: Nacht durchmachen: Tipps&Tricks

Beitragvon yagamisenpai573 » 02.12.2017, 15:15

@Kaskade:
Ob die Klarheit größer wird, weiß ich nicht, allerdings wird die Wahrscheinlichkeit auf Klarträume eindeutig höher.
Wenn man zuwenig/garnicht geschlafen hat, werden die REM-Phasen in der nächsten ausgeschlafenen Nacht intensiver und länger, dieser Effekt nennt sich "Rem-Rebound" und wird auch im oben verlinkten Thread genannt. Die TE leidet meiner Erfahrung nach, wenn man die Nacht durmacht, wenn man einfach nur zu wenig schläft, wirkt sich das aber nur langfristig aus. Ich kann in Sachen TE aber kaum von mir sprechen, weil meine TE allgemein schlecht ist.
Langzeitermüdung halte ich für absolut gefährlich, ich hab das auch noch in den roten Text gepackt.
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Re: Nacht durchmachen: Tipps&Tricks

Beitragvon Gumbi » 05.12.2017, 01:01

Ich muss gestehen, ich zweifel auch an deinem Bezug zu dem REM-Rebound Effekt.
An dem REM-Rebound selbst nicht, das streit ich nicht ab, und hat denk ich auch jeder schonmal erlebt.
Aber ich denke, dass das verschieben der Schlafphasen, und damit auch das "komprimieren" der REM-phasen ein eher langwieriger Effekt ist, also verstärkt auftritt wenn man mehrere Wochen kaum schlaf hat, aber nicht wenn man einmal eine Nacht durchmacht und dann auf den REM Effekt hofft.
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Re: Nacht durchmachen: Tipps&Tricks

Beitragvon yagamisenpai573 » 07.12.2017, 18:49

@Gumbi:
Vor (mindestens, ich weiß es nicht genau)5 meiner Klarträume hatte ich zu wenig oder gar nicht geschlafen, dabei hatte ich meistens in den Wochen davor recht gesund geschlafen. Es kann sein, dass der Rem-Rebound-Effekt bei Langzeitübermüdung stärker ist, die hatte ich bisher nur kaum, aber ich bin mir sicher dass auch bei Kurzzeitübermüdung der Rem-Rebound-Effekt eintreten kann, vielleicht kommt das auch auf den Einzelnen an.
@Oni:
Das hat mit dem Tageszyklus zu tun, ca. um 3 Uhr morgens ist der heftigste Leistungstiefpunkt und ab ca. 6 Uhr gehts wieder.
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Re: Nacht durchmachen: Tipps&Tricks

Beitragvon Durette » 07.12.2017, 22:52

Finde das wahnsinnig interessant aber das durchmachen ist ÜBEEEEEERHAUPT nichts für mich :D Ich weiß nicht wie es euch geht, aber ich habe seit ich denken kann so einen unglaublich starken Drang in mir immer genug Schlaf zu bekommen. Viele meiner Freunde scheinen das überhaupt nicht zu haben, denen ist ihr schlaf irgendwie völlig egal. Deswegen würde mich mal interessieren ob es hier noch andere gibt, die Wert auf ausreichend Schlaf legen (unabhängig vom Klarträumen) oder ob ich hier der einzigste bin :)
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Re: Nacht durchmachen: Tipps&Tricks

Beitragvon ar55 » 07.12.2017, 22:55

Durette hat geschrieben:Finde das wahnsinnig interessant aber das durchmachen ist ÜBEEEEEERHAUPT nichts für mich :D Ich weiß nicht wie es euch geht, aber ich habe seit ich denken kann so einen unglaublich starken Drang in mir immer genug Schlaf zu bekommen. Viele meiner Freunde scheinen das überhaupt nicht zu haben, denen ist ihr schlaf irgendwie völlig egal. Deswegen würde mich mal interessieren ob es hier noch andere gibt, die Wert auf ausreichend Schlaf legen (unabhängig vom Klarträumen) oder ob ich hier der einzigste bin :)

Es geht mir auch so. Versuch es aber trotzdem.
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Re: Nacht durchmachen: Tipps&Tricks

Beitragvon yagamisenpai573 » 07.12.2017, 23:47

@Durette ich schlaf immer wenns geht 9 Stunden und viel schlaf ist mir auf jedenfall wichtig, aber ich mache trotzdem regelmäßig die Nacht durch. Ich denke dass sich beides nicht ausschließt. Leute, denen ihr Schlaf völlig egal ist, schlafen meist immer ein bisschen zu wenig, was zur deutlich gefährlicheren Langzeitübermüdung führt.
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